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EU und Türkei einigen sich auf Flüchtlings-Abkommen

Etappenziel erreicht: In Brüssel haben sich die EU und die Türkei auf ein Abkommen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise geeinigt. Das twittern der finnische und der tschechische Regierungschef.



Ein Artikel von

Spiegel Online
French President Francois Hollande, right, speaks with Turkish Prime Minister Ahmet Davutoglu, left, prior to a meeting during an EU summit in Brussels on Friday, March 18, 2016. Turkish Prime Minister Ahmet Davutoglu arrived for talks with EU Council President Donald Tusk, Commission President Jean-Claude Juncker and Dutch Prime Minister Mark Rutte. Their meeting is aimed at thrashing out the details of an agreement to send tens of thousands of migrants in Greece back to Turkey. (Stephane de Sakutin, Pool Photo via AP)

Davutoglu und Hollande.
Bild: AP/AFP Pool

Lange wurde verhandelt, jetzt steht die Einigung über den Flüchtlingspakt der Europäischen Union mit der Türkei. Das twitterte der finnische Regierungschef Juha Sipil: «Der Türkei-Deal wurde gebilligt». Sein tschechischer Kollege Bohuslav Sobotka bestätigte dies. Die Nachrichtenagentur DPA berief sich auf EU-Diplomaten.

Zuvor hatte EU-Ratspräsident Donald Tusk die 28 Staats- und Regierungschefs der EU gebeten, seinem mit dem türkischen Premier Ahmet Davutolu ausgehandelten Kompromissvorschlag ohne Änderungen zuzustimmen. Darin sind alle Streitpunkte geregelt.

Demnach soll das Abkommen am 20. März in Kraft treten. Es soll den Strom an Flüchtlingen stoppen, die über die Ägäis in die EU kommen. Ankara soll im Gegenzug Zugeständnisse bei Visa-Liberalisierungen, den EU-Beitrittsgesprächen und Finanzhilfen erhalten.

Seit den Morgenstunden diskutieren Vertreter der EU-Länder in Brüssel mit der Türkei. Der türkische Ministerpräsident Davutolu zeigte sich am Vormittag zuversichtlich, dass es möglich sein werde, mit der EU eine gemeinsame Basis in der Frage der Flüchtlinge zu finden.

(heb/Reuters/AFP/dpa)

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • 4giveness 19.03.2016 09:25
    Highlight Highlight Ja da lacht die türkische Version einer amerikanischen Motorradmarke. Und der Diktator, der an seinen Fäden zieht, freut sich über das viele Geld. Es ist ja sicher ein neuer Palast fällig. Es ist schon traurig, dass Menschen in Not zu einer neuen Ressource geworden sind. Traurig auch, dass die EU schon wieder mit einem Diktator Geschäfte macht.
  • Serjena 19.03.2016 08:11
    Highlight Highlight Es gibt ein geflügeltes Wort "Wären die Flüchtlinge eine Bank hätte sie der Friedensnobelpreisträger (2012 Europäische Union) schon lange gerettet"
    Das sagt wohl alles.
  • rodolofo 19.03.2016 08:11
    Highlight Highlight Mir gefällt dieser "Kuhhandel" vom "Türkischen Basar" gar nicht!
    Mit dem Verhältnis 1/1 die legale Auswanderung absurderweise abhängig von der illegalen Auswanderung!
    Aber auf den zweiten Blick merkt man, dass das gar nicht so absurd ist, denn:
    Wenn es der Türkei gelingt, die illegale Auswanderung zu stoppen, darf keine einzige Syrische Person mehr die Türkei in Richtung Europa verlassen.
    Kann die Türkei ein Interesse haben daran?
    Auf mich wirkt dieses Abkommen irgendwie "getürkt"...
  • Erode Terribile 18.03.2016 19:41
    Highlight Highlight Ändern wird sich nichts - wetten?!

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