International

Das ist der 11-jährige Mehiar aus Kobane: Er hat es zusammen mit 1000 Flüchtlingen in der Nacht nach Österreich geschafft – weitere 5000 werden heute erwartet

06.09.15, 05:17

Die Zahl der von Ungarn her kommenden Flüchtlinge steigt in Österreich stetig an. Bisher kamen gemäss ungarischen Angaben rund 4500 Flüchtlinge mit Bussen aus Ungarn an der österreichischen Grenze an. In der Nacht zum Sonntag erreichten weitere 1000 Menschen zu Fuss den österreichischen Grenzort Nickelsdorf. Von dort ging's mit Zügen zum Wiener Westbahnhof, wo sich – wie Journalisten vor Ort berichten und viele Bilder beweisen – herzzerreissende Szenen abspielten. 

Die Österreichischen Bundesbahnen rechnen am Sonntag mit weiteren tausenden Flüchtlingen. ÖBB-Sprecherin Sonja Horner nannte der Nachrichtenagentur dpa am späten Samstagabend die Zahl von 5000 Migranten. Die Menschen müssen zunächst in Österreich bleiben, da sie in der Nacht nicht nach Deutschland weiterreisen können. Dies sei aus verkerstechnisch-organisatorischen Gründen nicht anders zu machen, hatten österreichische Behörden erklärt. 

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Libyens Sklavenmärkte – das Erbe des arabischen Rassismus

Das Bürgerkriegsland Libyen ist ein Eldorado für Menschenhändler. Auf nächtlichen Sklavenmärkten werden internierte afrikanische Migranten wie Vieh verkauft. Ein Grund: Hass auf Dunkelhäutige.

Die Auktion im Umland von Tripolis dauert nur wenige Minuten. «Al-Badija», auf Deutsch: die Ware, wird in einen schummrigen Hinterhof geführt - es sind Menschen, afrikanische Männer, zwölf Nigerianer. «400», «500», «600», «700» ruft eine Stimme, dann werden sie für ein paar Hundert libysche Dinar pro Person verkauft. Mit dabei: Ein verdeckt filmendes Team des US-Fernsehsenders «CNN».

Es sind zutiefst verstörende Aufnahmen. Zugleich führen sie nur klar wie nie vor …

Artikel lesen