International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

26 Küsse, die nichts gebracht haben – die EU steckt in der Krise

Jean-Claude Juncker: EU steckt in existenzieller Krise



EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sieht die Europäische Union in einer existenziellen Krise. Die 28 Mitgliedstaaten sprächen zu oft nur von ihren eigenen nationalen Interessen, sagte Juncker am Mittwoch in seiner Rede zur Lage der Union.

«Die Zahl der Bereiche, in denen wir solidarisch zusammenarbeiten, ist zu klein», sagte Juncker im Europaparlament in Strassburg. Zwei Tage vor dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs zur Zukunft der Union verlangte Juncker eine «ehrliche Bestandsaufnahme» und auch mehr Anstrengungen gegen Arbeitslosigkeit und für ein sozialeres Europa.

Populismus schafft Probleme

Juncker warf den EU-Regierungen vor, zu oft nationalen Interessen Vorfahrt einzuräumen und warnte davor, Populisten in die Hand zu spielen. «Populismus löst keine Probleme – im Gegenteil: Populismus schafft Probleme.»

Mit Blick auf die Austrittsverhandlungen mit Grossbritannien bekräftigte der Kommissionspräsident, dass London «keinen Binnenmarkt à la carte» bekommen könne. In den anstehenden Verhandlungen über die künftigen Beziehungen werde es ungehinderten Zugang zum europäischen Wirtschaftsraum nur geben, wenn die britische Regierung die Freizügigkeit für EU-Bürger akzeptiere.

Die Briten hatten Ende Juni überraschend mit knapp 52 Prozent für den Austritt aus der EU – den Brexit – gestimmt.

Am Freitag kommen die Staats- und Regierungschefs der anderen 27 EU-Länder in der slowakischen Hauptstadt Bratislava zusammen, um die Weichen für eine Neuausrichtung der EU zu stellen. Schwerpunkte sollen laut EU-Ratspräsident Donald Tusk insbesondere Sicherheitsfragen und Grenzschutz sein.

Investitionen für 630 Milliarden Euro

Um die Wirtschaftsflaute in Europa zu überwinden, will Juncker sein 2014 gestartetes Investitionsprogramm verdoppeln: Statt 315 Milliarden Euro binnen drei Jahren sollen nun 630 Milliarden bis 2020 erreicht werden. Dies kündigte Juncker am Mittwoch in seiner Rede zur Lage der Europäischen Union in Strassburg an.

Der sogenannte Juncker-Plan soll mit einem kleinen Anteil öffentlicher Gelder vor allem private Investitionen anstossen. Der Grundstock waren 21 Milliarden Euro im «Europäischen Fonds für strategische Investitionen» (EFSI). Seit seinem Beginn sind damit nach Angaben der EU-Kommission bereits Projekte für 116 Milliarden Euro gestartet worden.

Die Finanzierung der Verdoppelung des Programms in Volumen und Dauer ist allerdings noch nicht geklärt. Als gesichert gilt nach Junckers Worten nur ein Gesamtvolumen von 500 Milliarden Euro bis 2020. Nötig sind darüber hinaus weitere Mittel aus dem EU-Haushalt wie auch von den Mitgliedsstaaten. (whr/sda/dpa/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Danach suchen Schweizer und Schweizerinnen auf Pornhub am meisten

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

«14 Uhr: Claras Haut ist rot»: Kitas informieren Eltern neu per Liveticker über ihre Kids

Link to Article

Selbst Trump spricht nun von einem Impeachment

Link to Article

«Hi-Tech-Roboter» in russischer Fernsehshow entpuppt sich als verkleideter Mensch

Link to Article

Tumblrs neuer Pornofilter ist ein riesiger Fail – wie diese 19 Tweets beweisen

Link to Article

Netflix' zweite deutsche Original-Serie ist da – und ein riesiger Fail

Link to Article

Miet-Weihnachtsbäume sind in Hipster-Hochburgen in – doch die Sache hat einen Haken

Link to Article

Welche dieser absolut dämlichen Studien gibt es tatsächlich?

Link to Article

Brennende Leichen und blühender Aberglaube – ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Link to Article

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link to Article

Viva la nonna! – weshalb ich mega Fan vom neuen Jamie-Oliver-Buch bin (dazu 5 Rezepte)

Link to Article

Über Zürich fliegen jetzt Viren-Drohnen

Link to Article

«Meine 20 Jahre ältere Affäre erniedrigt mich»

Link to Article

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

Link to Article

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Link to Article

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Link to Article

Queen Ariana Grande singt sich mit neuem Song auf den YouTube-Thron 👀

Link to Article

11 Dinge, die du schon immer von einem orthodoxen Juden wissen wolltest

Link to Article

So läuft das Weihnachtsessen mit den Arbeitskollegen ab. Immer. Jedes Jahr. Die Timeline

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Link to Article

Der Super-Beau, der in weniger als 15 Minuten alles verkackt!

Link to Article

Netflix killt die nächste Superhelden-Serie

Link to Article

Die Weihnachtswünsche dieser alten Leute sind so bescheiden, dass es dir das Herz bricht

Link to Article

7 ausgefallene Punsch-Rezepte, die du diesen Winter unbedingt ausprobieren solltest!

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Herzschmerz pur! 15 Leute erzählen, wie sie vom Seitensprung ihres Partners erfuhren

Link to Article

7 Duschmomente, die uns (vermutlich) allen bekannt vorkommen 

Link to Article

Du regst dich über die Migros-Suppe auf? Dann kennst du diese Gender-Produkte noch nicht!

Link to Article

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Link to Article

Nach SBI-Niederlage: Jetzt beginnt der nächste Streit in der Aussenpolitik

Link to Article

Das Sexismus-Dinner des FC Basel sorgt weltweit für Schlagzeilen

Link to Article

«Es war alles ein verdammter Fake»: Schweizer Adoptiveltern packen aus

Link to Article

Führerscheinentzug nach 49 Minuten – so witzelt die Polizei über den «Tagesschnellsten»

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
23
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andersen 17.09.2016 08:52
    Highlight Highlight Interessanterweise interessieren sich viele Schweizer, was in der EU ist, in Staat sich auf die eigene Hausaufgaben zu konzentrieren, wie Lohnschutz und Wohnungsbau.

    Es war ein kluger Tag in Bratislava.
  • Hirnwinde 15.09.2016 07:06
    Highlight Highlight König Jean-Claude scheitert gerade woran schon viele Könige geacheitert sind, und dann mehr oder weniger unsanft abgesetzt wurden: an der fehlenden Einsicht, dass ein König seinem Volk dienen muss, dass die Macht eines Königs nur verliehen ist.
  • Marcs 14.09.2016 20:33
    Highlight Highlight Der Mann ist die perfekte "Fehlbesetzung" durch Merkel & Co. Zu lange im Geschäft, zu viel auf dem Kerbholz, zu abgehoben von den Menschen. Und etwas ändern wird DER nie!
  • Beobachter24 14.09.2016 19:35
    Highlight Highlight Och der arme Jean-Claude!
    Musste in LUX als Premier zurücktreten (Verdacht auf Mitarbeit bei Gladio). In der EU will und will es ihm nicht gelingen TTIP durchzuboxen. Beim IWF war er auch schon. Bald bleibt ihm nur noch die UNO.
  • demokrit 14.09.2016 15:14
    Highlight Highlight Juncker ist Teil der Krise und hochgradig mitverantwortlich.
  • lilie 14.09.2016 13:55
    Highlight Highlight Die EU wurde aus egoistischen Gründen gegründet, nämlich, damit Deutschland seine Exportgüter leichter losbringt.

    Und jetzt wundern sie sich, dass die andern auch nur auf ihren eigenen Vorteil schauen.

    Scho no blöd ggloffe, gäll! *facepalm * 😩
    • andersen 17.09.2016 08:49
      Highlight Highlight Der EU wurde gegründet mit ein Wirtschaftsraum, damit niemand mehr ein Motiv hat, ein Krieg anzufangen.
  • Linus Luchs 14.09.2016 13:32
    Highlight Highlight Europa steckt auch in der Krise, weil ein sehr grosser Teil der Bevölkerung kaum noch über historische und kulturelle Bildung verfügt. Es gibt zu wenig Bewusstsein für die leidvolle europäische Geschichte und die grossartigen humanistischen und politischen Errungenschaften des Kontinents. Keine Überraschung, wenn man bedenkt, dass vom ganzen Geld, mit dem Brüssel Wissenschaft fördert, fünf Prozent den Geisteswissenschaften zugute kommen. Das Diktat der Ökonomie schafft Menschen ohne Kultur und Bildung. Wer nur noch im Materiellen funktioniert, ist ein gefundenes Fressen für rechte Populisten.
  • biosignalinator 14.09.2016 12:06
    Highlight Highlight Vom Zeitpunkt an, wo die Zusammenarbeit aller Nationalitäten in der EU, mit der Auferlegung von Massnahmen an die Wirtschafts-Schwächeren, durch einige „Wirtschafts-Integriertere“, kann man nicht mehr von Zusammenarbeit und Solidarität sprechen. Auch abgesehen vom brechen der bestehenden Vereinbarungen, wie auch die ethisch verwerfliche Lobbystruktur und das ungerechte Steuersystem fördern nicht gerade die Beliebtheit einer Vereinigung die so viele Systemfehler hat. Das Ziel sollte die Sozialwirtschaft sein.
  • Denk nach 14.09.2016 11:51
    Highlight Highlight Ohne den Willen von Reformen und mehr direktdemokratischer Elemente wird dies auch so bleiben.

    Solange sich niemand mehr mit dieser Institution verbunden fühlt (wie auch, wenn über die Köpfe der Bürger hinweg politisiert wird), ist die EU zum scheitern verdammt.

    Herr Junker hat wohl immer noch nicht kapiert, das Systemfehler der EU und der Reform-unwille überhaupt den Populismus in dieser Stärke ermöglichen.
    • D(r)ummer 14.09.2016 13:28
      Highlight Highlight Tausende EU-Bürger sollten dem Jun(c)kie mal tausende Briefe schreiben. (...Sie machen Populismus erst möglich...)
      Ob ihn das echt zum umdenken bewegen würde...
  • Angelo C. 14.09.2016 11:23
    Highlight Highlight Im Titel fehlt eigentlich nur das Wort "tiefer" Krise 🤔!

    Man hat zu lange die Individualität und teilweise unterschiedlichen Ansprüche und Prioritäten einzelner EU-Staaten (vor Allem aber deren Bevölkerungen) achtlos auf die Seite geschoben, deren vitale Interessen negiert.

    Heute sind die Nord- und Südstaaten oekonomisch unterschiedlich aufgestellt, die Flüchtlingspolitik total gescheitert. Bleiben noch rein wirtschaftliche Gesamtinteressen, als politische Union aber gescheitert.

    Die Schweiz ist gut beraten, sich dieser Endzeitstimmung anzupassen, eigene(re) Wege zu suchen und zu gehen!
    • Illyria & Helvetia 14.09.2016 11:28
      Highlight Highlight Der Norden und der Süden sind schon immer wirtschaftlich auf einem ungleichen Stand gewesen. Das ist nichts Neues.
  • Der Rückbauer 14.09.2016 11:08
    Highlight Highlight Der Schluckspecht sollte sich mal des Problems "Juncker gegen Juncker" annehmen. Uebrigens: Simonetta hält artig ihre jungfräuliche Wange hin, während Doris am Zuschnappen ist...Unsere Bundesräte/innen sollen leben und die direkte Demokratie auch! Die Völker Europas wollen keine Technokraturen.
    • The Destiny // Team Telegram 14.09.2016 12:13
      Highlight Highlight @ der rückbauer, die eu ist sicher keine Technokratie...
  • Illyria & Helvetia 14.09.2016 11:08
    Highlight Highlight Die EU steckt wirklich in einer existenziellen Krise und mit der jetzigen Führungselite wird sie daraus auch nicht rauskommen. Ich meine, wer nimmt bitte diesen Juncker ernst? Da hat man ja mehr Respekt vor Merkel als vor dem...
  • dmark 14.09.2016 11:04
    Highlight Highlight Die EU hat das Problem, diese "nationalen Probleme" nicht ernst genug zu nehmen und der Bevölkerung bereits zu viele Dinge, Verordnungen und Gesetze aufdiktiert, aber grundlegende Sachen, wie z.B. gemeinsame Steuern, Energiepolitik, Krankheitswesen, Bildungssystem usw. total verdrängt zu haben.
  • Wilhelm Dingo 14.09.2016 10:50
    Highlight Highlight Immerhin nimmt sich die EU dem Thema endlich an, dass vieles in der EU nicht mehr den Wünschen der Bevölkerung entspricht. Ich hoffe, dass die EU fähig sein wird sich entsprechend zu transormieren.
  • D(r)ummer 14.09.2016 10:46
    Highlight Highlight Ja was erwartet er denn? Dass 28 Staaten innerhalb eines Jahrhunderts ihre Gepflogenheiten umkrempeln können ohne dass die Bevölkerungen verärgert werden? Für ihn zählen nur Internationale Interessen der EU anstelle von nationalen Interessen die schlussendlich konstruktive Kritik in "sein" Gebilde einbringen.
    (Er kann wohl noch immer nicht verkraften, dass GB nun machen kann was es will, bzw. einfacher Geopolitik betreiben kann)
    Ist ja gut, dass er die Zusammenarbeit vertiefen will, nur worin? In nützliches für den Bürger, für die üblichen Schmarotzer oder für die einzelnen Geostrategen...
  • rolf.iller 14.09.2016 10:39
    Highlight Highlight Wer im Geheimen Handelsabkommen mit internationalen Schiedsgerichten verhandelt und versucht diese ohne demokratische Mitsprache durchzudrücken, der verdient kein vertrauen.
    • Fabio74 14.09.2016 12:01
      Highlight Highlight Also liegts nur an TTIP?
    • rolf.iller 14.09.2016 13:51
      Highlight Highlight TTIP, CETA und TISA sind gute Anschaungsbeispiele dafür, wie sich die Politik von den Menschen abwendet. Und so ein Symbol für ein generelles Problem. Wenn es der EU nicht gelingt, die Menschen zu beteiligen, dann geht das Projekt vor die Hunde.
  • Homes8 14.09.2016 10:13
    Highlight Highlight Leider bringen wir es trotz Informatik-Zeitalter nicht fertig, hier eine Liste zu platzieren, wozu die Mia verwendet werden.

Die (un)heimlichen Parallelen zwischen UK und CH

Grossbritannien und die Schweiz versuchen, ihr Verhältnis zur Europäischen Union neu zu regeln. In beiden Ländern ist die Lage schwierig bis aussichtslos. Und das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit.

Das Vereinigte Königreich gilt – ob zurecht oder nicht – als Musterbeispiel für Common Sense. Blickt man heute über den Ärmelkanal, drängt sich dagegen ein Wort auf: Nonsense.

Der Brexit hat die britische Politik in ein derartiges Chaos gestürzt, dass kaum noch jemand den Durchblick hat. Am Montag sagte Premierministerin Theresa May kurzerhand die für den folgenden Tag geplante Abstimmung im Unterhaus über den mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrag ab. Mit diesem handstreichartigen …

Artikel lesen
Link to Article