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epa05069163 European Commissioner for European Neighbourhood Policy and Enlargement Negotiations Johannes Hahn (L), Serbian Prime Minister Aleksandar Vucic (C) and Foreign Minister of Luxembourg Jean Asselborn (R) at the start of an EU-Serbia intergovernmental accession conference, in Brussels, Belgium, 14 December 2015.  EPA/STEPHANIE LECOCQ

EU-Kommissar Johannes Hahn mit dem serbischen Premier Aleksandar Vucic und Luxenburgs Aussenminister Jean Asselborn in Brüssel.
Bild: STEPHANIE LECOCQ/EPA/KEYSTONE

«Sehr ambitioniert»: EU beginnt Beitrittsverhandlungen mit Serbien

«Ein Tag, an dem wir Geschichte schreiben»: Serbien und die Europäische Union haben offiziell Beitrittsverhandlungen aufgenommen. Das Westbalkan-Land hofft auf eine Mitgliedschaft bis 2019, doch EU-Kommissar Hahn hält das für «sehr ambitioniert».

15.12.15, 03:21 15.12.15, 06:28


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Die EU verhandelt nun offiziell mit dem Westbalkan-Staat Serbien über einen Beitritt. «Das ist ein bedeutender Tag, ein Tag, an dem wir Geschichte schreiben», sagte der serbische Regierungschef Aleksandar Vucic am Montagabend in Brüssel. «Wir müssen jetzt nicht mehr von der EU träumen, sondern nur noch hart arbeiten.» Er hoffe darauf, dass sein Land bis 2019 alle Bedingungen für einen Beitritt erfüllen werde.

Der EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn hielt diesen Zeitplan für ein «sehr ambitioniertes Ziel». Es gebe zwar «kein Geschwindigkeitslimit in Bezug auf den Beitrittsprozess», aber «eine bestimmte Wegstrecke», die jeder Kandidat zurücklegen müsse.

«Ohne Kanzlerin Merkel wäre es uns nicht gelungen»

Vucic bedankte sich ausdrücklich bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für deren Unterstützung im Vorfeld der Verhandlungen. «Ich denke, in unserem Fall kann man ganz deutlich sagen, ohne Kanzlerin Merkel wäre es uns nicht gelungen», sagte er. «Denn sie hat ihre Zusagen gehalten, sie hat Verpflichtungen formuliert, und in dem Moment, in dem wir diese erfüllt hatten, hat auch Deutschland sein Versprechen gehalten.»

Serbien ist seit März 2012 Beitrittskandidat. Sollte das Land neues EU-Mitglied werden, würde die Union um rund 7,2 Millionen Einwohner wachsen. Im Mittelpunkt der ersten Verhandlungsabschnitte stehen das noch immer schwierige Verhältnis Serbiens zum Kosovo und das Thema Finanzkontrolle.

Die Gespräche über einen möglichen Beitritt würden ergebnisoffen geführt, sagte Hahn. Die EU sei beispielsweise nicht mehr bereit, ein Mitglied aufzunehmen, das wie Serbien Grenzprobleme mit Nachbarn habe. Vucic wertete den Verhandlungsauftakt dennoch als Meilenstein. «Wir können ruhig sagen, dass der 14. Dezember 2015 vielleicht das revolutionärste Datum in der neueren serbischen Geschichte ist.»

Die EU hatte am Montag bereits erstmals seit zwei Jahren wieder ein neues Verhandlungskapitel für einen türkischen EU-Beitritt eröffnet. (sun/dpa/AFP)

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