International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Elf weitere Ebola-Fälle im Kongo – Virus hat Millionenstadt Mbandaka erreicht

18.05.18, 06:48 18.05.18, 07:42


Der Kongo hat elf weitere bestätigte Ebola-Fälle gemeldet. Es gebe zudem zwei neue Todesfälle, die mit einem Ausbruch der Krankheit im Nordwesten des Landes in Verbindung stehen sollen, teilte das Gesundheitsministerium am späten Donnerstagabend mit.

Die Zahl der Verdachts-, wahrscheinlichen und bestätigten Fälle liegt damit bei nun insgesamt 45. Darunter seien inzwischen 25 Tote. Doch sei bislang nur ein Todesfall als Ebola bestätigt worden, hiess es.

Eines der beiden neuen Todesopfer, das an Ebola gestorben sein könnte, sei aus Bikoro gemeldet worden – also jener Ortschaft im Nordwesten, in der der erste Ebola-Todesfall registriert worden war. Der andere tödliche Verdachtsfall wurde in Wangata festgestellt.

In this photo taken Saturday, May 12, 2018, health workers don protective clothing as they prepare to attend to patients in the isolation ward to diagnose and treat suspected Ebola patients, at Bikoro Hospital in Bikoro, the rural area where the Ebola outbreak was announced last week, in Congo. Congo's latest Ebola outbreak has now spread to Mbandaka, a city of more than 1 million people, a worrying shift as the deadly virus risks traveling more easily in densely populated areas. (Mark Naftalin/UNICEF via AP)

Eine Therapie gegen Ebola gibt es nicht, bis zu 90 Prozent der Erkrankten sterben. Bild: AP/UNICEF

Am Donnerstag hatte Gesundheitsminister Oly Ilunga mitgeteilt, dass der Ebola-Ausbruch die Millionenstadt Mbandaka erreicht habe. Dort seien zwei Fälle hämorrhagischen Fiebers aufgetreten, bei einer Probe sei dann das Ebola-Virus nachgewiesen worden.

Ebola wird durch Körperflüssigkeiten übertragen. Selbst Tote sind ansteckend. Eine Therapie gibt es nicht, bis zu 90 Prozent der Erkrankten sterben. Symptome sind Fieber, Erbrechen, Durchfall, Muskelschmerzen und in einigen Fällen innere und äussere Blutungen. Werden keine Schutzmassnahmen ergriffen, kann sich das Virus rasend schnell ausbreiten.

Experten diskutieren Tragweite

Die Weltgesundheitsorganisation hat 4000 Impfdosen in den Kongo geschickt und Tausende weitere in Aussicht gestellt. Der noch experimentelle Impfstoff hat sich bei einem Ausbruch in Westafrika in den Jahren 2014 bis 2016 als sehr wirkungsvoll erwiesen. Damals waren einer Ebola-Epidemie in Liberia, Guinea und Sierra Leone Tausende Menschen zum Opfer gefallen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berief eine virtuelle Notfall-Sitzung ein. Die Konferenz, bei der Experten aus aller Welt per Audio- oder Videoschaltung miteinander sprechen, findet am Freitagmittag statt, wie ein WHO-Sprecher am Donnerstag in Genf sagte.

An der Sitzung nehmen Spezialisten teil, die die WHO im Fall von möglichen «Gesundheitskrisen von internationaler Bedeutung» beraten. Es geht darum, festzustellen, ob der Ebola-Ausbruch im Kongo als solche Krise zu betrachten sei und welche Massnahmen dann zu ergreifen wären. (sda/dpa/apa/ap)

Millionen Stechmücken wurden in Rio de Janeiro freigelassen

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

5 Mal, in denen Sacha Baron Cohen in seiner neuen Show definitiv zu weit gegangen ist 😂

Fox-Moderatorin lästert über Dänemark – die dänische Antwort ist genial 👊

Das Mädchen von der Babyfarm

«Kein Leben, kein Geld und einen kaputten Körper» – so hart ist es, eine Ballerina zu sein

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Suizid von Flughafenmitarbeiter in Seattle – leeres Flugzeug gekapert und damit abgestürzt

Auf dem Flughafen der US-Stadt Seattle ist eine leere Passagiermaschine gekapert worden und nach einem kurzen Flug abgestürzt. Ein Angestellter einer Fluggesellschaft habe die Maschine am Freitagabend «ohne Erlaubnis» gestartet und sei dann damit abgestürzt. Die Absturzstelle befindet sich in der Nähe von Ketron Island im US-Bundesstaat Washington.

Die Fluggesellschaft Alaska Airlines bestätigte den Vorfall auf Twitter. bei dem Flugzeug um eine zweimotorige Turboprop-Maschine vom Typ …

Artikel lesen