International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04305088 Gerry McCann (R) and Kate McCann (L) the parents of the missing British child Madeleine talk to the press after a court session for the libel case against former Portuguese police chief Goncalo Amaral (not pictured) at Lisbon's Palace of Justice in Lisbon, Portugal, 08 July 2014.  EPA/MÁRIO CRUZ

Für die Eltern von Maddie, Kate und Gerry McCann, ist es noch nicht vorbei – laut Scotland Yard ist es möglich, dass ihre Tochter noch am Leben ist.  Bild: EPA/LUSA

Der mysteriöse Fall Maddie – eine Chronik

28.04.17, 08:28 28.04.17, 15:25


Das Verschwinden der dreijährigen Britin Madeleine McCann vor zehn Jahren in Portugal zählt zu einem der Aufsehen erregendsten Fälle weltweit. Die Eltern haben bis heute die Hoffnung nicht aufgegeben, ihr Kind wiederzufinden.

Scotland Yard teilte diese Woche mit, dass weiterhin vier Beamte mit einer «kleinen Zahl von entscheidenden Ermittlungssträngen» befasst seien. «Wenn wir nicht dächten, dass sie bedeutend sind, würden wir nicht weitermachen», sagte Mark Rowley, Leiter für Sonderermittlungen bei Scotland Yard. Weiterhin könne nicht ausgeschlossen werden, dass Maddie noch am Leben sei.

Eine Chronik des mysteriösen Verschwindens der kleinen Maddie. 

2007: Mai

Kurz vor ihrem vierten Geburtstag verschwindet Maddie aus einer Ferienanlage an der portugiesischen Algarve-Küste. Madeleines Mutter fleht im Fernsehen mögliche Entführer an, das Kind freizulassen. Fotos des blonden Mädchens gehen um die Welt.

epa04260771 (FILE) A file photograph dated 24 July 2008 showing Portuguese ex- judiciary police officer, Goncalo Amaral, with a copy of his book on the disappearence of British toddler Madeleine McCann, 'Maddie, The Truth of the Lie', after its release in the Portuguese press, Lisbon, Portugal. Gerry and Kate McCann the parents of Madeleine are attending the libel case against former Portuguese police chief Goncalo Amaral, who wrote a book about the case, at Lisbon's Palace of Justice in Lisbon, Portugal, 16 June 2014. The case against Goncalo Amaral has been adjourned for ten days after sacked his lawyer.  EPA/ANTONIO COTRIM *** Local Caption *** 01854100

Der ehemalige Polizist Goncalo Amaral, veröffentlichte 2008 ein Buch über die Suche nach der vermissten Maddie.  Bild: EPA/LUSA FILE

2007: September

Die Eltern gelten zu diesem Zeitpunkt als Verdächtige. Medien berichten, die Polizei gehe von einem Unglücksfall aus – die Eltern hätten die Leiche verschwinden lassen.

2008: Juli

Die portugiesische Polizei stellt die Ermittlungen ohne Ergebnis ein. Für ein Verbrechen gebe es keine Beweise.

2009: Januar

Ein Team ehemaliger Fahnder von Scotland Yard hat sich nach britischen Medienberichten im Auftrag der Eltern auf die Suche nach Madeleine gemacht. Ein Geschäftsmann finanziere die Aktion.

2009: Mai

Zwei Jahre nach Maddies Verschwinden flehen die Eltern mögliche Entführer erneut an, ihre Tochter freizulassen. Sie nutzen dazu ein Gespräch mit US-Talkmasterin Oprah Winfrey, das Millionen Zuschauer sehen.

2011: März

Madeleines Eltern protestieren vergeblich gegen den Verkauf eines Buches, das der portugiesische Ex-Chefermittler Gonçalo Amaral über den Fall geschrieben hat. Er vertritt die These, das Kind sei bereits im Ferienhotel der Familie gestorben und nicht entführt worden. Die Eltern hätten mit dem Verschwinden zu tun, schreibt Amaral.

epa04524370 Outgoing Scotland Yard inspector responsible for investigating the case of missing girl Madeleine McCann, or 'Maddie', Andy Redwood (R), walks with his successor Nicola Wall (L) upon arrival at the Judicial Police of Faro for a third day of interviews of eleven witnesses, in Faro, Portugal, 11 December 2014. Madeleine went missing in May 2007 from a room she was sharing with her two twin brothers in the resort of Praia da Luz in the Algarve. The investigation continues.  EPA/LUIS FORRA

Scotland Yard Inspektor, Andy Redwood, mit seiner Nachfolgerin Nicola Wall. Beide untersuchten das Vorgehen von Scotland Yard im Fall von Maddie.  Bild: EPA/LUSA

2011: Mai

Die Mutter, Kate McCann, veröffentlicht ein Buch mit ihrer Version der Geschichte. Die Ermittlungsakten würden erneut überprüft, kündigt der damalige britische Premierminister David Cameron an.

2012: April

Laut britischer Polizei ist Maddie möglicherweise noch am Leben. Es gebe Anhaltspunkte für Ermittlungslücken.

2013: Oktober

Die portugiesischen Behörden nehmen die Ermittlungen wieder auf, da es neue Indizien gebe.

epa04260769 (FILE) A file videograb picture with unknown date released by the Real Madrid TV showing the missing British girl Madeleine McCann, who was allegedy abducted 03 May 2007 from the resort apartment where she was on vacation with her family in the Algarve, south Portugal. Gerry and Kate McCann the parents of Madeleine are attending the libel case against former Portuguese police chief Goncalo Amaral, who wrote a book abouth the case, at Lisbon's Palace of Justice in Lisbon, Portugal, 16 June 2014. The case against Goncalo Amaral has been adjourned for ten days after sacked his lawyer  EPA/REAL MADRID TV / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES *** Local Caption *** 51289840

2017 – 10 Jahre später: Es besteht weiterhin die Hoffnung, dass Maddie noch am Leben ist.  Bild: EPA/REAL MADRID TV FILE

2014: Juni

Eine erneute Suche nach Spuren des verschwundenen Mädchens auf drei Brachflächen in der Nähe der portugiesischen Ferienanlage bringt keine Hinweise.

2017: April

Die britische Polizei hat die Hoffnung auf eine Lösung des Falls nicht aufgegeben. Vier Beamte seien weiter mit einer «kleinen Zahl von entscheidenden Ermittlungssträngen» befasst, teilt Scotland Yard mit. (sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Unsere Liebe zu den Bauern endet beim Portemonnaie

Riesen-Show von Shaqiri – deshalb wechselte ihn Klopp trotzdem in der Halbzeit aus

St.Gallen verbietet Burkas – 3 Dinge, die du dazu wissen musst

Diese 9 Schweizer Orte liebt das Internet (zu sehr)

Wie ein Fussball-Teenie 600'000 Franken für Koks und Alk verprasste und abstürzte

Wir haben kürzlich dieses BMW-Plakat gesehen – und hatten da ein paar Fragen

Das essen wir alles in einem Jahr

Mehr als nur Sex zwischen Bäumen: Wie dieser Wald im Aargau zum «Schwulewäldli» wurde

Sex, Lügen und Politik: Der Fall Kavanaugh erinnert an die Hetze gegen Anita Hill

Trump Jr. postet dieses Fake-Bild – und wird vom Moderator komplett demontiert

Instagram vs. Realität – wie es hinter den perfekten Fotos wirklich aussieht

Genital-Check bei jungen Flüchtlingen: Jetzt intervenieren Fachleute und Politik

iOS 12 ist hier – das sind 13 nützliche Tipps für iPhone-User

«NACHBARN AUFGEPASST» – Wie eine Touristin in Deutschland zur Einbrecherin erklärt wurde

Diese 19 Comics zeigen, wie sich Depressionen und Angst anfühlen

Autistin flüchtet aus Angst vor SBB-Ticket-Kontrolle – und wird hammerhart bestraft

Das passiert, wenn Manchester-Fans beim FC Basel nach Champions-League-Tickets fragen 😂

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • fifiquatro 28.04.2017 14:39
    Highlight Ein äusserst schwieriger Fall. Bleibt nur zu hoffen dass das Mädchen doch noch irgendwie auftaucht, auch wenn einige behauptet dass die Eltern Dreck am Stecken haben...Arme Maddie :-(
    6 3 Melden
  • Spooky 28.04.2017 11:57
    Highlight Der Kinderhandel ist abgeschottet. Wer hier nachforscht, kommt schon bald an Grenzen. Hier geht es nicht um irgendwelche harmlosen Ganoven und Totschläger, die unsere Gefängnisse bevölkern, und von denen die Leute sagen, sie seien für die Gesellschaft gefährlich.
    17 3 Melden
  • dommen 28.04.2017 09:36
    Highlight Mit diesem Päärchen stimmt doch etwas nicht, da könnt ihr sagen, was ihr wollt...
    11 28 Melden
    • Noname6630 28.04.2017 15:22
      Highlight was denn?
      16 1 Melden
    • Angelo C. 29.04.2017 12:30
      Highlight Es ist psychologisch nicht davon auszugehen, dass die Eltern - hätten sie denn den Tod des Kindes selbst herbeigeführt - auch nach Jahren noch, immer wieder selbst in der Sache aktiv würden. Sie würden dann die Sache öffentlich lieber in Vergessenheit geraten lassen und ihre Ruhe suchen.

      Auch wäre es irre schwer gewesen, als Touristen in einem Hotel, dies in einem ihnen fremden Land, die Leiche des Kindes eigenhändig und NACHHALTIG zu beseitigen, sodass es bis zum heutigen Tag, und ungeachtet aller massiven örtlichen Ermittlungen, unentdeckt geblieben wäre...

      10 0 Melden

Russen-Spione in der Schweiz: Cassis will diplomatische Krise vermeiden

Aussenminister Ignazio Cassis will eine diplomatische Krise mit Russland vermeiden. In den letzten Wochen seien bereits einige russische Diplomaten nicht akkreditiert worden, sagte er in einem Interview mit Radio SRF.

Die Aktivitäten von Nachrichtendiensten seien eine tägliche Angelegenheit, nicht nur mit Russland, sondern auch mit anderen Staaten, sagte Cassis. Mit Russland habe jetzt eine gewisse Eskalation stattgefunden.

«Wir hatten bereits dieses Jahr mehrmals bilaterale Kontakte auf …

Artikel lesen