International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hat derzeit wenig zu Lachen: Die britische Premierministerin Theresa May.  Bild: FACUNDO ARRIZABALAGA / POOL/EPA/KEYSTONE

«Liar, Liar» – der Theresa-May-Song macht ihr das Leben schwer

01.06.17, 11:04 01.06.17, 14:11


Theresa May muss derzeit viel Kritik einstecken. Bei den anstehenden britischen Parlamentswahlen nächste Woche könnten die Konservativen um Premierministerin May ihre absolute Mehrheit verlieren.

«She is a liar, liar /  She is a liar, liar / No, you can't trust her / No, No, No, No»

Liar Liar – Captain Ska

Als hätte sie nicht schon genug Probleme, kursiert derzeit ein wenig schmeichelnder Song über May in den britischen Charts. In dem Song «Liar Liar GE2017» (GE steht für General Election) singt die Band Captain Ska über ihre derzeitige Premierministerin und beschimpft sie als Lügnerin. Und das ist noch nicht alles: In den iTunes-Charts liegt der Song bereits auf Platz 3 der am häufigsten heruntergeladenen Songs. 

Top 3

Auf Platz drei in den iTunes-Charts. bild:printscreen/iTunes

«Sie ist eine Lügnerin. Du kannst ihr nicht vertrauen. Nein, nein, nein. Wir alle wissen, dass Politiker Lügen erzählen. Grosse, kleine, richtig deftige. Sie sagen sie sind stark und standfest. Werden sich nicht verstecken. Und wir werden immer noch über's Ohr gehauen.» heisst es im Songtext. 

Der Song wird – wenig überraschend – auf zahlreichen britischen Radiostationen nicht gespielt. In einem Statement gab Radio 1 bekannt, dass sie aufgrund ihrer redaktionellen Richtlinien den Song nicht spielen können, da England kurz vor den Wahlen stehe. Eine Beeinflussung der Wähler ist laut der britischen Medienaufsichtsbehörde nicht gestattet. 

«We all know politicians like telling lies / Big ones, little ones, porky pies / Saying they're strong, and stable / Won't disguise / We're still being taken for a ride. »

Liar Liar – Captain Ska

Der Song kritisiert nicht nur die Premierministerin, sondern auch ihre besondere Beziehung zu den USA und zum US-Präsidenten Donald Trump. Das Video zeigt May und Trump, wie sie einen Säulengang im Weissen Haus in Washington entlanggehen – Hand in Hand. Dazu erklingen die Zeilen: «Ich will eine Regierung, die nicht glaubt, dass Faschismus der neue Trend ist, während sie die ‹Mutter aller Bomben› in kleine Hände gibt – das wird schiefgehen.» Captain Ska spielt damit auf gleich zwei Dinge an: Den Abwurf der Superbombe GBU-43/B über Afghanistan durch die USA und die Beobachtung, dass Trump ungewöhnlich kleine Hände zu haben scheint. (ohe)

Und hier das Video zum Song: 

Video: YouTube/Captain SKA

Theresa Mays Schuhe

Das könnte dich auch interessieren:

«Who is America?» – 7 Fakten über die neue Skandal-Show von Sacha Baron Cohen

Warum das chinesische Modell über den Westen siegen wird

Die 10 wichtigsten Fragen und Antworten zur WM 2022 in Katar

Hat die Queen gerade Trump getrollt? Diese Bloggerin ist davon absolut überzeugt

Ein kleiner Vorgeschmack, was uns bei der nächsten WM erwartet

So gross müsste ein Gebäude sein, um die gesamte (!) Menschheit zu beherbergen

Nach diesen 5 Dokus wirst auch du deine Ernährung hinterfragen

Wie mich Sekten mundtot machen wollten – und was ich daraus gelernt habe

«Nur no ä halbs Minipic»: Lara Stoll steckt für 127 Stunden mit dem Finger im Abfluss fest

Erkennst du alle Filme an nur einem Bild? Wer weniger als 7 hat, muss GZSZ* gucken!

8 Dinge, die purer Horror sind, wenn sie morgens vor deinem ersten Kaffee passieren

Bei welchen Fluglinien hast du gratis oder günstig WLAN? Der Preisvergleich zeigt's

Das sind die Tops und Flops der WM

Dritter Platz für ETH Lausanne

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

13
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DerTaran 01.06.2017 14:03
    Highlight Moment, hat sie nicht die Wählen angesetzt, weil sie sich eines überwältigenden Sieges sicher war?
    18 2 Melden
    • TanookiStormtrooper 01.06.2017 14:55
      Highlight Schon das finde ich einer Demokratie unwürdig.
      "Die Umfragen sagen wir würden jetzt noch mehr Stimmen machen? Rufen wir doch Neuwahlen aus." Ein sehr unsympathischer Schritt, der jetzt vielleicht nach hinten losgeht. Aus einem Demokratischen Standpunkt wäre das begrüssenswert. Wo käme man hin, wenn jedes mal bei guten Umfragewerten für die Regierung Neuwahlen ausgerufen werden?
      10 0 Melden
    • Asmodeus 01.06.2017 15:55
      Highlight Yep. Allerdings hat sie auch versprochen, dass es nicht gleich Neuwahlen geben würde.
      8 0 Melden
    • DerTaran 01.06.2017 18:04
      Highlight Neuwahlen anzusetzen ist in den UK das Recht der Regierung und wurde in der Vergangenheit von Links und Rechts wiederholt genutzt.
      2 3 Melden
  • Kastigator 01.06.2017 13:22
    Highlight Theresa-May-Song. Es muss immer zum Grundwort durchgekoppelt werden. Das war meines Wissens schon vor der Reform so, ist aber seit 1996 garantiert amtlich.
    Mit Verlaub: Basis-Grammatikwissen.
    9 1 Melden
  • Sheriff_Rooster_Cockburn 01.06.2017 11:36
    Highlight Was würde das für die EU bedeuten, wenn ihre Partei die absolute Mehrheit verliert?
    9 1 Melden
    • Ursus ZH 01.06.2017 13:33
      Highlight Ohh, das wäre gut für GB und Europa. Jeremy Corbyn an die Macht!
      13 4 Melden
  • Majoras Maske 01.06.2017 11:15
    Highlight May argumentiert ja hauptsächlich, dass man sie wählen müsse, da nur sie das beste Ergebnis für UK bei den Brexit-Verhandlungen raus holen kann. Offen gestanden ein ziemlich lachhaftes und inhaltsleeres Argument. Dafür will sie das marode Gesundheitssystem auf grausam-neoliberale Art und Weise sanieren und ist, nach massiver Kritik, bereits zurückgerudert, was wiederum ihrem sorgsam aufgebautem Image als "Hardlinerin" geschadet hat.
    49 6 Melden
    • Radiochopf 01.06.2017 12:42
      Highlight Der Song ist gut und passend..das er zensuriert wird in England ist eigentlich skandalös und zeigt wie die dort die Medien mittlerweile auch gesteuert sind... wenn Charlie Hebdo oder Pussy Riot, damals von BBC und anderen britischen Medien für Ihre Karikaturen oder Demos gefeiert wurden, werden die eigenen Künstler zensuriert wenn es um die eigenen Politiker geht.. Meinungsfreiheit ist dann plötzlich kein Recht mehr..
      20 23 Melden
    • Linus Luchs 01.06.2017 13:02
      Highlight Radiochopf, nehmen wir an, in der Schweiz würde jemand einen solchen Song inkl. Video über Blocher, Köppel oder Glarner machen. Würden die Herren zuschauen, wie er sich im Internet verbreitet und im Radio gespielt wird? Ich würde wetten, mit juristischen Mitteln würden sie alles versuchen, die Verbreitung zu unterbinden und eine Schadenersatzzahlung herauszuschlagen. Ich denke, in der Schweiz wird mehr gekuscht und zensiert als in England. Ich kenne zum Beispiel keinen Schweizer Kabarettisten, der sich getraut, die Swiss Liars, von denen mehrere zur Auswahl stünden, schonungslos zu entlarven.
      6 4 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 01.06.2017 14:53
      Highlight @Radiochop: Problem ist komplizierte Gesetzeslage im UK:
      Entsprechender Artikel: https://www.ofcom.org.uk/tv-radio-and-on-demand/broadcast-codes/broadcast-code/section-seven-fairness

      Gemäss Reddit:
      so long as Captain Ska asks the Electoral Commission if their money making falls within spending limits; if they make no profit and does not recommend voting for any particular party in the lyrics then there is an argument of fairness to be had. If anybody sampled in the song feels that they are being treated criminally (say slander) then they should ask for the song to be blocked on that basis
      4 0 Melden

20 Sachen, die Grossbritannien besser kann, als einen Brexit durchzuziehen

Nach wie vor: Ich finde, es ist eine Katastrophe. Grossbritannien hat mit dem Brexit den grössten Fehler seiner jüngeren Geschichte gemacht. Unter anderem, weil ein nicht erwachsen werden wollender, blonder Schuljunge es so wollte.

Boris ist mittlerweile weg, zumindest weg aus der Regierung. Die Katastrophe bleibt.

Eine Katastrophe – nicht zuletzt, weil Grossbritannien von Resteuropa ja eigentlich geliebt wird. Ja, man nervt sich zeitlebens über ihr Sonderzüglein, das die Inselaffen partout …

Artikel lesen