International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London.
Bild: X90169

Julian Assange will sich morgen festnehmen lassen – unter einer Bedingung

Seit gut drei Jahren haust Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London. Am Freitag will er sich nun festnehmen lassen. Doch erst will er noch eine wichtige Entscheidung abwarten.

04.02.16, 07:33 04.02.16, 07:46

Ein Artikel von

Der Fall Julian Assange beschäftigt Politiker und Behörden noch immer, momentan ist es eine Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen, die sich mit dem WikiLeaks-Gründer befasst. Konkreter: mit «Untersuchungen zu willkürlicher Inhaftierung im Fall Assange gegen Schweden und Grossbritannien». Am kommenden Freitag will das Gremium sein Urteil veröffentlichen – und das wird Konsequenzen für Assange haben.

«Sollten die Vereinten Nationen bekanntgeben, dass ich meinen Fall gegen das Vereinigte Königreich und Schweden verloren habe, werde ich die Botschaft Freitagmittag verlassen, und werde mich festnehmen lassen, da es keine realistische Möglichkeit der Berufung gibt», kündigte Assange an.

Sollte er jedoch gewinnen, erwarte er sofort seinen Reisepass zurück. Zudem sollten alle Versuche, ihn festzunehmen, eingestellt werden.

Der Australier lebt seit mehr als drei Jahren in der Botschaft, um einer Festnahme durch Schweden und einer möglichen Auslieferung an die USA zu entgehen. Dort befürchtet er wegen der Enthüllungen seiner Plattform WikiLeaks lebenslange Haft.

Ursprünglich hatte die schwedische Staatsanwaltschaft mehrere Vorwürfe der sexuellen Belästigung und Nötigung gegen den 44-Jährigen erhoben. Abgesehen von dem Vergewaltigungsvorwurf sind die Fälle aber inzwischen verjährt.

Assange hatte das UNO-Gremium nach Angaben einer Unterstützergruppe selbst angerufen. Es trifft sich nach Angaben der Vereinten Nationen bereits seit Dienstag in Genf.

aar/dpa/Reuters

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Ecuador spionierte Assange in der Botschaft aus – und umgekehrt

Ecuador hat nach Informationen des «Guardian» ein millionenschweres Überwachungsprogramm für Wikileaks-Gründer Julian Assange in seinem Londoner Botschaftsexil aufgelegt.

Die Geheimdienstmission diente ursprünglich dem Schutz des Australiers vor den britischen Behörden, wie die britische Zeitung am Mittwoch berichtete. Später habe sich das Programm aber gegen Assange gerichtet, der das Netzwerk der Botschaft gehackt haben soll.

Dem Bericht zufolge liess sich Ecuador die Spionageaktivitäten fünf …

Artikel lesen