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WikiLeaks founder Julian Assange speaks to the media outside the Ecuador embassy in west London in this August 19, 2012 file photo. Ecuador has asked Sweden to submit a new application over the questioning of Wikileaks founder Julian Assange in London, Swedish prosecutors said on February 4, 2016. REUTERS/Olivia Harris/Files

Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London.
Bild: X90169

Julian Assange will sich morgen festnehmen lassen – unter einer Bedingung

Seit gut drei Jahren haust Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London. Am Freitag will er sich nun festnehmen lassen. Doch erst will er noch eine wichtige Entscheidung abwarten.

04.02.16, 07:33 04.02.16, 07:46


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Der Fall Julian Assange beschäftigt Politiker und Behörden noch immer, momentan ist es eine Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen, die sich mit dem WikiLeaks-Gründer befasst. Konkreter: mit «Untersuchungen zu willkürlicher Inhaftierung im Fall Assange gegen Schweden und Grossbritannien». Am kommenden Freitag will das Gremium sein Urteil veröffentlichen – und das wird Konsequenzen für Assange haben.

«Sollten die Vereinten Nationen bekanntgeben, dass ich meinen Fall gegen das Vereinigte Königreich und Schweden verloren habe, werde ich die Botschaft Freitagmittag verlassen, und werde mich festnehmen lassen, da es keine realistische Möglichkeit der Berufung gibt», kündigte Assange an.

Sollte er jedoch gewinnen, erwarte er sofort seinen Reisepass zurück. Zudem sollten alle Versuche, ihn festzunehmen, eingestellt werden.

Der Australier lebt seit mehr als drei Jahren in der Botschaft, um einer Festnahme durch Schweden und einer möglichen Auslieferung an die USA zu entgehen. Dort befürchtet er wegen der Enthüllungen seiner Plattform WikiLeaks lebenslange Haft.

Ursprünglich hatte die schwedische Staatsanwaltschaft mehrere Vorwürfe der sexuellen Belästigung und Nötigung gegen den 44-Jährigen erhoben. Abgesehen von dem Vergewaltigungsvorwurf sind die Fälle aber inzwischen verjährt.

Assange hatte das UNO-Gremium nach Angaben einer Unterstützergruppe selbst angerufen. Es trifft sich nach Angaben der Vereinten Nationen bereits seit Dienstag in Genf.

aar/dpa/Reuters

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