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Links: Nahaufnahme des Original-Überwachungsmaterials aus dem Spukhaus, auf dem im Spiegel ein Gesicht zu erkennen ist. Ein Ziegenkopf? Rechts: Bearbeitete Version.
bild: via mirror online

Englands grausigstes Spukhaus steht zum Verkauf: Der dämonische Ziegenkopf gab der Besitzerin den Rest

In einem idyllischen Dorf der Grafschaft Essex steht ein Haus, in dessen Mauern einst Hexen und Aussätzige eingekerkert wurden. Ihre Seelen hausen noch immer dort. Drei Jahre lang hat Vanessa Mitchell mit ihnen gelebt – bis das Böse sie endgültig vertrieb.



Vanessa Mitchell wohnte drei Jahre lang im «Cage». So nennen die Engländer ihr schauerlichstes Spukhaus. Im Mittelalter diente das Gebäude als Gefängnis. Auch Pestkranke wurden hierher gebracht, um – abgeschieden von der restlichen Welt – den schwarzen Tod zu sterben. Für vierzehn als Hexen verurteilte Frauen waren die Mauern des Cage das letzte, was sie sahen.

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«The Cage» steht im Dorf St.Osyth, in der Grafschaft Essex.
bild: uniland

Eine davon war Ursula Kemp, deren Skelett 1921 aus der dörflichen Erde von St.Osyth gegraben wurde. Sie arbeitete als Hebamme und behandelte die Kranken mit allerlei Kräutern. 1582 wurde sie wegen Hexerei zum Tode verurteilt und gehängt.

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Das Skelett von Ursula Kemp: Mit Hilfe der Radiokarbondatierung konnte festgelegt werden, dass die Knochen eindeutig aus dem 16. Jahrhundert stammen. 
bild: prweb

Als Mitchell ins Cottage zog, wusste sie noch nicht, dass in ihrem neuen Heim tote Bewohner durch die Gänge schleichen. Auf ihrer Homepage beschreibt sie, wer ihr dort alles begegnete:

«Eines Nachmittags wandelte plötzlich eine Geister-Frau ins Wohnzimmer. Ich sass auf dem Boden, als sie auf mich zu kam. Sie trug eine hölzerne Schüssel, sie griff hinein und nahm etwas heraus, das aussah wie Kräuter oder Blätter. Sie zerbröselte sie schweigend über meinem Kopf. Ich hörte auf zu atmen, ich war wie gelähmt, aber Angst machte sie mir nicht. Sie sagte mir nicht, wer sie war, aber ich spürte, dass sie eine dieser armen Frauen war, die in meinem Haus eingekerkert und als Hexen hingerichtet wurden.»

Vanessa Mitchell
quelle: the cage

Mitchell konnte nicht ausziehen, es war ihr finanziell nicht möglich. Also versuchte sie, mit den Geistern zu leben. Mit dem hübschen Mann, der eines Tages auf ihrer Veranda stand und sie anstarrte. Seine Haut wirkte verbraucht, fast ledrig. Obwohl er ihr gleichzeitig jung erschien. 

«Er sah mich und ich sah ihn. Und wir wussten es beide.»

Vanessa Mitchell
quelle: the cage

Da waren auch unsichtbare Hände, die sie einmal beim Zähneputzen plötzlich von hinten schubsten, sodass sie mit voller Wucht ins Spülbecken krachte. «Das war nicht einfach ein Antippen, das war ein unheimlich grausamer Schlag, aber niemand war zu sehen.»

Und manchmal, wenn sie im Flur stand, sah sie Kugelschreiber und andere Dinge durch die Luft fliegen.

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Das Flimmern stammt vom Abfilmen der Überwachungskamera, aber die herumfliegenden weissen Teilchen sollen während einer parapsychologischen Untersuchung aufgenommen worden sein.
YouTube/TheCage St Osyth

Das Schlafzimmer war der einzige Ort, an dem sie sich einigermassen wohl fühlte. Das Fenster schaut auf das Pub nebenan, nach draussen, auf die gewöhnliche Welt. 

«Ich versteckte mich vor dem, was das Haus war und dem, was mit mir da drin war.»

Vanessa Mitchell
quelle: the cage

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Vanessa Mitchell vor dem Cage, das sie nun verkaufen will.
bild: via mirror online

Mitchell wurde schwanger, doch die Beziehung zum Vater hielt nicht. Als ihr Sohn Jesse dann auf die Welt kam, war sie mit dem Baby wieder allein im Haus. Als sie eines Abends im unteren Stock die Wäsche bügelte, fingen die aufziehbaren Spielsachen ihres Kindes plötzlich von alleine an, Musik zu spielen. Jesse lag in der Wiege. Und als Mitchell die Treppen hocheilte, sah sie, wie eine dunkle Gestalt vor dessen Bettchen stand. 

Das war genug, Mitchell zog aus. Das Haus hatte gewonnen. Noch sechs weitere Jahre lang besass sie das Cage zwar noch – und recherchierte dessen Geschichte –, aber betreten wollte sie es nicht mehr. 

Das Böse wohnt im Cage

Jetzt will Mitchell das Cottage ganz loswerden – und schrieb es für 180'000 britische Pfund (ca. 264'000 Schweizer Franken) zum Verkauf aus. Ein Bild der Überwachungskamera ihres Hauses hatte sie dazu gebracht. Das mit dem bösen Gesicht drauf. Sie sagt, es sei das Gesicht einer satanischen Ziege. Das Böse gehe in ihrem Haus um. Und halte die anderen, die guten Geister, gefangen.

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Der dämonische Ziegenkopf.
gif: watson

«Ich hatte jedes Medium, jeden Parapsychologen und jeden Forscher im Haus, um das loszuwerden, was drin ist. Aber gebracht hat es nichts.»

Vanessa Mitchell gegenüber Mirror Online

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Eliphas Lévi, in «Dogme et Rituel de la Haute Magie» 1854: Es zeigt «Baphomet», ein Dämon mit menschlichem Körper, gehörntem Ziegenkopf, weiblichen Brüsten, Ziegenfüssen und einem Pentagram auf der Stirn.
bild: wikipedia

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    Alle Leser-Kommentare
  • iNDone 04.02.2016 11:03
    Highlight Highlight Warum nur ist es so das jede Story von Geistererscheinungen oder Spukhäusern sich immer als heisse Luft erweisen? Ist es vielleicht dann doch so dass es sowas nicht gibt? Ich bin Skeptiker und denke dass nach dem Tod Schluss ist, Stecker raus und fertig.
    • Dä Brändon 04.02.2016 16:17
      Highlight Highlight Als Skeptiker lässt man alle Möglichkeiten offen die nicht durch einen Beweis widerlegt worden sind.
    • iNDone 04.02.2016 19:31
      Highlight Highlight @brändon Naja, in der Wissenschaft wird auch sehr oft mit Wahrscheinlichkeiten gearbeitet. Darum denke ich halt wenn es sowas wie Geister gäbe könnte man das auch beweisen. Statistische Relevanz und so...
  • Wasmeinschdenndu? 03.02.2016 22:15
    Highlight Highlight Und noch was: "Das Flimmern stammt vom Abfilmen der Überwachungskamera..." Wo leben denn die? Dachten die sich so: " Also ich möchte dieses Video für die Veröffentlichung auf den Computer laden. Hmm, wie stell ich das jetzt an? Ach ja ich filme einfach mit der Computer-Webcam den Monitor der Überwachungskamera ab." Logisch spukts dann auf dem Video. Nicht wegen den Geistern, sondern weil das Video diese abscheuliche Tat nicht ohne Schaden überlebt...
  • Andreas Kyriacou 03.02.2016 22:14
    Highlight Highlight Die skeptische Geisterjägerin Hayley Stevens fand die "Beweise", die zum Cage herumgereicht werden, nicht sehr überzeugend. Aus Gründen…
    http://hayleyisaghost.co.uk/a-rather-unconvincing-haunting/
  • Wasmeinschdenndu? 03.02.2016 21:47
    Highlight Highlight Hahaha geniale Beweise hat die gute Frau 😂 Das Video ist einfach schlechte Qualität und flimmert deshalb. Und das mit dem Ziegenkopf ist weder ein Video noch ein Foto sondern höchstens ein Verschwummener ausschnitt aus einem Video mit schlechter Qualität. Und das Haus ist auch nicht aus dem Mittelalter (bis ca. 1500). Aber ja danke für den Artikel 😘😜
  • Sheez Gagoo 03.02.2016 19:48
    Highlight Highlight who you gonna call?
    • Dä Brändon 03.02.2016 20:05
      Highlight Highlight Ghost Busta's!

      yeaah!
    • Tiny Rick 03.02.2016 20:48
      Highlight Highlight Ghostbusters!!
  • kingkong 03.02.2016 18:48
    Highlight Highlight euer Mittelalter geht auch sehr lange...
    • Anna Rothenfluh 03.02.2016 21:44
      Highlight Highlight Ja. Das liegt an der Pest. Die hat mit ihren langen Klauen quer durch die Jahrhunderte gefingert.
  • Dä Brändon 03.02.2016 16:11
    Highlight Highlight Auf diesem Ferienfoto ist mir auch was übernatürliches aufgefallen.
    Benutzer Bild
    • Dä Brändon 03.02.2016 18:44
      Highlight Highlight 😂😂😂
    • rYtastiscH 04.02.2016 09:36
      Highlight Highlight Der Pfeil ist echt hilfreich... hätt ich ja sonst echt nicht gefunden :P
    • Adrian Schwarz (1) 04.02.2016 11:20
      Highlight Highlight Ich kann nicht mehr...!😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl Müller 03.02.2016 15:22
    Highlight Highlight Was der Artikel irgendwie vergisst zu erwähnen, ist dass Fräulein Mitchell in diesem Spukhaus auch Geisterbeschwörungen und "Paranormale Untersuchungen" abhält, an denen jedermann teilnehmen kann, der bereit ist, dafür umgerechnet etwa 70 Franken hinzublättern.

    Finde es auch interessant, dass sie sich auf ihrer HP als Gothic-Hexe präsentiert und diese mit Pentagrammen und grusliger Musik schmückt - die Geister scheinen sich ihre Gruselopfer wohl sehr genau auszusuchen.

    Tja, warum Geld für teure Werbung ausgeben, wenn es die Boulevardpresse gibt?
  • fuegy 03.02.2016 14:32
    Highlight Highlight Das wäre sicher eine spannende Ferien Erfahrung! Obwohl wahrscheinlich enttäuschend, weil nichts passieren "übernatürliches" wird. Immerhin ist das Pub direkt gegenüber!
  • Joseph Dredd 03.02.2016 14:29
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