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Spricht sich für einen Verbleib in der EU aus: Labour-Chef Corbyn.
Bild: NGH

Labour-Chef Corbyn: «Wenn wir in der EU bleiben, muss sie sich dramatisch ändern»

In der Flüchtlingskrise habe die EU versagt, nur Deutschland habe sich richtig verhalten, sagt Labour-Chef Corbyn in einer Fernsehdebatte. Einen Brexit will er trotzdem nicht.

21.06.16, 04:51 21.06.16, 07:44


Ein Artikel von

Der britische Labour-Chef Jeremy Corbyn hat in einer TV-Sendung die EU kritisiert, zugleich aber für einen Verbleib des Landes in der Gemeinschaft geworben. «Ich bin kein Liebhaber der Europäischen Union», sagte Corbyn am Abend bei «Sky News».

«Wenn wir in der EU bleiben, muss sie sich dramatisch ändern», erklärte er. «Sie muss viel demokratischer werden, viel mehr Rechenschaft ablegen.» Trotzdem wolle er, dass Grossbritannien in der EU bleibe, sagte der Labour-Politiker.

Corbyn war während des Wahlkampfes vorgeworfen worden, er habe sich nicht ausreichend für die Sache der Brexit-Gegner eingesetzt. Zu selten habe man ihn auf Wahlkampfveranstaltungen gesehen – und nie zusammen mit Premierminister David Cameron. Kritiker meinten gar, der Labour-Chef täusche seine Unterstützung für einen Verbleib in der EU nur vor, hoffe aber in Wirklichkeit auf einen Brexit.

«Wir müssen unseren Wohlstand teilen»

Bei seinem Fernsehauftritt sagte Corbyn kein Wort dazu, ob Grossbritannien innerhalb oder ausserhalb der EU «besser wegkomme», wie es andere Politiker beider Lager wieder und wieder getan hatten.

Stattdessen betonte Corbyn: «Wir müssen unseren Wohlstand teilen und die Lebensverhältnisse und Arbeitsverhältnisse auf dem ganzen Kontinent verbessern.» Wie man die Zuwanderung aus der EU begrenzen könne, wollte ein Zuschauer wissen. Corbyn entgegnete: Wer die Arbeitnehmerfreizügigkeit abschaffen wolle, begreife nicht, worum es im europäischen Binnenmarkt gehe.

In der Flüchtlingskrise attestierte der Labour-Chef der EU grosses Versagen. Nur Deutschland habe sich richtig verhalten. Kanzlerin Angela Merkel lobte er dabei ausdrücklich. «Ich habe sie noch nie getroffen, aber ich würde mich darüber freuen.» Man könne Probleme wie den Klimawandel und die Flüchtlingskrise nicht als einzelner Staat angehen. Nur gemeinsam könne man Lösungen finden, so Corbyn.

Im Publikum waren nur unter 35-Jährige. Junge Wähler gelten als EU-freundlich, gehen aber nicht häufig zur Wahl. Ob Corbyn mit dem TV-Auftritt ausreichend Labour-Anhänger überzeugen konnte, bleibt abzuwarten.

«Daily Telegraph» schlägt sich auf Seite der Brexit-Befürworter

Die Umfragen sagen für das Referendum am 23. Juni ein denkbar knappes Ergebnis voraus. Eine YouGov-Befragung für die «Times» sieht eine kleine Mehrheit für die Brexit-Befürworter: Demnach wollen 44 Prozent der Briten die EU verlassen, 42 Prozent lehnen dagegen einen Austritt ab.

Ein anderes Ergebnis liefert eine aktuelle Erhebung des «Daily Telegraph». Demnach wollen 53 Prozent der Befragten in der EU bleiben und 46 Prozent austreten. Die Tageszeitung hat sich zudem auf die Seite der Brexit-Befürworter geschlagen. Auf dem Titelblatt von Dienstag ruft das Blatt – das mit einer Auflage von knapp 500'000 Exemplaren zu den wichtigsten britischen Zeitungen gehört – seine Leser dazu auf, beim Referendum für den EU-Austritt zu stimmen: «Wenn das Referendum an diesem Donnerstag eine Wahl zwischen Angst und Hoffnung ist, wählen wir die Hoffnung.»

Europas Bürger hingegen wollen offenbar, dass die Briten in der EU verbleiben. Laut einer Umfrage im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ist EU-weit eine klare Mehrheit der Menschen gegen einen Brexit.

kry/dpa/Reuters

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52Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andersen 21.06.2016 12:08
    Highlight Nochmals die Frage an Sapere Aude:

    Anders formuliert:
    Denken Sie das Sie von ein fremden Macht ersetzt wird?
    1 3 Melden
    • Sapere Aude 21.06.2016 15:04
      Highlight Wie kommen Sie auf die Frage? Ich finde es ja schon noch interessant, dass Sie mich anscheinend entweder in die Ecke der Verschwörungstheoretiker oder der Rechtspopulisten drängen wollen. (Vielleicht liege ich ja auch falsch) Nein ich werde persönlich werde sicher nicht von einer fremden Macht ersetzt. Ich betrachte die EU einfach nüchtern und Teile die Kritik von Wagenknecht und Corbyn. Als aufgeklärter Sozialist lobe ich die EU sicher nicht blind in den Himmel, wenn es Verbesserungspotenzial geben würde. Die Gründe dafür habe ich bereits genannt, es liegt an Ihnen diese zu entkräften.
      1 1 Melden
    • Sapere Aude 21.06.2016 15:06
      Highlight Ausserdem halte ich einen Brexit als eine sehr dumme Sache, darum geht es mir aber nicht. Ist den für Sie die EU eine nicht zu kritisierende Institution?
      0 2 Melden
    • andersen 21.06.2016 17:10
      Highlight Doch, ich verstehe nicht der Geduld mit Orban in Ungarn.
      1 2 Melden
    • Sapere Aude 21.06.2016 17:41
      Highlight Nicht nur mit Orban hat die EU viel zu viel Geduld, sondern auch mit Duda aus Polen. Ich stelle auch nicht die Daseinsberechtigung der EU in Frage, ich kritisiere ihre neoliberale Politik. Die EU muss weg kommen von der Austeritätspolitik, sie muss die Bürger und Bürgerinnen mehr mit einbeziehen und den Mitgliedsländer mehr Handlungsfreiheit gewähren. Zurück zum Zustand der Nationalstaaten vor dem zweiten Weltkrieg will ich bestimmt nicht.
      0 1 Melden
    • andersen 21.06.2016 18:42
      Highlight Nun, Dänemark hat keine rechtspopulistische Regierung und trotzdem versuchen der dänische Volkspartei der Gesellschaft zu spalten.
      Für mich sind sie auf der geistige augen "höhe", wie die Salafisten.
      0 3 Melden
    • Sapere Aude 21.06.2016 18:51
      Highlight Die rechten Parteien haben ein Interessen daran, dass die Gesellschaft gespalten ist. Weshalb die neoliberale Politik, die die Ungleichheit zwischen den Menschen verschärft so gefährlich ist. Eine zu grosse Vermögens und Einkommenschere fördert die Spaltung, weshalb die EU Staaten eine gemeinsame Sozialpolitik bräuchten.
      0 1 Melden
  • andersen 21.06.2016 09:03
    Highlight Nehmen der SVP, die Strackers, der Wilders, der Ukip, le Pen, der AFD, der Orban, der Pisspartei von Polen und der dänische Volkpartei sie sich, für sich im Anspruch, dass sie der Situation in Europa beruhigen?
    4 13 Melden
    • Sapere Aude 21.06.2016 09:30
      Highlight Nein, aber die Wahl zwischen EU und diesen Parteien ist wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Die EU braucht dringend Reformen. Mehr Beteiligung der Bürger, mehr Transparenz und der Einfluss der Wirtschaftslobby muss gebrochen werden.
      9 1 Melden
    • andersen 21.06.2016 10:14
      Highlight Beteiligung der Bürger, ja, das wäre gut, dass Strassenbild wird im Moment von Pennern geprägt, die Anschläge auf Asylheime hat zugenommen und der Hetzerei und der Schrei nach ein Führer nimmt zu.
      Ungebildete kann gebildet werden.
      Darum darf man nicht an der Bildung sparen und das Geld geben an Menschen, die ein Stallgeruch haben.
      2 4 Melden
    • Sapere Aude 21.06.2016 10:53
      Highlight Natürlich bräuchte es eine Bildungsoffensive. Bildung ist das wirksamste Mittel für die Verminderung der Ungleichheit und Förderung der Produktivität. Ich unterstütze die EU als Wertegemeinschaft, nicht aber deren neoliberale Wirtschaft und Sozialpolitik.
      5 3 Melden
    • kurt3 21.06.2016 10:57
      Highlight Sapere Aude , " mehr Beteiligung der Bürger " manchmal bin ich mir nicht sicher . An der portugisischen Algarve leben 10-20'000 Briten . Etwa die Hälfte hat eine Ahnung , was die Konsequenzen im Falle eines Brexit wären .
      1 5 Melden
    • andersen 21.06.2016 11:40
      Highlight Kurt3

      Ja und 430.000 Schweizer leben in der EU, es wird immer wie mehr.
      Aber, es ist doch kein Problem.

      Es lebe die Vielfalt in Europa.
      3 3 Melden
    • kurt3 21.06.2016 12:36
      Highlight Andersen , nein kein Problem . Ich wollte nur sagen , dass es Bürger gibt ,die politisch keine Ahnung haben .
      1 1 Melden
  • andersen 21.06.2016 08:52
    Highlight Wenn ich auch die viele Abneigung-Kommentare und Hetzerei in der Schweiz liesst, der EU gegenüber, dann muss ich trotzdem Fragen:

    Nehmen Sie für sich im Anspruch, dass sie der Situation beruhigen?
    4 13 Melden
  • DerTaran 21.06.2016 08:12
    Highlight Das ist wie bei der MEI, wer solch Freunde hat, der braucht keine Feinde.
    3 13 Melden
  • andersen 21.06.2016 08:07
    Highlight England war immer ein unbequemer Partner, manchmal sie war drinnen, manchmal nicht, aber nur wenn sie alle Vorteile erschöpfen konnte.
    Die Konservativen Parteien in England hat jahrelang an der Bildung gespart und hat von die Fachkräfte aus dem Ausland profitieret.
    4 16 Melden
    • Gaspadin 21.06.2016 08:36
      Highlight Na und, do handeln alle Staaten: immer möglichst zum eigenen Vorteil. Finde ich gut.
      11 1 Melden
  • andersen 21.06.2016 08:01
    Highlight Der Engländer sehen nicht, dass die Probleme, die sie haben, Hausgemacht ist.
    Wie ein Alkoholiker, der Sagt, ich höre erst auf mit das Trinken, wenn die Welt um mich sich verändert.
    3 18 Melden
  • Evan 21.06.2016 07:18
    Highlight Ich habe das Gefühl, dass EU Befürworter unglaubliche Träuner sind.
    27 11 Melden
    • Fabio74 22.06.2016 22:45
      Highlight was ist die Alternative? Kleinstaaterei die auseinander dividiert wird von den grossen dieser Welt?
      0 1 Melden
  • Sapere Aude 21.06.2016 07:17
    Highlight Bezeichnend für die EU, dass selbst Linke wie Corbyn und Wagenknecht die EU kritisieren. Das undemokratische Bürokratenmoloch EU mit ihrer Neoliberalen Politik trägt sich selbst zu Grabe, wenn es so weiter geht. Wird Zeit, dass die Linken in der Schweiz endlich begreiffen, dass ein EU Beitritt momentan nicht erstrebenswert ist.
    26 6 Melden
    • andersen 21.06.2016 08:12
      Highlight Bitte die Quellen angeben, wo der EU nicht demokratisch gehandelt hat?
      3 20 Melden
    • Der Zahnarzt 21.06.2016 08:32
      Highlight @andersen: In Griechenland hat das Volk gegen die Austerität gestimmt. Die EU hat diesen demokratischen Entscheid nicht akzeptiert. - Wenn sich diejenigen in der EU, die an der Macht sind (Kommission, EZB) entscheiden müssen, zwischen den Interessen der Kapitaleigner und dem Willen der Bevölkerungsmehrheit, stehen sie auf der Seite des Kapitals. Die EU in der heutigen Form muss sterben!
      17 2 Melden
    • andersen 21.06.2016 08:35
      Highlight Die Linken hat nach der MEI das Mut gehabt, zu Sagen, dass sie in der EU wollen, weil sie wollten lieber ein Teil der Lösung sein, als ein Teil des Problem.
      Durch der MEI hat die Schweiz sich selber in einer Sachgasse geführt, wo sie möglicherweise auch Nein zu PFZ gesagt haben und das ist nicht vereinbar mit die Verträge mit der EU.
      4 15 Melden
    • Evan 21.06.2016 09:08
      Highlight @andersen, die EU ist alles andere als die Lösung.
      15 5 Melden
    • Sapere Aude 21.06.2016 09:10
      Highlight Andersen, ich bin selbst links und gegen die MEI gewesen, aber die EU Politik kann ich nicht unterstützen, sie ist undemokratisch und unsozial. Einige Beispiele: In Griechenland wurde eine linke Regierung gewählt, das Volk wollte ein Ende der Sparpolitik. Die Regierung konnte dem nicht nachkommen, weil die Troika sie mittels EZB so massiv unter Druck gesetzt hat, dass diese gar keine Handlungsfreiheit mehr hatte.
      Irland wollte die eigenen Banken nicht retten, weil sie sich nicht noch mehr verschulden wollte und wurde trotzdem unter den Rettungsschirm gezwungen.
      16 1 Melden
    • Sapere Aude 21.06.2016 09:13
      Highlight Die Lissaboner Verträge wurden vom irischen Stimmvolk abgelehnt. Man liess einfach noch einmal abstimmen und setzte den Vertrag dannach trotzdem um.
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Lissabon
      15 0 Melden
    • Sapere Aude 21.06.2016 09:17
      Highlight Ich selbst bin für ein Vereinigtes Europa. Aber nicht zu diesen Konzessionen. Die Entscheide in Brüssel werden über den Köpfen der Bürger gemacht, selbst Regierungen haben teilweise keine Möglichkeit eine eigenständige Politik zu machen.
      Der Vertrag zwischen der EU und der Türkei wurde im Alleingang von Deutschland und der Niederlanden forciert.
      Kein Wunder wählen immer mehr Menschen Anti EU Parteien, gäbe genügend weitere Beispiele.
      10 2 Melden
    • Sapere Aude 21.06.2016 09:34
      Highlight Sahra Wagenknecht bringt es in dieser Rede sehr gut auf dem Punkt, weshalb ich als Linker mit der EU momentan sehr Mühe habe.
      2 0 Melden
    • andersen 21.06.2016 09:42
      Highlight Sapere Aude

      Nein, das stimmt nicht, die Mehrheit wollte der Vertrag mit der Türkei, man kann die leere Turnhallen jetzt beobachten, die Bereit gestellt wurde.
      Dänemark ist seit 1973 EU-Mitglied und ich weiss von was ich spreche.
      Dänemarks Bürger wählt der Regierung selber.

      Gemeinsame Werte, wie Meinungs-und Pressefreiheit, so wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau wird und PFZ in Europa, dazu
      sind sie mit der EU verbunden.

      Wo drückt der Schuh bei Ihnen, haben Sie Angst, das Sie durch ein fremden Macht ersetzt wird, oder Was?



      3 6 Melden
    • andersen 21.06.2016 09:45
      Highlight Evan

      Und was bietet Sie an?
      Hat die Schweiz nach der 14.2.17 ein plan B?
      2 8 Melden
    • Sapere Aude 21.06.2016 10:18
      Highlight Der Vertrag zwischen der Türkei und der EU wurde zuerst von Deutschland und der Niederlande ausgehandelt, die anderen Mitgliedstaaten hat man erst später ins Boot geholt.
      Sie nennen einige sehr wichtige Errungenschaften der EU. Diese werden gerade auf das Spiel, weil die EU Politik für die Wirtschaft statt für die Bürger. Weiter Beispiel für antidemokratische Tendenzen sind TTIP und CETA. Geheime Verhandlungen bezüglich einem Freihandelsabkommen sind antidemokratisch.
      9 0 Melden
    • Evan 21.06.2016 10:18
      Highlight @andersen, warum fragst du mich, was "Sie" anbietet? Oder meinst du "sich"?
      1 0 Melden
    • andersen 21.06.2016 10:49
      Highlight Saude Aude

      Es wird kein Vereinigtes Europa mit die Antiparteien geben, es wird mehr Fremdenfeindlichkeit und Ressentiment geschürt und das grad in eine Welt, wo die Menschen nur zusammen weiter kommt.
      2 2 Melden
    • andersen 21.06.2016 11:02
      Highlight Evan

      Beantworten Sie bitte meine Frage:
      Hat die Schweiz nach 14.2.2017 ein Plan B?
      1 3 Melden
    • Gaspadin 21.06.2016 11:10
      Highlight @andersen: Die Bürgergrundrechte, insb. die Rede-, Meinungs-, und Versammlungssfreiheit, sowie die Gleichheit vor dem Gesetz, und nicht zuletzt die Demokratie sind Errungenschaften der Aufklärungszeit, welche gut hundert Jahre vor der Gründung der EU blutig erkämpft wurden.
      Was die EU seit längerem betreibt, ist ein schleichender Verrat an den Idealen der Aufklärung.
      8 1 Melden
    • andersen 21.06.2016 11:35
      Highlight Nein.....Reisen Sie in die Länder von der EU herum, sie werde kein kommunistische System entdecken.
      Das ist ein Hetze von die Rechtsradikalen.
      Kein Land gibt sich selbst auf, wegen demagogische Einflüsse und kein Land in der EU hat sich, wie Zucker im Tee aufgelöst.
      0 3 Melden
    • andersen 21.06.2016 11:45
      Highlight Wie bringt die Schweiz der MEI Abstimmung und der Gleichheit vor dem Gesetz im Einklang?.
      0 3 Melden
    • Sapere Aude 21.06.2016 12:04
      Highlight Andersen, ich habe mit keinem Wort gesagt, dass ich die Politik oder die Possition von UKIP/SVP/AdF oder welche rechtspopulistische Partei teile, im Gegenteil. Nur weil ich die EU in gewissen Bereichen kritisiere, heisst dass nicht, dass ich solche Parteien unterstütze. Leider führt die momentane EU Politik genau dazu, dass solche Parteien Zulauf erhalten. Die EU zerstört sich so selber, wenn sie weiterhin Bürgerferne Politik betreibt.
      2 1 Melden
    • Evan 21.06.2016 14:25
      Highlight @andersen, das wird sich zeigen wenns soweit ist, nichts davon macht jedoch die EU zur Lösung.
      2 1 Melden
    • Fabio74 22.06.2016 22:47
      Highlight @Evan: Die EU muss auch nichts lösen. Es gibt Verträge zwischen der EU und der Schweiz. Das Schweizer Volk hat einen Verfassungsartikel gutgeheissen, womit nun ein Konflikt zu den bestehenden Verträgen besteht. Aber das ist in erster Linie ein innenpolitisches Problem der Schweiz
      1 1 Melden
    • andersen 23.06.2016 09:12
      Highlight Fabio 74

      Richtung, es ist ein innenpolitisches Problem der Schweiz.
      Dieser Verfassungsartikel ist nicht mit die Verträge der EU vereinbar.
      0 1 Melden
    • Evan 23.06.2016 10:55
      Highlight @Fabio, ich weiss nicht was du gelesen hast, doch ich habe nirgends geschrieben, dass die EU irgendetwas an dieser Sache lösen muss.
      1 0 Melden
  • Soli Dar 21.06.2016 06:20
    Highlight Ja die EU muss sich tatsächlich gewaltig verändern, demokratischer, transparenter und vor allem gerechter werden. Sie muss wie z.B. bei Eurokrise oder Flüchtlingsfrage gemeinsame Lösungen finden. Sofern die EU zu einem neoliberalen Konstrukt tendiert und sich primär um deregulierte Märte und Freihandel statt um ihre Bürger kümmert, ist sie zum scheitern verurteilt. STOPT endlich TISA & TTIP. Zudem MUSS die EU das grösste Friedensprojekt der Geschichte bleiben und darf sich NICHT von NATO/USA in einen (verdeckten) Krieg gegen Russland verwickeln lassen.
    27 6 Melden
    • Fabio74 21.06.2016 07:02
      Highlight Eigentlich fängt dein Kommentar gut an. Aber die Frage ist ob aussenstehende der EU zu sagen haben,was sie zu tun hat. Vor allem wo die Schweiz in Sachen Transparenz und Gerechtigkeit auch zu arbeiten. Ferner hat die Schweiz in Sachen Flüchtlinge mitzuarbeiten.
      Den Blitz für das unselige Statement die NATO oder die USA würden Krieg gegen Russland führen. Wird halt nicht wahrer wenn mans immer wieder wiederholt
      7 14 Melden
    • andersen 21.06.2016 07:49
      Highlight Sie wollen die Menschen sagen, wie sie Leben muss, aber sie nicht unterstützen, wie sie Leben wollen.
      Sie kommen daher und reden.
      Schauen Sie lieber auf die konservative Kräfte, die an der Bildung sparen wollen.
      4 14 Melden
    • DerTaran 21.06.2016 08:18
      Highlight Wie man als Linker, den rechtspopulisten Putin auf den Leim gehen kann, ist und bleibt mir ein Rätsel. Das heutige Russland hat mit der UDSSR nur noch die Geographie gemeinsam.
      Zum Post, England will ja gerade die EU verlassen, weil sie zu wenig Neoliberalen und zu viel Staat ist.
      Irgentwie habe ich das Gefühl du rückst dir deine Argumente so zurecht, das sie in dein Weltbild passen und ignorierst die Realität.
      4 0 Melden
    • kurt3 21.06.2016 08:57
      Highlight Soli dar , ich möchte von Dir wissen , wie Du Dir die demokratische EU vorstellt . Volksabstimmungen in fast 30 Ländern gleichzeitig ? Oder was genau meinst Du ? Weißt Du was in Tisa und TTIP drinsteht ? Oder beziehst Du Dich auf die alberne Chlorhühnchen - Geschichte ? Fragen über Fragen .
      1 12 Melden
    • andersen 21.06.2016 11:00
      Highlight Kurt 3

      Es gab ja die Volkabstimmung in die Länder:

      400 Millionen hat sich für der EU entschieden, über die Menschen spricht man ja nicht.
      3 2 Melden
    • kurt3 21.06.2016 11:50
      Highlight Wen man etwas fragt , kriegt man ⚡️⚡️ das istwahrscheinlich mit Demokratie gemeint !?
      2 2 Melden
    • Soli Dar 23.06.2016 17:10
      Highlight @Fabio74, bin mit dir weitgehend einverstanden. Natürlich sollten wir als hier in der Schweizer nicht unbedingt mit Steinen werfen, da wir mitten im Glaushaus sitzen aber ich kritisiere beide! Einverstanden vielen Bereichen u.a. Gerechtigkeit, Transparanz und Flüchtlingspolitik ist die CH wirklich nicht besser als die EU. Und trotzdem Kritik von links, wie jene von Corbyn, Wagenknecht oder Varufakis muss Platz haben, gerade weil diese linken Kräfte nicht GEGEN sondern für ein besseres Europa und eine bessere EU sind! Und JA USA und NATO sind zumindest AUCH eine Bedrohung!
      0 0 Melden

Der nette Herr Molina

Ex-Juso Präsident Fabian Molina ist seit gut 100 Tagen im Nationalrat – und mit 27 Jahren der jüngste Parlamentarier im Bundeshaus. Grund genug, um mit dem Zürcher einen Kaffee zu trinken, ein paar Zigaretten zu rauchen und über die grossen Themen zu plaudern.

Fabian Molina sitzt schon seit einer Weile am Tisch nebenan, aber die äusserliche Unscheinbarkeit lässt ihn verschmelzen mit der lustig-zusammengewürfelten Ausseneinrichtung dieses Treatment-Cafés in den Ausläufern des Zürcher Kreis 4. Vielleicht liegt es auch daran, dass er in einem dieser Strandkörbe sitzt, die überall ausser auf Sylt und in vernachlässigten Hinterhofgärten fürchterlich deplatziert wirken, und zudem Kopf und Oberkörper ihrer Bewohner wegschlucken.

Kurz: man sieht ihn nicht.

Er …

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