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Da war die Welt noch in Ordnung: Oppositionsführer Albin Kurti im Wahlkampf 2017. Bild: EPA/EPA

Die hoffnungslos zerstrittenen Hoffnungsträger – im Kosovo zerfällt die Opposition

Vetëvendosje begeisterte mit ihrem Kampf gegen die Korruption viele junge Kosovaren. Jetzt zerfällt die Partei: Mit dem Bürgermeister von Pristina tritt ein nächster wichtiger Politiker aus. Die Partei sei autoritär und nationalistisch geworden, sagt Ex-Vetëvendosje-Parlamentarier Faton Topalli aus Schaffhausen.

09.03.18, 19:36 10.03.18, 13:33


Noch am 19. November 2017 schien die Welt der kosovarischen Oppositionspartei Vetëvendosje (albanisch für Selbstbestimmung) in Ordnung zu sein: Shpend Ahmeti schaffte im zweiten Wahlgang hauchdünn die Wiederwahl als Bürgermeister der Hauptstadt Pristina. Ein wichtiger Wahlsieg: Mit seiner skandalfreien und kompetenten Regierungsführung in der grössten Stadt des Landes hatte Ahmeti seit 2013 wesentlich dazu beigetragen, Vetëvendosje für breite Wählerschichten wählbar zu machen.

In Pristina bewies die links-nationalistische Oppositionspartei, dass sie mehr konnte als mit Tränengas im Parlament Fundamentalopposition gegen die als korrupte Kollaborateure bezichtigten Regierungsparteien zu machen. Auch in der zweitgrössten Stadt Prizren eroberte sie im letzten November das Bürgermeisteramt. Davor hatte Vetëvendosje bei den Parlamentswahlen im Juni 2017 den Stimmenanteil mehr als verdoppeln können und war mit über 27 Prozent zur stärksten Partei des Landes geworden.

Weil sich die traditionellen Parteien der ehemaligen Kommandanten der Kosovarischen Befreiungsarmee UÇK mit den Parteien der serbischen Minderheit verbündeten, blieb Vetëvendosje jedoch in der Opposition. Ihr Anführer Albin Kurti musste seinen Traum, Regierungschef zu werden, vorerst begraben.

Parteiführer als «Stück Scheisse» bezeichnet

Weniger als vier Monate nach dem Wahlsieg in der Hauptstadt steht Vetëvendosje nun vor dem Kollaps. Am Mittwochabend gab Pristinas Bürgermeister Sphend Ahmeti bekannt, die Partei zu verlassen. Die Gründe, für die er einst der Partei beigetreten waren, seien heute nicht mehr gegeben. Damit eskaliert der Streit innerhalb der Opposition endgültig, der im Dezember 2017 erstmals zu Tage getreten war.

Sein Parteiaustritt verschärft die Krise: Shpend Ahmeti, Bürgermeister von Pristina. Bild: EPA/EPA

Damals wurde eine Konversation auf der Message-App Viber publik, in der sich parteiinterne Gegner abfällig über Albin Kurti äusserten, den charismatischen Gründer der Bewegung. Seine Parteifreunde beklagten sich über dessen autoritären Führungsstil. Eine Parlamentarierin bezeichnete ihn als «Stück Scheisse». Weil sich Kurti zu diesem Zeitpunkt aufgrund eines Tränengas-Wurfs im Parlamentssaal in Untersuchungshaft befand, kam es nicht zu einer sofortigen Aussprache.

Nach seiner Freilassung im Januar 2018 liess er sich zum Parteivorsitzenden wählen – obwohl ihn seine Kritiker gebeten hatten, einen Reformprozess zuzulassen und zunächst aufs Amt zu verzichten. Kurti war zwar 2017 Spitzenkandidat bei den Parlamentswahlen gewesen, aber hatte keine formelle Führungsfunktion in der Partei.

In der Folge wurden einige von Kurtis parteiinternen Gegnern zum Austritt gedrängt, manche traten aus Protest über dessen Führungsstil und andere Entwicklungen bei Vetëvendosje von ihren Parteiämtern zurück. Darunter ist Faton Topalli. Der in Dörflingen im Kanton Schaffhausen wohnhafte schweizerisch-kosovarische Doppelbürger sitzt seit 2014 im kosovarischen Parlament.

Kritik an Fundamentalopposition

«Die Partei wurde zentralistisch geführt. Es gab wenig Platz für andere Meinungen», kritisiert Topalli. Wer eine solche äusserte, sei zum Feind der Partei erklärt worden. Parteistrukturen hätten nur formell und die parteiinterne Demokratie nur mangelhaft funktioniert. Aus Topallis Antwort wird klar, wen er dafür verantwortlich macht. Albin Kurti sei zwar eine charismatische Figur: «Aber das reicht nicht, um ein guter Politiker zu sein», kritisiert Topalli. Kurti sei die zentrale Figur der aktuellen Krise. «Er steht über allem: über der Partei, über der Führung, über dem Programm.»

Die in Pristina lebende Politologin Luljeta Aliu formuliert zurückhaltend, dass man die «gegenwärtige Krise nicht einem Einzelnen zuweisen kann». Es habe auf jeden Fall Missverständnisse und «interne Kommunikationsprobleme» gegeben, so Aliu, die als 13-Jährige in die Schweiz geflüchtet war und einen Masterabschluss der Universität Zürich hat. Die neuesten Entwicklungen seien eine «kalte Dusche» für Vetëvendosje. Parteispaltungen seien im Kosovo nichts Aussergewöhnliches. Dass eine solche nun auch bei der lange sehr geeint auftretenden Vetëvendosje droht, findet Aliu dennoch «überraschend».

«Vetëvendosje hat Verdauungsprobleme»

Für Aliu gibt es im aktuellen Konflikt keine Hinweise auf einen «essentiellen ideologischen Streit». Parlamentarier Faton Topalli sieht das anders. Er und weitere Vertreter des Reformflügels kritisieren unter anderem die Fundamentalopposition, welche die Partei betrieben habe: «Es mangelt am Willen, im Interesse des Landes Kompromisse einzugehen.» Dazu gehört für ihn die Bereitschaft, mit Serbien einen Dialog über bestehende Probleme zu führen.

Die Führung um Kurti habe alle möglichen Wählergruppen anzusprechen versucht, um damit mittelfristig «das illusorische Ziel» einer absoluten Mehrheit zu erreichen. Mit dem Wachstum sei die Partei deshalb zu einem Sammelbecken für alle Unzufriedenen geworden: «Die Türe wurde allen geöffnet, von Ultrarechten über Ultranationalisten bis zu Ultralinken.» Diese Öffnung sei zum Nachteil der Werte und Normen geschehen, auf deren Grundlage Vetëvendosje  gegründet worden ist. «Ich vertrete sozialdemokratische Werte. Die Kombination von Nationalismus und Sozialismus macht mir Angst», sagt Topalli.

Der Politologe Arben Hajrullah von der Universität Pristina beschreibt die Entwicklung ähnlich. Im politikwissenschaftlichen Jargon ausgedrückt, habe sich Vetëvendosje als «Catch all party» zu positionieren versucht. Sie versuchte, Wähler aller politischen Lager anzusprechen. «Vetëvendosje hat zu schnell zu viel geschluckt. Das führt jetzt zu Verdauungsproblemen», lautet Hajrullahs Fazit.

Seine Berufskollegin Luljeta Aliu geht davon aus, dass die jüngsten Entwicklungen die Opposition «zumindest vorübergehend schwächen». Das gebe der Regierungskoalition der ehemaligen Kommandanten mehr Manövrierraum, um ihre Interessen zu verfolgen.

Erfolg braucht Kompromisse

Eine endgültige Spaltung scheint unausweichlich. Faton Topalli kündigt an, dass er und andere Vetëvendosje-Abgeordnete «mit grosser Wahrscheinlichkeit» eine neue Fraktion gründen werden. Mindestens elf von 37 Parlamentariern seien unzufrieden mit dem derzeitigen Kurs, sagt Topalli. «Die neue Gruppe wird eine sozialdemokratische Partei sein, wie man sie aus westlichen Ländern kennt.»

Topalli ist überzeugt, dass eine solche neue Partei für eine Verbesserung der Lebensbedingungen im Kosovo sorgen könne: «Die Menschen hier brauchen eine Politik, die Veränderungen ermöglicht und keine leeren Hoffnungen und Versprechen». Dafür müsse man mit anderen Parteien und allen ethnischen Minderheiten zusammenarbeiten. Länder, die im Interesse der Gemeinschaft Kompromisse gemacht haben, hätten damit Fortschritte erzielt: «Die Schweiz mit ihrer Konkordanz gehört sicher dazu.»

Wie Jugoslawien zerbrach: Vom Ende des Kommunismus bis Kosovo

Quiz: 10 Jahre Kosovo – wie gut kennst du den jüngsten Staat Europas?

1.Es geht los mit der Aufwärmfrage. Pristina ist die bevölkerungsreichste Stadt des Landes. Doch wie heisst die zweitgrösste Stadt im Kosovo?
EPA
EPA/EPA
Mitrovica.
wikimedia commons
Peja.
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Gjakova.
Shutterstock
Prizren.
2.Als Hommage an Quiz-Gott Huber folgt die obligate Geografie-Frage und die hat es in sich: Welche vier Länder grenzen an den Kosovo?
wikimedia commons
Serbien, Montenegro, Albanien, Bulgarien.
Serbien, Montenegro, Albanien, Griechenland.
Serbien, Montenegro, Albanien, Mazedonien.
Serbien, Bosnien und Herzegowina, Albanien, Mazedonien.
3.Der Schwierigkeitsgrad steigt steil an. Nach den Grenzen geht's jetzt weiter mit der Flagge des Kosovo. Sie hat sechs Sterne, welche die verschiedenen Volksgruppen des Landes repräsentieren. Dass im Kosovo Albaner und Serben leben, ist klar. Welche anderen vier Ethnien haben einen Stern gekriegt?
wikimedia commons
Türken, Roma, Bulgaren und Goraner.
Türken, Roma, Donauschwaben und Goraner.
Türken, Roma, Bosniaken und Goraner.
Türken, Roma, Kroaten und Goraner.
4.Es gibt keine Verschnaufpause, das Quiz bleibt hart: In der Hauptstadt Pristina steht eine Statue des US-Präsidenten Bill Clinton. Welche Strasse in Pristina gibt es, die nach einem anderen westlichen Politiker benannt worden ist?
AP/AP
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Rruga Gerhard Schröder.
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Bulevardi Xhorxh Bush.
EPA/PRESS ASSOCIATION POOL
Sheshi Tony Blair.
EPA/AFP POOL FILE
Bulevardi Jacques Chirac.
5.Okay, das war schon ziemlich schwierig. Wir kommen zu Quiz-König Hubers Albtraum-Disziplin: der Sportfrage. In welcher Disziplin holte der Kosovo seine bisher einzige Medaille an olympischen Spielen?
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Turmspringen.
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Ringen.
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Eiskunstlauf.
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Judo.
6.Wir bleiben beim Sport: Welcher dieser aktuellen oder ehemaligen Schweizer Nationalspieler wurde nicht im Kosovo geboren?
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Albert Bunjaku.
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Valon Behrami.
EPA/KEYSTONE
Blerim Dzemaili.
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Xherdan Shaqiri.
7.Wir machen weiter mit Fussball und legen noch eine Schippe drauf. Am 13. Mai 2016 wurde Kosovo als Mitglied in die FIFA aufgenommen. Am 3. Juni 2016 fand das erste offizielle Länderspiel des Kosovo gegen die Färöer statt. In welchem Stadion?
EPA/DPA
wikimedia commons
Im Loro-Boriçi-Stadion in der albanischen Stadt Shkodra.
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In der Arena Filip II in der mazedonischen Hauptstadt Skopje.
wikimedia commons
Im Stadion am Bornheimer Hang in Frankfurt am Main, der Heimstätte des FSV Frankfurt.
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Im Adem-Jashari-Stadion in der kosovarischen Stadt Mitrovica.
8.Dieses fiese Quiz hat dich erschöpft und du brauchst neue Energie? Red Bull kennt jeder. Aber welches ist der beliebteste Energy Drink im Kosovo?
EPA
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Power Horse.
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Golden Eagle.
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Snake Energy.
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Red Rooster.
9.Für die Schlussphase in diesem fiesen Quiz wenden wir uns der Politik zu: Im Dezember verdoppelte sich Premierminister Ramush Haradinaj nach nur drei Monaten im Amt seinen Lohn. Neu verdient er deutlich mehr als seine Amtskollegen in der Region. Wie begründete Haradinaj die Erhöhung seines Gehalts?
EPA/EPA
EPA/EPA
«Es ist eine Frage der nationalen Ehre, dass der kosovarische Premierminister mehr verdient als der serbische Präsident Aleksandar Vučić.»
«Die Preise für Hotelzimmer und Skibillett in St.Moritz sind gestiegen. Ich brauche deshalb mehr Geld für meine Winterferien.»
AP/AP
«Ich werde von der internationalen Justiz unrechtmässig verfolgt. Ich muss deshalb hohe Anwaltskosten begleichen.»
«Ich muss auf der Höhe meiner Verantwortung sein. Ich muss eine Krawatte haben, ich kann nicht egal wie herumlaufen, ich muss ein Hemd haben.»
10.Wer's bis zur letzten Frage geschafft hat, der hätte sich eigentlich auch eine verdient: Welcher Schweizer oder welche Schweizerin besitzt die Ehrenbürgerschaft einer kosovarischen Gemeinde?
PHOTOPRESS-ARCHIV
KEYSTONE
Xherdan Shaqiri ist Ehrenbürger seines Geburtsorts Gjilan. Der berühmteste Sohn der Gemeinde wurde für seine sportlichen Erfolge geehrt.
Schriftsteller Pedro Lenz ist Ehrenbürger von Pristina. Er erhielt die Urkunde 2016 bei seinem Auftritt am dortigen Literaturfestival für seine Rolle beim schweizerisch-kosovarischen Kulturaustausch.
KEYSTONE
Der ehemalige SVP-Nationalrat Oskar Freysinger ist Ehrenbürger der serbischen Gemeinde Zveçan im von Belgrad kontrollierten Nordkosovo. Freysinger, Ehrenmitglied des serbischen Schriftstellerverbands, wurde für seinen Einsatz für die Sache der Serben geehrt.
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Alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey ist Ehrenbürgerin der Gemeinde Vitia im Süden Kosovos. Die damalige Aussenministerin besuchte im Februar 2008 als eine der ersten westlichen Politikerinnen den unabhängigen Kosovo – zur Eröffnung der Schweizer Botschaft.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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45
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    Alle Leser-Kommentare
  • PaLve! 12.03.2018 13:18
    Highlight 1/2
    Die Geschichte des Balkans ist ein bisschen schwieriger, als sich ein paar Schreiblinge hier das vorstellen, da bringt primitives schwarz-weiss Denken nicht viel.
    Wieso sollte es auch nicht so sein, einige Balkanländer waren 500 Jahre unter osmanischer Herrschaft, 500 Jahre musste die eigene Kultur im verdeckten ausgelebt.
    3 2 Melden
  • PaLve! 12.03.2018 13:18
    Highlight
    2/2
    Als das Osmanische Reich zerfiel brachen brachen nationalistische Konflikte aus (1. und 2. Balkankrieg 1912/14), auch der 1. WK war eine indirekte Folge des Pulverfasses auf dem Balkan.
    Überlegt euch, ob es als Aussenstehende Person (als Bulgare zweiter Generation betrachte ich mich als solcher) wirklich schlau ist, ohne einige Kentnisse, sich in solche Konflikte einzumischen.
    3 1 Melden
  • Domino 09.03.2018 22:20
    Highlight Der erste muslimische Staat in Europa scheint ja mächtig gut zu funktionieren.
    36 35 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 09.03.2018 23:06
      Highlight Albanien?
      9 9 Melden
    • Kollani 10.03.2018 07:11
      Highlight 0 von 2 Punkten für diese Antwort

      1. erste
      2. muslimisch

      Bitte Europakarte nochmals studieren!
      9 6 Melden
  • Dingsda 09.03.2018 20:45
    Highlight Das passiert halt wenn man auf Teufel komm raus und militärischen Gründen eine "Nation" aus dem Boden stampfen will. Das Projekt Kosovo ist gescheitert. Umso früher man das weltweit einsieht, desto eher kann man dieses Elend beenden und den Menschen dort helfen ein würdevolles Leben zu führen.
    Man sollte Kosovo wieder unter internationale Aufsicht stellen und danach langsam wieder zu Serbien reintegrieren - wo es eigentlich auch hingehört, wenn wir ehrlich sind.
    Dann kann es wieder eine autonome Provinz sein, wie es z.B. Vojvodina ist. In Vojvodina herrscht keine Armut und auch kein Elend.
    59 62 Melden
    • Amanaparts 09.03.2018 21:31
      Highlight 1. Die SVP hat sich auch gespalten. Deswegen ist das Projekt Schweiz auch nicht gescheitert
      2. Wieder integrieren ist nicht möglich, das es nie zusammen war.
      3. Vojvodina ist nicht autonom. Sie kämpfen immer noch um die Autonomie pre 1989.
      30 40 Melden
    • albano-schweizer 09.03.2018 22:09
      Highlight Was zu Albanien gehört und zwebgsweise besetzt wurde, soll auch in Albanien integriert werden. Die Zeiten der Kolonien ist längt vorbei. Die zu Vergangenheit neigen und Sehsucht nach den alte Zeiten haben, können und anscheinend werden sich auch mit einen Serbien, wie die von Anfans 18 Jahrhundert vergnügen müssen.
      15 20 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 09.03.2018 23:03
      Highlight Kosovo ist das Zentrum Serbiens aus historischer Sicht. Dieses ganze was Albanien mal gehörte kann ich nicht mehr hören. Kosovo war schon immer Teil Serbiens. Schade hat Europa ihre Werte verkauft, sonst wäre man in diesem Fall für Serbien gewesen. Fakt ist nur Regierungen unterstützen die Kosovoalbaner aber die Herzen der normalen Menschen werdet ihr nie bekommen.
      19 26 Melden
    • Amanaparts 10.03.2018 10:08
      Highlight Kosovo ist nur aus nationalistischer und imperialistischer Sicht das Zentrum Serbiens. Historisch ist Belgrad das Zentrum (siehe Unabhänigigkeitserklärung 1878) und aus Religöser Sicht ist es Raska (Nemanja Dyanstie). Know your History!

      Wie auch immer Kosovo war nie, ist nicht und wir nie zu Serbien gehören. Jeder Versuch dies zu ändern wird immer im Krieg enden.
      11 12 Melden
  • Chääschueche 09.03.2018 20:15
    Highlight Erstaunt das wirklich jemanden?

    Der Kosovo ist noch immer mehrheitlich Muslimisch. Und wie wir alle wissen: Es gibt praktisch keine Muslimischen Länder mit einer funktionierenden Demokratie.


    Auch wenns gleich Blitze Regnet: Der Glaube hat eine grosse Schuld daran.
    73 61 Melden
    • Bene86 09.03.2018 20:39
      Highlight War so, ist so, bleibt so.
      37 18 Melden
    • Armend Krasniqi 09.03.2018 20:42
      Highlight Hahahaha ich liebe Leute die keine Ahnug vom Balkan haben. Muss euch ziemlich mystisch vorkommen. Dort unten lebt man in Stämmen und Höhlen ;-)
      43 40 Melden
    • Erdling.Nik 09.03.2018 21:18
      Highlight Oh Mann, sag das mal den nicht-muslimischen «Demokratie-Experten» von Serben, Rumänen, Griechen, Italienern und Kroaten. 😂
      40 20 Melden
    • Mia_san_mia 09.03.2018 22:12
      Highlight @Chääschueche: Ja da hast Du wirklich recht, da fehlen halt ein paar Jahrhunderte...
      21 12 Melden
    • albano-schweizer 09.03.2018 22:17
      Highlight Über 90% Albanisch hat eigentlich aktuell und auch geschichtlich gar nichts mit mehrheitlich muslimisch zu tun... nicht länger her waren alle albanisch sprechende auch christlich...
      Albaner/innen waren und sind multireligiöse sowie religionsfrei Menschen, während u.a. Serbisch, Grichisch, Bullgarisch ausschliesslich chrislich-orthodoks, sowie Türkisch nur muslimisch, ... sein „dürfen“ und „dürften“.
      22 19 Melden
    • winglet55 10.03.2018 08:33
      Highlight Die Überheblichkeit der Christenheit aber auch!
      8 8 Melden
    • Erdling.Nik 10.03.2018 10:09
      Highlight Howard, ich will damit sagen, dass die Religion so gut wie keinen Einfluss darauf hat, wie demokratisch ein Mensch ist. Eher beeinflussen Mentalität, Gepflogenheiten und Kultur das Verständnis von Demokratie. Die Griechen sind zwar ehemalige Demokratie-«Erfinder» und sie sind keine Moslems, aber sie haben riesige Demokratiedefizite. Komisch, oder? Nimm deine schwarz-weisse Brille doch ab.
      12 5 Melden
    • AmongThieves 10.03.2018 13:56
      Highlight Mag sein das die Mehrheit muslimisch ist, der muslimische Glaube spielt allerdings im Alltag der Albaner nur eine untergeordnete Rolle. Der Albaner ist in erster Linie Albaner. Du siehst in Kosovo mehr Kirchen neben einer Mosche als sonst wo auf der Welt.

      Wenn man keine Ahnung hat sollte man besser die Klappe halten, statt wieder gefährliches Halbwissen zu verbreiten und Angst und Hass zu schüren.
      11 3 Melden
    • phreko 10.03.2018 19:13
      Highlight Man sollte auch nicht Albaner mit Kosovaren vertauschen. Die einen lebten unter einer stalinistischen Diktatur und die anderen vergleichsweise sehr locker unter Tito.
      Das wiederspiegelt sich in der kaum vorhandene religiösität der Albaner, nicht aber der Kosovaren.
      3 0 Melden
    • PaLve! 10.03.2018 20:51
      Highlight Lächerlich, fast lustig, wie Leute aus meinen, sie können die Geschichte des Balkans verstehen, nach dem sie ein paar Artikel über den Kosovo gelesen haben...
      Auf dem Balkan funktioniert solches primitives Schwarzweiss-Denken wie: ,,Diese bösen Muslime!1!'' nicht.
      Lest so was wie: ,,Die Brücke über die Drina'' und belästigt hier nicht andere Menschen mit eurem fürchterlichen, nervigen Halbwissen.
      Wie nervig das bloss für einen Albaner sein muss...
      6 3 Melden
  • Armend Krasniqi 09.03.2018 19:54
    Highlight In dieser Partei tummelten sich plötzlich vor allem auch islamische Ideen. Hat mich sehr beruhigt, dass diese Heuchler zerfallen sind. Als einzige Politiker Kosovos sind sie der Einladung der türkischen Botschaft in Prishtina gefolgt, den Jahrestag von Sultan Erdogans Propagandaputschs zu feiern. Was als Albaner und Europäer NULL, NULL sinn gibt. Fremde Mächte sollten den Balkan endlich ruhn lassen. Ob Russen, Amis, Türken ist egal.
    49 16 Melden
    • Lindaa 09.03.2018 21:32
      Highlight Genau so ist es! 👍🏻
      5 7 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 09.03.2018 23:06
      Highlight Ihr Albaner habt tausendmal mehr mit Türken zu tun als mit fast allen anderen Europäern. Finde das sogar ehrlich das man dieser Einladung folgt und somit zeigt das man kulturell ein Fremdkörper in Europa darstellt.
      10 19 Melden
    • räuber hotzenplotz 10.03.2018 13:32
      Highlight @NWO

      Wenn Georg Kastrioti skenderbeu nicht gewesen wäre, würdet ihr jetzt alle türkisch reden. 🤫
      7 4 Melden
    • AskLee 10.03.2018 15:29
      Highlight Fremdkörper 😕 klingt aber befremdlich.


      4 4 Melden
    • PaLve! 10.03.2018 20:58
      Highlight @NWO
      Was findest du denn so schlimm daran, Albaner als Europäer zu betrachten?
      3 1 Melden

Der nette Herr Molina

Ex-Juso Präsident Fabian Molina ist seit gut 100 Tagen im Nationalrat – und mit 27 Jahren der jüngste Parlamentarier im Bundeshaus. Grund genug, um mit dem Zürcher einen Kaffee zu trinken, ein paar Zigaretten zu rauchen und über die grossen Themen zu plaudern.

Fabian Molina sitzt schon seit einer Weile am Tisch nebenan, aber die äusserliche Unscheinbarkeit lässt ihn verschmelzen mit der lustig-zusammengewürfelten Ausseneinrichtung dieses Treatment-Cafés in den Ausläufern des Zürcher Kreis 4. Vielleicht liegt es auch daran, dass er in einem dieser Strandkörbe sitzt, die überall ausser auf Sylt und in vernachlässigten Hinterhofgärten fürchterlich deplatziert wirken, und zudem Kopf und Oberkörper ihrer Bewohner wegschlucken.

Kurz: man sieht ihn nicht.

Er …

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