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Vor der Küste Libyens kentert ein Flüchtlingsboot – Bild aus dem Mai 2016. Bild: AP/Italian Navy

Flüchtlingskrise und kein Ende: Im Mittelmeer wird wieder gestorben – mehr als je zuvor

Lampedusa ist weit weg: Fast unbeachtet von der Öffentlichkeit hat sich das Mittelmeer im ersten Halbjahr 2016 erneut zu einem nassen Grab entwickelt. Die Politik scheut sich, das Thema anzusprechen – trotz grosser Dringlichkeit.

07.06.16, 14:06 07.06.16, 14:21

Knapp drei Minuten dauert es, sich durch die Todes-Liste zu scrollen. Die Einträge lesen sich alle ähnlich. Todesursache: Ertrinken – Nationalität: Unbekannt – Ort: Mittelmeer. 

Gestorben wird überall, aber im Mittelmeer, zwischen Tripolis, Bengasi und der ionischen See, um ein Vielfaches häufiger – das ist die bittere Erkenntnis, die sich aus aus dem Missing Migrants Projects der Internationalen Organisation für Migration (IOM) ergibt. 

Kentern eines Flüchtlingsboots vor der libyschen Küste im Mai 2016

YouTube/CBS Evening News

Für Aufsehen vermögen die Meldungen aber kaum mehr zu sorgen. Dass in den vergangenen Tagen an der libyschen Küste 133 Leichen angeschwemmt worden waren, war den meisten Medien nur eine Randnotiz wert. Ein Solidaritätsaufmarsch von europäischen Staatschefs, wie er zu Beginn der Flüchtlingskrise in Lampedusa zu Ehren der Gestorbenen stattgefunden hat, ist zweieinhalb Jahre später kaum mehr denkbar.

Dabei wäre es höchste Zeit, dass sich Öffentlichkeit und Politik des Sterbens im Mittelmeer wieder bewusst werden – nicht zuletzt im Hinblick auf die warmen Sommermonate, in denen wieder mehr Flüchtlinge die gefährliche Überfahrt wagen werden.

7 Fragen und Antworten zur Flüchtlingskrise 

Wie viele Flüchtlinge sind 2016 über die zentrale Mittelmeerroute nach Europa gekommen?

Knapp 48'000 Menschen haben seit Jahresbeginn die Überfahrt auf der zentralen Mittelmeerroute gewagt. Das sind etwas weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Route führt noch immer von den gleichen Hotspots nach Italien: Libyen und Ägypten. Die instabile Lage in den beiden nordafrikanischen Staaten – in Libyen beanspruchen zwei Regierungen die Macht für sich, bedrängt vom «IS» und dschihadistischen Splittergruppen – sorgt dafür, dass sich sowohl Menschenschmuggler als auch Migranten oftmals unbehelligt bewegen können.

Westliche Mittelmeerroute, zentrale Mittelmeerroute, östliche Mittelmeerroute. bild: screenshot/missingmigrants

Wie viele Flüchtlinge sind bei der Überfahrt gestorben?

Obwohl in den ersten fünf Monaten praktisch gleich viele Menschen wie 2015 die zentrale Mittelmeerroute überquerten, ist die Opferzahl markant gestiegen. Kamen im Vorjahreszeitraum 1782 Menschen bei der Überfahrt ums Leben, so waren es 2016 2061 – eine Zunahme von mehr als 16 Prozent. 

bild: screenshot/internationalorganisationformigration

Joe Millman von der IOM weist darauf hin, dass die Opferzahlen bis vor einigen Wochen unter dem Vorjahreswert lagen: «Wir dachten, dass es sich in diesem Jahr in eine positive Richtung entwickeln würde.» Dann aber schnellten die Zahlen in den letzten Maiwochen in die Höhe. Eine eindeutige Erklärung für den Anstieg hat Millman nicht, sicher sei aber, dass die Schleuser vor allem in Libyen viel rücksichtsloser agieren als früher: «Die zunehmende Kriminalisierung des Landes wirkt sich verheerend auf das Schicksal der Flüchtlinge aus.» Augenscheinlich zeigt sich die zunehmende Skrupellosigkeit der Menschenschmuggler etwa bei der Wahl der Boote: Immer öfter greifen sie für die Überfahrt auf alte Holzkähne und Schlauchboote zurück; die Schiffe sind vielfach hoffnungslos überfüllt. 

Mussie Zerai, ein eritreischer Priester, der für seine Unterstützung von in Seenot geratenen Flüchtlingen für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde, bestätigt diesen Befund: «Letzte Woche haben Schlepper die Überfahrt mit zwei Booten, wovon eines nicht mal einen Motor hatte und einfach mit einem Seil mitgezogen wurde, gewagt.»

Wie reagiert die Politik?

Sebastian Kurz, Aussenminister Österreich: Abschreckung als taugliches Mittel. 
Bild: Ronald Zak/AP/KEYSTONE

Österreichs Aussenminister Sebastian Kurz sorgte vor einigen Tagen mit einem Vorschlag für Aufsehen. Die Europäische Union sollte sich bei der Bekämpfung der Flüchtlingskrise am australischen Modell orientieren, forderte der 29-Jährige ÖVP-Politiker in einem Interview. Australien weist Migranten auf offener See konsequent ab und führt sie entweder zurück in ihr Heimatland oder interniert sie offshore, um dort ihre Asylvoraussetzungen zu prüfen. NGOs kritisieren die Praxis als menschenrechtswidrig und im Widerspruch zu internationalem Recht. 

Die Forderung nach mehr Abschreckung steht stellvertretend für die Haltung der meisten europäischen Staaten. Türkei-Deal, Internierungslager in Libyen, die Zusammenarbeit mit diktatorischen Regimes: Von einer Willkommenspolitik, wie sie im vergangenen Sommer kurz zelebriert worden war, ist nichts mehr zu spüren. Europa schottet sich immer mehr ab.

Woher stammen die Flüchtlinge?

bild: screenshot/missingmigrantsproject

Noch immer stammen die meisten Flüchtlinge, die die zentrale Mittelmeerroute nutzen, aus Ländern südlich der Sahara. Im Gegensatz zum ersten Halbjahr 2015 ging die Zahl der Eritreer massiv zurück. Überquerten von Januar bis April 5388 Eritreer das Mittelmeer auf der zentralen Route, so sind es heuer nicht einmal halb so viele. Eine Zunahme ist hingegen bei Migranten aus Gambia, Guinea und Nigeria zu verzeichnen. 

Dass nach der Schliessung der Balkanroute nicht mehr Syrer und Afghanen die zentrale Mittelmeerroute wählen, ist laut Joe Millmann vor allem mit der schwierigen Erreichbarkeit des Maghreb-Staates zu erklären. «Die meisten Syrer, die aus ihrem Land flüchten, stecken zuerst einmal in der Türkei fest.» Der IOM-Sprecher schliesst aber nicht aus, dass sich dieses Bild in naher Zukunft ändern wird. 

Welche Rettungsmassnahmen sind in Kraft?

Seit die italienische Marine die Mare Nostrum aus Geldmangel beerdigt hat, sichert die Grenzschutzagentur Frontex im Rahmen der Mission Triton das Mittelmeer. Seenotrettung ist ein Teil der Aufgaben von Triton. Zusätzlich bekämpft die EU mit der Mission Eunavor Med die Menschenhandelstrukturen im Mittelmeer und vor der libyschen Küste im Speziellen. In den letzten Monaten wurden so Tausende Menschen vor dem Ertrinken gerettet. Menschenrechtsorganisationen beklagen dennoch das tiefe Budget sowie die einseitige Ausrichtung auf die Abwehr von Migranten der Mare-Nostrum-Nachfolgemissionen. 

Neben EU-Schiffen bilden private Initiativen wie etwa Sea Watch einen wichtigen Teil der Seenotrettung im Mittelmeer. 

Wie viele Migranten stecken in Libyen fest?

Eine von Europol und Interpol publizierte Studie liess Mitte Mai aufhorchen. 800'000 Migranten warteten in Libyen auf eine Gelegenheit zur Überfahrt auf das europäische Festland, warnten die internationalen Polizeibehörden. Die Chance, dass sich unter ihnen auch Terroristen befinden, habe zugenommen, so Europol. 

Das IOM kommt auf andere Zahlen. «Wir wissen nicht, woher Europol die Zahl von 800'000 Migranten her hat», sagt IOM-Sprecher Millmann. «Nach unseren Berechnungen befinden sich zwischen 236'000 und 260'000 Migranten – vornehmlich aus Westafrika und aus dem Horn von Afrika  – in Libyen.»

Werden die Zahlen im Sommer zunehmen?

In den letzten beiden Jahren war in den warmen Sommermonaten eine Zunahme der Mittelmeerüberquerungen zu verzeichnen. Experten rechnen deshalb mit einem erneuten Anstieg in den kommenden Monaten. Eine Voraussage zu treffen sei aber schwierig, so Millmann: «Fakt ist, wir haben aktuell die gleichen Muster wie im Frühling 2014 und 2015.» 

Mussie Zerai ist überzeugt: «Dieser Sommer dürfte zu einem der schlimmsten überhaupt werden». Für den Priester, der einst selbst über das Mittelmeer nach Europa geflohen ist, ist klar: «Es muss endlich legale Fluchtwege geben.» Ansonsten gehe das Sterben immer weiter. (dwi/wst)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 07.06.2016 16:04
    Highlight Die Entwicklungshilfe hat bisher als moralische Seligsprechung der westlichen Länder gut funktioniert. Seit ca. 50 Jahren, werden jährlich Milliarden nach Afrika gepumpt, ohne dass da etwas Nachhaltiges entsteht. Die Statistiken sind zufrieden, zigtausende Helfer haben einen Lebenssinn gefunden. Nun schwappt das Problem aber über und man muss sich wirklich damit auseinandersetzen. Vermutlich kann man jetzt nur noch hohe Mauern bauen.
    41 18 Melden
  • Schnapphahn 07.06.2016 15:57
    Highlight Die Flüchtlinge auf dem Mittelmeer aufzulesen ist alles andere als nachhaltig. Besser die Push-Faktoren in den Herkunftsländern minimieren- und dabei läuft es halt über das Portmonee. Die stetige Verweigerungshaltung des DEZA's und des Aussendepartements endlich mit dem EJPD zusammenzuarbeiten kommt für mich einer Bankrotterklärung gleich. Entwicklungshilfe nur gegen Kooperation im Flüchtlingswesen. Ist das so schwierig?
    34 2 Melden
  • m:k: 07.06.2016 15:37
    Highlight Ein schier unlösbares Problem. Ich befürchte die "Refugees Welcome"- Mentalität wird sich überhaupt nicht bewähren- im Gegenteil. Flucht ist einfach nicht nachhaltig und wenn man sieht wie schnell die Bevölkerungen in Afrika wachsen, ist es sowieso unmöglich zu bewältigen. Doch noch ist es noch nicht zu spät zu handeln. Jetzt müssen wir vor allem die Bürgerlichen, die gross nach "Hilfe vor Ort" schreien, in die Pflicht nehmen. Diese Hilfe muss jetzt kommen und zwar nicht nur in Form von Entwicklungshilfe, sondern auch indem afrikanisch wirtschaftlich auf die Beine geholfen wird.
    36 5 Melden
    • TomTurbo 07.06.2016 15:52
      Highlight Leider haben hunderte Milliarden "Vor Ort Hilfe" keinen positiven Effekt erzielt. Im Gegenteil, korrupte Regimes konnten sich unter anderem dadurch an der Macht erhalten und jeglichen Fortschritt verhindern.
      Es muss bei der lokalen Bevölkerung angesetzt werden, die diese Umstände in ihren Ursprungsländern an der Wurzel angehen müssen. Ein erster Schritt wäre die Entwicklungshilfe dieser Transitländer erheblich auf ein Mindestmass zurückzuschrauben.
      27 5 Melden
    • gas_wookie 07.06.2016 15:52
      Highlight Grundsätzlich bin ich mit dir einig. Jedoch was hat die ganze Entwicklungshilfe in Afrika bis jetzt gebracht? Nullkommanichts. Die Leute sind gerade zu abhängig und lethargisch davon geworden. Der grösste Teil des Geldes versickert bei irgendwelchen korrupten Kanälen. Warum behandelt man Afrika immer wie einen Pflegefall?
      28 4 Melden
    • gas_wookie 07.06.2016 15:52
      Highlight Sorry, habe ich zu spät gesehen. Du hast ja auch gegen Entwicklungshilfe geschrieben. Pardon!
      7 1 Melden
    • m:k: 07.06.2016 16:00
      Highlight Entwicklungshilfe bedeutet nicht einfach ein paar Säcke Weizen zu bringen und Brunnen zu bauen die sowieso bald kaputt gehen. Es gibt viele Beispiele wie zum Beispiele Kleinkredite oder den Aufbau einer einfachen Marktwirtschaft, die echte Erfolge bringen. Das Bevölkerungswachstum der letzten Jahre hat nämlich einen grossen Vorteil. Die Bevölkerung in Afrika ist meist sehr jung. Innerhalb weniger Jahre kann sich vieles ändern, wenn es richtig angegangen wird. Aber dazu müssen wir verzichten politisch fragwürdige Systeme zu unterstützen und den Kontinent nicht noch zusätzlich auszubeuten.
      22 2 Melden
    • MaxHeiri 07.06.2016 16:20
      Highlight Leider schreit dann die eine Ecke, wie böse die westlichen Unternehmen sind, welche eben doch Arbeitsplätze erschaffen. Eben gerade wegen einen zu "schwachen" wirtschaftlichen Wachstums wandert ein Teil nach Europa ab.
      13 2 Melden
  • gas_wookie 07.06.2016 15:03
    Highlight So lange die staatliche Schlepperei, das Durchwinken ans gewünschte Zielland und der Shuttle Service bestand haben, wird sich da genau nichts ändern. Da können die Medien noch so viele Verfluchungen auf die bösen Europäer verfassen und mit emotionalen Bildern Klicks generieren und die Ungerechtigkeit in die Welt schreien.
    Die Pull-effects wie mitteleuropäische Sozialstandards, kostenlose Gesundheitsversorgung, gesponserte Starthilfe im Zielland sind gegeben und wirken.
    42 8 Melden
  • Gelöschter Benutzer 07.06.2016 14:29
    Highlight Das wird wohl nicht ganz zu verhindern sein, wenn die "Flüchtlinge" weiterhin auf seeuntauglichen Böötchen über das Mittelmeer kommen wollen. 100 % überall kann die Marine auch nicht sein.

    Davon täglich zu berichten stumpft die meisten Menschen hier mit der Zeit eher ab, als das sie entsetzt sind. Man gewöhnt sich dran und blendet es aus.

    36 3 Melden
  • Paco69 07.06.2016 14:27
    Highlight Unvorstellbar, dass diese kriminellen Schlepper und ihre "Refugees welcome"- Unterstützer in Europa nachts überhaupt noch schlafen können.
    Auch würde interessieren: Wie berichten eigentlich die afrikanischen Medien über dieses Thema? Sieht man dort eine Verantwortung der afrikanischen Staaten für die Ertrunkenen? Und falls ja, was wird vorgeschlagen, um der Massenauswanderung der eigenen Bevölkerung entgegen zu wirken?
    46 7 Melden
  • TomTurbo 07.06.2016 14:27
    Highlight Part 2: Die Schweiz hat sich glücklicherweise bereits darauf vorbereitet und kann zukünftige Enteignungen im Namen der Solidarität bereits vorausplanen.
    25 31 Melden
  • TomTurbo 07.06.2016 14:27
    Highlight Part 1: Auch wenn man Muhammar nicht mögen konnte. Eines muss man ihm lassen. Er hat dies exakt vorausgesehen. Die EU bidert sich nun mit diktatorischen Staaten an, um die Flüchtlingszahlen zu minimieren, welche sie durch den Sturz des vorherigen Machthabers Muhammar ausgelöst haben. Seitens EU ist man nicht gewillt die "Geretteten" an den Ursprungspunkt zurückzuschiffen. Seitens Lybien ist weder politischer noch ökonomischer Wille vorhanden die Migrationsbewegungen zu stoppen.
    26 3 Melden
  • Alnothur 07.06.2016 14:17
    Highlight Solange Europa weiterhin dieses Chaos zulässt, wird sich genau gar nichts ändern, schon gar nicht von Seiten der Schlepper.
    Ein an das Australische System angelehntes Vorgehen dürfte wohl tatsächlich das einzig Erfolgversprechende sein.
    57 16 Melden

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