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Lutz muss draussen bleiben: Teneriffa erklärt Pegida-Gründer zur Persona non grata

29.10.16, 11:41
FILE - 21 January 2015: Founder and leader of German Anti-Islam movement Lutz Bachmann resigns from his functions. State prosecutors launched yesterday a criminal probe against Bachmann for posing as Hitler on photographs and publishing those of Facebook. DRESDEN, GERMANY-JANUARY 19:  PEGIDA organizer Lutz Bachmann informs the media during a press conference on January 19, 2015 in Dresden, Germany. Pegida is an acronym for 'Patriotische Europaeer Gegen die Islamisierung des Abendlandes,' which translates to 'Patriotic Europeans Against the Islamification of the West,' and has quickly gained a spreading mass appeal by demanding a more restrictive policy on Germany's acceptance of foreign refugees and asylum seekers. Pegida has drawn thousands more participants to its weekly Monday Dresden marches since the first march in October, though so far attempts to hold marches in other cities have only drawn several hundred supporters. (Photo by Matthias Rietschel/Getty Images)

Im September nach Teneriffa gezogen, im Oktober zur Persona non grata erklärt: Pegida-Gründer Lutz Bachmann.  Bild: Getty Images Europe



Der Mitgründer der rechtsextremen deutschen Bewegung Pegida, Lutz Bachmann, ist auf Teneriffa nicht willkommen: Der 43-Jährige, der erst im September auf die Kanareninsel gezogen war, ist vom dortigen Regionalparlament zur «persona non grata» erklärt worden.

«Diese Erklärung soll wie eine Impfung wirken, denn diese Person ist wie ein Virus.»

Podemos-Sprecher Fernando Sabaté

Besonders die Linkspartei Podemos hatte sich für einen solchen Schritt eingesetzt. Welche konkreten Folgen die Entscheidung hat, war zunächst unklar.

Die Zeitung «La Opinión de Tenerife» zitierte am Freitagabend Podemos-Sprecher Fernando Sabaté mit den Worten: «Diese Erklärung soll wie eine Impfung wirken, denn diese Person ist wie ein Virus.» Er fügte hinzu: «Bitte: Nie wieder Rassismus und Faschismus!»

Bachmann hatte seinen Lebensmittelpunkt erst kürzlich nach Teneriffa verlegt und kam seither seltener zu den Pegida-Kundgebungen in Dresden. Auf Facebook hatte er gepostet: «Wen interessiert es, wo man arbeitet und seinen Lebensunterhalt verdient, solange man mit Rückgrat hinter der Sache steht?» (wst/sda/dpa)

Pegida: Anhänger und Gegner

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • money makes the difference 31.10.2016 02:35
    Highlight Wie unglaublich dumm muss man sein, um als Tourismus Destination solche Debatten zu provozieren. Es ist wohl wie so oft: Überschätzung. kommt vor dem Fall. Ich jedenfalls würde mich wundern, wenn nicht innerhalb Kürze ein kräftiges "Dementi" erfolgt.
    0 3 Melden
  • Rom78 29.10.2016 19:59
    Highlight Hat eh viel zu viele Ausländer auf Teneriffa, vor allem Spanier.
    9 3 Melden
  • pamayer 29.10.2016 16:04
    Highlight Gut so!
    20 2 Melden
  • pun 29.10.2016 13:19
    Highlight Und mal wieder hatte der Postillon den richtigen Riecher. :-D
    http://www.der-postillon.com/2016/10/bachmann-teneriffa.html
    31 1 Melden
    • zombie woof 29.10.2016 15:04
      Highlight Und die Kommentare wie z.B.: Gabs denn von den freundlichen Einheimischen einen Begrüssungscocktail durchs Fenster?
      16 1 Melden
  • Jason84 29.10.2016 12:25
    Highlight Wie fühlt sich wohl der Ausländer wenn man ihm mitteilt das er nicht erwünscht ist?
    Super das er das jetzt selber erfahren darf!
    136 4 Melden
  • Echo der Zeit 29.10.2016 12:01
    Highlight «Wen interessiert es, wo man arbeitet und seinen Lebensunterhalt verdient, solange man mit Rückgrat hinter der Sache steht?» - Ja das sagt gerade so ein Pegida Depp.
    145 3 Melden
  • chrisdea 29.10.2016 11:54
    Highlight A) Geschieht ihm recht.
    B) Dürfen die das? Erscheint mir rechtstaatlich doch ein wenig bedenklich.
    C) Geschieht ihm recht.
    100 6 Melden
  • Lowend 29.10.2016 11:48
    Highlight Passt auf, aber der zieht jetzt dann sicher nach St. Gallen, weil es sich bei den Nazis rumspricht, dass man dort als Rechtsextremer in Ruhe gelassen wird und sogar noch gratis Polizeischutz für rassistische und neofaschistische Veranstaltungen bekommt.
    121 19 Melden
    • TheCloud 29.10.2016 13:22
      Highlight Warum nur S.Gallen? Rechtsextreme sind in der ganzen Schweiz willkommen. Stellen sie doch die grösste Partei der Schweiz. Und mit ihren Mitläufern sogar 70% im Parlament.
      65 18 Melden
    • Lowend 29.10.2016 14:20
      Highlight Wie kommen Sie auf diese Zahl? Die extreme Rechte hat maximal 30% Wähleranteil und 70% der Schweizer bekämpfen diese rechtsextreme Politik mehr oder weniger.
      25 9 Melden
    • TheCloud 29.10.2016 16:21
      Highlight Lowend, du hast Recht. Nur 30% sind SVP. Mit den beiden anderen (CVP und FDP) = 70%. Die trotten brav hinter der SVP her, aus Angst Stimmen zu verlieren.
      Somit bestimmt im Parlament die SVP wo's langgeht. Siehe auch bürgerlicher Schulterschluss.
      11 6 Melden

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