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FIFA-Ethik-Kommission will Blatter offenbar suspendieren +++ Auch Platini rückt nun in den Fokus +++ Warner lebenslänglich gesperrt

29.09.15, 12:44 29.09.15, 18:10


Offenbar steht die Suspendierung des amtierenden FIFA-Präsidenten Sepp Blatter durch die interne Ethik-Kommission kurz bevor, das berichtet die deutsche Zeitung «Welt» unter Berufung auf ungenannte Quellen aus dem Umfeld des Weltverbands.

Sepp Blatter am Dienstagmorgen auf dem Weg zur Arbeit. Sieht aus, als ahnte er, dass es nicht sein Tag werden würde.
Bild: Michael Probst/AP/KEYSTONE

Zugleich sollen Ermittler der Bundesanwaltschaft nun auch UEFA-Präsident Michel Platini ins Visier genommen haben. Der Franzose ist als Empfänger einer Zahlung über zwei Millionen Franken Auskunftsperson im Strafverfahren wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung gegen Blatter.

Amigos: Michel Platini und Sepp Blatter.
Bild: AP/KEYSTONE

Offenbar ist die Summe, die im Raum steht, aber eine viel grössere. Wie die Welt schreibt, erhielt Platini «viel mehr Geld als die bislang bekannten zwei Millionen Franken». Platini hat laut dem Bericht bereits während seiner Tätigkeit für die FIFA zwischen Januar 1999 und Juni 2001 einen regulären Lohn erhalten. Dieser soll sich auf zwischen 300'000 und 500'000 Schweizer Franken belaufen haben. Auch der Franzose soll nun angeblich von der Ethik-Kommission gesperrt werden.

Bereitschaft zur Kooperation

Nach Bekanntwerden des Strafverfahrens gegen Blatter hatten sowohl der FIFA-Präsident als auch der UEFA-Vorsitzende beteuert, keine unrechtmässigen Geschäfte getätigt zu haben. Zudem haben die Beteiligten angekündigt, mit den Ermittlern kooperieren zu wollen.

Blatter hatte noch am Montag ausgeschlossen, vorzeitig von seinem Posten als Präsident des Weltfussball-Verbands zurückzutreten.

Platini verschickte gestern diesen Brief an die Mitglieder der UEFA.

FIFA sperrt Jack Warner lebenslänglich

Die FIFA-Ethikkommission gab am Dienstag bekannt, dass sie Jack Warner lebenslänglich von sämtlichen Fussballämtern sperrt. Der frühere Fifa-Vizepräsident aus Trinidad und Tobago habe in seiner Zeit als Funktionär eine Hauptrolle beim Anbieten, Annehmen und Akzeptieren von illegalen Zahlungen gespielt. Das teilte die Ethikkommission am Dienstag mit. Warner gehört dort zu den angezeigten FIFA-Funktionären, denen ein Strafverfahren droht.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Nächste Auslieferung

Die Schweiz hat der Auslieferung des vierten FIFA-Funktionärs an die USA zugestimmt. Das teilt das Bundesamt für Justiz in einem Communiqué mit. Es handelt sich dabei um den ehemaligen Präsident der costa-ricanischen Fussball-Föderation, Eduardo Li. Li war am 27. Mai zusammen mit sechs weiteren FIFA-Funktionären in Zürich verhaftet und in Auslieferungshaft versetzt worden.

Dem Costa Ricaner wird vorgeworfen, beim Verkauf von Marketingrechten anlässlich der Quali-Spiele für die WM 2018 Bestechungsgelder angenommen zu haben. Der Entscheid des Bundesamts für Justiz ist noch nicht rechtskräftig. Li kann innert 30 Tagen eine Beschwerde beim Bundesstrafgericht erheben.

Mehr Informationen folgen

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(wst/phi/meg/aeg)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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10
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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Crisyscon 29.09.2015 22:14
    Highlight Wenigstens das hat er richtig gemacht: Die Ethik- Kommission die er einsetzte wird ihn nun auch absetzen. www.crisyscon.com
    0 0 Melden
  • Rodolfo 29.09.2015 20:03
    Highlight "Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht" und weltweit "The pitcher goes to the well until it breaks" dürfte der Leitsatz für die nächsten Wochen sein. Irgend jemand von den Herren in den weissen Hemden wird - um glimpflich davon zu kommen - die vielen unentdeckten Geheimisse von Blatter & Co. ausplaudern.
    Ich wette 1 zu 10. Welcher Blatter-Fan wettet dagegen?
    1 0 Melden
  • Picknicker 29.09.2015 16:44
    Highlight Was interessiert die alten Säcke eine lebenslange Sperre? Die gehören für eine lange Weile hinter Gitter.
    7 0 Melden
    • Rodolfo 29.09.2015 20:12
      Highlight ...und zwar in Sträflingsuniform! Ohne Fussball in der Zelle. Und am Schlimmsten: Ohne Fussball-Übertragungen am TV!
      3 0 Melden
  • tkey 29.09.2015 14:28
    Highlight ist die ethikkommission bei der FIFA etwa das selbe wie die eigen-kontrollgruppe bei vw?
    ihr wirken scheint kontraproduktiv da man bis zuletzt ihre aussagen bzw. nicht-aussagen ernst nahm und die wahrheit dadurch verschleiert wurde?
    11 0 Melden
  • dracului 29.09.2015 14:09
    Highlight Das wäre die erste aktive Handlung seit dem Bestehen dieser Kommission und ein Novum zugleich: Obwohl die Kommission das hätte erkennen müssen, was jetzt die Justiz aufarbeiten muss, hat sie stets den Segen für alle Machenschaften gegeben. Ich denke mal, dass auch hier ein paar "Ethiker" Angst vor der Justiz bekommen haben und sich nur deshalb gegen Blatter wenden. Lieber späte, als gar keine Einsicht.
    10 0 Melden
  • Asmodeus 29.09.2015 14:02
    Highlight Ich spiele mal den Mike Shiva.

    Schlagzeile: Ethikkommission der Fifa nimmt Finger aus dem Hintern.

    Text: Nach den jüngsten Vorwürfen gegen die Vereinsführung sah sich die Ethikkommission der FIFA, welche in den ganzen letzten Jahren keinerlei Anzeichen von unethischem Verhalten finden konnte, ausser Stande nicht etwas zu Unternehmen.

    Um das stark angekratzte Ansehen der FIFA zu wahren, und vermutlich um jemanden aus den eigenen Reihen als Messias an die Spitze der FIFA zu katapultieren, wurden Sepp Blatter, Michel Platini und Jack Warner lebenslang gesperrt.
    4 0 Melden
  • SVARTGARD 29.09.2015 13:16
    Highlight Jeder bekommt das was er verdient.
    7 1 Melden
  • Gringoooo 29.09.2015 12:46
    Highlight Die wirkliche Schlagzeile ist doch eher: "Die Fifa hat eine Ethik-Kommission?".
    20 0 Melden

Spiele manipuliert?

Wettpate sagte Resultat und Platzverweis bei Kamerun – Kroatien richtig voraus

Wurden bei der WM Spiele manipuliert? Wilson Raj Perumal ist ein bekannter Wettbetrüger, er kündigte für die WM-Partie zwischen Kamerun und Kroatien eine 0:4-Niederlage der Afrikaner sowie einen Platzverweis an. Beides trat ein.

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