International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Swiss police officers stand in front of the entrance of the FIFA headquarters in Zurich, Switzerland, June 3, 2015. Interpol put two top former FIFA officials on its

Als Begründung gibt die Polizeibehörde, bei der auch die Schweiz Mitglied ist, die FIFA-Korruptionsaffäre an. Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Fertig «Integritäts-Programm» für die FIFA: Interpol beendet Zusammenarbeit 

Interpol will kein Geld mehr von der Fifa: Die internationale Polizeibehörde beendet ihre Kooperation mit dem Fussball-Weltverband. Hintergrund sind die Ermittlungen gegen Fifa-Funktionäre.

12.06.15, 10:46 12.06.15, 11:26


Ein Artikel von

Interpol wird nicht länger mit der Fifa kooperieren. Das gab die weltweit operierende Polizei in einem Statement auf ihrer Internetseite bekannt. Als Grund führte sie die Korruptionsermittlungen gegen die Fifa an. Demnach wird Interpol einer mit dem Verband im Mai 2011 getroffene Vereinbarung nicht weiter nachkommen, nach der die Behörde für eine Fifa-Spende von 20 Millionen Euro zehn Jahre lang ein Integritäts-Programm durchführen sollte.

Nach der Entscheidung durch Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock in der Zentrale im Schweizer Lyon werde die Weltpolizei den Vertrag vorerst auf Eis legen, hiess es. In der Vereinbarung mit der Fifa heisst es laut Interpol, dass «der Spender versichert, dass seine Aktivitäten mit den Prinzipien und Zielen von Interpol» übereinstimmen.

«Partner müssen grundlegende Werte teilen»

Das sahen Stock und das Interpol-Exekutivkomitee offenbar nicht mehr als gegeben an. Er sagt:

«Alle externen Partner, ob öffentlich oder privat, müssen die grundlegenden Werte und Prinzipien der Organisation teilen»

Jürgen STock, interpol-generalsekretär

Ende Mai hatte die Schweizer Polizei sieben Fifa-Funktionäre wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Korruption festgenommen, Auslöser dafür waren Ermittlungen der US-Staatsanwaltschaft. Diese hat Verfahren gegen 14 Funktionäre und Manager aus der Fifa und aus Marketingfirmen eingeleitet.

Fifa-Präsident Joseph Blatter wurde kurz darauf zunächst wiedergewählt, vier Tage später erklärte er jedoch seinen Rücktritt. Sein Nachfolger soll auf einem Sonderkongress gewählt werden, voraussichtlich am 16. Dezember in Zürich. Einen vorzeitigen Abgang schloss Blatter am Donnerstag aus. (tat/psk/cte)

Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • manhunt 13.06.2015 15:00
    Highlight der sitz der interpol liegt in lyon, frankreich. nicht in der schweiz.
    0 0 Melden

Doch kein Stadionverbot, aber ans Pyroverbot müssen sich leider auch sie halten: Das bedeutet die Sperre für Blatter und Platini

Die FIFA-Ethikkommission hat Joseph Blatter und Michel Platini «für sämtliche Fussballaktivitäten» gesperrt. Dürfen die beiden jetzt keine Stadien mehr betreten? Die Folgen des Urteils im Überblick.

Joseph Blatter spricht von einer «Schande», Michel Platini nennt das Urteil der FIFA-Ethikkommission eine «Farce». Die beiden einst mächtigsten Männer im Weltfussball wirken am Tag ihrer grössten Niederlage schwer getroffen. Die Kommission hat sowohl Blatter als auch Platini für acht Jahre gesperrt. Bis 2024 dürfen die beiden demnach «nicht an nationalen und internationalen Fussballaktivitäten» teilnehmen.

Doch was heisst das im Klartext? Darf Blatter jetzt tatsächlich nicht mal mehr ein …

Artikel lesen