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Swiss police officers stand in front of the entrance of the FIFA headquarters in Zurich, Switzerland, June 3, 2015. Interpol put two top former FIFA officials on its

Als Begründung gibt die Polizeibehörde, bei der auch die Schweiz Mitglied ist, die FIFA-Korruptionsaffäre an. Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Fertig «Integritäts-Programm» für die FIFA: Interpol beendet Zusammenarbeit 

Interpol will kein Geld mehr von der Fifa: Die internationale Polizeibehörde beendet ihre Kooperation mit dem Fussball-Weltverband. Hintergrund sind die Ermittlungen gegen Fifa-Funktionäre.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Interpol wird nicht länger mit der Fifa kooperieren. Das gab die weltweit operierende Polizei in einem Statement auf ihrer Internetseite bekannt. Als Grund führte sie die Korruptionsermittlungen gegen die Fifa an. Demnach wird Interpol einer mit dem Verband im Mai 2011 getroffene Vereinbarung nicht weiter nachkommen, nach der die Behörde für eine Fifa-Spende von 20 Millionen Euro zehn Jahre lang ein Integritäts-Programm durchführen sollte.

Nach der Entscheidung durch Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock in der Zentrale im Schweizer Lyon werde die Weltpolizei den Vertrag vorerst auf Eis legen, hiess es. In der Vereinbarung mit der Fifa heisst es laut Interpol, dass «der Spender versichert, dass seine Aktivitäten mit den Prinzipien und Zielen von Interpol» übereinstimmen.

«Partner müssen grundlegende Werte teilen»

Das sahen Stock und das Interpol-Exekutivkomitee offenbar nicht mehr als gegeben an. Er sagt:

«Alle externen Partner, ob öffentlich oder privat, müssen die grundlegenden Werte und Prinzipien der Organisation teilen»

Jürgen STock, interpol-generalsekretär

Ende Mai hatte die Schweizer Polizei sieben Fifa-Funktionäre wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Korruption festgenommen, Auslöser dafür waren Ermittlungen der US-Staatsanwaltschaft. Diese hat Verfahren gegen 14 Funktionäre und Manager aus der Fifa und aus Marketingfirmen eingeleitet.

Fifa-Präsident Joseph Blatter wurde kurz darauf zunächst wiedergewählt, vier Tage später erklärte er jedoch seinen Rücktritt. Sein Nachfolger soll auf einem Sonderkongress gewählt werden, voraussichtlich am 16. Dezember in Zürich. Einen vorzeitigen Abgang schloss Blatter am Donnerstag aus. (tat/psk/cte)

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