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Die anonyme Botschaft brachte David Rosenman ins Grübeln.
Bild: facebook/davidrosenman

Dieser Vater erhält eine anonyme Botschaft – weil er etwas tut, was eigentlich selbstverständlich sein sollte

27.11.15, 14:13 27.11.15, 20:29

Wenn David Rosenman Zeit mit seiner Tochter verbringt, dann geht er meist mit ihr in ein Café. Dort liest er Zeitung und arbeitet E-Mails ab, während sie sich mit etwas anderem beschäftigt. Anfang dieser Woche änderte sich jedoch etwas an diesem Ritual – weil seine Tochter ihn darum gebeten hatte.

Für einmal beschäftigte sich der Mann aus Rochester, im US-Bundesstaat Minnesota, ausgiebig mit seiner neunjährigen Tochter, sie unterhielten sich, alberten herum. Und prompt kassierte Rosenman ein grosses Lob dafür, und das von einer völlig fremden Person. Nachdem er kurz am Tresen gewesen war, um eine neue Bestellung aufzugeben, fand er einen Zettel mit der folgenden Botschaft auf dem Tisch:

«Ich arbeite an einer Schule, an der viele Töchter keinen Vater haben. Und die, die einen haben, sind noch nie in den Genuss gekommen, dass er ihnen für so lange Zeit zuschaut, zuhört und seine 100-prozentige Aufmerksamkeit schenkt, wie Sie es an einem Sonntagmorgen getan haben. Sie haben keine Ahnung, welches Geschenk Sie den Lehrern machen, die Ihre Tochter unterrichten – von heute an bis zu ihrem Abschluss.»

Eine Lehre für alle Väter dieser Welt

Rosenman trifft diese Botschaft sehr überraschend und in gewisser Weise fühlt er sich ertappt. Denn auch er hat an diesem Tag nur deshalb so viel Zeit mit seiner Tochter verbracht, weil sie ihn explizit darum gebeten hatte. Ihm wurden dadurch die Augen geöffnet. Und damit auch alle anderen Väter daraus etwas lernen, postet Rosenman ein Foto des Zettels auf seinem Facebook-Profil und verfasst dazu seine ganz eigene Botschaft:

Hier ein Auszug aus dem Posting auf Deutsch übersetzt:

«Diese anonyme Nachricht hat mich motiviert, meine Lektion zu verbreiten, und ich hoffe, dass sich mehr Leute von dem Tiefgang der Nachricht inspiriert fühlen. Bitte wartet nicht, bis euer Kind oder eure Liebsten um eure Aufmerksamkeit flehen müssen, so wie es meine Tochter getan hat – er oder sie könnte es nicht tun. Geht davon aus, dass euch keiner eine Botschaft hinterlassen wird – solche Schönheit ist in dieser Welt viel zu selten.

Ich lade euch ein, das Geschenk dieser Erfahrung gemeinsam mit mir zu teilen: Entscheidet euch dafür, heute präsent zu sein – wenn auch nur für eine kurze Zeit – für jemanden, den ihr liebt. Wenn ihr es irgendwo beobachtet, zieht in Erwägung, eine Notiz zu verfassen – es hinterlässt auf jeden Fall einen Eindruck.»

Dass Rosenman – und die Verfasserin der geheimen Botschaft – ganz offensichtlich einen Nerv getroffen haben, zeigt sich an den unzähligen Reaktionen. Inzwischen wurde das Facebook-Posting mehr als 10'000 Mal geteilt. (viw)

Vaterschaftsurlaub: So sieht es in den Nachbarländern aus

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • silverback 28.11.2015 12:21
    Highlight Schon mal was von "Nudging" gehört? Erfunden habens die Amis, die Regierung Obama unterhält eine eigene Abteilung dafür. Ich könnte schwören, die ganze Geschichte hat genau diese Abteilung erfunden.

    Mutti Merkel ist auch schon auf den Zug aufgesprungen.
    http://www.welt.de/wirtschaft/article138326984/Merkel-will-die-Deutschen-durch-Nudging-erziehen.html
    4 2 Melden
    • silverback 28.11.2015 13:24
      Highlight Was ebenfalls für meine These spricht, das Facebookprofil (verlinkt in der Bildunterschrift im Artikel) ist inzwischen nicht mehr erreichbar. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
      1 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 28.11.2015 04:56
    Highlight Wieso bloss muss Watson unter diese Story das Thema Vaterschaftsurlaub setzen? Damit wird der Ball gleich an den Staat weiter gereicht. Und genau das ist NICHT der Kern dieser Story. Hier ging es um Eigeninitiative.
    2 8 Melden
  • SVRN5774 27.11.2015 20:27
    Highlight ....verbracht, weil sie ihn explizit darum geben* hatte...

    Sollte es nicht "gebeten" heissen?
    Sorry, will nicht klugscheissen, nur helfen 😁😁
    1 1 Melden
    • Simone Kubli 27.11.2015 20:33
      Highlight Kein sorry! Das war klar ein Fehler, danke. Ist korrigiert :)
      7 1 Melden
  • Rico Holzer 27.11.2015 17:00
    Highlight bitte noch ein Selfie mit Daumen Hoch und nachher kann ich endlich mit dem "warum-gopfer-teli-gseh-ich-papier-und-karton-im-chübelsack" beginnen 😄😁😜
    6 1 Melden
  • Asmodeus 27.11.2015 15:45
    Highlight Ich frage mich immer wieder wieso Leute sowas online teilen und wieso es dann so gehyped wird.


    "Hey Leute ich habe heute morgen den Müll raus gebracht. Feiert mich!"
    45 6 Melden
    • Lezzelentius 27.11.2015 16:06
      Highlight Watson sollte einen Artikel darüber schreiben, wie Asmodeus den Müll raus getragen hat und es ihm die Augen öffnete. Diese Botschaft wollte er nun der Welt mitteilen.
      35 6 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.11.2015 16:13
      Highlight Ich feier dich!🎇🎆🎉🎊
      30 2 Melden
    • Asmodeus 27.11.2015 16:31
      Highlight Danke lieber Brandbeschleuniger. Ich poste nachher nen Printscreen dieser Mitteilung auf Twitter.

      Dann landen wir beide mit Grossaufnahme in den Zeitungen dieser Welt :)

      ... oder musst Du es zu den Medien tragen?

      Verdammt.... ich verstehe immer noch nicht wie dieses Medienhypedingsi funktioniert.
      22 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.11.2015 16:59
      Highlight Asmodeus du bist mein Held. Du hast mich extrem inspiriert! Aber mega!
      21 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.11.2015 18:00
      Highlight Mach lieber langsam, Asmodeus, ich weiss nicht ob ich diesen fame ertragen könnte
      19 1 Melden

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