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Netflix hat angekündigt, sich von Kevin Spacey zu trennen. Bild: Jordan Strauss/Invision/AP/Invision

Bye bye Frank Underwood: Netflix wirft Kevin Spacey raus und Scotland Yard ermittelt

04.11.17, 06:28 04.11.17, 13:44

Der Belästigungsskandal hat für Oscar-Preisträger Kevin Spacey nun juristische und berufliche Konsequenzen: Der Streamingdienst Netflix kündigte jegliche Zusammenarbeit mit dem Schauspieler, zudem leitete die Londoner Polizei Ermittlungen gegen ihn ein.

Netflix hatte wegen der Anschuldigungen gegen Spacey bereits die Dreharbeiten zur sechsten Staffel von «House of Cards» gestoppt. Mitarbeiter der Serie berichteten dem Sender CNN, am Set habe wegen der häufigen Übergriffe des 58-Jährigen gegenüber jungen männlichen Angestellten eine «vergiftete Atmosphäre» geherrscht.

Insgesamt sprachen acht frühere und gegenwärtige Mitarbeiter mit dem Sender. Einer von ihnen warf Spacey vor, ihn in der Anfangsphase der Serie sexuell belästigt zu haben.

Am Freitag kündigte dann Netflix an, jegliche Zusammenarbeit mit Spacey einzustellen. Auch der gemeinsame Film «Gore», der 2018 ausgestrahlt werden sollte, werde gestoppt, sagte ein Sprecher. Ob, und wenn ja in welcher Form, es mit der Erfolgsserie «House of Cards» weitergeht, war unklar.

Netflix – von der Online-Videothek zum Streaming-Giganten

Scotland Yard ermittelt

In Grossbritannien geht nun die Polizei den Vorwürfen gegen Spacey nach. Scotland Yard bestätigte einen Bericht des britischen TV-Senders Sky News, nach einer entsprechenden Anzeige zu einem Vorfall aus dem Jahr 2008 im Süden Londons Ermittlungen eingeleitet zu haben.

Namen nannte die Behörde nicht. Laut Sky News trug sich der Vorfall in der Nähe des Londoner Theaters Old Vic zu, wo Spacey zwischen 2004 und 2015 künstlerischer Leiter war.

Ein ehemaliger Schauspielschüler des Oscar-Preisträgers, der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte der Internetseite «Vulture», er habe mit zwölf Jahren Spaceys Schauspielunterricht besucht und zwei Jahre später eine «sexuelle Beziehung» mit ihm angefangen.

Nach einem Vergewaltigungsversuch in Spaceys Wohnung habe er das Verhältnis aber abgebrochen. Er bezeichnete Spacey als «Sextäter und Pädophilen». (sda/afp)

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Brikne, 20.7.2017
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57
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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lukas Figliuolo 04.11.2017 17:17
    Highlight Schade um Spacey. Fand ihn immer einen ausgezeichneten Schauspieler, aber nun habe ich jeglichen Respekt vor im verloren. Das er sich im Zusammenhang mit den Vorwürfen sexueller Belästigungen von Minderjährigen auch noch als Schwul outet, was überhaut nichts mit Pädophilie zu tun hat, setzt dem ganzen noch die Krone auf!
    6 2 Melden
  • My Senf 04.11.2017 17:11
    Highlight
    Alle wussten/wissen wie es in der Unterhaltungsbranche läuft!

    Legitimiert das irgend einen?! NEIN

    Es legitimiert jedoch die Kritiker die jetzt auftauchen und Teil des Systems sind genauso wenig

    Hat Netflix (und alle anderen Empörten) alle Spacy Filme gesperrt?
    Alle Hoffmann Filme?
    Alle miramax Filme?
    Alle Polanski Filme?
    Alle Afflek Filme 🎥?
    Alle..... 🎥

    Nein! Werden sie auch nicht sonst gibts bald nur noch National GEO Filme (ausser der Kameramann wird der Sodomie bezichtigt)

    Wo war Scotland Yard beim BBC jahrelang Kindermissbrauch in der BBC?
    9 1 Melden
  • Dingsda 04.11.2017 10:19
    Highlight
    Hab mein Netflix-Abo nun gekündigt. Ich hoffe andere tun es mir gleich.
    27 108 Melden
    • Aareschwumm 04.11.2017 11:34
      Highlight Und warum sollte man das? Ist Kevin Spacey der einzige auf Netflix?
      43 7 Melden
    • SilWayne 04.11.2017 12:28
      Highlight Aus Protest wem gegenüber und weshalb? Weil du die Taten von Spacey auf Netflix projezierst, oder weil es Netflix gewagt hat, Spacey abzusägen?
      35 5 Melden
    • Dingsda 04.11.2017 14:05
      Highlight Ich unterstütze keinen Betrieb oder Firma die Angestellte nur anhand von Anschuldigungen die nicht bewiesen wurden rausschmeisst. Es ist ein sehr gefährlicher Trend der sich da entwickelt und Netflix sollte darüber stehen.
      Wenn es bewiesen ist, das Kevin Spacey wirklich so ein krankes Ekel ist, entschuldige ich mich und werde Netflix wieder abbonieren.
      32 21 Melden
    • Rendel 04.11.2017 14:30
      Highlight @Dingsda Man entschuldigt sich nicht für etwas von dem man weiss, dass man es nie macht oder gemacht hat. Zudem hat Netflix seine Mitarbeiter vor Übergriffen zu schützen.
      7 3 Melden
    • Citation Needed 04.11.2017 14:48
      Highlight Denkst Du, Netflix hätte eine Erfolgsserie wie House of Cards sowie einen gemeinsam produzierten Film einfach so schnell abgesägt und ihren Superstar Spacey rausgeworfen, weil irgendwer ein Gerücht in die Welt setzt? Diese so drastische Reaktion deutet doch eher drauf hin, dass Netflix schon längst wusste, was ihr Goldesel so treibt, aber wegen des guten Geldes bisher beide Augen zudrückte. Man müsste Netflix künden, weil die so lange mitmachten. Dass die jetzt, als die Sache auffliegt, Schadensbegrenzung versuchen, ist genau derselbe Opportunismus.
      12 5 Melden
    • Buff Rogene 04.11.2017 15:21
      Highlight Die Anschuldigungen betreffen u.a. das Set der von Netflix produzierten Serie. Wo wegen Spacey eine vergiftete, übergriffige Atmosphäre geherrscht haben soll.

      Netflix glaubt den zahlreichen Belästigten (also seinen Angestellten), und handelt. Die Alternative wäre gewesen, diese Mitarbeiter nicht ernst zu nehmen - juristischer Prozess hin oder her - weil Spacey halt Spacey ist. Würdest Du von Deinem Arbeitgeber gerne nicht ernst genommen werden, oder wäre es Dir recht, wenn er trocken und konsequent handeln würde?

      P.s. Sex mit einem 14 jährigen? Netflix sollte "darüber stehen"?

      8 2 Melden
    • Dingsda 04.11.2017 17:08
      Highlight @ needed
      Ich denke Netflix hat ihn aus Selbstschutz raus geworfen, da der Mediale druck durch den momentanen Trend der Hetzjagd, grösseren finanziellen Schaden oder Einbussen anrichten könnte als die Absetzung von House of Cards / Kevin Spacey.

      @ rogene
      Wenn man als Angestellter nicht von Netflix ernst genommen wird, dann als Steuern zahlender Bürger von der Polizei. Eine Sammelklage von all den angeblichen Opfern wäre sicher effektiv gewesen.

      P.s. Es ist immer noch nur eine Anschuldigung ohne Beweis oder klarem Geständnis. Das vergisst man leider gerne. Netflix offenbar auch.
      1 6 Melden
    • Citation Needed 04.11.2017 17:08
      Highlight Word, Rogene Buff!

      Rendel hat völlig recht: Netflix hätte Mitarbeiter schützen müssen statt jetzt, wo die Sache auffliegt, scheinheilig und 'schleunigst' Massnahmen zu ergreifen, um den Imageschaden abzuwenden.

      Die Sache ist aber komplex. Wäre Spacey eine kleine Nummer gewesen, irgendein Beleuchter oder Tönler, er wäre mit dem ersten erwiesenen Übergriff, wohl auch ganz ohne Gerichtsverhandlung, rausgeflogen.
      Da er aber mächtiger VIP ist, hat das System wohl zu seinen Gunsten so lange es ging 'auf Unschuldsvermutung gemacht'.
      5 0 Melden
    • Citation Needed 04.11.2017 18:59
      Highlight Dingsda: der Druck allein bringt niemanden dazu, einen Star fallen zu lassen. Erst recht nicht, wenn man von dessen Unschuld überzeugt ist. Ist man es nicht, oder hat man sogar Hinweise, dass dieser Star zu Recht beschuldigt wird, dann wirkt der Druck auch massiv stärker. Das ist m.E. der Fall hier.
      Aber es wird sich zeigen, ob diese Anschuldigung (unbewiesen, notabene) bloss die Spitze des Eisberges ist oder, was ich weniger glaube, ungerechtfertigt.

      2 0 Melden
  • dave1771 04.11.2017 09:48
    Highlight House of Cards ohne FU? hahahaha keine Chance! Was ist mit der Unschuldsvermutung?
    71 15 Melden
    • kuni 04.11.2017 12:46
      Highlight Spacey hat sich für den ersten Vorwurf entschuldigt, obwohl er sich nicht an den konkreten Vorfall erinnern kann.. Das würde wohl nur jemand tun, der weiss, dass der Vorwurf gerechtfertigt ist. Niemand würde sich für solch einen Vorwurf entschuldigen, wenn er völlig aus der Luft gegriffen wäre. Spacey hat die Unschuldsvermutung somit selber für ungültig erklärt.
      19 34 Melden
    • road¦runner 04.11.2017 14:27
      Highlight Absolut einverstanden @kuni, damit gab er gewissermassen ein Schuldbekenntnis ab.
      Er war sich ziemlich sicher bewusst welche Konsequenzen sein Tweet haben wird, also wird er den auch wohlbedacht verfasst und abgeschickt haben.
      4 0 Melden
  • Calvin WatsOff 04.11.2017 09:40
    Highlight Was verdammt noch mal, was weiss Netflix mehr, was wir noch nicht wissen?
    Anders kann ich mir diesen Schritt nicht erklären!
    44 12 Melden
    • Mutzli 04.11.2017 13:14
      Highlight Heisst es ja im Artikel: Mehrere Mitarbeiter bei House of Cards haben sich über das Betriebsklima und Übergriffe beklagt. Gut möglich, dass das schon seit längerem ein Problem ist und Netflix erst jetzt das Gefühl hat handeln zu müssen. Ansonsten wollen sie halt ihre Brand nicht mit der weiteren Zusammenarbeit mit ihm schädigen, ist ja eigentlich normales PR-Managment.
      21 6 Melden
    • Calvin WatsOff 04.11.2017 14:40
      Highlight Das war auch gestern schon bekannt. Aber gut lupfts den Teppich .
      2 3 Melden
    • Citation Needed 04.11.2017 14:54
      Highlight Anscheinend eine ganze Menge. Das Interessante ist, dass man scheinbar seit Jahren immer beide Augen zudrückte, um die Cash Cow Spacey nicht zu schädigen.
      Jetzt, wo sich die Sache nicht mehr länger unter dem Deckel halten lässt, versuchen sie eine halbherzige Flucht nach vorn, um zu retten, was noch zu retten ist.
      Die superschnelle und drastische Reaktion weist schon sehr darauf hin, dass man jahrelang viel zu viel mitangesehen hat und nun davon ausgeht, dass Spacey wird büssen müssen und sein Image unwiderruflich beschädigt ist.
      7 1 Melden
  • Libertas 04.11.2017 09:29
    Highlight Byebye netflix. Mein Abo wird sofort gekündet!
    Wie bitte soll House of Cards ohne Spacey funktionieren?
    31 57 Melden
    • SilWayne 04.11.2017 12:30
      Highlight Du kündigst deinen Netflix-Account, weil sie es gewagt haben, gegen Spacey Stellung zu beziehen? Sagt viel über dich aus...
      40 13 Melden
    • Severin Mori 04.11.2017 12:40
      Highlight Leider wahr, die beste Netflix Serie der Geschichte ist somit dahin! 😣
      11 13 Melden
    • Libertas 04.11.2017 13:28
      Highlight Weil sich Netflix an dieser Männerfeindlichen Hetzjagd, welche zurzeit in Hollywood stattfindet, beteilligt und die Arbeit mit einem der besten Schauspieler beendet. House of Cards funktioniert nicht ohne Spacey, andere Netflix Sendungen kann ich auch auf anderem Weg schauen, aber Geld bekommen die von mir keines mehr!
      14 30 Melden
    • road¦runner 04.11.2017 14:29
      Highlight @Libertas
      Es findet eine "Hetzjagd" auf Täter statt. Dass diese allesamt Männer sind ist wohl ein dummer Zufall ;-)
      5 4 Melden
    • Citation Needed 04.11.2017 15:01
      Highlight Libertas, denkst Du echt Netflix würde millionentere Produktionen, darunter die extreme Geldmaschine HoC einfach so hinwerfen?
      Es ist wohl eher so, dass hier keine männerfeindliche Hetzjagd läuft (die Opfer waren hier ja auch Männer.. junge Männer), sondern adss ein Täter, den man jahrelang seines Erfolges (ergo des guten Geldes) willen deckte, auffliegen wird. Netflix weiss doch, was ihr Aushängeschild über die Jahre trieb.
      Klar, Unschuldsvermutung. Aber Netflix hätte niemals so viel Geld in den Sand gesetzt, wenn auch nur die geringste Chance bestünde, dass Spacey diesen Sturm übersteht.
      7 1 Melden
    • Mathis 04.11.2017 16:07
      Highlight "House of Cards" hätte aber so oder so nicht ewig weiterlaufen können. Jetzt wird es halt mit einem Knall eingestellt.
      Ohne Spacey kann es jedenfalls nicht weiterleben.
      5 0 Melden
  • Asmodeus 04.11.2017 09:14
    Highlight Und da kommen sie wieder. Die Legitimierer.
    Selbst nachdem sich Menschen im zweistelligen Bereich gemeldet haben.
    Nachdem Produzenten zugeben mussten, dass sie junge Männer vor Spacey schützen mussten.
    Selbst jetzt heulen sie rum, dass dem armen Spacey die Karriere zerstört würde.

    Nichts begriffen.
    119 70 Melden
    • Fabio74 04.11.2017 12:09
      Highlight Auch heute gilt dem Eiferer des Volksgerichtshofes: Es gilt die Unschuldsvermutung bis ein ordentliches Gericht das Gegenteil bewiesen hat und ihn verurteil hat.
      31 18 Melden
    • grumpy_af 04.11.2017 12:16
      Highlight Hmm, wenn ich also einen Mob dazu bringe zu behaupten, dass du ein Sex-Offender bist, ohne Beweise zu haben, reicht das also um deine Zukunft zu zerstören? Nice.
      21 19 Melden
    • solani 04.11.2017 13:06
      Highlight Absolut! Bin auch dieser Meinung. Endlich wird aufgehört ständig zu legitimieren und wegzuschauen und sofort wird kommentiert wie krank die Welt doch sei...
      Nicht ganz logisch aus meiner Sicht.
      20 10 Melden
    • who cares? 04.11.2017 13:32
      Highlight @Asmodeus Danke! Ich habe es schon aufgegeben, zu solchen Artikeln noch Kommentare zu schreiben. Danke, dass du es noch machst.

      Netflix als privates Unternehmen darf Leute entlassen, wie es will. Spacy hat sich das Ganze selbst zuzuschreiben. Wer nicht ein Täter sein will, soll nicht wie einer handeln. Ich befürworte Netflix' strikte Entscheidung. Sie wird evtl. auch dazu führen, dass andere Schauspieler über ihr Verhalten nachdenken.
      15 9 Melden
    • Morbid_Tales666 04.11.2017 14:17
      Highlight Stimme dir völlig zu.

      Und von wegen Karriere zerstört: Der hat genug Geld gemacht um sich zur Ruhe zu setzen. Soll er sich doch mit seinen Geldscheinen die Tränen trocknen.
      12 4 Melden
    • grumpy_af 04.11.2017 14:42
      Highlight Aha, Morbid diskriminiert Menschen aufgrund ihres sozialen Status.
      3 7 Melden
    • zzZüri 04.11.2017 15:19
      Highlight Betreff Spacy: Wiso hat er sich dann entschuldigt, wenn er nichts gemacht hat? Ich entschuldigen mich nicht, für Sachen, die ich nicht gemacht habe.
      Nebenbei, Netflix darf wohl selber entecheiden, mit wem sie arbeiten wollen oder eben nicht.
      6 3 Melden
    • _kokolorix 04.11.2017 16:05
      Highlight Es ist trotzdem verblüffend, dass die gleichen Leute für welche Spacey's Verhalten völlig OK war als es Kohle in ihren Beutel scheffelte ihn nun sofort fallen lassen wenn die Kacke durch den Ventilator fliegt. Charakterlumpen allesamt (auch Spacey). Das Showbiz scheint wahrhaftig nicht die besten Seiten des Menschen zu fördern. Und das sollen die grossen Vorbilder unserer Jugend sein?
      7 1 Melden
    • Morbid_Tales666 04.11.2017 16:37
      Highlight @grumpy_af

      "Diskrimieren"... Wenn die Anschuldigungen stimmen, hat er seinen Status für sexuelle Belästigungen missbraucht. Wieso man Mitleid haben muss, dass er betreffend eben diesem Status dann etwas einbüssen muss sehe ich nicht ein.

      Wie wenn man Mitleid hat, wenn der Steuerbetrüger hinter Gittern kommt und die Kohle einbezogen bekommt.
      3 1 Melden
    • Posersalami 04.11.2017 17:21
      Highlight Na, also ich finds schon blöd wenn einem ohne Gerichtsbeschluss die Karriere zerstôrt wird. Es ist ja nicht so dass er dabei erwischt wurde.

      Auch wenn sich die Anschuldigungen als haltlos herausstellen ist sein Leben ab jetzt ein Anderes. Wenn er schuldig ist natürlich zu Recht und dann gehört er bestraft und zwar richtig!
      0 5 Melden
    • Citation Needed 05.11.2017 11:31
      Highlight Poser: es kann sein, dass es nie einen Gerichtsbeschluss geben würde, z.B. mangels Beweisen. Es heisst ja, dass es schon 2008 Klagen gegen Spacey gab. Dass er so lange unbehelligt weitermachen konnte (ich geh mal hypothetisch davon aus, dass die Anschuldigungen nicht erfunden sind) deutet ja eher darauf hin, dass die Justiz gegen diese Form von Vergehen, die von ganz oben in der Nahrungskette an den kleineren Fischen weiter unten verübt werden (siehe auch Weinstein), machtlos ist. Vielleicht geht die Sache nur via Presse, weil die Justiz solche Täter einfach nicht fassen kann?
      2 0 Melden
    • Citation Needed 05.11.2017 11:42
      Highlight PS: auch wenn ich es, wie Du, Posersalami, sehr unschön finde, dass jemand ohne Verfahren und Beweise um Ruf und Karriere gebracht wird.
      Aber genauso stossend wär es ja, wenn Opfer kein Gehör finden können, bloss weil gewisse Machtmenschen ihre Position eiskalt auszunutzen und die Justiz auszuschalten wissen.

      Aber eben, die Sache ist vertrackt. Ich glaube, die Anschuldigungen sind nicht erfunden, obwohl ich mir das insgeheim wünschte, denn Spacey ist ein Hammerschauspieler, und es ist enttäuschend, dass er den üblen Seiten des Ruhmes scheinbar nachgegeben hat! :-/
      3 0 Melden
    • Asmodeus 05.11.2017 18:32
      Highlight Spacey war schon so drauf bevor er berühmt wurde.
      Der erste Vorfall stammt aus viel früheren Zeiten.
      3 1 Melden
  • Tapatio 04.11.2017 08:57
    Highlight die Story würde glatt als Ende für die Serie durchgehen. Mitarbeiter behaupten Underwood habe sie sexuell belästigt und danach wird er mit Schimpf und Schande aus dem Amt gejagt. So etwas darf sich in Amerika scheinbar nur der real president erlauben:)
    68 3 Melden
  • niklausb 04.11.2017 08:55
    Highlight Geht es nur mir so oder ist das so eine Art Hexenjagt? Ich meine das ist schon sehr krass das sind alles nicht beweisbare aussagen. (nicht falsch verstehen die mögen schon wahr sein)
    Und auf grund solcher Aussagen werden da grad so zackzack Karrieren zerstört.
    40 24 Melden
    • Lord_ICO 04.11.2017 12:53
      Highlight Naja, wenn es so viele Aussagen gibt und eben auch Vorgesetzte von KS die Probleme bestätigen, würde ich nicht mehr von einer Hexenjagd sprechen. Die Karriere haben ihm übrigens nicht die Aussagen der Opfer zerstört, sondern seine Taten. Hier bitte nicht die Opfer zu Tätern machen.

      BTW: Bin grosser Kevin Spacey Fan, werde seine Filme und Serien weiterhin schauen. Aber hoffe dass er für seine Straftaten die gerechte Strafe erhält und alle die diese Taten noch relativieren, IHR SEID WIDERLICH.
      22 9 Melden
    • Mutzli 04.11.2017 13:17
      Highlight Erstens mal können die Aussagen grundsätzlich durchaus beweisbar sein, zudem werden, wie im Artikel geschrieben, ja weitere Untersuchungen durchgeführt.
      15 3 Melden
    • niklausb 04.11.2017 13:40
      Highlight Ich nehme hier niemanden in schutz und mache keinen zum täter.
      5 6 Melden
  • walsi 04.11.2017 08:26
    Highlight In was für einer "fantastischen" Welt leben wir?! Heutzutage reicht es schon jemanden wegen sexueller Belästigung zu beschuldigen und die Karriere der Person ist ohne Gerichtsurteil ruiniert.

    Zusatz haben diese Personen Kevin Spacy angezeigt? Wann ist mit einem Verfahren und Urteil zu rechnen?
    262 61 Melden
    • redeye70 04.11.2017 09:24
      Highlight Ich nehme mal schwer an, dass Spacey sich schuldig bekannte gegenüber seinem Arbeitgeber. Ansonsten wäre das ein gesundes Fressen für seinen Anwalt, da auch in den USA die Unschuldsvermutung gilt.
      40 3 Melden
    • Petrarca 04.11.2017 10:02
      Highlight Und wenn dann in drei Jahren mal ein Urteil steht, fragen alle wieder völlig entsetzt: „Aber wenn doch Netflix und das ganze Filmset schon seit Jahren informiert waren, wieso zum Teufel wurde er dann nicht schon früher gestoppt und so weitere Opfer verhindert?“ Diese Doppelmoral ist doch zum Kotzen. Vergewaltigt ein somalischer Asylbewerber in der CH eine Frau, fordert der Wutbürger umgehend drakonische Massnahmen im ganzen Asylbereich. Spacey gibt seine Übergriffe indirekt zu und trotzdem meint der Wutbürger: „Chillts mal und wartet ab, was das Gericht meint. Die Opfer waren eh mitschuldig.“
      69 21 Melden
    • oXiVanisher 04.11.2017 10:02
      Highlight Ou, ich habe eine Idee:
      #MeToo ich wurde von Trump belästigt
      (oh, da funktioniert das nicht so? mist...)
      18 24 Melden
    • pun 04.11.2017 10:07
      Highlight Irgendwann bricht die Mauer des Schweigens und spätestens dann muss man handeln, natürlich auch wenn es sich um einen grossartigen Schauspieler handelt!
      38 4 Melden
    • Knut Atteslander 04.11.2017 10:54
      Highlight Also einfach so au heiterm Himmel wird ein Multimillionenprojekt wie House of Cards nicht abgebrochen...
      51 2 Melden
    • Mutzli 04.11.2017 13:11
      Highlight Heisst es ja im Artikel: Bereits im Jahr 2008 wurde aufgrund einer Anzeige ermittelt. Die Anzahl und Glaubwürdigkeit von Anschuldigungen ist auch heute noch ein Faktor; die erste Anschuldigung hat er ja auch nicht bestritten. Zu den anderen war bis jetzt, so weit ich weiss, Funkstille. Auch bei ihm ist ein Faktor, dass es ein sogenanntes "offenes Geheimnis" war. Als Celebrity ist man halt auch mehr exponiert, sollte man sich halt auch dementsprechend verhalten.
      Was Netflix aus PR-Gründen für Überlegungen macht ist ihre Sache und Teil der freien Marktwirtschaft.
      14 1 Melden
  • Scaros_2 04.11.2017 07:05
    Highlight was für ne bescheuerte Welt
    166 24 Melden
    • Asmodeus 04.11.2017 09:11
      Highlight Der Teil der Welt der jahrelang die Augen verschlossen hat? Ja
      51 19 Melden
    • pun 04.11.2017 10:08
      Highlight Stimmt, dass Serientäter systematisch ihre Position ausnutzen können und es jahrelang niemanden kratzt, ist ziemlich bescheuert.
      45 8 Melden
    • Fabio74 04.11.2017 12:10
      Highlight @asmodeus Rufmord ist strafbar. Bewiesen ist null und nichts.
      9 17 Melden
    • zzZüri 04.11.2017 15:23
      Highlight Fabio74, Spacy selber hat indirekt zu gegeben, dass doch was war, zumindest in einem Fall. Einfach so entschuldigt man sich nicht.
      4 1 Melden

Trump kippt Einfuhr-Verbot für Grosswildjäger – (Und ja, auf dem Foto sind seine Söhne)

Donald Trump selber jagt keine Tiere. Aber seine Söhne, die würden das lieben, erzählte der US-Präsident im Jahr 2012. «Sie sind Jäger und sie sind darin sehr gut geworden.» 

Gut fünf Jahre ist es nun her, seit Fotos von Trumps Söhnen bei der Grosswildjagd vom Magazin «TMZ» veröffentlicht wurden. Sie sorgten in den sozialen Medien und unter Tierschützern für einen Aufschrei.

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Auf einem weiteren …

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