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Da lächelte Weinstein noch: Der Hollywood-Produzent und seine Frau 2015 beim Filmfestival Cannes.  Bild: EPA/EPA POOL

«Kondome und Viagra waren immer bereit»: Weinstein-Chauffeur packt über «Le Porc» aus

Fünf Jahre lang begleitete sein Fahrer Mickael Chemloul den Hollywood-Mogul Weinstein durch Südfrankreich. Er erlebte allerhand haarsträubende Geschichten. 

22.10.17, 04:08 22.10.17, 09:12

Bereits vor den jüngsten Enthüllungen hatte Weinstein in Südfrankreich einen miserablen Ruf.

«Alle nannten ihn einfach nur ‹Le Porc› (das Schwein), weil er so dick war und so viel schwitzte». Chauffeur Mickael Chemloul bricht in einem Artikel der englischen Boulvard-Zeitung The Sun sein Schweigen über seine Jahre als Fahrer des Hollywood-Starproduzenten. 

Chauffeur Mickael Chemloul packt aus. screenshot bfmtv

Einmal habe er Weinstein und eine junge Frau bei einer Milliardärs-Yacht abgeholt, währenddessen die schwangere Frau des Hollywood-Produzenten im Hotel Cap Eden Roc geblieben war. 

Es sei unglaublich stressig gewesen, für den Hollywood-Starproduzenten zu arbeiten. «Orgien die ganze Zeit, und immer musste man schweigen.» Weinstein sei von Frauen dermassen besessen gewesen, dass er manchmal bei der blossen Anwesenheit von Damen fast einen Orgasmus gekriegt habe. «Er zitterte dann plötzlich, es schüttelte ihn regelrecht.»

Einmal sei Weinstein aber fast gestorben: 

(amü)

Vier Beweise, dass Weinsteins Verhalten kein Geheimnis war

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • dracului 23.10.2017 07:46
    Highlight Dass der Fahrer erst jetzt an die Öffentlichkeit kommt, macht ihn eigentlich genau so zum (schweigenden) Mittäter, wie alle Hollywood-Kollegen (z.B. Terentino), die die Machenschaften kannten und während Jahren einfach tatenlos zusahen. Auch in diesem Fall ist fast bedenklicher, wie jeweils ein Umfeld systematisch illgeale Machenschaften deckt (Zuschauereffekt, bystander effect).
    4 2 Melden
  • Spötter 22.10.2017 16:30
    Highlight Dekadent! Hat der Mensch, v.a. der Mann Macht, ist er nicht zu bremsen. Seit biblischer Zeit so. Lässt sich durch kein Gesetz ändern.
    7 1 Melden
  • Mr.President 22.10.2017 15:15
    Highlight Sympathischer Mann! Wenn man Geld, Ruhm und alles andere hat, wieso kann man sein Leben nicht genießen? Die Moralapostel, die sein Verhalten kritisieren, sind wahrscheinlich nicht mit ihrem Leben zufrieden / können oder dürfen sich nicht vieles erlauben. Und das ist traurig...
    5 13 Melden
    • Commander 22.10.2017 22:57
      Highlight Von mir aus darf er sich mit Geld und Macht ein ganzes Harem einrichten. ABER man hat andere Menschen immer mit Respekt zu behandeln. So ein frauenverachtender Dreckskerl hat es mehr als verdient, alles zu verlieren.
      19 1 Melden
    • Mr.President 23.10.2017 10:25
      Highlight @Commander: da stimme ich dir zu. Wie kannst du einen dir nicht bekannten Mann als frauenverachtenden Dreckskerl schimpfen, vielleicht ist er nur nach außen so, und mit den Frauen ist er nett und großzügig!? Du warst nicht dabei, also ist es reine Spekulation von Medien / Anschuldigungen, ob’s wirklich so wahr ist was Leute erzählen, das ist eine andere Sache.
      3 3 Melden
  • Maria B. 22.10.2017 12:21
    Highlight Wenn ich heute diese kotzwürdigen Details über die schmuddeligen Machenschaften vom fetten und stets heftig transpirierenden "le porc" lese, dann frage ich mich zurecht, wieso man gestern meinen Kommentar zu publizieren "vergessen" hat....

    Ich monierte das oftmals bei ihm gezeigte schmierige Grinsen, welches auch ohne Brille und ohne vorgängiges Psychologiestudium Rückschlüsse auf Wesen und Charakter dieses widerwärtigen Unholds zulassen.

    Aber eben, sobald hier journalistisch vollmundig "nachgereicht wird" sieht die Sache offenbar schon wieder etwas anders aus ;-)!
    28 31 Melden
    • Rendel 22.10.2017 15:02
      Highlight Ein Lächeln auf Fotos lässt keine Rückschlüsse auf den Charakter zu. Das würde ihnen jeder Psychologe bestätigen. Oder kennen sie Weinstein perönlich?
      34 21 Melden
    • SemperFi 22.10.2017 15:09
      Highlight He ja, ein schmieriges Grinsen reicht, um jemanden als Vergewaltiger zu identifizieren. Dank Ihrem Know-how können wir uns unseren teueren Rechtsstaat sparen. Super!
      42 22 Melden
    • Maria B. 22.10.2017 16:13
      Highlight Wenn ich diese typischen Solidaritätssprüche nachdenklich taxiere, dann scheint bei euch eine unheilige Allianz zum bekannten Täterprofil Weinsteins zu bestehen...

      Die ganze Hollywood-Prominenz und zahllose andere US-Insider bescheinigen diesem dickbauchigen Viagra-Konsumenten mieseste Praktiken - und daran zu zweifeln ist grotesk.

      Natürlich wird er über das was Alle wissen erst abgeurteilt werden, wobei es schon heute auf Grund der Zeugen klar sein dürfte, was de facto Sache ist.

      Rendel: mit zunehmendem Alter steigt das psychologische Einfühlungsvermögen - also nicht verzagen ;-)!
      3 6 Melden
    • SemperFi 22.10.2017 20:59
      Highlight Solidaritätssprüche, hackets eigentlich? Aber die letzten, die wie Sie von der Physiognomie auf den Charakter zu schliessen suchten, waren tiefbraun und sind ziemlich auf die Schnauze gefallen. So von wegen „Unheilige Allianz „. Und nachträgliche Prophezeiungen (Ich monierte... 😂) sind sowieso ein bisschen billig...
      10 4 Melden
  • A_C_Doyle 22.10.2017 10:58
    Highlight Ganz ehrlich die Sache ist nur noch erbärmlich. Jahrelang mit solchen Infos rumlaufen und nichts tun und jetzt wo man für solche Aussagen fast schon tosenden Beifall erntet kommt man damit hervor.

    Ob er das nun alles getan hat oder nicht, was hier gerade abgeht ist unfair. Er hat wie jeder andere einen fairen Gerichtsprozess verdient und ist unschuldig bis ein Richter (oder ne Jury) das Gegenteil entscheidet.

    Bis dahin hat man ihn nicht als Schwein zu bezeichnen und solche Aussagen in aller Öffentlichkeit zu machen. Das ist erbärmlich.
    77 20 Melden
    • Holla die Waldfee 22.10.2017 12:54
      Highlight Mal abgesehen davon, dass sie ihn laut der Aussage im Artikel nicht wegen seinem Verhalten sondern wegen seinem Aussehen und Schwitzen als Schwein bezeichnet haben. Total daneben.
      Egal ob Mann oder Frau, man hat jemanden nicht aufgrund seines Äusseren zu beleidigen. Basta!
      28 11 Melden
  • Fidelius 22.10.2017 10:33
    Highlight Jetzt plötzlich kommen sie alle aus den Löchern gekrochen und wollen dies und jenes bei Weinstein damals bemerkt haben. Alles Heuchler, die sich mit Exclusivinterviews nun Geld erhoffen.
    80 9 Melden
    • Der Rückbauer 22.10.2017 13:18
      Highlight Sie kommen erst aus ihren Löchern, wenn sie oben sind. Aber um raufzukommen, haben sie alles getan.
      29 9 Melden
  • Rumbel the Sumbel 22.10.2017 09:23
    Highlight Nicht jede und jeder, aber viele haben sich nur wegen des Ruhmes wegen ihm hingegeben und machen lassen sowie auf die Schulter geklopft. Und dafür geschwiegen. Warum? Eben wegen des Ruhmes. Sie sind ebenso mitschuldig.
    83 10 Melden
    • Rendel 22.10.2017 12:33
      Highlight Für den Missbrauch, die Belästigungen und uneinvernehmliche Penetration, sprich Vergewaltigung ,wenn es sich vor Gericht bestätigt, ist allein Weinstein schuld und alle die davon wussten, also Zeugen waren, selber aber keine Opfer wurden.
      14 12 Melden
  • lilas 22.10.2017 09:04
    Highlight Wer für ein "Schwein" arbeitet und monatlich den Lohn abkassiert, im Wissen was abläuft und erst jetzt die Schnauze öffnet, den finde ich jetzt auch nicht wirklich sympathisch..
    188 14 Melden
    • Gilbert Schiess 22.10.2017 10:16
      Highlight Jetzt lässt sich eben damit Geld verdienen.
      Ivh gebe Dir absolut Recht, der Chauffeur hat in diesem Spiel genauso mit gemacht, wie viele andere auch.
      Und sorry für den Blitz.
      44 3 Melden
    • SemperFi 22.10.2017 15:14
      Highlight „Erst kommt das Fressen, dann die Moral.“ Aus der Drei-Groschen-Oper von Berthold Brecht
      5 0 Melden
    • trio 22.10.2017 22:01
      Highlight Naja, ganz so einfach ist es nicht. Wistleblower haben immer noch fast überall ein schweres Leben. Da muss man sich schon über die Konsequenzen bewusst sein.
      5 1 Melden

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