International

Sie stolperte über Drogen, Botox und das Gesetz: Filmdiva und Sexsymbol Laura Antonelli ist gestorben

Sie spielte in «Venus im Pelz» und «Das nackte Cello», aber auch in Viscontis letztem Film: Laura Antonelli galt im Italien der Siebziger als neue Loren. Dann kamen Drogen, Haftstrafe und Botox. Nun ist die Schauspielerin tot, sie wurde 73 Jahre alt. 

22.06.15, 14:09 22.06.15, 17:45

Ein Artikel von

Laura Antonelli war ein typischer Star ihrer Zeit, und diese Zeit waren die Siebzigerjahre, als sich ernste Themen und erotische Aufladung, Frivoles und Seriöses im Kino eng verschränkten. Die 1941 im heute zu Kroatien gehörenden Pula geborene Schauspielerin war bereit, ihre Schönheit einzusetzen für die dazu passenden Rollen, in denen sie von Männer angehimmelt wurde.

Antonelli wurde bekannt durch ihre Rollen in Erotik-Komödien Ende der Sechziger- und in den Siebzigerjahren, wie etwa in dem Film «Malizia» aus dem Jahr 1973. Manche trugen sprechende Titel wie «Venus im Pelz», «Das nackte Cello» oder «Ein göttliches Geschöpf».

Kostprobe gefällig? «Malizia»:

YouTube/Panagiotis Kalogeroudis

Anschliessend arbeitete sie mit den grossen Namen des italienischen Kinos wie Dino Risi, Ettore Scola und Luigi Comencini. Luchino Visconti vertraute ihr die weibliche Hauptrolle in seinem letzten Spielfilm an, «Die Unschuld» aus dem Jahre 1976.

Von 1972 bis 1980 war Laura Antonelli die Lebensgefährtin des französischen Schauspielstars Jean-Paul Belmondo, den sie bei den Dreharbeiten zu «Musketier mit Hieb und Stich» kennengelernt hatte. Sie lebte lange Jahre in Paris und drehte mehrere Filme mit französischen Regisseuren.

In den Achtzigerjahren ging ihre Karriere nach mehreren misslungenen Schönheitsoperationen und juristischen Problemen wegen Drogenbesitzes zu Ende. Anschliessend lebte sie zurückgezogen in Ladispoli bei Rom. Wie italienische Medien berichteten, wurde sie dort am Montag tot aufgefunden. Laura Antonelli wurde 73 Jahre alt. Italienische Medien nennen einen Herzinfarkt als Todesursache.

feb/afp

«Divina creatura» (1975), in voller Länge:

YouTube/Belles Actrices

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Und dann war das Model zu dick ... Der Zürcher Walter Pfeiffer lebt im Glamour-Himmel

Er fotografiert Cara Delevingne oder Clown Pennywise aus «It». Er jettet um die Welt und jobbt für Dior und die «Vogue». Mit 71. Zeit für eine kleine Liebeserklärung. Und einen Dokfilm!

Walti, was ist dein Trick? «Wenn die Leute schön sind, dann gibt’s auch schöne Fotos.» – «Das ist alles?» – «Ja.» Zu den schönen Leuten, mit denen Walter Pfeiffer an einem ganz normalen Tag arbeitet, gehören zum Beispiel Cara Delevingne oder Bill Skarsgard, der Mann unter der Maske von Pennywise in der neuen «It»-Verfilmung. Den hat er grad in London für «Dazed» geshootet. Mit vielen bunten Ballonen. Denn Walters Welt ist bunt, schön und leicht. Entspannte Bilder von happy people.

Und …

Artikel lesen