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Muss mit Gefängnisstrafe rechnen, falls er in die USA zurückreist: Filmregisseur Roman Polanski. Bild: Alik Keplicz/AP/KEYSTONE

US-Gericht lehnt Einstellung des Verfahrens gegen Roman Polanski ab

04.04.17, 02:28 04.04.17, 07:37

Starregisseur Roman Polanski muss nach der Entscheidung eines US-Gerichts weiter befürchten, auch Jahrzehnte nach der Tat wegen der Vergewaltigung einer Minderjährigen in den USA inhaftiert zu werden.

Richter Scott Gordon lehnte am Montag (Ortszeit) in Los Angeles Polanskis Antrag auf eine Einstellung des Verfahrens ab, wie aus Gerichtsakten hervorging. Die Anwälte des 83-jährigen Oscar-Preisträgers hätten keine «ausreichend glaubwürdigen, zulässigen Beweise» für eine Einstellung des Verfahrens vorgelegt, schrieb Gordon in seiner 13-seitigen Begründung.

Polanskis Anwalt Harland Braun hatte das Gericht aufgefordert, wenigstens die ungefähre Dauer der Haftstrafe zu nennen, die seinem Mandanten in den USA drohe.

Hausarrest in der Schweiz

Im Jahr 1977 war Polanski unter Verdacht geraten, im Haus des US-Schauspielers Jack Nicholson eine 13-Jährige unter Drogen gesetzt und vergewaltigt zu haben. Der polnisch-französische Filmemacher sass 42 Tage im Gefängnis, kam auf Kaution frei - und setzte sich 1978 nach Frankreich ab.

Seitdem hat Polanski die USA aus Angst vor Inhaftierung nicht mehr betreten. Die Schweizer Justiz stellte den Regisseur 2009 auf US-Ersuchen zehn Monate lang unter Hausarrest, ehe sie das Auslieferungsgesuch der USA ablehnte. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • DerTaran 04.04.2017 07:43
    Highlight Ich verstehe die Sympathie für Polanski nicht. Eine 13 Jährige unter Drogen setzen um mit ihr Sex zu haben geht gar nicht ( was in den USA richtigerweise als Vergewaltigung gilt).
    Er ist viel zu gut weggekommen und gehört hinter Gittern.
    5 1 Melden
  • HansDampf_CH 04.04.2017 06:55
    Highlight Vergewaltigung ist Vergewaltigung. Sein Opfer musste sicher jahrelang leiden. Jetzt soll er bekommen was er verdient.
    36 13 Melden
    • Saraina 04.04.2017 11:03
      Highlight Sein Opfer hat ihm vergeben und ist an einer Einstellung des Verfahrens interessiert.
      2 4 Melden
    • Roterriese 05.04.2017 06:00
      Highlight Vergewaltigung ist ein Offizialdelikt, da interessiert es nicht was das Opfer will.
      3 0 Melden
  • Roterriese 04.04.2017 06:40
    Highlight Der Verbrecher soll sich seiner gerechten Strafe endlich stellen.
    36 12 Melden
    • Radiochopf 04.04.2017 09:16
      Highlight Wenn er wirklich die Tat begangen hat (und es spricht ja sehr vieles dafür), dann hat die schweizer Regierung diesen Mann noch monatelang vor seiner Strafe geschützt.. einen Edward Snowden der niemanden etwas angetan hat, wollte man hingegen auf keinen Fall Asyl geben..absolut unverständlich
      3 1 Melden

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