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Former U.S. Vice President Al Gore poses for photographers on arrival at the premiere of the film 'An Inconvenient Sequel: Power to Truth', in London, Thursday, Aug.10, 2017 (Photo by Grant Pollard/Invision/AP)

Al Gore bei der Premiere seines neuen Films. Bild: Grant Pollard/Invision/AP/Invision

Klima-Kämpfer Al Gore ist zurück – und könnte helfen, Trumps Aufstieg zu verstehen

Al Gores neuer Film «Immer noch eine unbequeme Wahrheit» zeigt ihn wieder als leidenschaftlichen Klimaaktivisten. Dabei ist er viel mehr: nämlich eine Schlüsselfigur, um den Aufstieg Donald Trumps zu verstehen.

07.09.17, 21:19 08.09.17, 11:56

Hannah Pilarczyk



Ein Artikel von

«Hysterisch», «Unsinn», «Jetzt verliert Al Gore auch noch den Rückhalt der Wissenschaft», schliesslich ein Vergleich mit Joseph Goebbels: Mit diesen Zitaten aus US-Medien, von Fox News und Glenn Becks Radiosendung, beginnt Al Gores neuer Film «Immer noch eine unbequeme Wahrheit».

Die Zitate sind nicht neu, nicht aus dem vor Kurzem ausgerufenen postfaktischen Zeitalter, sondern schon Jahre alt: Seitdem sich Al Gore für den Klimaschutz einsetzt, steht er unter Beschuss, und das, obwohl er die überwältigende Mehrheit der Klimaforschung hinter sich hat. Dass wir erst seit knapp anderthalb Jahr über «fake news» diskutieren, erscheint in diesem Lichte selber als, nun ja, fake news.

«Unprecedented», noch nie da gewesen, heisst es oft, wenn es um Donald Trump geht. Doch je eingehender man sich mit Al Gore, seinem neuen Film und seiner Karriere erst als Politiker, dann als Klimaaktivist beschäftigt, desto ahistorischer erscheint dieses Urteil. Und desto mehr wird Gore zu einer Schlüsselfigur, um zu verstehen, warum es um das politische System in den USA so bestellt ist, wie es 2017 eben bestellt ist.

Auf dem Marktplatz der Ideen

Im Mai sitzt Gore im Majestic Hotel an der Croisette in Cannes. Er ist zu den Filmfestspielen gekommen, um «Immer noch eine unbequeme Wahrheit» (Kinostart Deutschschweiz: 12. Oktober) zu präsentieren. Politiker, auch ehemalige, zeigen sich in Cannes äusserst selten, der rote Teppich ist hier für Nicole Kidman und Vanessa Paradis reserviert. Dennoch könnte es für Gore kaum ein passenderes Umfeld geben, schliesslich wurde der 69-Jährige erst durch einen Film zur globalen Ikone der Klimabewegung.

Former US Vice President Al Gore and Elizabeth Keadle pose for photographers upon arrival at the screening of the film The Killing Of A Sacred Deer at the 70th international film festival, Cannes, southern France, Monday, May 22, 2017. (AP Photo/Thibault Camus)

Al Gore mit Elisabeth Keadle. Bild: AP/AP

«Eine unbequeme Wahrheit» gewann 2007 den Dokumentarfilm-Oscar, im selben Jahr wurde Gore zusammen mit dem Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. «Für Ihre Bemühungen zum Aufbau und der Verbreitung von mehr Wissen über den vom Menschen verursachten Klimawandel», so die Begründung.

Wissen zu verbreiten, den Menschen Argumente für Klimaschutz an die Hand zu geben, ist noch immer Gores grosse Mission. Auf die Frage des «Time»-Magazins, was der oder die Einzelne konkret für den Klimaschutz tun könnte, antwortete er kürzlich: «Erstens: sich über das Thema kundig machen. Zweitens: die Debatte ums Klima gewinnen.»

Al Gore wirbt für seinen Film auf Twitter.

Die Antwort legt eine von Gores wichtigsten Überzeugungen offen: dass es das eine bessere Argument gibt, mit dem man sich in einer Diskussion durchsetzen und sein Gegenüber überzeugen kann. Es ist das Ideal der liberalen Demokratie Habermas'scher Prägung, der Marktplatz der Ideen, an dem jeder mit denselben Chancen teilhaben kann. Gore liegt dieses Ideal so sehr am Herzen, dass er zu dessen Verteidigung ein ganzes Buch geschrieben hat. Es ist bereits 2007 erschienen und trägt einen Titel, der einem zehn Jahre später die Ohren klingen lässt: «The Assault on Reason» – deutscher Titel: «Angriff auf die Vernunft»*.

Gores zentrale These aus dem Buch ist, dass Kommunikationstechnologien und politische Kultur unmittelbar zusammenhängen. Den Anfang habe die Erfindung des Buchdrucks markiert. Informationen seien nun nicht mehr nur Eliten zugänglich gewesen. «Damit ging die Wiederbelebung des alten griechischen Traums von der demokratischen Selbstregierung einher, und in der Folge entstand eine mediale Öffentlichkeit, zu der jeder Zugang hatte und sich sowohl Informationen holen als auch welche beisteuern konnte», so Gore.

Dass zum Ende des 20. Jahrhunderts das Fernsehen zur dominanten Informationsquelle aufsteigt, markiert für Gore einen schwerwiegenden Bruch: «Gatekeeper konnten nun kontrollieren, wer Zugang zur medialen Öffentlichkeit hatte, und nur Menschen mit sehr viel Geld konnten diesen Zugang erlangen. Dadurch wurden Bürger zu Zuschauern – was wiederum die Lebendigkeit unserer Demokratie massiv schwächte.»

«Doch bei all den Problemen, die Echokammern und fake news mit sich bringen, birgt die Digitalisierung das Potenzial, dass sich die Menschen wieder verstärkt in öffentliche Diskussionen einbringen. Mit der Zeit werden wir einige Autokorrekturen erleben.»

Al Gore

Zusätzlich habe Ronald Reagan als Präsident die Deregulierung der Medien vorangetrieben: «Die Folgen waren [der ultrakonservative Radiomoderator] Rush Limbaugh und ein Jahrzehnt später Fox News und mit ihnen die Wende weg von den Fakten verpflichteter Berichterstattung hin zu ideologisch motivierten Erzählungen.»

Keine Anekdoten

Auch im neuen Zeitalter von Internet und sozialen Medien würden diese Missstände nachwirken – und neue hinzukommen: «Doch bei all den Problemen, die Echokammern und fake news mit sich bringen, birgt die Digitalisierung das Potenzial, dass sich die Menschen wieder verstärkt in öffentliche Diskussionen einbringen. Mit der Zeit werden wir einige Autokorrekturen erleben.»

Gore nimmt sich für diese Erklärungen Zeit. Im Gegensatz zu dem Bild, was seine beiden Filme von ihm zeichnen, holt er im persönlichen Gespräch gern aus. Im neuen Film scheint diese Beharrlichkeit in einer Szene durch, als Gore vor einem Ausschuss des US-Abgeordnetenhauses Auskunft über den Klimawandel geben soll.

Der republikanische Abgeordnete James Inhofe fällt ihm ins Wort, noch bevor Gore halbwegs auf dessen eigene Frage antworten kann. Die Vorsitzende des Ausschusses weist Inhofe zurecht und bittet Gore darum, in Ruhe zu antworten. Doch statt seine Ausführungen fortzusetzen, hält Gore lange inne und sagt schliesslich in Richtung Inhofe: «Ich wünschte, wir könnten uns einfach zusammensetzen, ohne Kameras und all das, und ich könnte Ihnen erklären, warum mir dieses Thema so sehr am Herzen liegt.»

Substanz statt Politik

Tony Coelho, der Leiter von Gores Präsidentschaftskampagne, hat über seinen ehemaligen Chef gesagt: «Al Gore wollte schon immer lieber als Person mit Substanz denn als politische Person akzeptiert werden.» In «Angriff auf die Vernunft» beschreibt Gore, wie sehr er besorgt war, als ihm ein Mitarbeiter 1984 eine Strategie für seinen Wahlkampf für den US-Senat darlegte: Wenn Gore diese bestimmte Werbung in diesem bestimmten Umfang schalten und sein Konkurrent so reagieren würde, wie es Gores Team antizipierte, und sie entsprechend neue Werbung schalteten, würden seine Umfragewerte um 8.5 Prozentpunkte ansteigen.

Gore gab grünes Licht für die Strategie – und lag drei Wochen später exakt 8.5 Punkte vorn. «Obwohl ich mich darüber natürlich freute, hatte ich das Gefühl, dass sich hier etwas Beunruhigendes über unsere Demokratie offenbart hatte.»

President Clinton, left, and daughter Chelsea hold the Bible during a mock swearing in  for freshman Senator Hillary Rodham Clinton (D-NY) by Vice President Al Gore in Washington Wednesday Jan. 3, 2001. Senator Clinton and Vice President Gore seek direction from the press pool on where to hold their hands. (AP Photo/Hillery Smith Garrison)

Al Gore mit den Clintons in Washington, 2001. Bild: AP

Dieses Unbehagen scheint Gore nie verlassen zu haben. Wegbegleiter aus seiner Zeit in Washington erinnern sich, dass er oftmals mit den politischen Mechanismen haderte. «Hier haben wir es mit einem Mann zu tun, der es als Präsidentschaftskandidat kaum schaffte, Leute um eine Spende von einem Dollar zu bitten, geschweige denn sie zu bedrängen», schrieb die «New York Times» 2007, als Gore gerade dabei war, Pop- und Filmstars als Unterstützer für seine NGO Alliance for Climate Protection zu gewinnen, und zitierte einen alten Mitstreiter: «Ein totaler Verhaltenswandel, es war ein Schock.»

Nicht rechtzeitig gekämpft

Auch inhaltlich zeigte sich Gore mitunter durchsetzungsschwach. «Al Gore konnte sich 1999 noch nicht einmal dazu durchdringen zu kritisieren, dass in den Schulen von Kansas Kreationismus gleichberechtigt neben Evolutionslehre gelehrt wurde», schrieb Michael Tomasky 2007 in der «New York Review of Books». Selbst als falsche Gerüchte über ihn in den Medien zu kursieren begannen, habe sich Gore nicht mit der nötigen Vehemenz gewehrt und den Gerüchten ein Ende gesetzt. Als die Grenzen zwischen Fakten und alternativen Fakten durchlässig wurden, gehörte demnach auch Gore zu denen, die dies nicht rechtzeitig erkannten und bekämpften.

Womöglich ist es deshalb auch kein Zufall, dass Gore von den Entwicklungen, die er kritisiert, letztlich selbst profitierte: Er, der so sehr gegen die Verflachung des öffentlichen Diskurses ankämpft, fand erst in dem Moment wirklich Gehör, als er aus der Politik ausstieg, sich mit Promis anfreundete und einen Film drehte. Währenddessen setzten andere die Erkenntnisse um, dass nicht immer das bessere Argument gewinnt und sich Umfragen mit bestimmten Anzeigen in einem bestimmten Umfang steuern lassen.

Womöglich ist es deshalb auch kein Zufall, dass Gore von den Entwicklungen, die er kritisiert, letztlich selbst profitierte.

Gore erscheint dennoch zuversichtlich: «Menschen, die sich gegen die Klimakrise engagieren, sind oft hin- und hergerissen zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Ich ziehe Hoffnung vor – weil Verzweiflung nur eine andere Form von Verleugnung ist. Und dafür haben wir keine Zeit.»

Nicht zuletzt deshalb ist «Immer noch eine unbequeme Wahrheit» ein überraschend optimistischer Film geworden. Zwar beginnt er mit einigen düsteren Erkenntnissen, nämlich dass Prognosen wie das Abschmelzen der Polkappen noch von der Realität übertroffen wurden. Doch vor allem wollen Gore und das Regieduo Bonni Cohen und Jon Shenk zeigen, wie viele Siege die Klimabewegung seit 2007 erringen konnte.

Ein Moment der Genugtuung

Die Frage, welche Nachricht es denn zuletzt gewesen sei, die ihn optimistisch gestimmt habe, beschliesst das Interview in Cannes. «Dass sich 195 Staaten auf das Übereinkommen von Paris einigen konnten!», sagt Gore. Zwei Wochen später kündigt Donald Trump an, dass sich die USA aus dem Übereinkommen zurückziehen werden.

Die grössten Klimasünder

Gore, der nach der Wahl im November noch einer der ersten prominenten Gäste im Trump Tower war, fordert in den US-Talkshows nun den Rücktritt von Trump - und er überarbeitet den Schluss von «Immer noch eine unbequeme Wahrheit». In der neuen Fassung ist der Aufruf, sich nicht auf die Politik zu verlassen, sondern sich direkt zu engagieren, noch dringender formuliert.

Man könnte in Gore eines der ersten Opfer der sich radikal neu ordnenden digitalen Medienwirklichkeit sehen. Doch das hiesse, seinen neu gefundenen Kampfgeist zu unterschätzen. In «Noch immer eine unbequeme Wahrheit» zeigt er sich in einem kleinen Moment der Genugtuung. Keine Szene aus seinem ersten Film, sagt Gore, sei so stark kritisiert worden wie die, in der er die Simulation eines überfluteten Manhattans zeigt, bei dem durch erhöhte Meeresspiegel sogar Ground Zero umspült sei. Schnitt auf Fernsehbilder vom 29. Oktober 2012. Hurrikan «Sandy» treibt Sturmfluten durch New York, die Baustelle für das 9/11-Memorial steht unter Wasser.

*Von «The Assault on Reason» ist im März 2017 eine ergänzte Neuauflage auf Englisch erschienen. Die deutsche Ausgabe von 2007 ist mittlerweile vergriffen.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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67
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67Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Blackfoxx 08.09.2017 11:04
    Highlight I'm SUPER cereal!
    9 2 Melden
  • leihausweis 08.09.2017 09:57
    Highlight Darf man sich jetzt nur noch für die Umwelt einsetzen wenn man im Zelt lebt und keinen Strom benutzt?
    Al Gore ist sicher nicht perfekt aber das erwartet auch niemand. Ausserdem hat er bestimmt mehr zum Wohl unseres Planteten beigetragen als alle Wasser-Prediger-Wein-Trinker-Motzer hier.
    37 21 Melden
  • Quacksalber 08.09.2017 08:18
    Highlight Ich bin etwas verwirrt, auf welchem Fake Kanal erfährt man Geschichten über den bösen und Wein trinkenden Al Gore? Nie davon gehört.
    12 11 Melden
  • Kaspar Floigen 08.09.2017 08:11
    Highlight Hier verfehlen so viele die Kernbotschaft: Es geht nicht um direkte Bürden, die man sich auferlegen muss, um seinen eigenen Fussabdruck zu reduzieren. Es geht darum Argumente zu liefern, um endlich aus der leidigen Phase des Diskutierens, ob es menschengemachten Klimawandel gibt, herauszukommen (weil es gibt ihn). Somit wären endlich alle auf der Stufe, um informiert über die Massnahmen angesichts dieser Tatsache zu diskutieren.
    Es geht primär um Faktenvermittlung und nicht um Ethik (an alle "Wasser-predigen-Wein-trinken"-Kritiker). Der "Ethikteil" ist nur aus dramaturgischen Gründen nötig.
    22 12 Melden
  • Normi 08.09.2017 07:50
    Highlight Und dieses Mal meint er es Voll Ernte 😂
    15 8 Melden
  • Chrigi-B 08.09.2017 07:45
    Highlight Wie Herr Di Caprio😫. Im Privatjet um die Welt fliegen, dem Rest aber klimakonformes Verhalten nahelegen😂.
    29 24 Melden
    • mogad 08.09.2017 18:18
      Highlight Ich könnt kotzen ab dem Typen und alle drei Monate ein neues Magermodel. Heuchlerisch und promisk.
      7 7 Melden
  • Namenloses Elend 08.09.2017 07:45
    Highlight Fun fact. Es gibt einen (Al) Gore Effekt. Dieser beschreibt die Tatsache, dass es häufig bei Veranstaltungen von Al Gore über Klimaerwärmung aussergewöhnlich kühl oder regnerisch war. 😂

    Zu lesen hier: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gore-Effekt

    24 2 Melden
  • Candy Queen 08.09.2017 07:07
    Highlight Liebe Al-Gore-Verteidiger
    (aka Wasser-Prediger-Wein-Trinker-Versteher)
    Bei jedem euch unliebsamem Politiker (Donald Trump, Christoph Blocher...) wäret ihr die ersten, die aufheulen und Doppelmoral und Heuechlei vorwerfen würden.
    30 71 Melden
    • Juliet Bravo 08.09.2017 10:13
      Highlight Wieso ist er denn deiner Meinung nach ein Heuchler? Nur eine Villa besitzen?
      11 16 Melden
    • Candy Queen 08.09.2017 10:55
      Highlight Wer mit dieser Mission unterwegs ist, sollte schon mit gutem Beispiel vorangehen.
      Eine Villa hat nun mal einen höheren Energieverbrauch als ein normal grosses Haus oder eine Wohnung. Spräche ja auch nichts dagegen, als Zweipersonen-Haushalt in einer Wohnung zu leben. Oder die Herumjetterei auf der ganzen Welt.
      Seine Mission könnte er mit gutem Beispiel wesentlich glaubwürdiger rüberbringen.
      15 9 Melden
    • ujay 09.09.2017 11:21
      Highlight @Juliet. Fuer die, die nichts zustande bringen, sind Villenbesitzer die Boesen; mangels geistigem Horizont.
      3 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Commander 08.09.2017 07:01
    Highlight Der einzige richtige Klimakrieger ist Yacouba Sawadogo aus Burkina Faso. Den bewundere ich.
    20 3 Melden
  • walsi 08.09.2017 06:26
    Highlight Jeder der ein bisschen älter ist und mit offenen Augen durch das Leben geht sieht, dass sich das Klima verändert hat. Jeder der sich weiter informiert wird erfahren, dass das Klima sich auf der Erde immer wieder verändert hat, von extrem kalt bis sehr heiss. Ob die aktuelle Veränderung durch den Menschen verursacht sind oder einfach der normalen Schwankung unterliegt kann ich nicht beurteilen. Die "Experten" können es offensichtlich auch nicht, sonst kämen die bei der gleichen Datenlage nicht auf gegensätzliche Meinungen. Entweder sind Daten nicht ausreichend oder die Experten unfähig.
    34 118 Melden
    • äti 08.09.2017 08:25
      Highlight @walsi: das stimmt schon irgendwie, allerdings haben Veränderungen von heute (innerhalb weniger Jahrzehnte) früher 100'000 - Millionen Jahre gedauert. Das heisst, die komplexe Erde hat sich angepassen können. Heute muss die Erde reagieren.
      24 8 Melden
    • INVKR 08.09.2017 08:47
      Highlight Die Experten kommen aber nicht auf unterschiedliche Meinungen.
      32 12 Melden
    • beaetel 08.09.2017 09:40
      Highlight Wenn 100 Experten eine Meinung haben und drei eine Andere und man dann so tut, als ob es zwei Meinungen gäbe, die in etwa gleich zu geeichten seien, was läuft da etwas falsch?
      44 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 08.09.2017 00:57
    Highlight Al Gore soll zuerst bei sich selber anfangen, die Umwelt zu retten!
    25 73 Melden
    • äti 08.09.2017 08:27
      Highlight Jeder muss bei allem bei sich anfangen. Aber mit einem Fähnchen auf dem Üetliberg herumlaufen hat nicht unbedingt dieselbe Wirkung.
      22 7 Melden
    • Dirk Leinher 09.09.2017 14:03
      Highlight Hier scheint eine Art "demokratisierte Wissenschaft" verteidigt zu werden. Ein "wissenschaftlicher Konsens" ist etwa so "richtig" wie früher die Kirchendogmen "richtig" waren.
      2 1 Melden
  • atomschlaf 08.09.2017 00:38
    Highlight Lebt der Heuchler immer noch in seiner Riesen-Villa?
    28 70 Melden
    • Chääschueche 08.09.2017 06:55
      Highlight ah.. also jeder der Reich ist, ist ab sofort ein Heuchler wenn er sein Geld für ein grosses Haus ausgiebt?

      hmm... interessant.
      62 28 Melden
  • Quacksalber 07.09.2017 22:54
    Highlight 2000 wurde Al Gore trotz 500'000 mehr Stimmen als George Bush per Gerichtsbeschluss in Texas nicht Präsident. Die Geschichte hätte einen besseren Verlauf nehmen können. Schade.
    129 20 Melden
  • RedWing19 07.09.2017 22:30
    Highlight Der Heuchler mit seiner Doppelmoral ist zurück, frei nach dem Motto "Wasser predigen und Wein saufen". 🤦🏻‍♂️
    45 156 Melden
    • Yes. 07.09.2017 23:19
      Highlight Reiche, die nichts für die Umwelt tun: 👍🏻👌🏻😄🙌🏻

      Reiche, die etwas für die Umwelt tun: 😡👊🏻🖕🏻👎🏻
      101 15 Melden
  • Valon Behrami 07.09.2017 22:07
    Highlight Aus dem Buch "Unnützes Wissen":
    Die Farm von G. W. Bush (Junior) hat eine bessere Ökobilanz als die Farm von Al Gore... 😂
    63 47 Melden
    • äti 08.09.2017 08:31
      Highlight ... und mein defekter Holztisch hat eine bessere Ökobilanz als dein Auto ... 🤗
      16 12 Melden
    • Valon Behrami 08.09.2017 15:50
      Highlight Ich habe gar kein Auto.
      8 0 Melden
    • Spooky 09.09.2017 01:35
      Highlight @Datsyuk
      "Ich habe gar kein Auto."

      Hehe 😂👌🏾
      4 1 Melden
  • 96m_fur 07.09.2017 21:43
    Highlight Ich weiss noch wie wir in der Berufsschule "eine unbequeme Wahrheit"geschaut haben: Am Anfang des Films überall gequatsche und es wurde immer stiller bis niemand mehr ein Wort sagte.

    Hoffe dieser Film wird auch so.
    128 33 Melden
    • phreko 08.09.2017 00:03
      Highlight Informant, seit wann will Gore den Kapitalismus überwinden?
      49 9 Melden
    • atomschlaf 08.09.2017 00:39
      Highlight ...und auf entsprechend grossem Fuss mit dem entsprechenden Ressourcenverbrauch lebt.

      Dass man so einen bewundern kann, werde ich nie verstehen.
      21 49 Melden
    • ujay 08.09.2017 05:32
      Highlight @Informant. Das ist infantiler Sozialneid und hat mit dem Thema nichts zu tun. Muessen Klimaschutzbefuerworter arm sein?🤔
      64 13 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Slavoj Žižek 07.09.2017 21:32
    Highlight Wasser Predigen aber Wein trinken, ein Klassiker.

    Climate change warrior Al Gore's Nashville estate expends '21 times more energy than the average US home uses per year'

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-4758152/Al-Gore-s-mansion-uses-21-times-energy-average.html
    46 91 Melden
    • äti 07.09.2017 22:23
      Highlight Ist ja okay: "a self-described 'conservative, pro-liberty, pro-Constitution think-tank' " hat das errechnet. Wobei offen bleibt, was eine durchschnittliche Behausung ist. (Wigwam?).

      Aber klar, Al-Gore müsste in einem Zelt leben. 😊
      113 21 Melden
    • Sauäschnörrli 07.09.2017 23:35
      Highlight Stimmt so nicht, die Zahlen sind von 2006 und wurden wiederlegt. Es ist "nur" etwa das zehnfache, jedoch ist das Haus auch viermal grösser als ein Durchschnittliches Haus und wird auch als Büro genutzt, desweiteren wurden seit dann Nachweislich verschiedene umbauten zur Steigerung der Energieeffizienz durchgeführt. Ich finde es gut Worte und Taten von Personen zu vergleichen, aber dass ist reine Polemik (die ausserdem genauso schon beim ersten Film verbreitet wurde).

      http://www.snopes.com/politics/business/gorehome.asp
      69 14 Melden
    • Sauäschnörrli 08.09.2017 00:46
      Highlight So hier noch der Beweis dass die Zahlen schon über 10 Jahre alt sind und Gores Aussage er nutze Strom aus erneuerbaren Quellen.

      https://www.cbsnews.com/news/gore-defends-mansions-power-consumption/

      Aber es tut halt gut einen kaputten Ölbrenner im Keller stehen zu haben, aber trotzdem sagen zu können, dass das Peanuts sind im vergleich zum ach so grünen Gore.
      40 5 Melden
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