International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
The White House Chief of Staff Denis McDonough attends a ceremony to light the U.S. National Chanukah (Hanukkah) Menorah on the Ellipse in Washington, December 6, 2015. REUTERS/Sait Serkan Gurbuz

Einer der wichtigsten Mitarbeiter von US-Präsident Obama, Denis McDonough, hat sich kritisch zu Sean Penns Interview mit dem mächtigsten Drogenboss Mexikos geäussert.
Bild: SAIT SERKAN GURBUZ/REUTERS

«El Chapo»-Interview: Obamas Stabschef hat «interessante Fragen» an Sean Penn 

11.01.16, 03:44 11.01.16, 08:58


Hollywood-Star Sean Penn ist für sein Interview mit dem mexikanischen Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán in den USA scharf kritisiert worden. Das «sogenannte Interview» werfe einige «interessante Fragen» an Penn und andere Beteiligte auf, sagte der Stabschef von Präsident Barack Obama, Denis McDonough, dem Fernsehsender CNN. Es sei «unerträglich», wie Guzmán mit seinen Verbrechen geprahlt habe.

Drei Monate bevor der meistgesuchte Verbrecher Amerikas am Freitag vom mexikanischen Militär geschnappt wurde, hatte er den US-Schauspieler Penn im Dschungel empfangen und einen Tequila mit ihm getrunken. Das US-Magazin «Rolling Stone» berichtete am Samstag in allen Einzelheiten über die konspirative Begegnung.

Schauspieler Sean Penn und der flüchtige Drogenboss El Chapo Joaquin Guzman. Bild vom Twitteraccout von Rolling Stone.

Beweisstück: Penn hat den Drogenboss getroffen.
Bild: Rolling Stone

Penn schrieb im «Rolling Stone», er habe sich am 2. Oktober sieben Stunden lang mit Guzmán auf einer Dschungellichtung getroffen. Das Magazin druckte ein Foto, auf dem Penn Guzmán die Hand gibt. Bei einem Tequila habe «El Chapo» dann mit seinen Verbrechen geprahlt: «Ich liefere mehr Heroin, Methamphetamin, Kokain und Marihuana als irgend jemand sonst in der Welt», gab ihn Penn wieder. «Ich habe eine Flotte aus U-Booten, Flugzeugen, Lastwagen und Schiffen.»

Mexikos Generalstaatsanwältin Arely Gómez hatte am Freitag berichtet, die Behörden seien über Treffen Guzmáns mit Regisseuren und Schauspielern im Bilde gewesen, und diese hätten bei seiner Ortung geholfen. Der Drogenboss habe offenbar gehofft, es werde ein Film über ihn gedreht. Ein mexikanischer Regierungsmitarbeiter präzisierte am Samstag: «Wir wussten von diesem Treffen.»

Mexiko will Penn vernehmen

Am Sonntag verlautete aus Ermittlerkreisen, Penn und del Castillo sollten vernommen werden. Nach Angaben eines mexikanischen Regierungsvertreters ist noch unklar, ob die Schauspieler mit dem Interview gegen Gesetze verstossen haben. Zwar könne ein Reporter einen mutmasslichen Drogenhändler interviewen. Penn und del Castillo seien aber «keine Journalisten», sagte der Regierungsvertreter. Das Weisse Haus wollte sich nicht dazu äussern.

U.S. Republican presidential candidate Marco Rubio speaks at a campaign rally in Raleigh, North Carolina January 9, 2016. Rubio is making a stop in the North Carolina capital ahead of the state's March 15 primary.   REUTERS/Jonathan Drake

«Grotesk» sei das Interview, sagte der republikanische Präsidentschaftskandidat Marco Rubio.
Bild: JONATHAN DRAKE/REUTERS

Scharfe Kritik kam auch von dem republikanischen Präsidentschaftsbewerber Marco Rubio. Ein Schauspieler, der den Vereinigten Staaten seine Karriere verdanke, habe natürlich das «verfassungsmässige Recht, sich bei einem Verbrecher und Drogenhändler einzuschleimen», sagte der Senator. «Ich finde das aber grotesk.» (trs/sda/afp)

Durch diesen Tunnel brach Drogenboss El Chapo aus dem Gefängnis aus

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

USA setzen 5 Millionen Dollar Kopfgeld auf Dschihadisten aus

Die USA haben ein millionenschweres Kopfgeld auf ein führendes Mitglied des Terrornetzwerks Al-Kaida ausgesetzt. Das State Department in Washington erklärte am Donnerstag, es biete jedem fünf Millionen Dollar, der die Behörden zu Chalid Batarfi führen oder zu seiner Festnahme beitragen könne.

Zudem verdoppelten die USA das Kopfgeld auf den mutmasslichen Emir Al-Kaidas auf der arabischen Halbinsel, Kasim al-Rimi, auf zehn Millionen Dollar.

Batarfi hatte im Januar Muslime dazu aufgerufen, als …

Artikel lesen