International

Macrons Sieg ist sicher. Sicher?

Platz eins in der ersten Runde, Unterstützung von den gemässigten Parteien: Für Emmanuel Macron sieht es bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich gut aus – aber noch sind Fragen offen.

24.04.17, 16:18 24.04.17, 16:57

Kevin Hagen und Philipp Seibt

Emmauel Macron und Gemahlin. Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Ein Artikel von

Noch zwei Wochen. Solange muss sich Frankreich, muss sich Europa gedulden, bis klar ist, wer künftig in Paris regiert: Emmanuel Macron, der gemässigte EU-Befürworter – oder Marine Le Pen, die radikale Nationalistin.

Es werden, da muss man kein Prophet sein, zwei harte Wochen bis zur Stichwahl am 7. Mai. Noch einmal Wahlkampf im wahrsten Sinne, das zugespitzte Duell zweier Politwelten: liberal gegen rechts.

Umfrage

Macron oder Le Pen – wer gewinnt?

  • Abstimmen

3,522 Votes zu: Macron oder Le Pen – wer gewinnt?

  • 62%Emmanuel Macron!
  • 16%Marine Le Pen!
  • 22%Woher soll ich das wissen?

Am Ende dürfte Macron siegen, darin sind sich die meisten Beobachter einig.

Der frühere Wirtschaftsminister ist der grosse Gewinner der ersten Abstimmungsrunde. 23,8 Prozent der Wähler votierten für ihn – Platz eins, klar vor der lange favorisierten Le Pen, die auf 21,5 Prozent kam.

Vorläufiges Endergebnis

Noch am Wahlabend versammelten sich die gescheiterten Vertreter der einstigen Volksparteien hinter Macron. François Fillon, der über eine Scheinbeschäftigungsaffäre gestolperte Republikaner, sagte: «Es gibt keine andere Wahl, als gegen die Rechtsextreme zu stimmen.» Auch Benoît Hamon, Kandidat der tief gefallenen Sozialisten, rief seine Anhänger dazu auf, «den Front National so deutlich wie möglich zu schlagen». Dazu müsse in der Stichwahl für Macron gestimmt werden – «auch, wenn er nicht der Linken angehört».

Angesichts derart breiter Unterstützung müsste die Sache für Macron klar sein. Oder?

Ein Blick zurück zeigt: Die Geschichte spricht für Macron. Im Jahr 2002 schaffte es Jean-Marie Le Pen, der Vater von Marine Le Pen, überraschend in die zweite Runde der Präsidentschaftswahl. Doch in der Stichwahl versammelten sich die Wähler hinter Amtsinhaber Jacques Chirac und wählten ihn mit mehr als 82 Prozent der Stimmen erneut.

Marine Le Pen. Bild: Michel Euler/AP/KEYSTONE

Kann das auch dieses Mal klappen? Die Konstellation ist zwar ähnlich, doch Marine Le Pen hat den Front National in den vergangenen Jahren für mehr Franzosen wählbar gemacht. Ihre Siegchancen sind daher wohl deutlich höher als die ihres Vaters es jemals waren.

Das sagen die Umfragen

In den Umfragen liegt Le Pen bisher trotzdem weit hinter Macron zurück. In einer noch am Wahlabend veröffentlichten Ipsos-Erhebung erklärten 62 Prozent derjenigen, die zur Wahl gehen wollen, für Macron zu stimmen – 38 Prozent bekannten sich zur Rechtspopulistin. Ähnliche Werte ermittelte am Sonntag auch das Harris-Institut. Die Zahlen entsprechen zudem denen anderer Meinungsforschungsinstitute der vergangenen Monate.

Vorteil Macron

Die Umfragen sind damit deutlich klarer als zum Beispiel bei der US-Präsidentschaftswahl oder dem Brexit: Während bei diesen Wahlen beide Lager nur durch wenige Prozentpunkte getrennt waren, sind es in Frankreich nun rund 20.

Entscheidend dürften zwei Fragen sein:

Auf Twitter geht bereits der Hashtag #SansMoiLe7Mai um, was so viel bedeutet wie: Der 7. Mai ohne mich – ein Bekenntnis künftiger Nichtwähler.

Die Wähler der anderen

Als Unsicherheitsfaktor gilt vor allem das Lager von Jean-Luc Mélenchon, der am Sonntag mit 19,6 Prozent das viertbeste Ergebnis holte – und am Sonntag keine Empfehlung für den zweiten Wahlgang abgab.

Mélenchon steht als Linksaussen auf den ersten Blick zwar am entgegengesetzten Ende des Politikspektrums als Le Pen – doch es gibt entscheidende Gemeinsamkeiten: Beide setzten im Wahlkampf auf populistische Töne, auf fundamentale Systemkritik und kämpften etwa für einen Austritt Frankreichs aus der EU.

Le Pen wird mit aller Macht versuchen, die Enttäuschten und Abgehängten im Mélenchon-Lager für sich zu gewinnen. Zwar gab in der jüngsten Ipsos-Erhebung eine Mehrheit der Wähler des Linkspolitikers an, am 7. Mai für Macron stimmen zu wollen. Doch knapp 30 Prozent sind noch unentschieden.

Und dann wären da noch jene 19,9 Prozent, die im ersten Wahlgang François Fillon ihre Stimme gegeben haben. Hier könnte Le Pen laut Ipsos auf einen grösseren Teil der Wähler hoffen – den ersten Zahlen zufolge will jeder dritte Fillon-Wähler für Le Pen stimmen. Rund die Hälfte gab an, zu Macron wechseln zu wollen, jeder fünfte ist unentschieden.

Offene Fragen vor dem Finale

Und es gibt noch weitere Unsicherheiten:

Entscheidend ist nun, wie sich die Umfragen in den kommenden Wochen bis zum Wahltag entwickeln. Hält Macron sich flächendeckend über 60 Prozent, dürfte er die Stichwahl mit grosser Sicherheit gewinnen. Nähern sich hingegen beide Kandidaten den 50 Prozent, dürfte es am 7. Mai noch einmal spannend werden.

Stimmen aus dem FN-Lager

Mehr zu den Wahlen in Frankreich

«Le Kid» ist an der Macht: Diese 7 Sorgen rauben Macron jetzt den Schlaf

Präsident Macron ist nicht zu beneiden – doch seine «Geheimwaffe» heisst Le Pen

Wenn du dieses Frankreich-Quiz vergeigst, wird Le Pen gewählt 

Der Anti-Trump-Effekt: Warum wir uns nicht zu früh freuen sollten

Groupies, Gedränge, Geschrei: So war Justin Biebers ... ähm ... Emmanuel Macrons Party

Eine Liebe à la Macron: Schweizer Paar (sie 76, er 52) spricht über Altersunterschied

Der Flop mit den Fake-News: Putin-Trolle haben in Frankreich keine Chance

Aus aktuellem Anlass: 10 flache Franzosenwitze (über die wir trotzdem lachen können)

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
47
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • isky 25.04.2017 01:09
    Highlight 20 Prozentpunkte? Glaube das schaffen selbst Putins Freunde in der PC-Abteilung nicht... hoffentlich.
    0 2 Melden
  • Paraflüger 24.04.2017 22:38
    Highlight Man darf meiner Meinung nach nicht vergessen, dass MLP ebenfalls für die ganz Linken wählbar ist, da sie in vielen Punkten miteinander übereinstimmen.
    4 0 Melden
  • andrew1 24.04.2017 21:20
    Highlight Ein Sieg von le pen ist sehr unrealistisch. Die anderen kandidaten waren ähnlich links oder noch linker als macron. Die werden jetzt wohl alle zu macron wechseln. Le pen wird wohl nich über 35% rauskommen ist meine vorhersagen. Gibt eine klare sache.
    5 6 Melden
  • Rim 24.04.2017 20:44
    Highlight Vertiefte Analyse. Letztlich ist alles offen? Tja: Dann sind wir mal gespannt, wie die Mutter der Republiken 200 Jahre nach der Revolution wählt: Reaktionär und untertänig (Queen Marie) oder progressiv, antiautoritär und zukunftsgerichtet: Macron. Naja. Napoleon war auch ein Newcomer ;-) Er hat die Welt weit mehr geprägt als alle Louisens. Worauf le Pen sich bezieht. oder nicht ;-) Und für die ganz Schlauen: Josephine war um Jahre älter als Napoleon. Das war in FR schon damals kein Problem. (Nur als Info für die ewigmittelalterlichen Hier und Anderswo.;-)
    0 0 Melden
  • G. Schlecht 24.04.2017 20:27
    Highlight Macron wird sich bestimmt für die Franzosen einsetzen. Wie das jeder Investmentbanker des Hauses Rothschild macht und wie es ja Tradition ist. Nunja die Investoren und die unfehlbaren Menschenfreunde im linken Gewand wird's freuen. Immer wieder schön, wie sich alle Honig um den Bart schmieren lassen. Le Pen ist bestimmt nicht die richtige Alternative, aber sie ist eine Begleiterscheinung der Geister die man rief.
    4 0 Melden
  • Döst 24.04.2017 19:27
    Highlight Also Macron gewinnt "im Finale". Bei den Parlamentswahlen im Juni ist seine "Partei" eher Aussenseiter. Bestenfalls schafft er 30%. Somit muss er eine Koalition eingehen... mit wem auch immer ist eigentlich egal. Jedenfalls ist der "koallierte" Macron dann nur noch ein Schatten seiner selbst, seine Wahlversprechen Schall und Rauch, die erhoffte Aufbruchstimmung im Keim erstickt, Frankreich weiter in der Abwärtsspirale. Eine ähnliche Situation gäbe es auch mit Le Pen. Die Börsen bejubeln den (vorläufigen?) Weiterbestand des Euros, aber für Frankreich selber bleiben die Aussichten düster.
    25 4 Melden
    • ArcticFox 24.04.2017 21:34
      Highlight wenn er eine vernünftige Koalition hinter sich versammeln kann und ein paar impulse setzen, die dann auch getragen werden ist schon viel erreicht.
      Le Pen würde hoffentlich im Parlament keine mehrheit hinter sich finden...
      2 5 Melden
  • Posersalami 24.04.2017 18:35
    Highlight Es wird Macron werden und es wird so weiter gehen wie bisher. In 5 Jahren wird es dann halt noch spannender..

    Nicht, dass ich MLP für die bessere Alternative halten würde! Die wäre wohl eine richtige Katastrophe für Frankreich. Aber Macron traue ich auch nicht zu, dass Ruder herumzureissen.
    40 7 Melden
    • FrancoL 24.04.2017 19:26
      Highlight Ruder werden nie herumgerissen ausser wenn die Rechte zum Zug kommt und da wissen wir wo es dann hin läuft.
      Ich glaube nicht dass es in 5 Jahren noch spannender wird, aber es ist zu hoffen dass die Linke die Chance wahr nimmt um sich zu reformieren und zu einer echten Alternative zum neoliberalen Macron zu werden. Doch das wird wohl noch zusätzliche 5 Jahre brauchen.
      Schafft es MLP nicht dieses mal wird der FN sich zurückbilden wie dies schon bei Ihrem Vater der Fall war.
      12 19 Melden
    • Posersalami 24.04.2017 21:18
      Highlight Kann sein, aber der Zustand von unserem Nachbarn hängt nicht an LePen oder dem FN. Dann kommt halt aus einer ecke eine andere Gestalt..

      Naja, das Peogram von Macron könnte schlechter sein, hoffe wir das Beste.
      3 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 24.04.2017 18:25
    Highlight
    Es ist überhaupt keine Frage.

    80% der Franzosen haben NICHT Le Pen gewählt und auch in der Stichwahl wird sie nicht zur Alternative.

    Selbst wenn viele zu Hause bleiben ist der FN chancenlos.

    Das einzige was in Frankreich in den nächsten zwei Wochen mühsam sein wird, ist der Medienplatz, den der FN durch diese "Stichwahl" erhält. Wird sich aber in Grenzen halten. Man hat hierzulande einfach keine Lust auf diesen Stuss.

    Bezeichnend: In Paris, wo ja diese vielen Einwanderer und islam Ghetto Brennpunkte sich befinden, hat der FN 6.5% erzielt. Dafür 35% dort, wo gar keine Ausländer leben.
    35 21 Melden
    • pamayer 24.04.2017 18:49
      Highlight Ebenso in der Schweiz, wo Orte mit hohen Ausländeranteilen gegen fremdenfeindliche und 'reine' Schweizer Orte für fremdenfeindliche Anliegen aussprechen.

      Das Problem 'Ausländer' findet im Kopf statt, nicht in der Realität.

      Damit sage ich nicht, dass Ausländer keine Probleme machen. Schweizer können auch ganz tolle Probleme produzieren...

      34 30 Melden
    • Triumvir 24.04.2017 19:10
      Highlight Genau so ist es. Die Franzosen und Französinnen sind nicht so dumm wie die Amis und wählen eine rechtsextreme Populistin zur Präsidentin der 5. Republik. Sie sind schliesslich die Erfinder der Bürgerrechte, welche Le Pen mit ihren xenophoben Füssen tritt!
      22 28 Melden
    • FrancoL 24.04.2017 19:27
      Highlight Aehnlich wie dies auch in der Schweiz der Fall ist.
      4 14 Melden
  • Pana 24.04.2017 17:56
    Highlight Frankreich, hört auf John Oliver ;)
    14 8 Melden
  • Denk nach 24.04.2017 17:41
    Highlight Intelligenztest Frankreich - USA 1:0? Oder wird es vielleicht doch Le Pen?
    28 32 Melden
  • FrancoL 24.04.2017 17:24
    Highlight Entscheidend dürften zwei Fragen sein:

    Für wen stimmen die Wähler der anderen Kandidaten? Vorteil für MAC)

    Wie viele der Macron- + Le-Pen-Wähler gehen in der zweiten Runde zur Wahl?
    (Vorteil für MLP)

    Vernachlässigt wird der Einfluss eines möglichen Terroraktes. Dieser könnte weit entscheidender sein als der letzte Terrorakt. Es kann ein kleiner Tropfen das Fass zum überlaufen bringen.
    (Vorteil für MLP)

    Es könnte knapper werden als es heute der Anschein macht.
    38 6 Melden
    • Luca Brasi 24.04.2017 18:01
      Highlight Wieso sollten die Macron-Wähler in der 2. Runde weniger wählen gehen?
      12 3 Melden
    • FrancoL 24.04.2017 18:51
      Highlight @Luca Brasi, weil beim vermeindlich Führenden häufig die Wähler eher wegbleiben weil er sich zu sicher fühlen.
      Das ist beim FN weniger der Fall sein, weil sie wissen dass jede ihrer Stimmen gebraucht wird.
      13 4 Melden
    • Luca Brasi 24.04.2017 22:52
      Highlight @FrancoL: Gibt es dazu Studien? Würde mich rein vom politwissenschaftlichen oder psychologischen Aspekt her interessieren.
      0 0 Melden
  • AllumeTaSalade 24.04.2017 17:15
    Highlight "Beide setzten im Wahlkampf auf populistische Töne, auf fundamentale Systemkritik und kämpften etwa für einen Austritt Frankreichs aus der EU."
    Wieso muss ich wieder so einen Schwachsinn lesen?
    Mélenchon wollte nicht aus der EU. Er wollte die EU reformieren, mit den EU-Partnern verhandeln. Nur falls überhaupt kein Kompromiss möglich gewesen wäre hätte er als "Plan B" mit dem "Frexit" gedroht.
    Populistisch? Ein anderes Wort der Medien (leider wohl auch Watson für eine Partei die grosse Änderungen möchte.
    Die einzige Ähnlichkeit mit LePen ist tatsächluch, dass er das System ändern möchte.
    38 12 Melden
    • FrancoL 24.04.2017 19:31
      Highlight Das sehe ich auch so, aber man macht halt gerne aus einem Kritiker einen Abweichler, einen Gegner, einer der etwas nicht mehr will und das ist in Bezug auf die EU bei der Linken in Frankreich nicht der Fall.
      3 2 Melden
    • Döst 24.04.2017 19:33
      Highlight Le Pen sprach auch nur von einem Referendum (Volksabstimmung) welches sie durchführen würde. Das Volk hätte so oder so das letzte Wort für Frexit oder Euroaustritt. Wo ist das Problem?
      9 1 Melden
    • FrancoL 24.04.2017 20:26
      Highlight @Dast S. Das Problem sind die falschen Schuldzuweisungen! Nicht die EU hat den Franzosen zugesetzt sondern ihre eigene Politik, das weiss auch MLP.

      Es ist wie mit der MEI in der Schweiz, Nicht die EU und die PFZ sind an der Zuwanderung Schuld, sondern die Wirtschaft, die schon seit Jahren einen Inländervorrang hätte praktizieren können und somit die Zuwanderung in vernünftigem Rahmen halten. Hätte sich die Wirtschaft vernünftig verhalten, dann wäre die PFZ nie ein Problem geworden und das ist nicht die Schuld der EU, sondern unserer Politiker die die Wirtschaft nie in die Verantwortung nehmen
      0 0 Melden
    • Sapere Aude 24.04.2017 21:48
      Highlight Ist mir auch aufgefallen, der Ton gegenüber Mélenchon hat sich in den letzte Wochen ziemlich verschärft. Liesst man beispielsweise die NZZ wird er ähnlich negativ beurteilt wie Le Pen.
      0 0 Melden
    • ArcticFox 24.04.2017 21:55
      Highlight er?
      0 0 Melden
  • Luca Brasi 24.04.2017 17:13
    Highlight 2002 war aber Chirac auch nicht unumstritten und Macron scheint im Gegensatz dazu mehr Leute zu mobilisieren. Ich glaube auch nicht wirklich, dass viele Mélenchon-Wähler zu Le Pen wechseln werden. Zudem holt derjenige mit den meisten Stimmen im französischen System die Präsidentschaft (im Gegensatz zu den USA).
    39 3 Melden
  • Bongalicius 24.04.2017 17:08
    Highlight Seit Trump ist nichts mehr sicher. Jeder der französisch in der Schule hatte, sollte wissen dass die Franzosen eine Schraube locker haben. Statt Achzig sagen sie lieber Vier mal Zwangig. Statt Neunzig, lieber Vier mal Zwangig Zehn. Wer zu solchen Gedankengängen fähig ist, dem traue ich alles zu...
    48 39 Melden
    • Ivan der Schreckliche 24.04.2017 17:40
      Highlight Und wir Schweizer sagen 81 Ein-und-Achtzig, macht auch nicht soviel Sinn die zweite Ziffer zuerst zu sagen 😉
      34 6 Melden
    • _kokolorix 24.04.2017 18:26
      Highlight Na ja, Eins und Achzig gibt doch auch 81 oder? Ist auf jeden Fall einfacher als Vier mal Zwanzig und eins!
      14 8 Melden
    • pamayer 24.04.2017 18:52
      Highlight So etwas zwanghaftes mit der Zwangig-Zehn und der Vier- (mal) - Zwangig.
      Aber sicher eine echte Bereicherung der französischen Sprache.
      7 4 Melden
    • ArcticFox 24.04.2017 22:01
      Highlight und wir sagen x mal -zig, x mal -hunder usw. die Franzosen haben halt noch eine grösse mehr eingeführt (oder vielleicht noch näher bei den Römern). wie auch immer... ur weil sie nicht so flexibel im zählen sind, heisst das noch lange nicht, dass die anderen die dummen sind. think about...
      3 0 Melden
  • Sheldon 24.04.2017 17:03
    Highlight Jetzt mal halblang. Der Front hat ja nicht einfach nur ein rechtsnationales Programm, sondern rechtsnational-sozialistisches Programm. Das wird wohl kaum Wähler der Reps anlocken können und die Linken wählen wohl kaum Nationalsozialisten. Wenn nicht was ganz Ausserordentliches passiert, gewinnt der Macron mit über 60%. Aber was wirklich nachdenklich stimmt: die "Grande Nation" muss nun zwischen einer Hasspredigerin und einem Schaumschläger wählen. Da begreif ich schon, dass viele zu Hause bleiben.
    31 11 Melden
  • Gelöschter Benutzer 24.04.2017 16:43
    Highlight Clintons Sieg war auch sicher... sicher.

    Würde mich nicht auf diese Umfragen verlassen. Hoffe Macron kann nun auch die anderen Wählen (Fillon und so) für dich gewinnen. Weil gegessen ist hier noch nichts.
    35 16 Melden
  • C-Cello 24.04.2017 16:37
    Highlight Mit Macron heisst es bleibt alles so wie es ist. Die Franzosen wären damit zu feige für eine wirkliche Veränderung, sie bleiben die kleine, kranke Schwester von Deutschland.
    42 61 Melden
    • m. benedetti 24.04.2017 17:10
      Highlight Hier scheinen alle für den EU-Turbo zu sein. Dabei sind einige Voten von Le Pen genau auf Schweizer Linie. Würde in der CH abgestimmt über die Fragen EU Beitritt, Euro statt Franken und NATO Mitgliedschaft wäre der Ausgang glasklar auf der Linie von Le Pen. Liebe Schweizer überlegen sie mal.
      31 26 Melden
    • FrancoL 24.04.2017 17:17
      Highlight Wie krank müsste sie sein um sich ganz ins Niemandsland zu befördern?
      12 27 Melden
    • Tilman Fliegel 24.04.2017 17:24
      Highlight Naja, Veränderung um jeden Preis ist vielleicht nicht, was die Mehrheit will. Man sollte sich dann schon noch einen Moment überlegen, wo die Veränderung hinführt. Die Veränderung die Le Pen will, wird wohl von vielen eher negativ beurteilt.
      19 12 Melden
    • FrancoL 24.04.2017 17:47
      Highlight @m.benedetti; Der Vergleich Eu-Beitritt und EURO/Franken hinkt und zwar gewaltig. Man muss von der Warte der Franzosen aus schauen, sie haben keinen Franken und sie sind in der EU. Bei der Nato ist der Unterschied noch klarer, sie sind kein neutrales Land.
      Was bleibt dann noch zu vergleichen, das wirklich verglichen werden kann? nichts.
      11 12 Melden
    • m. benedetti 24.04.2017 19:19
      Highlight @Franco.L
      Sie hatten einen Franken und haben ihre FinanzSouveränität zugunsten des Euro aufgegeben. Etwas was wir nie tun würden. Die EU beschneidet die Souveränität der Völker teils massiv und übrigens hat die Schweiz die Masseneinwanderungsinitiative angenommen, auch so eine Forderung von Le Pen. Und man muss nicht neutral sein um nicht bei der NATO mitzumachen. Das ist die Entscheidung eines souveränen Staates. Le Pen wird zwar kaum gewinnen, aber sie wird stärker wenn die politische Elite ihre soziale Verantwortung nicht wahrnimmt.
      9 2 Melden
    • FrancoL 24.04.2017 20:19
      Highlight @m.benedetti; Sie wollen aber nicht in allem ernst der Franc und den Franken vor 20 Jahren in nur irgend einer Form vergleichen?
      Die MEI wurde angenommen und was hat die Wirtschaft daraus gemacht? Nichts aber gar nichts und genau das Gleiche würde in Frankreich geschehen. Die Neutralität ist aber eine Tatsache darum kann man hier Frankreich ebenfalls nicht mit der Schweiz vergleichen.
      Le Pen hat den Peak erreicht, entweder sie schafft es oder nimmt den Weg ihres Vaters.

      Dann gäbe es auch noch viele, viele andere Voraussetzungen die Frankreich eben NICHT mit der Schweiz vergleichbar machen.
      0 0 Melden
    • ArcticFox 24.04.2017 22:03
      Highlight zum "glück" waren damals die teuschten nicht "zu feigg fürr eine (r)echte verränderrungg!"
      1 0 Melden
  • MaxHeiri 24.04.2017 16:31
    Highlight Ich denke entscheidend wird sein wie gross der Anteil der Nichtwähler sein wird. Jede nicht abgebene Stimme für Macron erhöht die Siegeschancen für Le Pen.
    40 7 Melden
    • R. Peter 24.04.2017 17:13
      Highlight Und ich denke entscheidend wird sein wie gross der Anteil der Wähler sein wird. Jede abgebene Stimme für Le Pen erhöht die Siegeschancen für Le Pen und umgekehrt.


      PS. Auch jede nicht für Le Pen abgegebene Stimme erhöht die Siegeschancen von Macron...
      13 9 Melden
    • AllumeTaSalade 24.04.2017 17:16
      Highlight Das ist so. Ich möchte eigentlich nicht für Macron wählen gehen. Ich zögere aber, weil das Risiko LePen an der Macht zu haben sehr gross ist.
      11 8 Melden
    • MaxHeiri 24.04.2017 17:45
      Highlight Nein Peter eben nicht. Wer für Le Pen ist, der geht höchstwahrscheinlich wählen. Wer hingegen gegen Le Pen ist, wird nicht unbedingt wählen gehen. Dieser Anteil von Nichtwählenden aufgrund der ungegnügenden Identifizierung mit Macron macht ein Sieg von Le Pen möglich. Deshalb finde ich eine Stimmenthaltung etwas sehr doofes in dieser Ausgangslage, da man damit indirekt Le Pen unterstützt.
      8 7 Melden
    • FrancoL 24.04.2017 18:26
      Highlight @AllumeTaSalade; und wieso zögerst Du, weil Du die Verantwortung/Aufgabe die Le Pen NICHT zu wählen den anderen überlasen willst? Hoffentlich nicht.
      6 7 Melden

Dümmste Flanke der Fussball-Geschichte kostet Frankreich in letzter Sekunde die WM-Quali

17. November 1993: Die Flüge an die WM in den USA hat der französische Verband wahrscheinlich bereits organisiert, als «Les Bleus» die Qualifikation tatsächlich noch verpassen. Einer Blamage gegen Israel folgt ein 1:2 gegen Bulgarien und ein Streit, der die Franzosen noch heute beschäftigt.

«Mein ganzes Leben wird auf zehn Sekunden reduziert.» David Ginola hadert noch heute mit einer einzigen Szene seiner langen Karriere. Am 17. November 1993, einem kühlen Mittwochabend, steht Frankreich unmittelbar vor der Qualifikation für die WM 1994 in den USA.

Nur noch Sekunden sind gegen Bulgarien zu spielen. Es steht 1:1 und dieser eine Punkt würde den Franzosen reichen.

Was dann geschieht, verfolgt Ginola, die ganze Mannschaft, Trainer Gérard Houiller, die 48'402 Zuschauer im Parc des …

Artikel lesen