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epa05781397 Les Republicans party candidate for 2017 presidential election, Francois Fillon delivers a speech during an election campaign rally in Chasseneuil near Poitiers, France, 09 February 2017. According to media reports, Fillon has come under pressure to explain the previous employment of his wife Penelope as a parliamentary aide while he was an MP and to give details of her work. He has also been hit by new claims that he also employed his children as 'parliamentary assistants'. French MPs are allowed to employ family members as aides.  EPA/CAROLINE BLUMBERG

Zu späte Reaktion? Fillon würde es laut Umfragen nach jetzigem Stand nicht in die Stichwahl am 7. Mai schaffen. Bild: CAROLINE BLUMBERG/EPA/KEYSTONE

Präsidentschaftswahlen in Frankreich: Fillon kündigt Klage an

10.02.17, 00:19 10.02.17, 06:08


In der Scheinbeschäftigungs-Affäre geht der französische Präsidentschaftskandidat François Fillon gegen die Justiz in die Offensive. Die Anwälte Fillons forderten die nationale Finanzstaatsanwaltschaft am Donnerstag auf, die Ermittlungen einzustellen oder abzugeben und haben eine Klage eingereicht.

Die Behörde sei in dem Fall nicht zuständig, die Ermittlungen seien deswegen «illegal». Die nationale Finanzstaatsanwaltschaft hatte Ende Januar Vorermittlungen unter anderem wegen des Verdachts der Veruntreuung öffentlicher Gelder eingeleitet.

Eine solche Straftat könne Fillon als früherem Abgeordneten aber gar nicht vorgeworfen werden, argumentierte sein Anwalt Antonin Lévy am Donnerstag. Er kritisierte zudem, dass zahlreiche Informationen an die Medien durchgesickert seien.

Der konservative Präsidentschaftskandidat ist durch Enthüllungen über die Beschäftigung seiner Ehefrau Penelope als parlamentarische Mitarbeiterin unter Druck geraten.

Der frühere Abgeordnete und sein Nachfolger in der Nationalversammlung hatten sie rund 15 Jahre lang als Assistentin beschäftigt. Sie erhielt nach Fillons Angaben nach Abzug der Sozialbeiträge insgesamt 680'000 Euro. Es bestehen aber Zweifel, ob sie wirklich als Assistentin arbeitete.

Fillon hat die Vorwürfe gegen ihn wiederholt entschieden zurückgewiesen und hält an seiner Präsidentschaftskandidatur fest.

Der lange Zeit als klarer Präsidentschaftskandidat gehandelte Ex-Premier ist infolge der Enthüllungen aber in Umfragen abgerutscht und würde es nach jetzigem Stand nicht in die Stichwahl am 7. Mai schaffen. (ehi/sda/afp)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sophia 11.02.2017 00:59
    Highlight Katholisch und auch noch rechtskonservativ. Schon in der Schule ein kleiner Tunichtgut und selbst intrigant. "François Hollande machte öffentlich, dass Fillon sich mit ihm heimlich getroffen und Fillon ihn gebeten habe, die Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden gegen Nicolas Sarkozy zu unterstützen, um diesen im Wahlkampf zu schwächen." Was glaubt dieser Mensch eigentlich? Meint er wirklich, alle für dumm verkaufen zu können? Solche Typen sind die besten Wahlhelfer für Le Pen!
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  • Flughund 10.02.2017 13:53
    Highlight Das war`s dann....
    1 0 Melden
  • Kaspar Floigen 10.02.2017 12:57
    Highlight Einfach jemanden eine Prozess auf den Hals hetzen, um die Präsidentschaftskandidatur zu manipulieren. Hat bei Clinton funktioniert, wird auch bei Fillon funktionieren. Die Trumps und Le Pens dieser Welt freuts.
    1 1 Melden
  • mogad 10.02.2017 09:33
    Highlight Man tut Verbotenes, entblösst sich in seiner Gier, schämt sich aber nicht und will auch nicht "bestraft" werden für das was man getan hat. Im Gegenteil: man geht in den Gegenangriff und will weiterhin Staatspräsident werden. Ist das die Welt in der wir heute leben?
    22 0 Melden
  • Philipp Schuepbach 10.02.2017 08:17
    Highlight Typisches letztes aufmüpfig sein bevor man einsieht nicht nur verloren zu haben sondern auch noch eine Anzeige am Hals hat. Ich nehme mal an sein Fräulein hat Geld kassiert und musste dafür nicht viel machen. Im Prinzip ist es einfach: Wer seine politische Poisition für privat bereichernde Sachen benutzt, ist ganz klar am falschen Ort und sollte eher in die Bänker/Zocker Richtung gehen. Bei denen wäre er richtig aufgehoben.
    13 2 Melden
  • rundumeli 10.02.2017 00:41
    Highlight wieso auch nur erinnert mich die chose an eine zuger politikerin mit kamikazie gerechtigkeitssinn ? ... kommt nicht gut !
    19 18 Melden
    • pun 10.02.2017 13:40
      Highlight Das sind nichtmal Äpfel und Birnen, das sind eher Äpfel und Blaubeeren.
      2 0 Melden

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