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Auch der Eiffelturm merkt das Klima.
Bild: CHARLES PLATIAU/REUTERS

UNO-Gipfel in Paris: Entwurf für Weltklimavertrag steht – in letzter Sekunde

Ist der Durchbruch in Paris gelungen? Die UNO-Konferenz hat sich offenbar doch noch auf einen Entwurf für einen Klimavertrag einigen können – in letzter Sekunde. Jetzt warten alle gespannt auf die Details.

12.12.15, 08:07


Ein Artikel von

Entscheidende Stunden auf der Pariser Klimakonferenz: Nach schwierigen Verhandlungen will der französische Aussenminister und Konferenzleiter Laurent Fabius am Vormittag seinen Vorschlag für einen Weltklimavertrag präsentieren. Der neue Textentwurf soll die verbliebenen Streitpunkte überbrücken und noch am selben Tag den 196 Vertragspartnern vorgelegt werden. Es wäre der erste Vertrag, mit dem sich nahezu alle Staaten auf Klimaschutz verpflichten.

Mehrere Nachrichtenagenturen berichten, der Entwurf sei in der Nacht fertiggestellt worden. Präsentiert werden soll der Vorschlag demnach um 11.30 Uhr. Ursprünglich war 9.00 Uhr vorgesehen. Die Übersetzung des Entwurfs machte dem Bericht zufolge aber die Verschiebung nötig.

Am Freitag waren beträchtliche Spannungen deutlich geworden. Eine selbst ernannte «Koalition der Ehrgeizigen» aus EU, USA und zahlreichen Entwicklungsländern warnte davor, bei den Bestimmungen zum Klimaschutz hinter dem letzten Textentwurf zurückzubleiben. Umstritten ist nach wie vor die Frage der Finanzhilfen für Entwicklungsländer. EU und USA wollen hier künftig auch finanzstarke Schwellenländer zur Kasse bitten, diese lehnen das ab.

Umweltschützer bleiben skeptisch

«Wir werden uns nicht mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner begnügen», kündigte die deutsche Bundesumweltministerin Barbara Hendricks an. Fabius warnte die Teilnehmer davor, zu hoch zu pokern: «Wenn jeder auf seinen 100 Prozent besteht, dann gehen alle mit null Prozent nach Hause.»

Wegen anhaltender Differenzen hatte Gastgeber Frankreich die Konferenz um einen Tag verlängert. In fieberhaften Gesprächen im kleinen Kreis – zum Teil unter vier Augen – suchten Minister und Unterhändler nach Kompromissen bei den umstrittenen Kernpunkten. Auch Staatschefs schalteten sich ein.

Hoffnung schöpften Umweltschützer aus der Ankündigung, dass Brasilien sich der informellen Allianz für einen ehrgeizigen Klimavertrag angeschlossen habe. Christoph Bals von Germanwatch sprach von Anzeichen, dass sich Schwellen- und Industrieländer aufeinander zubewegen. «Es zeichnet sich ab, dass Brasilien, Südafrika und Mexiko eine wichtige Brückenrolle für das Abkommen spielen können.»

Klimaaktivisten in Paris.
Bild: Michel Euler/AP/KEYSTONE

Umweltschützer fürchten allerdings, dass die Detailregelungen nicht ausreichen, um die Erderwärmung wie geplant auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen. Mit den bisher vorgelegten nationalen Klimaschutzplänen würde die Temperatur auf der Erde um etwa 2,7 Grad steigen. Indien sieht die alle fünf Jahre geplanten Nachbesserungen der Ziele mit Skepsis und sieht zunächst die Industriestaaten in der Pflicht, die historisch viel mehr CO2-Emissionen in die Atmosphäre gepustet haben.

«Die entwickelten Länder wehren sich etwas gegen die Pflicht, Geld an die Entwicklungsländer zu zahlen», sagte der Umweltminister von Guatemala, Andreas Cord Lehnhoff Temme. Ein Knackpunkt sei die Frage, ob die Hilfen freiwillig oder verpflichtend werden sollten. Christoph Bals von Germanwatch betonte: «Um den gordischen Knoten aufzulösen, müssen sie sich zu regelmässigen Finanzierungsrunden alle fünf Jahre verpflichten und eine klare Zusage geben, dass ein erheblicher Anteil der Klimafinanzierung für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels vorgesehen ist.»

ler/dpa/Reuters

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alnothur 12.12.2015 13:04
    Highlight Geldzahlungen an Entwicklungsländer als Teil des Weltklimavertrag? Kein Wunder wird da nichts draus...
    1 0 Melden

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