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Marine Le Pen erneut im Visier der französischen Justiz

04.04.17, 21:00 05.04.17, 07:48

Knapp drei Wochen vor der französischen Präsidentschaftswahl gerät die rechtspopulistische Kandidatin Marine Le Pen erneut in Erklärungsnot. Die Staatsanwaltschaft im nordfranzösischen Lille hat vorläufige Ermittlungen wegen des Vorwurfs der illegalen Scheinbeschäftigung von Mitarbeitern eröffnet.

Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus Justizkreisen. Über den Fall berichtet auch die Satire- und Investigativzeitung «Le Canard Enchaîné» in ihrer aktuellen Ausgabe.

Zwischen 2010 und 2015 soll Le Pen Vertraute demnach zum Schein als Mitarbeiter ihrer Partei Front National in der Regierung der Region Nord-Pas-de-Calais ausgegeben haben. Tatsächlich hätten diese aber für andere Zwecke gearbeitet, unter anderem für Le Pens Präsidentschaftskampagne 2012.

Im Visier der Ermittler ist demnach auch David Rachline, der Leiter der aktuellen Kampagne Le Pens. Dieser wies die Vorwürfe als «politische Attacke» zurück.

Le Pen ist bereits in eine andere Affäre um die mögliche Scheinbeschäftigung von Mitarbeitern im EU-Parlament verstrickt. Die Front-National-Chefin hält die Ermittlungen aber für politisch motiviert. Sie hatte deshalb Mitte März eine Vorladung von Untersuchungsrichtern ignoriert. (sda/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Scott 06.04.2017 08:03
    Highlight Ihre Wähler wird das nur ermutigen jetzt erst recht Marine zu wählen.
    1 0 Melden
  • Graustufe Rot 05.04.2017 08:37
    Highlight Vermutlich Betrug ab 2010! Und warum fliegt das erst auf wenn die Dame fürs höchste Amt im Land kandidiert? Bei Fillon das gleiche. Hat man vorher weggeschaut? Etwa weil man das gleiche tut? Und dann zieht man die Karte Korruption um Konkurrenten auszuschalten, in der Hoffnung selber nie dran zu kommen?
    3 8 Melden
    • xlt 05.04.2017 11:08
      Highlight Nein, das liegt wohl eher an langwierigen Ermittlungen. Um dann wirklich rechtlich vorzugehen, muss schon einiges zusammen kommen.
      2 1 Melden
  • pamayer 04.04.2017 23:45
    Highlight Bei uns wär's die SVP mit vergleichbaren Fällen.
    24 5 Melden
    • RETO1 05.04.2017 10:56
      Highlight die alte Leier
      1 4 Melden

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