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Polizeisperre bei der Notre Dame. Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

«Das ist für Syrien»: Islamist attackiert in Paris Polizisten – Touristen geraten in Panik

Ein Hammerangriff auf Polizisten im Zentrum von Paris hat am Dienstag Hunderte Touristen und Einheimische in Terrorangst versetzt. Beim Täter handelt es sich um einen 40-jährigen Doktoranden. 

06.06.17, 16:52 07.06.17, 07:37

Der Mann habe vor der Kathedrale Notre Dame drei Polizisten bedroht und mit einem Hammer auf einen von ihnen eingeschlagen, teilte Innenminister Gerard Collomb mit. Die Kollegen des Angegriffenen hätten daraufhin Schüsse abgegeben. Der Attentäter habe gerufen: «Das ist für Syrien» und hat sich als Soldat des Kalifats ausgegeben. Der Angreifer habe neben dem Hammer zudem noch Küchenmesser bei sich geführt.

Die Verletzungen des angegriffenen Polizisten seien nicht sehr schlimm. 900 Menschen seien nach dem Vorfall zunächst in der Kathedrale festgehalten worden.

Angreifer ein algerischer Student 

Beim Täter handle es sich um einen aus Algerien stammenden 40-jährigen Doktoranden der Universität Lorraine in Metz in der ostfranzösischen Region Lothringen, verlautete am Dienstag aus Ermittlerkreisen. Demzufolge war der Mann Doktorand der Informationswissenschaften. Er trug Ausweispapiere bei sich, die ihn als Farid I. ausgaben. Geboren wurde er demnach im Januar 1977 in Algerien. Neben dem Hammer habe er auch mehrere Küchenmesser bei sich gehabt. Anschläge würden heute mit «sehr rudimentären Instrumenten» begangen, kommentierte Collomb. Der Nachrichtensender Franceinfo ergänzte, der verletzte Mann sei 40 Jahre alt und sei Doktorand im Fach Journalismus an der Universität von Lothringen in Metz.

«Überall war Blut»

Ein Augenzeuge sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe laute Schreie gehört. Dann seien zwei Schüsse gefallen. Er habe den verletzten Angreifer auf dem Vorplatz der Kathedrale liegen sehen. «Überall war Blut», sagte der Zeuge. Die Menschen seien in Panik geraten.

Gebiet abgesperrt

Auf dem Vorplatz der Kirche halten sich üblicherweise viele Touristen auf. Die Behörde hatte zuvor auf Twitter dazu aufgerufen, den Bereich um die Kirche im Herzen der französischen Hauptstadt zu meiden. Das Areal wurde weiträumig abgesperrt.

Frankreich wird seit rund zweieinhalb Jahren von einer beispiellosen Terrorserie erschüttert, knapp 240 Menschen wurden bei Anschlägen ermordet.

Sicherheitskräfte waren in Frankreich mehrfach Ziel von Anschlägen. Mitte April war ein Polizist auf dem Pariser Prachtboulevard Champs-Élysées von einem Gewalttäter erschossen worden.

In Frankreich gilt weiter der Ausnahmezustand, der nach den Anschlägen vom 13. November 2015 verhängt worden war. Der Ausnahmezustand soll nach Plänen der Regierung bis Anfang November 2017 verlängert werden. (aeg/sda/afp/dpa/reu)

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28
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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pana 07.06.2017 03:17
    Highlight Seit Samstag, dem Terror Attentat in London mit 7 Opfern, sind in den USA 240 Leute mit Schusswaffen getötet worden.
    17 25 Melden
    • Kaviar 07.06.2017 09:24
      Highlight Und seitdem sind in Indien 578 Menschen von Schlangen, oder Spinnen getötet worden.
      Lustig, solche total sinnbefreiten, morbiden Vergleiche, gell?
      17 14 Melden
  • Sted 06.06.2017 23:57
    Highlight Begeben wir uns kurz in ein nicht allzu unrealistisches Rollenspiel:
    Die Eltern samt Haus durch einen russischen Bombenangriff in die Luft gejagt, den Bruder durch eine Kugel aus einem französischen Sturmgewehr niedergestreckt, die Schwester durch einen amerikanischen Soldaten vergewaltigt. Kollateralschäden.

    Die ganze "westliche" Meute schreit aber erst dann, wenn das einzig überlebende Familienmitglied mit einem Hammer auf einen französische Polizisten losgeht. Tapfer, tapfer!
    17 27 Melden
    • Kaviar 07.06.2017 09:36
      Highlight Das ist alles überhaupt kein Grund mit dem Hammer auf Passanten loszugehen.
      Und: Doch! Es gibt Empörung über russische Bomben, französische Militäreimsätze und von US-Soldaten begangene Verbrechen.
      14 11 Melden
    • Sted 07.06.2017 12:24
      Highlight @Kaviar: Ja, die Empörung existiert. Nur fällt sie unverhältnismässig einseitig aus.
      Es sind keine Gründe, um einen Polizisten anzugreifen, aber es erleichtert die Nachvollziehbarkeit dieser Tat.
      13 13 Melden
    • Tiger9 07.06.2017 16:01
      Highlight Wer solche Taten nachvollziehen kann hat meiner Meinung nach ein Radikalismusproblem.
      9 14 Melden
    • mortiferus 07.06.2017 17:20
      Highlight wen Franzosen, Briten, die USA und ich weis nicht noch wer alles, meine Heimat bombadieren, dann wäre ich wahrscheinlich auch wütend. Diese Allianz spricht von Krieg. Wen man das nicht nachvollziehen kann, DANN hat man ein Problem. Man muss die Probleme bei der Wurzel packen. Wer Gewalt säht wir Gewalt ernten. Wer den 1. Stein geworfen hat lässt sich kaum mehr herausfinden. Meiner Meinung nach hat das begonnen mit den heiligen Städten wie Jerusalem, rauswurf von Christen, Kreuzritter usw. Später die Kolonisation, dann die Gier nach Öl. Sicher ist das keiner als "Terrorist" geboren wird.
      12 6 Melden
    • Tiger9 07.06.2017 17:42
      Highlight Aha, Gleiches mit Gleichem vergelten. Die Anderen sind Massenmörder also werde ich auch einer?
      Nope, kann ich immer noch nicht nachvollziehen.
      Wer diese Gesinnung in sich trägt hat und ist ein Problem.
      2 10 Melden
    • Sted 08.06.2017 08:03
      Highlight Na, Tiger9, mit dem Formel-1-Boliden durch die Kinderstube gerasselt?
      Wer nicht unbedingt ein Problem hat, aber für das soziale Zusammenleben in einer funktionierenden Gesellschaft sicherlich eines ist, sind Leute, welche keine Empathie aufbringen können und wollen.
      9 2 Melden

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