International

Hénin-Beaumont, die Hochburg des Front Nationals. bild: watson

«Marine, Présidente» – am Wahl-Event von Le Pen herrscht ausgelassene Party-Stimmung

Hénin-Beaumont, die Hochburg des Front Nationals, ist in Partystimmung. Die Wähler von Marine Le Pen feiern den Einzug ihrer Kandidatin in die Stichwahl. Unsere Reporterin ist vor Ort. 

23.04.17, 19:02 24.04.17, 07:19

camille kündig, hénin-beaumont

Video: streamable

Vor der Verkündung der Ergebnisse:

«Aux armes, citoyens!» – die Marseillaise hört man auf dem Weg zur Mehrzweckhalle «François Mitterrand» in Hénin-Beaumont schon von Weitem. Ab und zu hört man auch ein «On est chez nous!» (Wir sind hier in unserem Land). 

Video: streamable

Auch zahlreiche Journalisten aus der ganzen Welt sind vor Ort, sie verweilen in einem riesigen Presseraum neben der Bühne. 

bild: watson

Lilly und Loulou sind grosse Fans von Marine le Pen. Loulou: «Ich will keine toten Polizisten mehr sehen, kein ‹du sexy Blondine› von Ausländern hören. Deshalb wähle ich Front National. Heute gilt sowieso: Front National wählen oder die Scharia akzeptieren.»

bild: watson

Roland, 51, ist Fotograf. Er wählt FN, weil er findet, dass das Ausländer Stellen von Einheimischen besetzen.

Video: streamable

In der Mehrzweckhalle ist die Stimmung gut, alle warten gespannt auf den Auftritt ihrer Marine. Die Anhänger scheinen überzeugt von Le Pens Einstieg in die Stichwahl. 

Nach der Verkündung des Ergebnisses

Der Moment der ersten Hochrechnung:

Video: streamable

Video: streamable

Video: streamable

Beim Front National wird gefeiert, als hätte Marine Le Pen bereits gewonnen

Video: streamable

«Die Arbeiterklasse wird Marine Le Pen wählen»

Video: streamable

Mehr zu den Wahlen in Frankreich

«Le Kid» ist an der Macht: Diese 7 Sorgen rauben Macron jetzt den Schlaf

Der Anti-Trump-Effekt: Warum wir uns nicht zu früh freuen sollten

Wenn du dieses Frankreich-Quiz vergeigst, wird Le Pen gewählt 

Präsident Macron ist nicht zu beneiden – doch seine «Geheimwaffe» heisst Le Pen

Der Flop mit den Fake-News: Putin-Trolle haben in Frankreich keine Chance

Aus aktuellem Anlass: 10 flache Franzosenwitze (über die wir trotzdem lachen können)

Eine Liebe à la Macron: Schweizer Paar (sie 76, er 52) spricht über Altersunterschied

Groupies, Gedränge, Geschrei: So war Justin Biebers ... ähm ... Emmanuel Macrons Party

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dunkleosteus6765 23.04.2017 21:02
    Highlight "Front National wählen oder die Scharia akzeptieren" !? Kann mir bitte mal jemand erklären was in den Köpfen von Leuten, die so einen Stuss von sich geben, vorgeht. Glauben die ernsthaft, dass die Scharia eingeführt wird, wenn Marine Le Pen nicht Präsidentin wird? Das grenzt an Paranoia.
    35 20 Melden
    • glüngi 23.04.2017 23:24
      Highlight grenzt?
      15 5 Melden
  • DerRaucher 23.04.2017 19:15
    Highlight "Sexy Blondine" haben die beiden bestimmt schon seit Ewigkeiten nicht mehr zu hören bekommen.
    45 13 Melden
    • ostpol76 23.04.2017 20:44
      Highlight Sprechen sie von der JUSO 😊
      19 18 Melden
    • FrancoL 23.04.2017 20:57
      Highlight Ja auch Ausländer können einen schlechten Geschmack haben.
      9 11 Melden

Dümmste Flanke der Fussball-Geschichte kostet Frankreich in letzter Sekunde die WM-Quali

17. November 1993: Die Flüge an die WM in den USA hat der französische Verband wahrscheinlich bereits organisiert, als «Les Bleus» die Qualifikation tatsächlich noch verpassen. Einer Blamage gegen Israel folgt ein 1:2 gegen Bulgarien und ein Streit, der die Franzosen noch heute beschäftigt.

«Mein ganzes Leben wird auf zehn Sekunden reduziert.» David Ginola hadert noch heute mit einer einzigen Szene seiner langen Karriere. Am 17. November 1993, einem kühlen Mittwochabend, steht Frankreich unmittelbar vor der Qualifikation für die WM 1994 in den USA.

Nur noch Sekunden sind gegen Bulgarien zu spielen. Es steht 1:1 und dieser eine Punkt würde den Franzosen reichen.

Was dann geschieht, verfolgt Ginola, die ganze Mannschaft, Trainer Gérard Houiller, die 48'402 Zuschauer im Parc des …

Artikel lesen