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Auch am 80. Geburtstag der SNCF wurde bereits gestreikt. Bild: EPA/EPA

Frankreichs Eisenbahner läuten 3 Monate langen Streik ein – Schweiz auch betroffen

02.04.18, 20:57 03.04.18, 06:28

In Frankreich hat am Montagabend der «Kampf der Schiene» gegen die geplante Reform der staatlichen Bahngesellschaft SNCF begonnen. Gegen 19.00 Uhr begannen die Eisenbahngewerkschaften mit einem Streik, der bis Ende Juni jeweils an zwei von fünf Tagen stattfinden soll.

Entgegen der Warnungen der Gewerkschaften lief der Rückreiseverkehr in Frankreich nach dem langen Osterwochenende trotz des Streikauftakts normal. Am Dienstag dürften nach Einschätzung der SNCF allerdings nur jeder achte TGV-Schnellzug und nur jeder fünfte Regionalzug planmässig fahren.

Zugverbindungen vom Dienstag in die Schweiz, nach Spanien und Italien wurden komplett gestrichen. Von den Eurostar-Verbindungen nach Grossbritannien sollten hingegen drei Viertel planmässig verkehren, die Thalys-Züge nach Belgien und Deutschland sollten praktisch normal fahren.

Hinzu kommt, dass die Beschäftigten der Fluggesellschaft Air France für Dienstag einen Streik ankündigten, um 6 Prozent mehr Gehalt zu erkämpfen.

Fronten verhärtet

Die Streiks der Eisenbahner richten sich gegen die Wirtschafts- und Arbeitsmarktreformen der Regierung von Präsident Emanuel Macron, die unter anderem vorsehen, dass die SNCF-Beschäftigten ihren beamtenähnlichen Status verlieren. Die Arbeitsniederlegungen gelten als grosser Belastungstest für die Durchsetzungskraft sowohl der Gewerkschaften als auch der Regierung Macron, die sich grundlegende Umstrukturierungen im Land zum Ziel gesetzt hat.

Wie verhärtet die Fronten sind, machte am vergangenen Dienstag eine Äusserung von Verkehrsministerin Elisabeth Borne deutlich. «Keiner kann verstehen, dass die Eisenbahnergewerkschaften einen langen und schädlichen Streik starten, während die Regierung einen Dialog führt», kritisierte sie. (viw/sda/afp)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Skip Bo 03.04.2018 07:41
    Highlight Das typische Muster: Ein neuer F Präsident verspricht alles, wird in den Heiligenstand gehoben, fängt an zu arbeiten, Streik, Einknicken, Reformstau, über Wasser halten, privater Skandal, Korruption. Die Reihenfolge ist das einzige was die Präsidenten unterscheidet
    Damit hat er seine 7 Jahre geschafft.
    8 1 Melden
  • Bombenjunge 03.04.2018 01:39
    Highlight Die Franzosen wachen auf und merken dass sie einen Neoliberalen gewählt haben.
    9 15 Melden
    • 7immi 03.04.2018 09:01
      Highlight er räumt auf (oder versucht es), was seine vorgänger verpennt haben. mit der eurowährungsunion stehen die volkswirtschaften im direkten vergleich. wer produktiver ist und mehr arbeitet steht besser da. früher wurde das über währungen und zölle abgegolten, heute nicht mehr. will man mithalten reichen 38 arbeitsstunden nicht mehr, da deutschland und sogar italien mehr haben.
      7 2 Melden
  • Rossthiof 03.04.2018 01:33
    Highlight Sie verlieren den Beamtenstatus...
    Wow...
    16 2 Melden
    • Markus Kappeler 03.04.2018 09:00
      Highlight Vielleicht wollen die Medien nicht die Wahrheit sagen? Es geht darum die Löhne zu senken und die Arbeitszeit zu erhöhen, plus Rentenalter zu erhöhen. Die Eisenbahner haben also allen Grund die Arbeit nieder zu legen.
      2 5 Melden
  • Maon 02.04.2018 23:13
    Highlight Fight for your rights! ✊🏻
    13 54 Melden
  • Sir Konterbier 02.04.2018 23:10
    Highlight "Am Dienstag dürften nach Einschätzung der SNCF allerdings nur jeder achte TGV-Schnellzug und nur jeder fünfte Regionalzug planmässig fahren."

    Super, dann ändert sich ja gar nichts und alles geht weiter wie bisher!

    Grüsse aus Frankreich!🤙
    38 0 Melden
  • Goldjunge Krater, Team Selbstbestimmungsinitiative 02.04.2018 23:04
    Highlight Zum Glück haben wir die Gewerkschaften in der Schweiz im Griff!!
    27 65 Melden
    • Fabio74 03.04.2018 07:04
      Highlight Zum Glück gibts Leute die für ihre Rechte kämpfen und sich nicht alles weg nehmen lassen
      12 19 Melden
  • Pirat der dritte 02.04.2018 23:02
    Highlight Diese Gewerkschaften in F sind radikal und komplett neben den Schienen 😄.
    66 11 Melden
  • Howard271 02.04.2018 22:58
    Highlight 6 Prozent mehr Lohn? Was sollen denn solche Forderungen?
    28 21 Melden
  • amazonas queen 02.04.2018 22:55
    Highlight Es gab mal einen bösen Spruch:
    Was macht ein französischer Lokführer in einer Lokomotive?
    Er hat vergessen zu streiken.
    66 5 Melden
  • Hayek1902 02.04.2018 22:48
    Highlight Man sah heute viele Flixbusse auf französischen Autobahnen. Ich gratuliere den Franzosen wieder einmal zu ihrer Weitsicht und bleibe dabei: das Land muss erst pleite gehen, bevor man es reformieren kann.
    123 22 Melden
    • Grégory P. 02.04.2018 23:20
      Highlight Heute besonders viele Flixbusse auf französischen Autobahnen? "man" hat schlecht gesehen, den heute gab es kein Streik...
      22 3 Melden
  • Redly 02.04.2018 22:44
    Highlight Kunden werden davon laufen, womit es langfristig noch weniger Eisenbahner braucht.
    PS: wer mit den Bedingungen des Arbeitgebers nicht einverstanden ist, soll sich einen besseren suchen oder es selbst als Arbeitgeber besser machen.
    (Und jetzt Blitze her von jenen, die keine Selbstverantwortung wollen.)
    115 54 Melden
    • tubel 03.04.2018 00:26
      Highlight Der SNCF gehört das gesamte Schienennetz in Frankreich. Wie soll ein französischer Eisenbahner einen anderen Arbeitgeber finden? Eine eigene Eisenbahn gründen?
      34 5 Melden
    • Beat Galli 03.04.2018 05:21
      Highlight Zum Beispiel.
      5 7 Melden
    • Redly 04.04.2018 11:08
      Highlight Bestehende Mitarbeiter haben Besitzstandswahrung (absoluter Kündigungsschutz, 10 Wochen Ferien, Lokführer Pensionierung mit 50 ...).
      In F geht es aktuell nur um Regeln für neue Mitarbeiter. Und Gewerkschaften streiken... 🤦‍♂️🤦‍♀️
      2 0 Melden
  • meine senf 02.04.2018 21:47
    Highlight Die Fernbusanbieter und die Autoverkäufer und Billigflieger dürften sich freuen ... Nach drei Monaten werden die Kunden dann kaum noch zurückkehren. (Das Regionalzugsangebot abseits der Haupt-TGV-Achsen und Grossmetropolen ist in Frankreich schon im Normalfahrplan etwa 5 mal geringer als in der Schweiz).
    91 9 Melden

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