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Die Umgebung ist von der Polizei abgeriegelt worden. Die Fahndung nach dem Fahrzeug laufe. Es soll sich um einen dunklen BMW handeln. Bild: EPA/EPA

Auto rast in Paris absichtlich in Soldaten ++ 6 Verletzte ++ Verdächtiger gefasst

09.08.17, 09:34 09.08.17, 15:10


Im Pariser Vorort Levallois-Perret hat am Mittwochmorgen ein Unbekannter patrouillierende Soldaten mit einem Auto angefahren. Laut Polizei gab es sechs Verletzte, darunter zwei Schwerverletzte. Die Tat sei absichtlich begangen worden, hiess es. Der Fahrer konnte demnach mit seinem Wagen fliehen.

Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Sie habe eine Untersuchung wegen versuchten Mordes an Amtspersonen in Verbindung mit einem Terrorvorhaben eröffnet, teilte die Behörde mit.

Verdächtiger gefasst

Die französische Polizei hat nach der Autoattacke auf Soldaten nahe Paris einen Verdächtigen festgenommen. Das mutmassliche Tatfahrzeug sei auf einer Autobahn gestoppt worden, verlautete am Mittwoch aus Ermittlerkreisen. Der Fahrer wurde durch Polizeischüsse verletzt.

Bei dem 1980 geborenen Festgenommenen handle es sich mutmasslich um den Täter, hiess es aus Justizkreisen. «Er war im gesuchten Auto und hat versucht zu fliehen.» Gestoppt wurde das Fahrzeug auf einer Autobahn in Richtung der nordfranzösischen Stadt Calais.

Die Soldaten wurden vor einer Kaserne im Zentrum von Levallois angefahren, wie der Bürgermeister Patrick Balkany im Fernsehsender BFM-TV sagte. Das Auto sei «sehr schnell» auf die Soldaten zugerast, als diese aus der Kaserne gekommen seien. 

Der Vorfall ereignete sich im Pariser Vorort Levallois-Perret. googlemaps

Es war Absicht

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP sind sich die Behörden sicher, dass der Unbekannte absichtlich in die Gruppe gefahren sei. Auch der Bürgermeister des nordwestlich von Paris gelegenen Vorortes erklärte der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, er habe «keinen Zweifel», dass es sich um eine bewusste Tat gehandelt habe.

Laut französischen Medienberichten sollen die betroffenen Militärs Teil der Anti-Terror-Operation Sentinelle sein, die in vielen französischen Städten patrouilliert. Französische Sicherheitskräfte waren schon mehrfach Ziel von Anschlägen, im April wurde ein Polizist auf den Pariser Champs-Élysées erschossen. (whr/sda/dpa)

Mehr folgt in Kürze.

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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18
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bijouxly 09.08.2017 12:28
    Highlight Bitte auch hier einen tendenziösen Armee-Titel wählen, nicht nur in der Schweiz... Zum Beispiel "Soldaten standen im Weg - Unfall eines
    Zivilfahrzeugs". Oder: "Soldaten stehen nur herum und werden angefahren".

    Seht ihr mal, wie geschmacklos das ist!
    51 15 Melden
  • dommen 09.08.2017 12:09
    Highlight Ich finde es in diesem Zusammenhang gut, von "Vorfall" zu reden, und nicht von "Terroranschlag" (auch wenn es mutmasslich darauf hinauslaufen wird). Auch wenn es sich komisch anhört, sollten Diese im den Medien nicht mehr Wert sein als eine Randnotiz aus Seite 10. Das Präventionspotential ist vermutlich beträchtlich, wenn man den (potentiellen) Tätern die Möglichkeit der ehrenhaften Selbstinszenierung entzieht...
    13 40 Melden
    • dommen 09.08.2017 18:02
      Highlight Ja schon. Aber wenn man anschliessend wochenlang darüber berichtet und die Täter sozusagen ins Rampenlicht zerrt, stachelt man dadurch eher andere zur Nachahmung an.
      3 5 Melden
  • G. Schlecht 09.08.2017 10:51
    Highlight Klar ist es eine Art Terror (=Schrecken) und die Einschläge kommen immer näher. Es fühlt sich an wie der Frosch im Kochtopf. Man gewöhnt sich an die Meldungen. Ob's nun Terror und sonstige Gewalt, Gewinnmeldungen der Konzerne bei gleichzeitigem Stellenabbau oder die immer weitergehende Kürzung der Sozialgelder geht. Sagt man was dagegen, ist man automatisch Islamhasser, Nahtsie, Linksfaschist oder sonstwie nicht politisch Korrekt. Wozu also noch kommentieren. Ist alles in Ordnung und damit muss man leben. Muss man?!
    27 13 Melden
    • Asmodeus 09.08.2017 16:58
      Highlight Wenn man sich an die Meldung gewöhnt ist es gut.
      Es bedeutet nämlich, dass der Terror nicht funktioniert. Und wenn sich niemand terrorisieren lässt... dann lohnen sich auch die Anschläge nicht mehr.
      4 18 Melden
  • gianny1 09.08.2017 09:39
    Highlight Einen Vorfall? Ich würde das Terroranschlag nennen!
    107 38 Melden
    • Domsh 09.08.2017 09:58
      Highlight Falls das wichtig ist, würde ich empfehlen mal bei blick.ch zu schauen, vielleicht schreiben die ja "Terroranschlag".
      66 91 Melden
    • SemperFi 09.08.2017 10:06
      Highlight @gianny1: Solang auch die französische Polizei von einem Vorfall spricht, interessiert es eigentlich niemanden, wie Sie das nennen möchten.

      https://twitter.com/prefpolice
      64 65 Melden
    • Mia_san_mia 09.08.2017 12:11
      Highlight Das ist so Gianny 👍
      25 24 Melden
    • Saraina 09.08.2017 12:12
      Highlight Doch gianni1 hat schon Recht, man sollte keine Gelegenheit auslassen, Panik zu schüren. Ermittlungen und Prozesse kann man sich sparen, das kostet nur den Steuerzahler Geld. Hauptsache die Leute schrecken sich. Da sind sich etliche Bürger mit dem IS völlig einig.
      33 39 Melden
    • Mia_san_mia 09.08.2017 12:34
      Highlight Wieso Panik? So ein Anschlag ist leider nicht mehr so etwas Spezielles...
      21 18 Melden
    • gianny1 09.08.2017 12:55
      Highlight @Seraina: Mir geht es nicht darum Panik zu schüren. Ich habe es einfach satt, immer von Geisteskranken, verwirrten Einzelätern zu lesen.
      Es sind und bleiben Terroristen!
      41 19 Melden
    • Domsh 09.08.2017 14:44
      Highlight Und woher weisst du, dass es Terroristen waren und keine Nazis, Linksautonome, Verwirrte Rentner, Armeegegner, ehemaliger Armeeangehöriger, etc.
      War der Kettensägetyp in der Ostschweiz auch ein Terrorist?
      Meinst du die Leute sind besser informiert, wenn bei jeder Gewalttat das Label Terror angehängt wird?
      12 27 Melden
    • Angelo C. 09.08.2017 15:13
      Highlight gianny1:

      Ich gebe dir mehrheitlich recht, denn schon beim letzten deutschen Attentäter (und er ist beileibe nicht der Einzige) hiess es wie so oft: er sei zwar Muslim, wirke aber eher "psychisch geschädigt", wodurch man nicht zwingend von einem religiös motivierten Terroranschlag ausgehen könne.

      Dies obwohl eine Tatzeugin glaubwürdig aussagte, dass er laut "Allahu akbar" gerufen habe.

      Zwei Tage später bequemten sich dann die Behörden und die zuvor "skeptische Linke", dass der Mann in seinem Schrank u.a. eine grosse IS-Flagge aufbewahrt habe.

      Es wird halt auf Volksbeschwichtigung gemacht.
      29 6 Melden
    • Mia_san_mia 09.08.2017 15:19
      Highlight @Domsh: Komm schon... Du weisst doch auch wies ist, warum so ein Kommentar? ;-)
      11 7 Melden
    • atomschlaf 09.08.2017 17:25
      Highlight Nicht zu vergessen, dass der IS den Moslems vor einiger Zeit genau diese Methode für die Bekämpfung der Ungläubigen empfahl.
      10 0 Melden

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