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epa06676958 Students of the Sciences Po stand at the windows of the Political Institute during a blockage in Paris, France, 18 April 2018. Several universities across France have been occupied to protest against the government's labor and education reforms.  EPA/YOAN VALAT

Haben genug von Macrons Bildungspolitik: Studenten in Frankreich. Bild: EPA/EPA

Frankreichs Studenten legen seit Wochen den Lehrbetrieb lahm – sie sind wütend auf Macron

Seit einem Monat protestieren in Frankreich tausende Studenten gegen Emmanuel Macrons Reform der Studienplatzvergabe. Jetzt beginnt die Polizei mit Räumungen.

22.04.18, 06:00

Stefan Simons, Paris



Ein Artikel von

Blaulicht, Sirenen, Sperrgitter: Dutzende von Mannschaftswagen sind vor den Hochhaustürmen des Centre Pierre Mendès France aufgefahren. Kräfte der Mobilen Bereitschaftspolizei (CRS) patrouillieren vor dem Eingang der Pariser Hochschule an der Rue Tolbiac. Weitere Sicherheitskräfte sind auf den Terrassen positioniert.

Ein paar Hundert Meter weiter ist die Feuerwehr im Einsatz, ein Müllcontainer ist in Flammen aufgegangen, Rauchwolken verbreiten den Gestank von verbranntem Gummi. «Das erinnert mich an Mai '68», sagt ein Passant, vor 50 Jahren habe er beim Aufstand der Pariser Studenten selbst auf den Barrikaden gestanden.

Um 5.30 Uhr morgens hatten die Sicherheitskräfte mit einem martialischen Einsatz das Amphitheater geräumt, das seit dem 26. März von Studenten und Studentinnen besetzt war. Die Blockade von weiteren Hörsälen und Unterrichtsräumen legte den Unterricht in allen 22 Etagen des Universitätsgebäudes lahm.

epa06681413 A protester holds a sign with a reference to France's May 1968 student protests, as students gather in front of a cordon of French police securing a perimeter at the Paris Tolbiac university, after the evacuation of the site occupied for several weeks by students protesting against admission reforms, in Paris, France, 20 April 2018. French police evacuated the campus after a month of blockade by protesters against the government reform.  EPA/IAN LANGSDON

Bild: EPA/EPA

«Freie Kommune Tolbiac»

Vorrübergehend war die Hochschule, umgetauft zur «Freien Kommune Tolbiac», das symbolische Zentrum des studentischen Widerstands. Basisdemokratisch, per öffentlicher Abstimmung, wurde über die Redeordnung (jeweils abwechselnd ein weiblicher und männlicher Beitrag) entschieden und die politische Agenda formuliert: «Solidarität mit Kurdistan», «Freiheit für Palästina» oder «Nieder mit dem Syrien-Einsatz». Derweil richteten sich Aktivisten mit Schlafsäcken, Zelten und improvisierter Küche auf eine längere Besetzung ein.

Students gather during a general assembly at Nanterre's university, outside Paris, France, Thursday, April 19, 2018. Students continue to occupy campuses across France to protest university admission reforms that they fear threaten university access for high school graduates. (AP Photo/Michel Euler)

Basisdemokratie auf dem Tolbiac Campus. Bild: AP/AP

Derartige Aktionen gab es nicht nur in Paris: An bis zu zwei Dutzend Universitäten, darunter Lille, Toulouse, Rennes, Strassburg, Metz, Nancy, machte ein kleiner, aber lautstarker Teil der akademischen Jugend Front gegen die Hochschulreform von Präsident Emmanuel Macron. Streikende Studenten sperrten den Zugang zu Uni-Gebäuden, besetzten Hörsäle und legten damit den Lehrbetrieb lahm.

Der Protest der Aktivisten richtet sich gegen die Neuordnung der Studienplatzvergabe, das «Gesetz für Orientierung und Erfolg der Studenten» (ORE), vorgelegt von Erziehungsministerin Frédérique Vidal, sieht eine Reorganisation des Aufnahmemodus vor. Statt des wenig transparenten Losverfahrens, mit dem bislang ein Grossteil der Studienplätze vergeben wurde, sollen künftig die Universitäten in Eigenverantwortung über die Auswahl entscheiden.

«Das ist eine Form der Selektion, die nicht hinnehmbar ist»

Aurelia, Aktivistin

«Das ist eine Form der Selektion, die nicht hinnehmbar ist», schimpft Aurelia über die Bewerbung per Internetportal «Parcoursup». «Damit werden die Anträge nach Lebenslauf, Noten und sozialer Herkunft gesiebt», meint die 20-jährige Aktivistin der Organisation «Solidaires étudiant-e-s». «Frankreich fehlen Akademiker», so die Literaturstudentin. «Wir brauchen angesichts der Babyboom-Generation dringend mehr Studienplätze, damit sich jeder nach dem Abitur für das Fach seiner Wahl entscheiden kann.»

A street art graffiti depecting French President Emmanuel Macron is pictured inside the Paris Tolbiac university, France, after police broke up a student protest, Friday April 20, 2018. French police have evacuated a Paris university site occupied for a month by students protesting against admission reforms. (AP Photo/Francois Mori)

Die Studenten sind wütend auf Macron. Bild: AP/AP

Macron genervt ab der Besetzung

Mehr Investitionen in Gebäude, Lehre und Forschung – das stimmt mit den Planzielen der Regierung überein. Erbost hat Präsident Macron jedoch die erzwungene Stilllegung des Lehrbetriebs durch radikale Besatzer. «Die sind oft in der Minderheit» und «oft professionelle Unruhestifter». Statt zu randalieren, sollten die Studenten sich besser um ihre Examina kümmern, raunzte der Präsident und meinte spöttisch: «Es wird keine Schokoladen-Diplome geben.»

«Die sind oft in der Minderheit» und oft professionelle Unruhestifter»

Emmanuel Macron

epaselect epa06674315 French President Emmanuel Macron sips from a cup as he listens to a speech at the European Parliament in Strasbourg, France, 17 April 2018. Macron is in Strasbourg to debate the future of the European Union with the Members of Parliament.  EPA/PATRICK SEEGER

«Die sollen sich besser um ihre Examina kümmern», sagte Macron über die Aktivisten.  Bild: EPA/EPA

Seit dem Machtwort Macrons wird an den Universitäten aufgeräumt. Nur vier Hochschulen sind derzeit noch gänzlich blockiert, an zehn weiteren Standorten (von insgesamt 400 landesweit) bleibt der Unterricht teilweise behindert. Und selbst unter Studenten bröckelt der Rückhalt, weil die Verzögerung ihrer Semesterprüfungen droht: «Wir sind die Geiseln der Besetzer.»

«Der Rechtsstaat wird überall wiederhergestellt», sagte Innenminister Gérard Colomb nach der Räumung vom Freitag. Der Polizeichef von Paris lobte seine Beamten für einen Einsatz «ohne Zwischenfall». Studentenvertreter rügten dagegen das Vorgehen der Bereitschaftspolizei als «überzogene Knüppelei», Dutzende Kommilitonen hätten Verletzungen davongetragen.

Solidarisierungseffekt mit streikenden Arbeitern?

In den sozialen Netzwerken machte gar die Nachricht die Runde, ein junger Mann sei lebensgefährlich verletzt worden. «Der brutale Einsatz hat gerade die neuen Studenten enorm radikalisiert», sagt Aurelia und glaubt an einen zusätzlichen Mobilisierungsschub Anfang kommender Woche.

Ihr Kommilitone Jean-Jacques hofft zudem auf einen Solidarisierungseffekt mit den derzeit streikenden Arbeitern, Angestellten und Beamten – Eisenbahner, Piloten, Personal von Krankenhäusern und Justizverwaltung. «Es gibt eine Konvergenz der Kämpfe», theoretisiert der Geschichtsstudent und meint: «Wir haben eine Schlacht verloren, nicht aber den Krieg.»

Rail workers and civil servants demonstrate in Marseille, southern France, Thursday, April, 19, 2018. Thousands of people are expected to march in protest at French President Emmanuel Macron's reforms as rail strikes and student protests continue to shake the country. Rail workers have this week resumed their rolling strike aimed at fighting Macron's plans to revamp the national railway company SNCF before the network is opened to competition, while students continue to occupy campuses across France. (AP Photo/Claude Paris)

Verbinden sich die Studenten bald mit den streikenden Arbeitern? Bild: AP/AP

Am Centre Pierre Mendès France müssen derweil erst einmal die Schäden der Besatzungszeit beseitigt werden. Auf «mehrere hunderttausend Euro», bezifferte Universitätspräsident Georges Haddad die Kosten für die Renovierung der verwüsteten Hörsäle, die Erneuerung von zerstörtem Mobiliar und demolierter technischer Ausrüstung. «Vergeudetes Geld des Steuerzahlers», klagt Haddad und verspricht: «Die bevorstehenden Prüfungen werden wir durchführen. Das sind wir unseren hart arbeitenden Studenten schuldig.»

Schon gegen Macrons Arbeitsmarktreform wurde protestiert

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35
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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • John Carter 22.04.2018 14:19
    Highlight Wenige der Besetzer sind überhaupt Studenten an den Unis die sie besetzen. Es sind oftmals Chaoten oder Unruhestifter auch teils aus anderen Städten (TF1 20.00). Die meisten Studenten in Frankreich ärgern sich darüber und würden lieber ihre Matura-Prüfungen vorbereiten. Können aber wegen der Aggressivität der Chaoten nicht in die Uni.

    Das wäre etwas vergleichbar wie die Besetzer im Zürcher, Koch Areal. Hänger und Nichtsnutze die einfach Chaos und Zerstörung machen wollen. Nur, in Zürich haben die noch die Unterstützung von Stadtrat Wolf.
    24 5 Melden
    • Laut_bis_10 22.04.2018 18:03
      Highlight Die Studenten können ihre Maturaprüfungen sicher kaum erwarten 👌
      8 3 Melden
  • Dmnk 22.04.2018 10:44
    Highlight Sobald die Studienplätze nicht mehr durch Zufall sondern Leistungsabhängig vergeben werden sollen, gehen Studenten auf die Barrikaden. Meine Damen und Herren dies wird in Zukunft dann die selbst ernannte "Elite" unserer Gesellschaft sein...
    37 1 Melden
  • Frank8610 22.04.2018 10:29
    Highlight «Frankreich fehlen Akademiker», so die Literaturstudentin.

    Manchmal frag ich mich in welcher Welt diese linksextremen Unruhestifter leben.

    Frankreich hat genau das gegenteilige Problem. Praktisch alle machen die Matura (und gehen dann studieren) und es gibt viel zu wenig gut ausgebildete Handwerker. Deswegen versuchen sie seit Jahren sich was vom Schweizer Dualsystem abzugucken.

    Aber das ist sicher so eine die in ein paar Jahren das Patriarchat verteufeln wird weil sie viel weniger verdient als ihre männlichen Schulkollegen die Ingenieure oder Naturwissenschaftler wurden...
    57 12 Melden
  • Restseele 22.04.2018 09:52
    Highlight 1968 / 2018 und die Politiker haben nichts dazu gelernt...
    Sofort heisst es wieder, das seien 'professionelle Unruhestifter' oder einfach 'eine Minderheit'.
    Nein so einfach ist das nicht. Logisch ist das eine Minderheit, schliesslich studieren ja nicht alle. Zudem blockieren die neuen Gesetze den Zugang zu einem Studium durch (manipulierfähige) Selektionsverfahren. Da war ja die Auslosung noch besser. Keine gute Entwicklung und dagegen protestieren die Studenten. Würde es solche 'Minderheiten' nicht geben, würde heute noch die Guillotine täglich niedersausen.
    17 45 Melden
    • LeChef 22.04.2018 12:29
      Highlight Nein, es ist eine Minderheit der Studenten. Die meisten Studenten würden gerne einfach ihre Kurse besuchen (für die sie immerhin bezahlen), aber das können sie leider nicht, weil die Hörsäle von krakeelenden Utopisten besetzt sind.
      25 3 Melden
    • John Carter 22.04.2018 14:21
      Highlight Informiere Dich mal ein wenig Restseele. Und schau doch mal im Fernsehen wie es an den Unis ausschaut nachdem "Deine so friedlichen Studenten" gegangen sind. Es ist alles zerstört oder versprayt.

      Warum zerstören wenn man nur auf ein Problem aufmerksam machen will.

      You dreamer you!
      23 1 Melden
    • Hallosager 23.04.2018 00:09
      Highlight Ohne Minderheiten würde es heute noch die Guilottine geben? Und ich dachte beim Sturm der Bastille ging die grössere arme Unterschicht gegen die Minderheit der Oberschicht vor! Gut zu wissen, dass die Geschichte andersrum war 🤔
      Eine Minderheit hat übrigens den zweiten Weltkrieg und die damit verbundene Folgen angezettelt. So einfach, wie es dein Kommentar darstellt, ist das Ganze dann auch wieder nicht.
      2 0 Melden
  • Beggride 22.04.2018 09:42
    Highlight Die Besetzer stützen sich alsBeweggrund nicht auf Tatsachen, sondern nur auf ihr persönliches Zukunftszenario, was sie sich im Kopf ausgemalt haben.
    Demonstrieren bei uns Studenten, weil der Numerus clausus die Studenten auf Notenebene "diskriminiert"? Ich denke nicht... Studieren ist kein Menschenrecht.
    29 7 Melden
  • Gawayn 22.04.2018 09:12
    Highlight Ganz klar ist eine Studienplatz Vergabe anhand des Lebenslaufs und der Zensuren, einer wegen einer Lotterie unbedingt vor zu ziehen.

    Anders sieht es aus, wenn die Unis freie Hand zur Auswahl haben.
    Dann nur an Studenten aus vermögenden Familien die Plätze vergeben würden. Würden sie nämlich dann können.

    Beide Lösungen finde ich nicht gut.
    Man sollte sich EINZIG auf die Leistung der Bewerber beziehen.
    22 0 Melden
  • Gustav.s 22.04.2018 08:50
    Highlight Die grosse Hoffnung Macron. Studenten sauer, Arbeiter sauer, andere Länder ohne Beweise angreifen, als nächster wird er wohl seine Mauerbaupläne bekannt geben.
    8 32 Melden
    • rodolofo 22.04.2018 10:57
      Highlight Micron ist halt nicht wie sein Vorgänger Hollande, der von vielen Franzosen spöttisch "Monsieur Wackelpudding" genannt wurde.
      Zusammen mit Angela Merkel war Hollande das "Ehepaar Wackelpudding" an der Spitze der EU.
      Wie verhält sich ein Wackelpudding?
      Er gibt bei einem Druck durch eine zuschlagende Faust sofort nach und weicht nach allen Seiten aus. Doch hinten herum fliesst der Pudding zäh gegen den Arm der zuschlagenden Faust, so dass er die Faust und den Arm komplett umschliesst und bewegungsunfähig macht!
      Wie verhält sich Macron?
      Wie ein hartes Brett, so dass die Hand schmerzt.
      13 2 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 22.04.2018 08:48
    Highlight Spätestens bei Forderungen wie "Solidarität für Palästina" sieht man, dass es sich hierbei um nichts weiteres als ein kleine, ideologische Gruppe mit einem festen Freund-Feind-Schema handelt. Jeder der sich im Nahostkonflikt klar auf eine Seite schlägt macht sich in meinen Augen intellektuell unglaubwürdig.
    42 5 Melden
  • rodolofo 22.04.2018 08:29
    Highlight Frankreich ist und bleibt das Mutterland der Revolutionen!
    Eine Genferin hat mir einmal über Franzosen verraten, dass die ständig am reklamieren seien.
    Aber diese Genferin ist auch nicht auf den Kopf- und schon gar nicht auf den Mund gefallen!
    Und darum sage ich jetzt etwas, das ich schon lange hätte sagen sollen: Vive la nature!
    5 18 Melden
  • Radiochopf 22.04.2018 08:26
    Highlight Macron ein Mann für‘s Volk.. das Losverfahren ist sicher auch nicht super, aber wohl fairer als sie Reform.. in Zukunft werden wohl nur noch Studenten aus einer reichen Familie studieren können, also die Elite.. den so haben die Universitäten das Geld auf sicher.. ganz nach Macron, er ist ja für die Elite.. ehh Volk..
    5 27 Melden
    • Pafeld 22.04.2018 12:23
      Highlight Die obersten Hochschulen von Frankreich gehen bereits nach einem solchen Muster vor. An der renomiertesten (nicht "besten"!) Universität aus meiner Fachrichtung ist eine Mischung aus Leuten, aus den besten Familien Frankreichs und auch von solchen im Abschlussjahr, die in Zürich nicht einmal die Basisprüfungen bestanden hätten (Chemiestudenten, die im dritten Bachelorjahr keine Lewis-Strukturen zeichnen können...). Das französische System krankt doch an einigen Ecken. Und in gewisser Weise haben die jung ten Entscheidungen das Fass einfach zum überlaufen gebracht.
      5 1 Melden
  • derEchteElch 22.04.2018 08:25
    Highlight „..Auf mehrere hunderttausend Euro bezifferte der Uni-Präsident die Kosten für die Renovierung der Hörsäle, Erneuerung vom Mobiliar und techn. Ausrüstung..“

    Kein Problem.
    Die Kosten werden einfach von dem für die Studenten zur Verfügung gestellten Mittel subtrahiert.

    Keine Vergünstigung in der Mensa, keine Vergünstigung auf Kurse, Freizeitangebote, Erhöhung der Studiengebühren.

    Sollen sie lernen, dass man für Schäden aufkommen muss. Pech für Unbeteiligte, das nächste Mal werden sie diese kleinen Kravallgruppen selbstständig von solchen Aktionen abhalten..
    26 12 Melden
    • flv 22.04.2018 11:54
      Highlight Wieso sie Krawall machen, interessiert dich wieder einmal nicht, he? Hauptsache die verbrannten Steuergelder betonen und brav den wiederaufkeimenden Feudalismus bejubeln.
      3 17 Melden
    • Pafeld 22.04.2018 12:30
      Highlight Und somit ebenfalls mehrere 10'000 Studenten für den Blödsinn ihrer Kommilitonen/innen sinnlos mitbestrafen? Die Vergabe von Geldern an Pariser Universitäten ist so komplex, dass die Studenten diese 100'000 Euro auch so nie zu Gesicht bekommen hätten. Ich arbeite in einem Gebäude das unter Denkmalschutz steht, die Uni bekommt aber nicht annähernd genug staatliche Mittel, um nur den Gebäudezustand erhalten zu können. Vermutlich wäre es sogar das beste, marodierend durch die Gänge zu ziehen. Nur so gäbe es die notwendigen Mittel.
      1 8 Melden
  • Peter Silie (1) 22.04.2018 08:13
    Highlight ...fehlt nur noch dass sie den Weltfrieden fordern...
    22 5 Melden
    • rodolofo 22.04.2018 11:33
      Highlight Warum nicht?
      Das wäre doch sowohl intellektuell-theoretisch, als auch handfest-praktisch wünschenswert!
      5 6 Melden
  • Toerpe Zwerg 22.04.2018 08:06
    Highlight Studienplätze auslosen. Klar, macht im Sinne des sozialistitischen Grundgedankens Sinn. Sonst könnte sich Leistung lohnen. Das wäre ungerecht ... oh ... wait ...
    30 4 Melden
    • Pafeld 22.04.2018 12:37
      Highlight Studienplätze nicht auslosen bedeutet in Frankreich, dass sich die finanzielle Elite (unabhängig des Könnens der Studenten) die besten Plätze sichert und der Rest geradezu kastenmässig von oben nach unten vergeben wird. Der Feudalismus führt am Ende dazu, dass die Durchmischung der Fähigkeiten per Los wesentlich besser funktioniert, als per "angeblichem" Skill.

      Aber das ist eben Frankreich. Da ist man auch mal dazu bereit, eine Lösung anzustreben, das trotz sozialistischer Prägung besser funktioniert, als ein verklärt-liberales, dass sich durch Korruption nicht bewähren kann.
      1 15 Melden
    • Toerpe Zwerg 22.04.2018 13:07
      Highlight Das heisst dann Kapitulation.

      Es ist ein Armutszeugnis, wenn man anstelle von Messung und Förderung von Talent und Leistung ein Losverfahren als Lösung ansieht. Wie so oft ist Gleichheit das Gegenteil von Gerechtigkeit.
      10 0 Melden
  • Durolex 22.04.2018 07:52
    Highlight wiedermal irgendwelche randalierenden studis die noch nie einen tag geatbeitet haben in ihrem leben... kennen wir hier ja zur genüge...
    17 12 Melden
    • rodolofo 22.04.2018 11:38
      Highlight Was heisst da "wiedermal"?
      ENDLICH wiedermal!
      In letzter Zeit sehen wir nämlich vor allem Wutbürger-Dumpfbacken aus dem Rechtsextremen Sumpf von Front National und der PEGIDA-Bewegung.
      Wie viele davon Sozialhilfe-Empfänger sind, oder nichts arbeiten, weil in ihrem Chauvinisten-Haushalt die Hausfrau alle lebenswichtigen Dinge erledigt, weiss ich jetzt allerdings nicht so genau und muss das auch nicht so genau wissen.
      4 12 Melden
  • Bijouxly 22.04.2018 07:38
    Highlight Losen ist besser als eine Zuweisung aufgrund von Noten..? Sorry, aber das ist doch lächerlich.
    175 18 Melden
    • lilie 22.04.2018 08:28
      Highlight Da steht nichts von Noten. Es steht, jede Universität soll in Zukunft selber entscheiden können, nach welchen Gesichtspunkten sie Studenten aufnehmen.

      Die Studenten haben Angst, dass es z.B. Studierende mit Migrationshintergrund in Zukunft schwerer haben werden, einen Studienplatz zu kriegen.
      11 14 Melden
    • öpfeli 22.04.2018 08:56
      Highlight WENN nur Noten ausschlaggebend sind, dann wäre es absolut hinnehmbar.
      Name, Herkunft, CV spielen aber auch oft eine Rolle. Und dies darf nicht sein.
      9 15 Melden
    • Laut_bis_10 22.04.2018 08:58
      Highlight Grund ist die Platzknappheit:
      "Im vergangenen Jahr wurde in vielen Fällen mit Losverfahren entschieden, wer den begehrten Platz bekommt. Die restlichen Studenten wurden auf andere Universitäten aufgeteilt." - Tagesspiegel

      Neu wird da nichts mehr aufgeteilt, die Unis können einfach sagen: Nö, du nicht.
      16 1 Melden
    • Ollowain 22.04.2018 09:14
      Highlight Warum ist das lächerlich?
      6 5 Melden
    • loquito 22.04.2018 09:33
      Highlight In einem Land mit so viel sozialer ungerechtigkeit, würde diese noch mehr,... Ja, manchmal ist Losen fairer...
      6 11 Melden
  • zeromaster80 22.04.2018 07:19
    Highlight Erst mittig im Artikel wird darauf hingewiesen, dass es sich schlicht um eine laute und linksextreme Minderheit handelt. Nichts mit "Frankreichs Studenten".
    Die Forderungen sind typisch inhaltslos, Lösungen werden keine ordentlichen vorgeschlagen und dann wird noch etwas randaliert und zerstört, man zahlt die Schäden ja nicht selbst.
    163 46 Melden
  • Francis Begbie 22.04.2018 06:47
    Highlight ✊🏻✊🏼✊🏽✊🏾✊🏿

    #solidarität
    23 106 Melden

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