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Ein Toter und vier Verletzte nach Messer-Attacke in Paris ++ «IS» bekennt sich zu Angriff

12.05.18, 22:49 13.05.18, 08:46

Der Attentäter, der am Samstagabend im Stadtzentrum von Paris einen Passanten mit einem Messer getötet hat, stammte aus Tschetschenien. Die Eltern des 1997 geborenen Mannes seien in Gewahrsam.

Seine Eltern würden derzeit von der französischen Polizei verhört. Dies verlautete am Sonntagmorgen aus Justizkreisen in der französischen Hauptstadt. Die Polizei hatte den Täter erschossen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beanspruchte die Tat für sich.

Bild: EPA/EPA

Der Täter hatte kurz vor 21.00 Uhr in einem Ausgehviertel nahe der Oper im Herzen von Paris zugeschlagen. Der Angreifer stach auf mehrere Passanten ein. Ein Mann wurde getötet, vier weitere Personen verletzt. Er habe bei seiner Tat «Allahu Akbar» (arabisch für: «Gott ist am grössten») gerufen, teilte die Staatsanwaltschaft unter Berufung auf die Aussagen mehrerer Zeugen mit. Bei dem getöteten Passanten handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 31-jährigen Mann.

«Frankreich zahlt erneut den Preis des Blutes, gibt aber gegenüber den Feinden der Freiheit nicht einen Zoll nach», erklärte Macron auf Twitter. Seine Gedanken seien bei den Opfern und ihren Angehörigen. «Ich lobe im Namen aller Franzosen den Mut der Polizisten, die den Terroristen neutralisiert haben.»

Belebtes Stadtviertel gewählt

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo erklärte: «Unsere Stadt wurde heute Abend tief verletzt.» Die Attacke ereignete sich in der Nähe der Garnier-Oper, ein Stück nördlich des Louvre-Museums. In dem Viertel gibt es zahlreiche Bars und Restaurants; samstagabends ist dort üblicherweise viel los.

Der Tatort befindet sich in der Nähe der Garnier-Oper. Bild: EPA/EPA

Eine Frau erzählte dem Sender BFMTV, dass sie mit Freundinnen im Aussenbereich eines Gastronomiebetriebs sass, als sie Schüsse gehört habe. «Dann gab es einen Tumult. Die Kellner sagten, dass wir uns in Sicherheit bringen sollten.»

Ein weiterer Zeuge erzählte dem Sender, als die Polizei kam, sei der Mann mit dem Messer auf die Beamten zugerannt. Auch Vertreter der Polizeigewerkschaft Alliance erklärten, der Angreifer habe sich gegen Polizisten gewandt. Demnach versuchte die Polizei zunächst ohne Erfolg, den Täter per Elektroschockgerät zu stoppen. Dann habe ein Polizist geschossen. Innenminister Gérard Collomb würdigte die «Reaktionsfähigkeit» der Polizei.

Immer wieder Frankreich

Frankreich war in den vergangenen Jahren mehrfach Ziel von islamistischen Terroranschlägen, seit Anfang 2015 wurden dabei mehr als 240 Menschen ermordet. Zuletzt hatte Ende März ein 25 Jahre alter bekennender Islamist vier Menschen getötet – darunter einen Gendarmen, der sich ihm als Austauschgeisel angeboten hatte.

Mehrfach wurde auch Paris von Anschlägen erschüttert. Die verheerendste Attacke war die Terrornacht vom 13. November 2015: Damals hatten mehrere Islamisten-Kommandos bei zeitgleichen Anschlägen unter anderem in einem Ausgehviertel im Osten der französischen Hauptstadt insgesamt 130 Menschen ermordeten. (sda/dpa/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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17
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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ursus ZH 13.05.2018 07:29
    Highlight Und wieder einer, der glaubt als Märtyrer ins Himmelreich zu kommen, 7 Jungfrauen zu bekommen, aber schliesslich in der heissen Hölle schmoren wird.
    41 4 Melden
    • Skip Bo 13.05.2018 10:39
      Highlight Es gibt weder ein Paradies noch eine Hölle. Der Typ wird weder belohnt noch bestraft.
      Die Justiz wird sich an Mitwisser, Hassprediger und Unterstützer halten müssen. Die Feinde der Freiheit werden sich bis zum nächsten Anschlag etwas ducken, aber keine Konsequenzen erfahren. Worthülsen von Politikern sind Beruhigungspillen mit dreitägier Wirkung.
      15 6 Melden
  • Ni Hao 13.05.2018 05:52
    Highlight Schon wieder einer der allahu akbar gerufen hat und danach gabs tote. Scheint einen zusammenhang zu geben...
    58 22 Melden
    • Hoppla! 13.05.2018 10:07
      Highlight Und der ist um ganz konkret zu werden?
      3 20 Melden
    • Datsyuk 13.05.2018 11:30
      Highlight Zwischen dir und hetzerischen Kommentaren scheint es auch einen Zusammenhang zu geben. Du spielst dem IS ja in die Hände mit deinem Verhalten.
      8 27 Melden
    • Ni Hao 13.05.2018 11:46
      Highlight Ja. Man kann auch die augen verschliessen und tatsachen ignorieren. Ob es aber etwas nützt?
      18 5 Melden
    • Datsyuk 13.05.2018 12:29
      Highlight Später wie du nützen dem IS. Schade...
      3 7 Melden
    • swisskiss 13.05.2018 13:39
      Highlight Ni Hao: "Yī zhāo bèi shé yǎo, shí nián pà cǎo shéng"

      Wer einmal von der Schlange gebissen wurde, fürchtet sich zehn Jahre lang vor jedem Strick.
      2 2 Melden
    • ezclips 13.05.2018 14:24
      Highlight Datsyuk "hetzerischen Kommentaren " Nun das ist nur bedingt richtig. Wie erklären Sie sich das in Saudi Arabien in offiziellen Schulbücher von Erstklässler über das töten von nicht gläubigen, Christen und Juden gelernt wird?
      7 2 Melden
    • Saraina 13.05.2018 17:18
      Highlight Ezclips: kannst du uns bitte eine Quelle zum offiziellen saudischen Schulbuch besorgen? Eine Kopie des Lehrplans wäre auch toll. Du scheinst ja ausgezeichnete Beziehungen dahin zu haben, und dich im Arabischen gut auszukennen. Danke.
      1 5 Melden
    • Datsyuk 13.05.2018 18:29
      Highlight * Spalter
      1 4 Melden
    • ezclips 14.05.2018 07:41
      Highlight Saraina: Als Einstieg in das Thema empfehle ich Ihnen den Report von Sarah Leah Whitson, Middle East Director at Human Rights Watch zu lesen. Das Interview vom kanadischen Professor Gad Saad mit Anwalt und Aktivist Mufassil Islam fand ich sehr interessant (THE SAAD TRUTH_631)
      0 0 Melden
    • Saraina 14.05.2018 12:27
      Highlight Gad Saad ist ein libanesisch-jüdischer Marketingprofessor mit ausgeprägt atheistischem Hintergrund. Er ist also sowohl Partei als auch Propagandaprofi. Ich bezweifle ernsthaft, dass er je eine saudische Schule besucht hat. Dass Kinder in Saudi Arabien staatlicherseits zum Töten von Juden und Christen angehalten wprden, ist Quatsch. Im Gegenteil ist Saudi Arabien dabei, sich für Tourismus zu öffnen, und die Saudis, die in den USA studieren oder den Sommer in London verbringen laufen ja nicht gerade herum und töten die Ungläubigen in der Nachbarschaft.
      0 0 Melden
  • Alexis92 13.05.2018 02:06
    Highlight Mein Beileid an die Opfer! Wie manipuliert muss man werden, um so etwas zu tun? Wann werden wir endlich einsehen, dass der Dialog und das akzeptieren anderer Meinungen der einzige Schlüssel für ein friedsames zusammenleben ist. Gewalt erzeugt Gegengewallt oder actio = reactio. Die Evolution gab uns den Verstand, ihn zu verwenden liegt doch in unserem Wesen. Doch das Geld macht uns blind!
    36 67 Melden
    • Mikee 13.05.2018 02:54
      Highlight Wenn es um Geld ginge... Nein es geht um einen imaginären Typen...🤦

      Leider leben die Menschen die so was tun und an so was glauben noch in einer anderen Zeit. Vielleicht in 100 Jahren kapieren sie es...
      41 8 Melden
    • MitchMossad 13.05.2018 09:30
      Highlight Leider werden da nicht mal 1000 reichen...
      8 3 Melden
    • Alexis92 13.05.2018 16:24
      Highlight Ich frage mich wie man im Namen vom Schöpfer Morde rechtfertigen kann. Ist das nicht lediglich ein Vorwand um seine Gewaltphantasien auszuleben. Wenn man so etwas plant sollte man doch auch die Konsequenzen für die eigene Familie miteinbeziehen. Solche Taten passieren ja nicht affektiv. Einfach unglaublich wie kurzsichtig einige Menschen denken bzw. handeln. Die haben anscheinend nichts zu verlieren, wurden bezahlt, und/oder radikalisiert. Man kommt ja dann in den Himmel. Ja ne ist klar....
      1 2 Melden

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