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Gerechtigkeit siegt: Das sind die vier neuen Träger des Alternativen Nobelpreises

30.11.15, 18:54


Sie kämpfen für die Rechte von Homosexuellen, versorgen Millionen verwundeter Kriegsopfer oder setzen sich für Klimaschutz und Abrüstung ein: Vier Preisträger sind am Montag in Stockholm mit dem Alternativen Nobelpreis geehrt worden. Zum ersten Mal ging die Auszeichnung dabei nach Italien und Uganda.

Die Right Livelihood Award Stiftung verlieh den Preis an den italienischen Arzt Gino Strada für seine Versorgung von Kriegsopfern sowie an Kasha Jacqueline Nabagesera, die in Uganda für die Rechte von Homo-, Inter- und Transsexuellen kämpft.

«Nabagesera ist eine der mutigsten und direktesten Menschenrechtsaktivistinnen in ihrer Heimat», sagte Stiftungsgründer Jakob von Uexküll im schwedischen Reichstag.

Austrian singer Conchita Wurst (R) and Ugandan LGBT rights activist Kasha Jacqueline Nabagesera (L) pose during a press meeting in Stockholm November 27, 2015. Ms. Nabagesera visits Stockholm as recipient of the 2015 Right Livelihood Award  ATTENTION EDITORS - THIS IMAGE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. SWEDEN OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN SWEDEN. NO COMMERCIAL SALES.

Kasha Jacqueline Nabagesera mit Conchita Wurst
Bild: TT NEWS AGENCY/REUTERS

Über Stradas Organisation Emergency, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehr als sechs Millionen Menschen in Konfliktgebieten medizinisch versorgt hat, sagte von Uexküll: «Leider wird ihre Arbeit heute mehr gebraucht denn je.»

Die Nichtregierungsorganisation (NGO) kümmert sich auch um viele der Millionen Flüchtlinge, die sich 2015 auf den Weg nach Europa gemacht haben, sowie um Notleidende vor Ort. «Während manche Länder und Gemeinschaften ihre Grenzen - und ihre Herzen - für die geöffnet haben, die vor gewaltsamen Konflikten und Unterdrückung fliehen, sind andere fremdenfeindlicher und intoleranter geworden», warnte von Uexküll.

Inuit-Aktivistin und Marshall-Inseln geehrt

Einen weiteren der mit je rund 106'000 Euro dotierten Preise überreichte von Uexküll an die kanadische Inuit-Aktivistin Sheila Watt-Cloutier.

epa05049675 Sheila Watt-Cloutier (R) of Canada, receives the prize from Jakob von Uexkull (L) the founder of the Right Livelihood Award, for protect the Inuit of the Arctic and defending their right to maintain their livelihoods and culture, which are acutely threatened by climate change in Stockholm, Sweden, 30 November 2015.  EPA/VILHELM STOKSTAD SWEDEN OUT

Von Uexküll ehrt die Kanadierin Sheila Watt-Cloutier
Bild: EPA/TT NEWS AGENCY

Das Volk der Marshallinseln und ihr Aussenminister Tony de Brum bekamen einen Ehrenpreis. De Brum hatte 2014 vor dem Internationalen Gerichtshof Klagen gegen alle neun Atomstaaten eingereicht, weil sie sich nicht an die Abmachungen aus dem Atomwaffensperrvertrag hielten.

In this Nov. 5, 2015 photo, Foreign  Minister Tony de Brum cools off and relaxes with beer while he sits on a rock in Majuro Atoll, in the Marshall Islands. Climate change poses an existential threat to places like the Marshall Islands, which protrude only 6 feet (2 meters) above sea level in most places. (AP Photo/Rob Griffith)

Tony de Brum, Aussenminister der Marshallinseln, nimmt vor der Haustür ein Bad
Bild: Rob Griffith/AP/KEYSTONE

Mit dem Preis – offiziell Right Livelihood Award – werden jedes Jahr Kämpfer für Menschenrechte, Umweltschutz und Frieden geehrt. Bislang zählt die Stiftung 162 Preisträger aus 67 Ländern.

Im vergangenen Jahr hatte sie für Aufruhr gesorgt, als sie Edward Snowden in Abwesenheit auszeichnete. Der US-Whistleblower hält sich in Russland auf, um sich einer Strafverfolgung durch die US-Behörden zu entziehen.

«Es ist der Ehrgeiz der Right Livelihood Award Stiftung, dass Snowden 2016 als freier Mann nach Schweden kommen und in Sicherheit seinen Preis entgegennehmen kann», sagte von Uexküll.

(sda/dpa)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • NWO Schwanzus Longus 30.11.2015 20:26
    Highlight Ich will ja nichts schlechtes sagen, aber Conchita Wurst hat hier an Alternativen Nobelpreis veranstaltungen nichts zu suchen. Noch hat sie an irgendeiner andere Friedenspreis veranstaltung. Die Wurst hat hier nichts geleistet.
    17 7 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 30.11.2015 21:56
      Highlight Das* Wurst ist Korrekt in diesem Fall.
      Da keine Genderbestimmung absolut angewant werden kann.
      3 1 Melden
    • Pana 01.12.2015 01:00
      Highlight Das können die Verantwortlichen wohl ein bisschen besser einschätzen als du.
      2 2 Melden

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