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Unschöne Nebengeräusche bei der Wahl zum «Mr. Ugly» in Simbabwe

Es muss ja nicht immer um Schönheit gehen: In Simbabwe wird jährlich ein «Mr. Ugly» gekürt. Dieses Jahr kam es dabei allerdings zu unschönen Anschuldigungen.

21.11.15, 19:29 22.11.15, 10:26

«Mr. Ugly»-Wahl in Simbabwe

Ein Artikel von

Maison Sere ist glücklich. 500 Dollar Preisgeld – das ist für den 42-jährigen Arbeitslosen eine stattliche Summe. Sere wurde am Freitagabend zum hässlichsten Mann Simbabwes gekürt, in einer Kneipe in der Hauptstadt Harare.

«Ich danke Gott für diesen Titel», sagte der frischgebackene «Mr. Ugly». «Beim letzten Mal bin ich nur Vierter geworden. Ich möchte mich einfach nur bei den Juroren bedanken, dass sie mich zum Sieger gekürt haben.»

«Wir suchen nach natürlicher Hässlichkeit», sagte Veranstalter David Machowa im Vorfeld. Das Gesicht zähle am meisten, aber bewertet würde auch der Bühnenauftritt und ihre Antworten in einer Fragerunde.

Der Hässlichkeitswettbewerb wurde zum vierten Mal ausgetragen, nachdem er vergangenes Jahr ausgefallen war. Das Jahr zuvor hatte William Masvinu den Titel geholt, dieses Mal musste er sich mit dem zweiten Platz und einem Trostpreis von 100 Dollar begnügen.

Nach dem Wettbewerb beschwerte sich der nun offiziell zweithässlichste des Landes, dass die Juroren nicht fair gewesen seien. Die Veranstalter müssten sich eine neue Jury suchen und den Wettbewerb wiederholen. «Ich habe heute nicht verloren», sagte er selbstbewusst.

wbr/AFP/AP

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 22.11.2015 08:03
    Highlight Es gibt keine hässlichen Menschen. Nur hässliche Charaktere. Und im Fall des Siegers könnte ein Zahnarzt alles richten. Über sein Preisgeld dürfte er allerdings froh sein.
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    • Petrarca 22.11.2015 12:52
      Highlight @Rhabarber: Ganz ehrlich, es gibt sehr wohl "unschöne" Menschen. Menschen, die nicht angenehm anzusehen sind. Weil sie einen Unfall hatten, die falschen Gene haben oder was auch immer. Der Witz an der Sache: Das wäre alles kein Problem, wenn wir aufhören würden, uns über unser Äusseres zu definieren. Niemand behauptet, "alle Menschen können schön zeichnen". Weil wir uns nicht über zeichnerischen Fähigkeiten definieren! Würden wir uns auch nicht über "Schönheit" definieren, bräuchten wir uns auch nichts vorzumachen a la: "auch ich bin hübsch". Nein, bin ich u.U. nicht und das ist auch egal.
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    • Gelöschter Benutzer 22.11.2015 20:41
      Highlight Sorry, Petrarca, das siehst du falsch. Ein Handwerk ist das, was man tut. Aussehen ist das, was man hat. Optische Wahrnehmung ist zudem extrem individuell und daher liegt Schönheit im Auge des Betrachters.

      Was du mit Unfallopfern meinst, sind entstellte Menschen. Ich rede vom angeborenen Aussehen. Und da hab ich noch nie einen hässlichen Menschen gesehen. Es sei denn, er hätte einen dermassen kranken Charakter, dass dieser seine Gesichtszüge deformiert hat. Aber selbst dort kann ich immer noch Schönes finden. Mag sein, dass das Künstlerauge anders sieht als andere.
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    • Petrarca 22.11.2015 22:23
      Highlight Falsch, ein Handwerk hat meist auch mit Talent zu tun. Und das hat man oder eben nicht. Und in etwas untalentiert sein ist doch völlig in Ordnung. Und wenn Aussehen Geschmacksache ist, dann müssen wir auch ehrlich zu uns selbst sein und eingestehen, dass eine Mehrheit jmd schön, aber eben auch unschön finden kann (was sowieso mathematisch erklärbar ist, Symmetrie und so...). Was ist also so schlimm daran, jmd nicht schön zu finden? Nichts! Weil Schönheit absolut unbedeutend sein sollte! Wir sollten Kinder so erziehen, dass sie nicht in Schönheit ihre Bestätigung suchen müssen, sondern in wichtigen Dingen. Mit diesem "alle Menschen sind auf ihre Art irgendwie hübsch" fördern wir doch bloss die Vorstellung, dass Schönheit etwas Wichtiges ist. Fakt ist aber, dass es schlicht keine Rolle spielen sollte. Sich selbst eingestehen, dass man für viele Leute nicht sehr hübsch wirkt, sollte in uns dasselbe auslösen wie die Einsicht, dass man im Schach wohl nicht sonderlich talentiert ist: Nichts. Weil es uns egal ist und auch allen Mitmenschen egal sein sollte!
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    • Gelöschter Benutzer 22.11.2015 22:53
      Highlight Der aktuelle Schönheitswahn ist primitiv im wahrsten Sinne des Wortes. Er entspricht dem Tierischen in uns. Schönheit wie üblicherweise verstanden ist nur ein Synonym für "Mit ihm/ihr kann ich gesunde Kinder zeugen." Das optische "Aufmotzen" der Menschen entspricht der tierischen Balz.

      Diese Form von Schönheit ist mir egal. Als Künstlerin find ich in allem Schönheit. Es ist nichts Schlechtes an Schönheit. Sie bringt viel Freude in unser Leben. Schlecht daran ist nur der Umgang der Masse mit dem Thema. Die Menschheit steckt eben noch in Kinderschuhen. Man kann jedoch auf die Zukunft hoffen.
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  • Marco4400 21.11.2015 23:27
    Highlight Wie kann es sein, dass der Wettbewerb letztes Jahr ausfiel, aber trotzdem jemand gewonnen hat?
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    • NRK 22.11.2015 11:58
      Highlight letztes jahr hat niemand gewonnen. im artikel steht letztes mal, nicht letztes jahr.
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