International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Rohani selbst hält sich zugute, den Menschen wieder Zuversicht und Hoffnung gegeben zu haben. Bild: Ebrahim Noroozi/AP/KEYSTONE

Hassan Rohani: Der neue alte Präsident des Irans

Der moderate Kleriker Hassan Rohani hat es geschafft. Nach seinem Sieg bei der Präsidentenwahl im Iran kann er für weitere vier Jahre im Amt bleiben.

20.05.17, 10:59 20.05.17, 14:32


In seiner ersten Amtszeit hat er vieles erreicht – vieles aber auch nicht. Mit dem Wiener Atomabkommen von 2015 und dem Ende der Wirtschaftssanktionen nach mehr als zehn Jahren hat der 68-Jährige jedenfalls politisch und wirtschaftlich vieles verbessert.

Für ihn war es besonders wichtig, das international schlechte Image des Gottesstaates zu verbessern. Nach dem Atomabkommen fliesst das Öl wieder. Der Westen spricht wieder mit dem Iran und gesellschaftlich ist das Land liberaler geworden. Rohani selbst hält sich zugute, den Menschen – vor allem den Jugendlichen – wieder Zuversicht und Hoffnung gegeben zu haben.

Nur die bisherige Wirtschaftsbilanz des 1948 in Sorcheh im Zentraliran geborenen Klerikers ist nicht gerade rosig. Der Ölexport läuft zwar wieder, aber die von ihm versprochene wirtschaftliche Wende ist ausgeblieben.

Sein Problem sind die grossen europäischen Banken, die wegen der US-Sanktionen ausserhalb des Atomabkommens die Handelsprojekte mit dem Westen nicht finanzieren wollen. Damit konnte Rohani sein Versprechen, neue Arbeitsplätze zu schaffen, nicht umsetzen.

Veränderungen unter Erwartungen

Auch aussenpolitisch ist der Iran noch längst nicht der von Rohani erhoffte zuverlässige Partner des Westens. Das liegt vor allem an der iranischen Anti-Israel-Politik sowie der Unterstützung für Präsident Baschar al-Assad im Syrien-Konflikt.

Innenpolitisch blieben die liberalen Veränderungen unter den Erwartungen zurück. Statt der Freilassung der politischen Gefangene sind weitere hinzugekommen. Gegen die Hardliner in der Justiz kommt Rohani nicht an.

Rohani ist sich bewusst, dass er seinen Anhängern noch sehr viel schuldig ist. Die Versprechen will er nun in seiner zweiten Amtszeit umsetzen. Dazu gehören insbesondere mehr Freiheiten. Dafür muss er sich aber gegen die einflussreiche Justiz durchsetzen. Gegen die war er in seinen ersten vier Jahren machtlos. (viw/sda/dpa)

Wahlen im Iran: Diese Frauen heizen den Mullahs ein

Das könnte dich auch interessieren:

«Who is America?» – 7 Fakten über die neue Skandal-Show von Sacha Baron Cohen

Warum das chinesische Modell über den Westen siegen wird

Die 10 wichtigsten Fragen und Antworten zur WM 2022 in Katar

Hat die Queen gerade Trump getrollt? Diese Bloggerin ist davon absolut überzeugt

Ein kleiner Vorgeschmack, was uns bei der nächsten WM erwartet

So gross müsste ein Gebäude sein, um die gesamte (!) Menschheit zu beherbergen

Nach diesen 5 Dokus wirst auch du deine Ernährung hinterfragen

Wie mich Sekten mundtot machen wollten – und was ich daraus gelernt habe

«Nur no ä halbs Minipic»: Lara Stoll steckt für 127 Stunden mit dem Finger im Abfluss fest

Erkennst du alle Filme an nur einem Bild? Wer weniger als 7 hat, muss GZSZ* gucken!

8 Dinge, die purer Horror sind, wenn sie morgens vor deinem ersten Kaffee passieren

Bei welchen Fluglinien hast du gratis oder günstig WLAN? Der Preisvergleich zeigt's

Das sind die Tops und Flops der WM

Swatch legt Rekordumsatz hin

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • The Origin Gra 20.05.2017 15:27
    Highlight Ich hoffe das der Iran sich langsam dafür aber Nachhaltig und Tiefgreifend ändert und offener wird.
    19 3 Melden
    • Oberon 20.05.2017 18:39
      Highlight Ja das hoffe ich auch und wir sollten dem Land auch die Möglichkeit dazu geben.
      Einfach mit etwas Vorsicht, wie wir ja seit längerem mit der Türkei sehen kann es jederzeit eine 180 Grad wende geben.
      9 2 Melden

82-jähriger Inder hatte die längsten Fingernägel der Welt – nun sind sie weg

Die längsten Fingernägel der Welt sind abgeschnitten worden: Der 82-jährige Inder Shridhar Chillal präsentierte die fünf Rekord-Fingernägel am Mittwoch (Ortszeit) in einem Kuriositätenmuseum am New Yorker Times Square.

Die Rekord-Fingernägel, die 66 Jahre lang an der linken Hand des Inders auf je knapp 200 Zentimeter angewachsen waren, sollen nun permanent in einer Vitrine gezeigt werden. «Ich habe 66 Jahre lang für meine Fingernägel gelebt», sagte Chillal mit Übersetzungshilfe von seiner …

Artikel lesen