International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Foreign ministers (L-R) Sergei Lavrov of Russia, Frank-Walter Steinmeier of Germany, Laurent Fabius of France and Pavlo Klimkin of Ukraine pose for a picture ahead of their meeting at the German foreign ministry's Villa Borsig at lake Tegel in Berlin, Germany September 12, 2015. REUTERS/Tobias Schwarz/Pool

In einigen Dingen entscheidend vorangekommen: Die Aussenminister Sergej Lawrow (Russland), Frank-Walter Steinmeier (Deutschland), Laurent Fabius (Frankreich), Pavlo Klimkin (Ukraine) in Berlin.
Bild: POOL/REUTERS

Sehen auf jeden Fall zuversichtlich aus: Aussenminister machen Fortschritte im Ukraine-Konflikt

13.09.15, 04:41 13.09.15, 09:29


Im Ukraine-Konflikt gibt es nach der weitgehenden Respektierung des Waffenstillstands Hoffnung auf weitere Fortschritte. Das bescheinigten die Aussenminister von Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine nach einem Treffen in Berlin.

Bei dem etwa dreieinhalbstündigen Gespräch sei man «in einigen Dingen entscheidend vorangekommen», sagte der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier am Samstagabend. Sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow sprach von einer «wichtigen Etappe» zur Vorbereitung des Ukraine-Gipfels Anfang Oktober in Paris.

Siebeneinhalb Monate nach den Friedensvereinbarungen von Minsk wollen sich dann die Staats- und Regierungschefs aus allen vier Ländern erneut zusammensetzen. Lawrow sagte, wichtig sei jetzt, die bestehenden Vereinbarungen auch einzuhalten.

«Gott sei Dank eine andere Debatte»

Nach Steinmeiers Worten gibt es gute Chancen, dass nächste Woche eine konkrete Vereinbarung zum Abzug von Waffen von der Demarkationslinie im Osten des Landes unterzeichnet wird. Zudem sei man sich einig darin, dass mit der Entfernung von Landminen begonnen werden könne. Auch beim Thema Wahlen seien die Aussenminister «spürbar vorangekommen». Allerdings gebe es immer noch «schwierige und strittige Fragen».

«Das Gespräch heute Abend hat mir gezeigt, dass sich die Mühe lohnt.»

Frank-Walter Steinmeier

Der Friedensplan, der Mitte Februar bei einem Gipfel in der weissrussischen Hauptstadt Minsk vereinbart wurde, ist in entscheidenden Teilen immer noch nicht umgesetzt. Seit dem 1. September wird jedoch der Waffenstillstand, den ukrainische Einheiten und prorussische Separatisten immer wieder gebrochen hatten, weitgehend eingehalten. Insgesamt gab es in dem Konflikt seit Frühjahr 2014 bereits annähernd 8000 Tote.

Steinmeier sagte: «Wir sind bei weitem nicht so weit, wie ich mir das wünsche. Aber wir haben heute Gott sei Dank eine andere Debatte gehabt als bei den letzten Zusammentreffen. Das Gespräch heute Abend hat mir gezeigt, dass sich die Mühe lohnt.» Alle Beteiligten hätten erkennen lassen, dass sie «Fortschritte in der Sache wollen».

Das Treffen in der Villa Borsig war bereits das siebte dieser Art. Weitere Teilnehmer waren der ukrainische Aussenminister Pawlo Klimkin und der französische Ressortchef Laurent Fabius. (sda/dpa)

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

SP-Nationalrat wollte in der Türkei Prozess beobachten und musste Flucht ergreifen

Um sich ein Bild vor Ort zu machen, bereiste der SP-Nationalrat Fabian Molina die Osttürkei. Sein Versuch als Beobachter an einem Gerichtsprozess teilzunehmen, scheiterte.

Gemeinsam mit dem emeritierten Soziologie-Professor Ueli Mäder und dem Präsidenten des Schweizerischen Friedensrats Ruedi Tobler bereiste der SP-Nationalrat Fabian Molina anfangs Oktober die Osttürkei. Fünf Tage war die kleine Reisegruppe unterwegs. Zurückgekommen ist sie mit einem Strauss voller intensiver Erfahrungen. 

Die Mission sei gewesen, sich ein Bild der aktuellen Situation in der Türkei und speziell von derjenigen der ethnischen Minderheiten zu verschaffen. Seit seinem …

Artikel lesen