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Wikileaks gibt den USA die Schuld für die Internet-Kappung. Bild: © Peter Nicholls / Reuters/REUTERS

Ecuador kappt Wikileaks-Gründer Julian Assange das Internet

Ecuador hat bestätigt, dass es die Internetverbindung des Wikileaks-Gründers Julian Assange gekappt hat. Dies, nachdem die Enthüllungsplattform gehackte Dokumente von Hillary Clintons Wahlkampfmanager veröffentlicht hatte.

19.10.16, 05:49 19.10.16, 08:01

Ecuadors Aussenministerium erklärte am Dienstag, es habe entschieden, die Internetverbindung Assanges in der Londoner Botschaft «vorübergehend einzuschränken». Es betonte, Ecuador sei gegen die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten.

«Die Regierung Ecuadors respektiert das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten», erklärte das Ministerium. «Sie mischt sich nicht in externe Wahlprozesse ein und bevorzugt auch keinen bestimmten Kandidaten.»

Am Montag hatte Wikileaks dem südamerikanischen Staat vorgeworfen, Assanges Internetverbindung unterbrochen zu haben. Zugleich beschuldigte Wikileaks US-Aussenminister John Kerry, Druck auf Ecuador ausgeübt zu haben.

USA weisen Vorwurf zurück

Der US-Aussenamtssprecher John Kirby wies diese Vorwürfe am Dienstag zurück. Zwar sei die US-Regierung seit langem über Wikileaks «besorgt», doch habe sie mit dem Vorgang nichts zu tun. Die Behauptung von Wikileaks, dass Kerry mit Ecuadors Präsident Rafael Correa am Rande der Zeremonie zur Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen Kolumbiens Regierung und der FARC-Guerilla am 26. September über dieses Thema gesprochen habe, sei falsch.

Assange lebt seit Juni 2012 in einem kleinen Zimmer von Ecuadors Botschaft in London, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen, wo ihn die Justiz zu Vorwürfen der Vergewaltigung befragen will. Der 45-jährige Australier befürchtet nach eigenen Angaben, von Stockholm in die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats drohen würde.

Keine Lösung in Sicht

Auch vier Jahre nach Assanges Flucht in die Botschaft ist keine Lösung der Situation absehbar.

Wikileaks hatte zuletzt Dokumente vom E-Mail-Konto von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta veröffentlicht, darunter drei bezahlte Reden, die die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin für die Investmentbank Goldman Sachs gehalten hatte. Clintons Wahlkampfteam wirft Russland vor, hinter dem Hackerangriff auf Podestas E-Mail-Konto zu stecken. Zugleich beschuldigte es Wikileaks, Clintons republikanischen Rivalen Donald Trump zu begünstigen. (sda/afp/rwy)

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Lowend 19.10.2016 10:38
    Highlight Hat Putin die Rechnung für Den Internetanschluss nicht mehr zahlen können?
    3 12 Melden
    • opwulf 19.10.2016 12:48
      Highlight Ich glaube du verwechselst hier Snowden mit Assange? Wie stehst Du eigentlich zu den Whistleblowern welche Informationen zu Ungunsten von Schweizer Banken veröffentlichten? Fandest du dies auch daneben? Oder bist du nicht so konsequent? Schweizer Interessen sind nicht schützenswert vorallem wenn sie immoralisch sind? Amerikanische Interessen aber schon? Oder wie kann/darf man Dich verstehen? Ist nicht böse gemeint, es interessiert mich einfach!
      7 0 Melden
  • StealthPanda 19.10.2016 10:26
    Highlight Ist schon Interessant das Watson zum teil sehr wählerisch umgeht mit den Informationen die die Leser lesen sollten. Warum wird nichts erwähnt von den E- Mails schließlich wurden die gestern veröffentlicht und lassen Clinton in einem sehr schlechten Licht dastehen. Betreibt man hier Gesinnungs Manipulation? Ich bin zwar weiss Gott kein Trump Fan jedoch sollten beide seiten gründlich beleuchtet werden damit sich der Leser ein umfassendes Urteil bilden kann. bin zwar kein Fan von 20min aber: http://www.20min.ch/ausland/news/story/Wikileaks-macht-Wahlkampf-fuer-Trump-22487875
    10 2 Melden
    • ands 19.10.2016 12:35
      Highlight Toll, dass 20 Minuten die Erkentnisse aus den Wikileaks E-Mails zusammenfasst. Doch was davon ist nun der grosse Skandal, der diesen Artikel rechtfertigt? Was davon lässt Hillary Clintion in einem *sehr* schlechten Licht dastehen?
      Neun Kleinigkeiten (Punkt 10 zähle ich nicht) sind nunmal nur eine Randnotiz wert. Sonst müsste jede von Trumps Aussagen und Eskapaden eine ganze Zeitung füllen.
      Zum Thema ausgeglichene Berichterstattung empfehle ich Ihnen den Kommentar von Kian vom Montag: http://wat.is/5pEECBAAxEj8MBCA
      1 6 Melden
    • StealthPanda 19.10.2016 13:38
      Highlight Ich denke die Gewichtung der einzelnen Punkte sollte Sache des Wählers sein. Was sie als Randnotiz abtun könnte für einen anderen das Zünglein an der Waage sein und darüber sollten die Medien nicht entscheiden sondern der Wähler, schliesslich muss er mit dieser Entscheidung am Schluss leben. Dies ist Demokratie man lässt dem Wähler die Entscheidung über Pest oder Cholera. Ich begrüsse durchaus Zusammenfassungen von Medien, geschickte Szenarien und Warnungen. Jedoch sollte das Urteil der Wähler fällen und dazu braucht er Neutralität da er sonst mit Meinungen geimpft wird.
      3 1 Melden
    • ands 19.10.2016 17:03
      Highlight Ich bezweifle, dass so viele amerikanische Wähler watson oder 20 Minuten lesen.
      3 1 Melden
  • Karl33 19.10.2016 10:08
    Highlight Gerne geht vergessen, dass Assange nur festgenommen werden konnte weil ein erfundener, bis heute unbelegter Vergewaltigungsvorwurf der feministischen Schwedischen Justiz und zweier Frauen dies ermöglicht.
    Ich nenne das Willkürjustiz wie im ehemaligen totalitären Ostblock. Aber manche unter uns finden das ja fortschrittlich.
    11 1 Melden
    • ands 19.10.2016 12:22
      Highlight Schweden ist ein Rechtsstaat. Assange würde in Schweden ein fairer Prozess bezüglich der Verwaltigungsvorwürfe und auch bezüglich eines allfälligen Auslieferungsantrags der USA erwarten. Das er sich einem Prozess, ob fair oder nicht, gerne entziehen möchte ist verständlich, aber in einem Rechtsstaat glücklicherweise nicht möglich.
      1 9 Melden
    • opwulf 19.10.2016 13:06
      Highlight Ands: Hast du die Anklage gelesen? Schweden ist genau so ein Rechtsstaat wie alle anderen Länder in Europa. Trotzdem haben Europäische Rechtsstaaten die Bolivianische Präsidentenmaschine über Europa zum Landen gezwungen, auf den von der US Regierung ausgesprochenen Verdacht hin, dass Snowden sich an Board befinden könnte. Dies ist rechtstaatlich nicht erlaubt, wurde aber trotzdem gemacht.

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/morales-flugzeug-in-wien-gestoppt-snowden-nicht-an-bord-a-909146.html
      4 0 Melden
    • StealthPanda 19.10.2016 13:42
      Highlight @Ands
      Ganz ehrlich ich bin dem Amerikanischen Staat mehr als misstrauisch. Ich traue ihnen zu dass durch ihre Industrie Spionage durchaus die Möglichkeiten bestehen die Justiz in Schweden unter druck zu bringen. Man hat es ja auch bei den Schweizer Banken gesehen. Sie schimpfen über unsere Praktiken wegen Steuer Hinterziehung haben aber Staaten die dies offensichtlich unterstützen. http://www.finews.ch/news/finanzplatz/21807-usa-steuerparadies-fatca-aia-cotorceanu-rothschild-offshore-trusts
      Somit glaube ich Assange dass er keine faires verfahren erhält.
      5 0 Melden
    • ands 19.10.2016 23:55
      Highlight Die Präsidentenmaschine wurde nicht zum Landen gezwungen, sondern ihr wurde der Überflug verwehrt.
      Die schweizer Banken haben grosse Niederlassungen in den USA und verdienen dort viel Geld. Deshalb kann die US Justiz fast beliebig hohe Strafen aussprechen. Ein Verzicht auf den US Markt wäre in jedem Fall teurer. In der Schweiz haben dann die Banken selbst Einfluss auf die Po itik (nicht die Justiz) genommen, so dass mit der Lieferung der Kundendaten noch höhere Strafen verhindert werden konnten.
      Der Zusammenhang zur Strafprozessordnung in Schweden erschliesst sich mir in beiden Fällen nicht.
      0 3 Melden
    • opwulf 20.10.2016 07:06
      Highlight Ands: Schau Dir bitte einfach mal meinen Spiegel Link an! Was steht dort genau?
      2 0 Melden
    • ands 20.10.2016 08:48
      Highlight Ich zitiere aus dem Artikel:
      "Der Jet des bolivianischen Präsidenten hatte in der Nacht zum Mittwoch in Österreich landen müssen, nachdem offenbar mehrere europäische Staaten dem aus Moskau kommenden Flugzeug die Überflugrechte verweigert hatten."
      0 2 Melden
  • Radiochopf 19.10.2016 09:31
    Highlight Was für ein Zufall, dass nach der Veröffentlichung der Podesta Mails der Internet-Zugang zu Assange gesperrt wird.. was beweist das? 1. Das die gehackten Mails der Wahrheit entsprechen und nicht gefälscht sind! 2. Das Hillary weitere peinliche/kritische Veröffentlichungen verhindern will! 3. Die USA nicht davor zurückschrecken, andere Regierungen unter Druck zusetzen oder wieso soll nach 4 Jahren Ecuador Assange nicht mehr unterstützen? 5. Wurde von der USA versucht Assange in eine Falle zu locken und ihn als russischen Spion dazustellen! nachzulesen auf dem Twitterkonto von Wikileaks!
    18 6 Melden
    • äti 19.10.2016 10:04
      Highlight In letzter Zeit wurden von Wikileaks sehr einseitig Dokumente veröffentlicht. Alles, was WL nicht gerade diente, wurde nicht gepostet. Da hat sich die Org selbst ganz schön in die Ecke getrieben. Nächstens kommt eine Platform die "absichtlich unterdrückte"-Doks von Wikileaks präsentiert.
      3 8 Melden
    • unejamardiani 19.10.2016 10:31
      Highlight Wikileaks schreibt in seinem Twitter-Konto dass die USA sie in eine Falle locken wollte, wie unparteiisch und glaubwürdig. Wo sind die Beweise?
      1 6 Melden
    • ands 19.10.2016 10:34
      Highlight Sie haben eine seltsame Defintion von "beweisen".
      2 1 Melden
    • unejamardiani 19.10.2016 11:06
      Highlight @ands meinst du mich damit? Wenn ja, ich sehe möglicherweise erfundene Zitate von ehemaligen Angestellte des Aussenministeriums nicht als Beweis, hält übrigens auch nicht vor Gericht stand. Aussage gegen Aussage. Ob man es aber glaubt ist einem selber überlassen.
      1 6 Melden
    • ands 19.10.2016 12:18
      Highlight @unejamardiani: Nein, ich meinte Radiochopf. Ihr Kommentar wurde erst aufgeschaltet, nachdem ich meinen geschrieben hatte.
      Ich bin vollkommen Ihrer Meinung. Daraus, dass Ecuador dem Treiben von Wikileaks einen Riegel schiebt, ergibt sich kein Beweis für eine externe Einmischung.
      0 5 Melden
  • frankyfourfingers 19.10.2016 07:36
    Highlight ecuador "will sich nicht in externe wahlprozesse einmischen", tut dies aber genau durch diese zensur...
    36 16 Melden
    • panaap 19.10.2016 08:24
      Highlight Du findest also ok wenn ich die dein youporn suchverlsuf deinem Mammi schicke?
      13 29 Melden
    • frankyfourfingers 19.10.2016 08:46
      Highlight wo siehst du da einen zusammenhang? ich bin nicht im rennen um eines der wichtigsten öffentlichen ämter der welt und muss mich niemandem gegenüber rechtfertigen. ausserdem war ich nie aussenministerin...
      29 4 Melden
    • unejamardiani 19.10.2016 08:59
      Highlight Wieso veröffentlicht er nicht Daten von beiden Lagern? Ich fand Wikileaks mal gut, leider hat es sich zu einem persönlichen Krieg für Assange entwickelt mit teilweise irrelevanten veröffentlichungen um in der Öffentlichkeit präsent zu bleiben. Versteht mich nicht falsch ich finde es gut das Leute sich bemühen ungerechtigkeiten zu veröffentlichen, aber ich finde es nicht gut sachen zu veröffentlichen nur damit es öffentlich ist oder um diese Personen blosszustellen. Ich finde die Motivation von Assange mitlerweile einfach Fragwürdig und wenn er unschuldig wäre würde er da einfach raus laufen.
      8 12 Melden
    • panaap 19.10.2016 09:05
      Highlight Das heisst du findest das Gesetz sollt für nicht für alle gleich sein? Es geht mir nicht um Hillary. Wenn deine Mails gehackt werden uncool aber bei Politiker ist es ok. Wer entscheidet? Ist es ok bei einem Stadtrat zu Hacken? Wo ist die Grenze? Machst du sie?
      6 12 Melden
    • unejamardiani 19.10.2016 09:40
      Highlight Und genau das ist das Problem an der ganzen Sache. Ich habe kein Problem damit wenn Staats-Mails gehackt werden die so oder so öffentlich einsehbar sein sollten(Meiner Meinung nach). Aber ich habe ein Problem damit wenn private Mails gehackt werden, zu denen für mich Firmen-, Persönliche sowie auch Partei Mails gehören. Klar ist es interessant was diese beinhalten, jedoch schiesst man damit übers Ziel hinaus finde ich, von potenziellen Kollateralschäden an "unschludigen" mal abgesehen.
      7 5 Melden
  • Jagr 19.10.2016 07:28
    Highlight In Zeiten der universellen Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zur revolutionären Tat. - George Orwell

    54 6 Melden
    • Sir Affe 19.10.2016 08:49
      Highlight Meine Erfahrung sagt mir, dass ich wohl dem Versuch der Manipulation ausgesetzt bin, sobald Leute von der "Wahrheit" zu sprechen beginnen...
      7 3 Melden
  • MaskedGaijin 19.10.2016 06:33
    Highlight Nein da war natürlich überhaupt kein Druck der USA... Hillary drohte wohl mir Drohnen.
    36 26 Melden

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