International

Die Demonstrationen in Brasilien eskalieren. Bild: EPA/EFE

Über 100 Tote während Polizeistreiks in brasilianischem Bundesstaat

10.02.17, 04:56 10.02.17, 05:09

Ein seit Tagen andauernder Polizeistreik im brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo hat eine Welle der Gewalt ausgelöst und fordert immer mehr Opfer. In den vergangenen Tagen seien mindestens 113 Menschen getötet worden.

Das öffentliche Leben in der Provinzhauptstadt Vitória kam weitgehend zum Erliegen. In den Strassen patrouillierten Soldaten.

Immer wieder kam es zu Schiessereien, Plünderungen und Überfällen, wie das Nachrichtenportal Globo am Donnerstag unter Berufung auf die Polizeigewerkschaft berichtete.

Die Polizisten streiken seit Samstag und fordern höhere Gehälter. Espírito Santo hat massive Finanzprobleme und ist zum Sparen gezwungen.

Zwar dürfen die Polizisten offiziell nicht streiken, allerdings blockierten die Angehörigen der Beamten die Kasernen und hinderten die Polizisten am Ausrücken. (sda/dpa)

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Fast 2000 schwedische Musikerinnen prangern sexuellen Missbrauch an

Belästigung und Gewalt gegen Frauen seien in ihrer Branche «eher die Regel als die Ausnahme»: Fast 2000 schwedische Musikerinnen haben am Freitag das Wort ergriffen und Vergewaltigungen, Gewalt und Belästigung in der Musikindustrie angeprangert.

Insgesamt 1993 Künstlerinnen berichteten in der Tageszeitung «Dagens Nyheter» vom Freitag von ihren Erfahrungen und warfen der Musikindustrie eine «Kultur des Schweigens» vor.

«Manager der Musikindustrie, es liegt in eurer Verantwortung, dass niemand Opfer sexueller Belästigung wird, und ihr habt versagt», schrieben sie. Zu den Unterzeichnerinnen zählen auch die schwedischen Sängerinnen Zara Larsson und Robyn.

Ohne die Täter namentlich zu nennen, wurden unter dem Hashtag #närmusikentystnar …

Artikel lesen