International

Nach Stinkefinger für Trump – Frau wird mit Spenden überschüttet

14.11.17, 13:50 14.11.17, 14:58

Ein gegen US-Präsident Donald Trump erhobener Mittelfinger hat eine US-Bürgerin den Job gekostet – und ihr dann zehntausende Dollar eingebracht.

Juli Briskman verlor zwar ihre Arbeit, nachdem sie das Bild von ihrer Geste im Internet geteilt hatte. Sie gewann aber im Internet mehr als 3000 Sympathisanten, die insgesamt mehr als 71'000 Dollar spendeten.

Die Spendensammelaktion GoFundMe ging am 6. November online. Mehr als 3000 Spender gaben Beträge zwischen fünf und 250 Dollar für Briskman. «Danke Juli Briskman», schrieb der Organisator Rob Mello. Sie sei eine «Inspiration für uns alle». Das Geld gehe direkt an sie.

«Schon wieder auf dem Golfplatz»

Ende Oktober hatte die 50-jährige radfahrende Briskman der Autokolonne des Präsidenten den Stinkefinger gezeigt, als diese an ihr vorbeifuhr. Briskman war an jenem Samstag auf einer Velotour, als die Kolonne an ihr vorbeifuhr.

Trumps Handschlag

31s

Trumps Handschlag

Video: watson

«Ich habe gedacht: Der ist schon wieder auf dem verdammten Golfplatz», erzählte die Demokratin Briskman, die in der Nähe von Trumps Golfclub am Potomac-Fluss rund 40 Kilometer nordwestlich des Weissen Hauses wohnt, der «HuffPost».

Öffentlich wurde ihre Geste durch den Fotografen Brendan Smialowski, der den Präsidenten begleitete und den Moment festhielt. Auf dem Foto ist Briskman von hinten auf dem Fahrrad zu sehen und eigentlich nicht zu erkennen.

Profilbild in sozialen Medien

Nachdem sie selbst das vielfach in Internet und Fernsehen gezeigte Foto entdeckt hatte, machte sie es allerdings zu ihrem Profilbild auf Facebook und Twitter. Drei Tage später wurde die alleinerziehende Mutter zweier Kinder gefeuert, wie sie sagte.

Bis dahin hatte sie bei einem Bauunternehmen gearbeitet, das auch für die US-Regierung und das US-Militär tätig ist. Zwar ist nicht bekannt, ob der Präsident selbst das Foto gesehen hat; ihr Arbeitgeber habe ihre Geste jedoch als «obszön» eingestuft, sagte Briskman.

Auch nach ihrer Kündigung löschte sie das Foto nicht von ihren Seiten in sozialen Medien. (sda/afp)

Star-Fotograf Marco Grob über Trump: «Er trat sehr vulgär auf»

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
24
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
24Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 14.11.2017 22:12
    Highlight Wenn ich wüsste, dass ich Geld dafür erhalte, wenn ich Frau Doris Leuthard den Stinkefinger zeige, dann würde ich keinen Moment zögern, obwohl sie mir voll sympathisch ist.
    4 7 Melden
  • Emanzipator 14.11.2017 18:35
    Highlight Weltweite Sammelaktion für Kandidatur als Präsidentin sollte gestartet werden! Allein DIESER Mittelfinger zeugt von höherer Kompetenz....
    18 8 Melden
  • Rumbel the Sumbel 14.11.2017 16:45
    Highlight Dann wird wohl jeder Fahhradlenker jedem Autofahrer den Stinkfinger zeigen können. Sollte er die Stelle verlieren, ein bisschen Geld muss her. Es gibt ja nicht nur Präsidentenkonvois! Ich sage sogar selber Schuld!
    7 69 Melden
    • MiezeLucy 14.11.2017 22:10
      Highlight Blödsinn!!
      9 0 Melden
  • hueberstoebler 14.11.2017 16:20
    Highlight Schon richtig wurde sie gefeuert, die Firma hat einen Ruf zu wahren.
    Trotzdem freut es mich für sie und ihre Kinder dass jetzt trotzdem Geld reingekommen ist.
    7 72 Melden
    • E. Edward Grey 14.11.2017 16:55
      Highlight Welche Relevanz hat das private Verhalten eines Arbeitnehmers für den Ruf der Firma? Sie war nicht mal auf dem Arbeitsweg.
      71 6 Melden
    • Nuka Cola 14.11.2017 17:51
      Highlight Wenn du auf den Sozialennetzwerken irgendwie als Arbeitnehmer auszumachrn bist, so einiges.

      Gab auch schon in CH, DE uns A Kündigungen deswegen.

      6 9 Melden
    • Mutzli 14.11.2017 18:22
      Highlight Kommt noch dazu, dass ein Senior Director an der gleichen Firma jemanden in einem öffentlichen post als “You’re a f------ Libtard a------,”bezeichnete, komplett unprovoziert und für jedermann als Teil der Firma erkennbar. Was auch zu Fragen führte, ob das nun repräsentativ für die Firma sei. Konsequenzen für den Kadermann? Nada. Link-> https://www.washingtonpost.com/local/she-flipped-off-president-trump--and-got-fired-from-her-government-contracting-job/2017/11/06/4cf1af9a-c2da-11e7-84bc-5e285c7f4512_story.html?utm_term=.8d7ffd35d6d2

      Nur so bezüglich "Ruf wahren".
      11 3 Melden
    • Emanzipator 14.11.2017 18:39
      Highlight Lieber Hueberstoebler,
      Solltest du an einem Ort arbeiten bei dem deine Freizeitgestaltung, deine politischen Ansichten so wie deine weltanschaulichen Überzeugungen relevant für das Fortbestehen deiner Anstellung sind, möchte ich dir von herzen raten freiwillig eine neue Anstellung zu suchen....
      25 2 Melden
  • Magnum 14.11.2017 16:14
    Highlight Wenn man weiss, wie gross der Tross vom Toddler in Chief (diverse SUVs vom Secret Service, dazu Streifenwagen und Polizei-Motorräder) und wie schnell dieser unterwegs ist, dann macht der Stinkefinger sowieso Sinn. Als Velofahrer von so einem Tross überholt zu werden, ist eine akustische und olfaktorische Zumutung. Und wenn sich der ganze Zirkus dann noch um diese Type dreht, ist ein Stinkefinger mehr als angebracht. Go Juli, you rock!
    76 13 Melden
  • Ronny Lüder 14.11.2017 15:03
    Highlight Recht so! Sry aber 1 Presidenten beleidigt man einfach nicht! Sowas gehört sich nicht..
    17 152 Melden
    • AskLee 14.11.2017 16:12
      Highlight Einen nicht, den aber schon.
      86 8 Melden
    • cheko 14.11.2017 16:37
      Highlight Aber der Präsident darf Minderheiten, Behinderte, Einwanderer, Muslime und Frauen beleidigen? Soso...
      96 10 Melden
    • Amadeus 14.11.2017 16:41
      Highlight @Ronny Lüder
      Ich finde, wenn der Präsident ständig andere Leute beleidigt, dann muss er auch einstecken können.
      52 6 Melden
    • Luca Regnipuzz 14.11.2017 16:42
      Highlight Ja, bei Euch in Chemnitz (DDR) war es auch nicht ratsam, Erich Honecker zu beleidigen, denn freie Meinungsäusserung konnte da bestraft werden. In der westlichen Zivilisation sehe ich es doch als sehr heuchlerisch, wenn jemand wegen einer "obszönen Geste" während seiner Freizeit entlassen wird.
      44 2 Melden
    • E. Edward Grey 14.11.2017 16:57
      Highlight Und Trump so: „Grab her by the pussy!“
      36 4 Melden
    • Ronny Lüder 14.11.2017 17:17
      Highlight @luca regnipuzz Du magst ja recht haben mit Honecker und so... Aber es ist eben auch ein Mittelfinger gegen all die Stimmbürger (immerhin der Grossteil der Amerikaner), die Trump als ihren Präsident gewählt gaben. Deswegen versteh ich auch echt nicht, warum mir mein Kommentar so viele "Blitze" beschert hat?
      2 32 Melden
    • mia83 14.11.2017 17:50
      Highlight „1“ statt „einen“ 😄
      8 1 Melden
    • aglio e olio 14.11.2017 18:44
      Highlight Die deutsche Sprache beleidigen gehört sich auch nicht.
      17 1 Melden
    • FrancoL 14.11.2017 19:49
      Highlight @Ronniy;
      "immerhin der Grossteil der Amerikaner"

      Eben nicht der Grossteil der Amerikaner, nicht einmal der Grossteil der Elektronen sondern eine Minderheit der Amerikaner und eine nicht knappe Mehrheit der Wahlmänner.

      Grossteil würde bedeuten 70-80%.
      13 1 Melden
    • E. Edward Grey 14.11.2017 22:45
      Highlight @ aglio e olio: Wieso reden dann alle Schweizerdeutsch?
      2 0 Melden
    • aglio e olio 15.11.2017 09:33
      Highlight E. Edward...,es bezog sich auf die Verwendung einer Ziffer anstelle eines Artikels. Mancher Dialekt ist aber auch kein Kompliment ;)
      1 0 Melden
  • α Virginis 14.11.2017 14:48
    Highlight Die Gute wird wohl nicht lange Arbeitslos sein ;)
    89 9 Melden
  • .:|HonigTroll|:. 14.11.2017 14:45
    Highlight Gopfridstutz
    15 1 Melden

Trump kippt Einfuhr-Verbot für Grosswildjäger – (Und ja, auf dem Foto sind seine Söhne)

Donald Trump selber jagt keine Tiere. Aber seine Söhne, die würden das lieben, erzählte der US-Präsident im Jahr 2012. «Sie sind Jäger und sie sind darin sehr gut geworden.» 

Gut fünf Jahre ist es nun her, seit Fotos von Trumps Söhnen bei der Grosswildjagd vom Magazin «TMZ» veröffentlicht wurden. Sie sorgten in den sozialen Medien und unter Tierschützern für einen Aufschrei.

Auf einem Bild ist zu sehen, wie Trump Jr. mit einem abgeschnittenen Elefantenschwanz posiert. 

Auf einem weiteren …

Artikel lesen