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Kirchner ist seit dem 10. Dezember nicht mehr im Amt.
Bild: ANDRES STAPFF/REUTERS

Argentiniens Ex-Präsidentin Kirchner zieht in den Twitter-Krieg gegen ihren Nachfolger

Cristina Kirchner ist seit dem 10. Dezember nicht mehr Präsidentin Argentiniens, benutzt aber weiterhin das bisherige Regierungs-Konto bei Twitter. Nachfolger Mauricio Macri war gezwungen, auf einen anderen Namen auszuweichen.

24.12.15, 04:49 24.12.15, 06:31

Kirchner benutzt den Namen @CasaRosadaAR, wobei Casa Rosada für den Regierungssitz steht und «AR» für Argentinien. Der liberal-konservative Nachfolger nutzt seit 22. Dezember den Namen @CasaRosada.

Die erste Nachricht lautete in Anspielung auf die Polarisierung unter der linken Peronistin Kirchner: «Es beginnt eine Zeit des Dialogs. Wir öffnen die Türen. Herzlich Willkommen bei #CasaRosada.»

Nach wenigen Nachrichten lag die Zahl der Nutzer, die dem Account folgen, bereits bei 108'000. Kirchners Konto mit über 12'500 Nachrichten hat hingegen rund 326'000 Follower. Sie und ihr Team zerpflücken dort Macris Massnahmen und verteidigen Kirchners Politik.

Andenken an Kirchner-Doppelpräsidentschaft

Als Twitter-Bild nutzt Kirchner ein Foto, das sie vor einem Gemälde ihres 2010 verstorbenen Mannes und Amtsvorgänger Néstor Kirchner zeigt. Es handle sich um einen Account in Erinnerung an die Präsidentschaften der Kirchners vom 25. Mai 2003 bis 10. Dezember 2015. Seit diesem Datum sei es kein offizieller Twitter-Zugang mehr. Das blaue Häckchen fehlt, bei Macris Konto findet es sich hingegen.

Kirchner mit einer Büste ihres Mannes.
Bild: Ricardo Mazalan/AP/KEYSTONE

Schon die Amtsübergabe war von einem Streit überschattet. Kirchner blieb der Amtseinführung fern, der viele Präsidenten aus Lateinamerika und Ex-Bundespräsident Christian Wulff beiwohnten.

Ein Bundesgericht hatte zuvor auf Antrag Macris entschieden, dass das Mandat Kirchners nur bis Mitternacht vor der Amtsübergabe gelte. Die zwölf Stunden bis zur Vereidigung fiel die Präsidentschaft auf den Senatsvorsitzenden Federico Pinedo. Kirchner sah damit die Bedingungen für ihre Teilnahme an der Zeremonie nicht gegeben – weil sie nicht als Präsidentin die Machtinsignien übergeben konnte. (dwi/sda)

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