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RECIFE, BRAZIL - FEBRUARY 03:  Mother Daniele Santos changes her baby Juan Pedro, 2-months-old, who was born with microcephaly, on February 3, 2016 in Recife, Pernambuco state, Brazil. In the last four months, authorities have recorded thousands of cases in Brazil in which the mosquito-borne Zika virus may have led to microcephaly in infants. Microcephaly results in an abnormally small head in newborns and is associated with various disorders. The state with the most cases is Pernambuco, whose capital is Recife, and is being called the epicenter of the outbreak.  (Photo by Mario Tama/Getty Images)

Mutter mit ihrem Kleinkind in Recife, Brasilien. Das Kind leidet an einer Schädelfehlbildung, womöglich ausgelöst durch den Zika-Virus.
Bild: Getty Images South America

Jetzt solls dem Zika-Virus an den Kragen gehen: Lateinamerika koordiniert gemeinsame Anti-Zika-Aktion

Lateinamerika will den Ausbruch des Zika-Virus koordiniert bekämpfen. Die Gesundheitsminister der betroffenen Ländern beschlossen, die Verfahren zur Virus-Identifizierung zu vereinheitlichen. Zudem sollen die Überträger-Mücken grenzüberschreitend bekämpft werden.



«Es gibt weder magische Lösungen noch einfache Antworten», erklärte Uruguays Gesundheitsminister Jorge Basso am Mittwoch in Montevideo. Viel hänge vom Verhalten der Bevölkerung ab, weswegen die Informationskampagnen verstärkt werden sollen.

Zum Krisentreffen fanden sich die Gesundheitsminister Südamerikas sowie ihre Amtskollegen aus Mexiko, Costa Rica und der Dominikanischen Republik ein.

Brasilien, das am stärksten betroffene Land mit bis zu 1.5 Millionen Zika-Erkrankungen, bot unter anderem die Ausbildung von Sanitätern an. Auch soll internationale Hilfe angefordert werden. Der brasilianische Gesundheitsminister Marcelo Castro teilte mit, sein Land habe bereits eine Zusammenarbeit mit der US-Gesundheitsbehörde CDC vereinbart, um etwa die Entwicklung eines Impfstoffes zu fördern.

epa05142059 Executive director of the South American Institute of Government for Health (Isags) Jose Gomes Temporao (R) and Unasur Secretary General, Ernesto Samper (L), participate in a press conference after a meeting at the headquarters of the Union of South American Nations (UNASUR) in Quito, Ecuador, 03 February 2016 Latin American health ministers were meeting in Montevideo on 03 February for a regional crisis summit to discuss the public health emergency declared by the World Health Organization (WHO) over the rapid spread of the Zika virus. The conference was called a week earlier by Brazilian President Dilma Rousseff, whose country is most affected by the Zika virus with an estimated 1.5 million infections. The virus, which is transmitted by Aedes aegypti mosquitos, is suspected of causing birth defects through mother-to-child transmission but the link has not yet been proven.  EPA/JOSE JACOME

Lateinamerikas Gesundheitsminister treffen sich in Quito, Ecuador, um eine gemeinsame Strategie gegen den Zika-Virus zu koordinieren. 
Bild: EPA/EFE

Notstand in Teilen Floridas

Bislang ist der Zika-Erreger binnen weniger Monate in 26 Ländern Lateinamerikas aufgetaucht. Fälle sind aber unter anderem auch in den USA aufgetreten. Der Bundesstaat Florida beschloss deshalb, in vier Bezirken (Counties) den medizinischen Notstand auszurufen, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten.

Zuvor waren neun Fälle mit Zika-Viren in Florida bekanntgeworden, alle Patienten hatten sich bei Reisen in betroffene Gebiete infiziert. «Obwohl alle neun Fälle von Auslandsreisen stammen, müssen wir vorbereitet sein und eine Ausbreitung verhindern», sagte Gouverneur Rick Scott.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte am Montag den globalen Gesundheitsnotstand wegen des Zika-Virus ausgerufen. Das Virus steht im Verdacht, Schädelfehlbildungen bei Embryonen auszulösen. Die Babys kommen mit zu kleinen Köpfen auf die Welt; eine geistige Behinderung ist meist die Folge. Normalerweise führen Zika-Infektionen nur zu grippeähnlichen Symptomen. (wst/sda/dpa)

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