International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mutter mit ihrem Kleinkind in Recife, Brasilien. Das Kind leidet an einer Schädelfehlbildung, womöglich ausgelöst durch den Zika-Virus.
Bild: Getty Images South America

Jetzt solls dem Zika-Virus an den Kragen gehen: Lateinamerika koordiniert gemeinsame Anti-Zika-Aktion

Lateinamerika will den Ausbruch des Zika-Virus koordiniert bekämpfen. Die Gesundheitsminister der betroffenen Ländern beschlossen, die Verfahren zur Virus-Identifizierung zu vereinheitlichen. Zudem sollen die Überträger-Mücken grenzüberschreitend bekämpft werden.

04.02.16, 01:36 04.02.16, 03:08

«Es gibt weder magische Lösungen noch einfache Antworten», erklärte Uruguays Gesundheitsminister Jorge Basso am Mittwoch in Montevideo. Viel hänge vom Verhalten der Bevölkerung ab, weswegen die Informationskampagnen verstärkt werden sollen.

Zum Krisentreffen fanden sich die Gesundheitsminister Südamerikas sowie ihre Amtskollegen aus Mexiko, Costa Rica und der Dominikanischen Republik ein.

Brasilien, das am stärksten betroffene Land mit bis zu 1.5 Millionen Zika-Erkrankungen, bot unter anderem die Ausbildung von Sanitätern an. Auch soll internationale Hilfe angefordert werden. Der brasilianische Gesundheitsminister Marcelo Castro teilte mit, sein Land habe bereits eine Zusammenarbeit mit der US-Gesundheitsbehörde CDC vereinbart, um etwa die Entwicklung eines Impfstoffes zu fördern.

Lateinamerikas Gesundheitsminister treffen sich in Quito, Ecuador, um eine gemeinsame Strategie gegen den Zika-Virus zu koordinieren. 
Bild: EPA/EFE

Notstand in Teilen Floridas

Bislang ist der Zika-Erreger binnen weniger Monate in 26 Ländern Lateinamerikas aufgetaucht. Fälle sind aber unter anderem auch in den USA aufgetreten. Der Bundesstaat Florida beschloss deshalb, in vier Bezirken (Counties) den medizinischen Notstand auszurufen, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten.

Zuvor waren neun Fälle mit Zika-Viren in Florida bekanntgeworden, alle Patienten hatten sich bei Reisen in betroffene Gebiete infiziert. «Obwohl alle neun Fälle von Auslandsreisen stammen, müssen wir vorbereitet sein und eine Ausbreitung verhindern», sagte Gouverneur Rick Scott.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte am Montag den globalen Gesundheitsnotstand wegen des Zika-Virus ausgerufen. Das Virus steht im Verdacht, Schädelfehlbildungen bei Embryonen auszulösen. Die Babys kommen mit zu kleinen Köpfen auf die Welt; eine geistige Behinderung ist meist die Folge. Normalerweise führen Zika-Infektionen nur zu grippeähnlichen Symptomen. (wst/sda/dpa)

Alles zum Thema Zika-Virus

Brasilianische Forscher entdecken Zika-Virus in Babygehirnen

Globaler Gesundheitsnotstand: WHO erklärt dem Zika-Virus den Krieg

Brasilien hat ein Problem mit Fehlbildungen – doch ob's am Zika-Virus liegt, ist gar nicht klar

Zika-Virus in Brasilien: «Wenn wir nicht bald mehr erfahren, wird es peinlich für das Land»

Mit 220'000 Soldaten gegen die Mücken: Brasilien erklärt dem Zika-Virus den Krieg

Nicht nur Mückenstiche: Das Zika-Virus kann auch durch Sex übertragen werden

Zika-Virus: Drei Tote womöglich durch Zika-Virus in Kolumbien

In der Schweiz sind zwei Tropenrückkehrer mit Zika-Virus infiziert

Millionen vom Zika-Virus betroffen: WHO schlägt Alarm

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

26 Ebola-Tote im Kongo: Regierung reagiert mit experimenteller Impfung

In der kongolesischen Stadt Mbandaka sind in einem jüngsten Ebola-Ausbruch bereits 26 Menschen an der Krankheit gestorben. Nun reagiert die Regierung und beginnt mit einer experimentellen Impf-Kampagne. 

Zuerst soll das Gesundheitspersonal geimpft werden, danach die näheren Kontakte der Erkrankten und in einem letzten Schritt noch das Umfeld der Kontakte der Betroffenen. So soll die Krankheit effizient eingedämmt werden.

«Die Impf-Kampagne beginnt am Montag», sagt Oly Ilunga zur AP. Die …

Artikel lesen