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In den Niederlanden wird jeder Volljährige automatisch Organspender

14.02.18, 12:53 14.02.18, 15:31


Die Niederlande erhalten ein neues Gesetz zur Registrierung von Organspendern. Danach wird jeder volljährige Bürger automatisch als Organspender registriert. Diejenigen, die das ablehnen, müssen sich melden.

Das heftig umstrittene Gesetz wurde am Dienstag in Den Haag von der ersten Kammer des Parlaments mit knapper Mehrheit angenommen. Bislang müssen sich Menschen aktiv registrieren lassen, wenn sie nach ihrem Tod Organe für Transplantationen spenden wollen.

Die Initiatoren hoffen auf mehr Spenderorgane mit dem neuen System. Auch bei der neuen Regelung sollen Angehörige in Zweifelsfällen über eine Entnahme von Organen mitbestimmen dürfen.

38 Abgeordnete stimmten dafür, 36 dagegen. Die Zweite Kammer hatte bereits mit nur einer Stimme Mehrheit zugestimmt. (sda/dpa)

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • FensterAuf 15.02.2018 21:49
    Highlight Wie wäre es, wenn auf der Steuererklärung gefragt würde, ob man Organe für Transplantationen spenden will oder nicht? Man könnte die Antwort in einer verschlüsselten Datenbank registrieren und wüsste, dass sie aktuell ist (also nicht älter als ein Jahr). Das Problem ist ja, dass viele Leute spenden würden, das aber niemandem sagen...
    5 3 Melden
  • tipsi 15.02.2018 20:26
    Highlight Gibt schon eine Initiative für die Schweiz.
    https://www.initiativeorganspende.ch/
    Unterschriftenbogen ausdrucken, unterschreiben und abschicken wenn man die Idee gut findet.
    6 7 Melden
  • Judge Dredd 15.02.2018 18:11
    Highlight Auch passend zum Thema, ein Ausschnitt aus einem Interview mit Bruno Regli, stellvertretender Chefarzt der Intensivmedizin im Inselspital Bern:

    "«Ich habe schon zweimal erlebt», erzählt er, «dass die Familie die Zusage verwehrte, obwohl die potentiellen Spender selbst transplantiert waren.» In einem Fall gab es ein Nein bei einem Patienten, der auf der Warteliste für ein Organ gestanden hatte."

    https://www.beobachter.ch/medizin-krankheit/transplantationen-viele-wollen-organe-nur-wenige-spenden

    Sorry, aber da fehlen mir schlicht die Worte.
    7 3 Melden
    • Follower 16.02.2018 16:22
      Highlight Das ist tatsächlich inkonsequent. Aber wenn ich mir vorstelle, dass ein mürrischer Arzt mir mitteilt, dass ein lieber Angehöriger hirntod sei -„tja, da kann man nichts mehr machen; können die Organe zur Organspende entnommen werden?“ - bekomme ich auch ein mulmiges Gefühl!
      2 2 Melden
  • iHero 15.02.2018 16:13
    Highlight Finde das Opting-Out eine gute Sache. Ein moralisches Problem sehe ich nicht, denn wen es wirklich stört, der wird sich darum bemühen, raus zu kommen. Das grosse Problem sind jene Leute, die dem Ganzen gleichgültig gegenüber stehen. Sie werden sich nie um ein Opting-In bemühen, auch wenn sie nichts dagegen haben, wenn ihre Organe gespendet werden. Ich bin zuversichtlich, dass so mehr Leben gerettet werden können.
    6 8 Melden
    • Proletario 16.02.2018 13:51
      Highlight @iHero: Sie sehen kein moralisches Problem dabei, aber führen es im nächsten Nebensatz gleich selber ein ("sich bemühen, raus zu kommen). Wenn man aktiv werden muss (sie gehen sogar noch weiter und beschreiben es richtig als "bemühen"), um das Recht zu behalten, selbst über seinen Körper bestimmen zu können, dann gibt es ein sehr deutliches moralisches Dilemma, welches sich durch nichts und niemanden verneinen lässt. Ich habe nichts gegen Organspenden, ein Automatismus ist aber moralisch nicht vertretbar, zumindest nicht wenn man an eine humanistische Zukunft glaubt..
      8 1 Melden
    • iHero 16.02.2018 15:53
      Highlight Hat für mich nichts mit eingeschränkter Selbstbestimmung zu tun. Bestimmen kann immer noch jeder selber, er muss es halt nur aktiv tun, das Bestimmen.
      3 4 Melden
  • 7immi 15.02.2018 11:21
    Highlight eine beängstigende tendenz, jeder sollte über seinen körper bestimmen können. solche automatismen hebeln dieses grundrecht aus. es gibt viele argumente, die dafür und dagegen sprechen und jeder muss das moralisch vertreten können. und das sage ich als organspender und regelmässiger blutspender. man soll die leute offensiv informieren, aber nicht über sie bestimmen.
    20 11 Melden
  • Judge Dredd 15.02.2018 11:13
    Highlight Es gäbe da noch eine andere, sehr provokante Lösung die aber theoretisch allen gerecht werden würde:

    Man entscheidet sich für oder gegen Organspende. Wer bereit ist zu spenden, unabhängig davon ob man als Spender berhaupt geeignet ist oder nicht, darf auch empfangen. Alle andern wollen das ja sowieso nicht, oder?

    Ich weiss, aus ethischen Gründen ist das verwerflich, ich finde es aber auch verwerflich, selber nicht spenden zu wollen aber dann ein Organ zu erhalten.
    15 2 Melden
    • Roman h 15.02.2018 19:19
      Highlight Ihre Idee wiederspricht halt dem Solidaritätsprinzip.
      Angenommen nur Leute die spenden bekommen Organe, dann müsste man aber auch weiter gehen.
      Z.b
      Nur wer steuern bezahlt kann seine Kinder in die Schule schicken.
      Nur wer für sfr bezahlt soll SRF schauen können.
      Also das Ende der Billag
      4 4 Melden
    • Judge Dredd 15.02.2018 21:27
      Highlight Es widerspricht auch dem Solidaritätsprinzip nichts geben, aber nehmen zu wollen.

      Im Endeffekt wärs wie bei einer Versicherung, im Ereignisfall bekome ich nur etwas, wenn ich dafür vorher etwas gegeben habe (in diesem Fall die Bereitschaft zu spenden)

      Ihre Vergleiche hinken, sie vergleichen Birnen mit Äpfeln.
      5 3 Melden
  • nJuice 14.02.2018 23:27
    Highlight Bin selber auch Organspender und empfehle es jedem auch zu sein. Man soll ja, angeblich, bei Unfällen und Krankheiten von den Ärzten besser behandelt werden.

    Dies auf die Allgemeinheit auszuweiten schadet niemandem und hilft vielen. Vernünftige Argumente dagegen gibt es kaum, sehr viele jedoch dafür.

    Dennoch, ganz ehrlich: Es hinterlässt einen etwas faden Geschmack..
    5 9 Melden
  • Don Sinner 14.02.2018 19:16
    Highlight Staatl. verordnete Zwangsbeiträge für die Mia-Transplantations-Industrie. Oder: Gibst du's uns nicht freiwillig, so nehmen wir's mit Gewalt.
    33 45 Melden
    • Paddiesli 15.02.2018 14:51
      Highlight Mit Gewalt? So so ...
      NIEMAND würde gezwungen! Jede/r kann immer noch selber entscheiden, wenn er/sie das nicht will.
      7 7 Melden
  • Menel 14.02.2018 17:57
    Highlight Ist in Österreich auch so. Da wird man auch als Tourist zum Organspender.
    23 17 Melden
    • Menel 15.02.2018 06:29
      Highlight Wieso die Blitze?
      7 10 Melden
  • DerTaran 14.02.2018 13:52
    Highlight Richtig so, sollten wir auch machen.
    99 58 Melden
  • Waedliman 14.02.2018 13:50
    Highlight Absolut richtige Massnahme. Schweigen ist Zustimmung, so muss man das machen.
    86 60 Melden
    • fandustic 14.02.2018 20:16
      Highlight Stimmt, ist ja beim Sex auch so....sagt sie nichts, dann will sie es!
      38 18 Melden
    • Judge Dredd 15.02.2018 17:58
      Highlight Fandustic, Nekrophilie ist strafbar.
      2 2 Melden
  • BoJack 14.02.2018 13:46
    Highlight Finde ich definitiv eine gute Sache!
    48 35 Melden
  • Bambam 14.02.2018 12:55
    Highlight Hoffentlich auch bald bei uns...
    128 67 Melden

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