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Wegen Zika-Virus: Frauen in El Salvador sollen nicht schwanger werden – bis 2018

22.01.16, 04:51 22.01.16, 06:12

Zwei Jahr lang nicht schwanger werden: Dazu fordert das Gesundheitsministerium des zentralamerikanischen Landes El Salvador seine Bürgerinnen auf. Grund dafür ist das in der Region grassierende Zika-Virus. Es soll Fehlbildungen bei Ungeborenen verursachen.

Zuvor hatten bereits Jamaika und Kolumbien den Frauen nahegelegt, das Schwangerwerden um sechs bis zwölf Monate zu verschieben. El Salvador geht noch einen Schritt weiter: «Wir möchten allen Frauen im gebärfähigen Alter vorschlagen, die nötigen Schritte vorzunehmen, um ihre Schwangerschaft zu planen und somit zu verhindern, in diesem und im nächsten Jahr schwanger zu werden», sagte der stellvertretende Gesundheitsminister Eduardo Espinoza laut mehreren Medien.

Grund für das aussergewöhnliche Vorgehen sei, dass im Jahr 2015 und in den ersten Tagen des neuen Jahres rund 5400 Fälle des Zika-Virus in El Salvador diagnostiziert wurden. In dem Land leben rund 6,38 Millionen Menschen.

Schädelfehlbildungen

Die Krankheit verläuft in der Regel relativ harmlos mit leichtem Fieber und Hautausschlag. Für Schwangere könnte eine Ansteckung allerdings gefährlich sein. Es gibt Hinweise darauf, dass das Zika-Virus für Schädelfehlbildungen bei Neugeborenen verantwortlich sein könnte. Bei der sogenannten Mikrozephalie ist der Kopfumfang des Kindes kleiner als normalerweise, geistige Behinderungen sind die Folge.

Überträger des Zika-Erregers sind Stechmücken der Gattung Aedes, vor allem Aedes aegypti. Soldaten in Brasilien werden auf Larven der Mücke hingewiesen.
Bild: Andre Penner/AP/KEYSTONE

Das Virus wurde vor Jahrzehnten im Zikawald in Uganda entdeckt. Infektionen waren anfangs selten. Später wurde Zika in der Südsee festgestellt. Vor einigen Monaten tauchte der Erreger dann in Südamerika auf und breitet sich seitdem dort aus.

Die US-Gesundheitsbehörde riet Schwangeren von Reisen nach Lateinamerika und in die Karibik ab. Insgesamt warnte die Behörde vor Reisen in 14 Länder und Regionen, darunter Brasilien, Kolumbien und Mexiko. (kad/mit Material von dpa)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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