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Rätselhaft – Fleischfresser-Bakterien breiten sich in Australien epidemieartig aus

Eine rätselhafte Krankheit verunsichert die Bewohner im Süden des Landes. Nun ergreift die Regierung Gegenmassnahmen. 



In Australien breiten sich derzeit fleischfressende Bakterien epidemieartig aus. 2017 sind gegen 250 Menschen befallen worden – das sind doppelt so viele wie im Vorjahr. Dies geht aus einer am Montag publizierten Studie hervor. 

Die Infektion fühle sich zuerst wie ein Mückenstich an. Langsam graben sich die Bakterien dann tiefer ins menschliche Fleisch. «Wenn das Geschwür ‹explodiert›, ist der Schmerz extrem», zitiert der Guardian einen Studienverfasser. 

Fleischfresser-Bakterien hinterlassen klaffende Wunde. Bild: EPA/AAP/MEDICAL JOURNAL OF AUSTRALIA

Bei den meisten Infektionen reicht eine achtwöchige Antibiotika-Therapie, um die Bakterien zu vernichten. «In einigen Fällen mussten wir Amputationen vornehmen, oder Haut operativ entfernen», so ein Arzt weiter. 

Die Fleischfresser-Bakterien kommen normalerweise im west- und zentralafrikanischen Sumpfland vor. «Die Bakterien haben sich irgendwie mutiert. Es ist schwierig eine Krankheit einzudämmen, wenn man nicht genau weiss, wie sich sich verhält», so eine Ärztin. Die Mediziner gehen davon aus, dass sich das Bakterium über Mückenstiche verbreitet. Aber das ist noch nicht erwiesen. 

Bild

Das rätselhafte Bakterium. bild: zvg

Die australische Regierung hat nun knapp eine Million Dollar bereitgestellt, um die Krankheit besser zu erforschen. 

(amü)

Eine Spinne frisst eine Maus

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Edward Espe Brown 16.04.2018 16:06
    Highlight Highlight MRSA; ganz üble Sache. Die Antibiotika Resistenz kommt maßgeblich vom vorsorglichen Antibiotika Einsatz in der Tierzucht. Nein, ich bin kein Veganer.....
    • Olifant 16.04.2018 16:48
      Highlight Highlight Es handelt sich nicht um MRSA, Zitat aus dem Guardian-Artikel: "Johnson believes it is most likely the bacteria that causes the ulcer, Mycobacterium ulcerans, is being spread by mosquitos and possums.". Hoffentlich entwickeln sich keine Resistenzen. Aber MRSA ist wirklich übel, da geb ich dir Recht.
    • Loe 16.04.2018 18:16
      Highlight Highlight Was genau hat der Artikel jetzt mit MRSA zu tun? 🙈
    • der Denker 16.04.2018 20:15
      Highlight Highlight Hatte erst kürzlich eine MRSA Infektion. War nicht gerade witzig es hat nahezu kein Antibiotika geholfen. Hat meines Wissens allerdings nichts mit dem Artikel zu tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Writer Formerly Known as Peter 16.04.2018 15:40
    Highlight Highlight Ohh jee! Hatte mir so eine schöne Infektion vom roten Meer heimgebracht. Der Zeh wurde innert weniger Stunden blau, dann schwarz und eitrig. Zum Glück nach einer einwöchigen Antibiotikakur in der Schweiz, wieder genesen. Übel ist das!
  • Sageits 16.04.2018 15:40
    Highlight Highlight Das erinnert mich irgendwie an Lepra oder die Beulenpest..... unheimlich 😨
    Es ist wirklich zu wünschen, dass zumindest der Übertragungsweg sicher herausgefunden wird. Und dass es natürlich geheilt werden kann.
    • Mutzli 16.04.2018 17:43
      Highlight Highlight Gemäss Guardian sind zumindest schon mehrere mögliche Vektoren bekannt, wie etwa das Possum oder Moskitos. Das mit dem natürlich geheilt verstehe ich nicht ganz, was meinen Sie mit dem genau? Bis jetzt hilft in den meisten Fällen eine acht(!)-wöchige Antibiotikakur, falls es darauf nicht anspringt, müssen leider die Messer raus. Wird nicht dadurch vereinfacht, dass die Frühphase wie ein Insektenstich aussieht und sich dann subkutan ausbreitet, bis sich dann das (sehr schmerzhafte) erste Geschwür an die Oberfläche bahnt.
    • Sageits 16.04.2018 21:33
      Highlight Highlight @Mutzli, da habe ich mich wirklich nicht klar ausgedrückt. Ich meinte natürlich heilen ohne Amputation.

      Und ich hoffe, die Possums (Possume?) werden nicht dezimiert bevor man nicht wirklich sicher ist, dass sie das Bakterium auch übertragen.
  • Turi 16.04.2018 15:18
    Highlight Highlight Ist das noch zeitgemäss? Müssten diese Bakterien nicht auf vegan umstellen?
    • legis 16.04.2018 18:55
      Highlight Highlight Werd lieber selber Veganer, dann hätten wir nicht bald RIESIGE Probleme bzgl ressistenterBakterien!
      Unangebrachter gehts garnicht mehr....
    • dä dingsbums 16.04.2018 21:02
      Highlight Highlight @legis: chill
    • AustinOsmanSpare 16.04.2018 21:03
      Highlight Highlight Steak! Blutig bitte ...
  • FancyFish - Stoppt Zensur! 16.04.2018 15:01
    Highlight Highlight Stellt euch mal vor diese Dinger entwickeln eine Antibiotikaresistenz...
    • m4in CS 16.04.2018 16:08
      Highlight Highlight Es gibt schon fleischfressende Bakterien, welche so schnell und aggressiv sind, dass kein Antibiotikum dagegen ankommt. Nekrotisierende Fasziitis ist z.B. sehr agressiv und man vermutet, dass sie unter anderem durch antibiotikaresistenten Staphylokokken ausgelöst wird.
    • helmut 16.04.2018 16:10
      Highlight Highlight Bei einem Bakterienstamm gibt es immer Individuen, die eine Resistenz besitzen. Dies hängt mit der unheimlich schnellen Vermehrung und den damit einhergehenden, zufälligen Mutationen zusammen.

      Eine erfolgreiche Therapie ist darum immer eine Teamleistung zwischen Antibiotika und Immunsystem. Einen Grossteil erledigt das Medikament und den Rest das Immunsystem.
  • Koberto 16.04.2018 14:42
    Highlight Highlight Wäre nett, den Buruli Ulcer aus dem zitierten Guardian Artikel zu erwähnen. Eine Krankheit die sehr wohl bekannt dafür ist, in Australien aufzutreten. Ein wenig informativer anstatt die "Fleischfresserbakterien".
    • Gummibär 16.04.2018 17:13
      Highlight Highlight Danke Koberto.
      Mycobacterium ulcerans schon 1897 von Dr. Cook in Uganda identifiziert. 1948 von Professor MacCallum in der Nähe von Melbourne im Detail beschrieben. Etwa 2000 registrierte Fälle im Jahr, mit sehr grosser Dunkelziffer in Afrika.
      Buruli Geschwür/Tropengeschwür ein alter unangenehmer Bekannter der alle paar Jahre wieder in der Presse erscheint.
  • Miuh 16.04.2018 14:21
    Highlight Highlight Das finde ich nun viel beängstigender als jeden Hai!

Wie der Schweizer Arzt Ruedi Lüthy in Simbabwe tausende Menschen vor dem Aids-Tod rettete

Ruedi Lüthy war einer der Pioniere der Aids-Medizin in der Schweiz. Seit 2003 lebt er hauptsächlich in Harare, wo er eine Aids-Klinik aufgebaut hat. Im Interview mit watson spricht er über seine erste Begegnung mit der Krankheit, seinen Umgang mit afrikanischem Aberglauben und die Entwicklung in Simbabwe seit dem Sturz von Diktator Mugabe. 

Anfang der 80er-Jahre war Ruedi Lüthy (77) einer der ersten Ärzte in der Schweiz, der sich mit Aids auseinandersetzte. Als Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten am Universitätsspital Zürich musste er zunächst zusehen, wie seine HIV-positiven Patienten wegstarben, ohne dass er etwas dagegen tun konnte. In der zweiten Hälfte der 90er-Jahre war er mit dabei, als in der Schweiz grosse Fortschritte bei der Behandlung von HIV-positiven Menschen erzielt wurden.

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