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Greece's Prime Minister Alexis Tsipras delivers a speech during a parliament meeting in Athens, Saturday, June 11, 2015. Lawmakers have been summoned to emergency sessions in parliament after Prime Minister Alexis Tsipras sought authorization to negotiate a new bailout deal with European creditors. (AP Photo/Thanassis Stavrakis)

Der griechische Premier Alexis Tsipras übt Kritik. Bild: Thanassis Stavrakis/AP/KEYSTONE

TV-Auftritt des griechischen Premiers: Tsipras wirft Gläubigern Rachsucht vor

Alexis Tsipras hat die Vereinbarung von Brüssel zwar verteidigt, die Art ihres Zustandekommens aber heftig kritisiert: In einem TV-Interview attackiert der griechische Premier die internationalen Gläubiger.

14.07.15, 21:48


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Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat sich in einem Interview, das am Abend ausgestrahlt wurde, an das griechische Volk gewandt. Im staatlichen Fernsehen äusserte er sich zu dem in Brüssel vereinbarten Reform- und Sparprogramm und warf den internationalen Gläubigern Rachsucht vor. 

Die Nacht des EU-Gipfels in Brüssel sei schlecht für Europa gewesen, sagte Tsipras. Die Vereinbarung sei auf Druck starker Staaten auf Griechenland zurückzuführen. Diese Art und Weise der Druckausübung «ehrt nicht die Tradition Europas», sagte Tsipras. 

Dennoch sei für Griechenland auch Positives herausgekommen. Noch in diesem Jahr werde es Verhandlungen über die Umstrukturierung des Schuldenberges sowie ein Investitionsprogramm in Höhe von 35 Milliarden Euro geben. Diese Massnahmen, wenn sie zustande kommen, könnten «einen Grexit endgültig abwenden und die Voraussetzungen für Wachstum» in Griechenland schaffen, sagte Tsipras. Für Neuwahlen sehe er keinen Grund. Er stelle sich der Verantwortung. 

Das griechische Parlament soll am Mittwochnachmittag über ein erstes Bündel von Spar- und Reformmassnahmen beraten. Die entscheidende Parlamentsabstimmung soll am Mittwoch kurz vor Mitternacht Ortszeit beginnen. Die namentliche Abstimmung könnte dann etwa eine Stunde dauern. 

Das erste Gesetzespaket soll Massnahmen hauptsächlich zur Anhebung von Mehrwertsteuern und zur Abschaffung von Frührenten, aber auch Steuererhöhungen für Freiberufler und Besitzer von Luxusvillen und teuren Autos beinhalten. 

Der Eurogipfel hatte am Montagmorgen beschlossen, dass unter bestimmten Bedingungen Verhandlungen mit Griechenland über ein drittes Hilfspaket beginnen sollen. Eine davon ist die Billigung einer Reihe von Reformen und Sparmassnahmen durch das Parlament in Athen. 

(kbl/dpa/Reuters)

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    Alle Leser-Kommentare
  • MediaEye 15.07.2015 09:39
    Highlight #Thisisacoup #Agreekment
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Kein Geld mehr: «Schwizerchrüz» muss Hilfe in Griechenland zurückschrauben

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