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Alexis Tsipras (r.) und sein früherer Finanzminister Yanis Varoufakis Bild: Alkis Konstantinidis/REUTERS

Heimliche Grexit-Pläne: Tsipras nimmt Varoufakis in Schutz

Griechenland hatte nach den Worten des Regierungschefs Alexis Tsipras nie einen Plan für einen Austritt aus der Eurozone. Sie hatte sich aber auf alle Fälle vorbereitet.

31.07.15, 12:13 31.07.15, 12:42

Der frühere Finanzminister Yanis Varoufakis steht in der Kritik, weil er an einem Plan für einen Euro-Austritt Griechenlands gearbeitet haben soll. Tsipras nahm nun seinen Ex-Minister in Schutz. 

«Suchen Sie nicht nach Skandalen bei Varoufakis», sagte Tsipras. Varoufakis habe wohl Fehler gemacht. «Sie können ihn aber nicht anklagen, dass er ein Gauner ist. Sie können ihn nicht anklagen, dass er das Geld des Volkes geklaut hat. Er hat kein Geld ins Ausland gebracht», sagte Tsipras.  

Griechenland habe sich auf den Fall vorbereiten müssen, dass andere Kräfte in der EU den Euro-Austritt in die Wege leiten würden, sagte Tsipras. «Fragen Sie doch die Regierung in Berlin», sagte er. «Sie wird Ihnen erklären, was das für ein Plan ist, (von dem Berlin) immer noch sagt, er bleibt auf dem Tisch», sagte Tsipras.

Er antwortete damit auf eine Anfrage der Sozialisten zu einem angeblichen Plan B von Varoufakis, der zum Austritt Griechenlands aus dem Euro führen könnte. Varoufakis soll laut der Zeitung «Kathimerini» den Ausbau eines parallelen Zahlungssystems für Griechenland geplant haben. Teil des Plans soll auch das Hacken von privaten Steuernummern gewesen sein.

Die griechische Justiz hat das Material zu dem Vorwurf dem Parlament übergeben. Obwohl Varoufakis wegen seiner parlamentarischen Immunität nicht im Zentrum steht, könnte ihm eine Anklage wegen Hochverrats oder Bildung einer kriminellen Vereinigung drohen, spekulierten griechische Medien. (mlu/sda/dpa/reu)

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Rim 31.07.2015 13:49
    Highlight Uebrigens die Anspielung "Geld dem Volk geklaut und ins Ausland gebracht" (HSBC Genf) hat mit dem laufenden Verfahren gegen einen Berater des Ex Premierministers der PASOK zu tun. Er steht gerade vor Gericht weil er IWF Gelder privat abgezweigt und eben in Genf deponiert hat. So lief das in GR. Unter Pasok und ND. Und zwar alternativlos.
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  • Rim 31.07.2015 13:25
    Highlight Der Text ist nicht ganz korrekt. Tsipras sagte der PASOK Abgeordneten bei der Befragung: Das nächste Mal wenn Sie Skandale suche, soll sie das doch in der eigenen Partei tun. (pasok hat wie die ND soviele Skandale - echte - produziert, dass sie inzwischen zur Kleinstpartei abgestraft wurde. ) Dass die Pasoktante mit der Selbstverständlichkeit (gouverner c est prevoir) in einer Krise einen Plan B zu haben, intellketuell überfordert ist klar. So hat Pasok während JZ auch "regiert". sprich: Klientelpolitk betrieben. Alternativlos ;-)
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    • blueberry muffin 31.07.2015 16:35
      Highlight Ach, die Politiker in Europa sind wohl immer noch schockiert, einen Finanzminister getroffen zu haben der Wirtschafts Professor war.

      Sind sich Argumentationen gar nicht gewohnt, die Armen.
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