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epa04845231 European Commissioner for Economic and Financial Affairs Pierre Moscovici (L) and German Finance Minister Wolfgang Schauble (R) at the start of the Eurogroup finance ministers meeting at the European Council headquarters in Brussels, Belgium, 13 July 2015. Eurozone finance ministers were to discuss a range of issues including the election of the Eurogroup president and the current situation affecting Greece.  EPA/STEPHANIE LECOCQ

Wolfgang Schäuble (rechts) mit EU-Kommissar Pierre Moscovici (13.07.2015). Bild: STEPHANIE LECOCQ/EPA/KEYSTONE

Deutscher Finanzminister Wolfgang Schäuble will eher zurücktreten, als «gegen die eigenen Überzeugungen handeln»

Sein Plan für einen Grexit auf Zeit brachte Wolfgang Schäuble viel Kritik ein. Doch der Finanzminister will sich in der Griechenlandkrise treu bleiben, sagt er im neuen SPIEGEL - zur Not bis zum Äussersten.

18.07.15, 08:34


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Im Streit mit Kanzlerin Angela Merkel über die Griechenlandrettung ist Finanzminister Wolfgang Schäuble im äussersten Fall zum Rücktritt bereit. «Politiker haben ihre Verantwortung aus ihren Ämtern», sagte er dem SPIEGEL. Niemand könne sie zwingen, gegen ihre Überzeugungen zu handeln. «Wenn das jemand versuchen würde, könnte ich zum Bundespräsidenten gehen und um meine Entlassung bitten», sagte Schäuble. (Lesen Sie hier das ganze Gespräch im neuen SPIEGEL.)

In dem Gespräch räumte er ein, dass Merkel und er in den vergangenen Wochen bei der Rettung Griechenlands unterschiedliche Auffassungen vertreten hätten. «Es gehört zur Demokratie, dass man auch einmal unterschiedliche Meinungen hat», sagte er.

Heftig kritisierte Schäuble den SPD-Vorsitzenden und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, der bestritten hatte, Schäubles Plänen für eine fünfjährige Euroauszeit Griechenlands zugestimmt zu haben. «Jede Partei hat ihre Probleme», sagte Schäuble im SPIEGEL, in einer Koalition nehme man aber Rücksicht aufeinander. «Man sollte eigene Probleme nicht durch unzutreffende Behauptungen über andere lösen wollen.»

Am Freitag verteidigte Schäuble im Bundestag seine Verhandlungsführung in der Griechenlandkrise und seinen Vorschlag eines zeitweisen Grexits. Die erzielte Einigung sei ein letzter Versuch, um das aussergewöhnlich schwierige Problem zu lösen: «Ich bin davon überzeugt, dass diese Lösung funktionieren kann.»

Wie erwartet stimmte eine grosse Mehrheit der Unionsfraktion neuen Griechenlandgesprächen zu. Die 60 Nein-Stimmen aus CDU und CSU sind jedoch ein deutliches Zeichen der Kritik.

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