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Greek Finance Minister Yanis Varoufakis looks on at the start of an European Union finance ministers meeting in Luxembourg, June 19, 2015. REUTERS/Francois Lenoir

Gianis Varoufakis: «Wir sind zu Kompromissen bereit.» Bild: FRANCOIS LENOIR/REUTERS

Griechenlandkrise: Varoufakis schiebt Merkel die Verantwortung zu

Kurz vor dem Euro-Sondergipfel meldet sich der griechische Finanzminister Varoufakis zu Wort. Seine Regierung sei «prinzipientreu», bewegen müsse sich jemand anders: Angela Merkel.

20.06.15, 21:08


Ein Artikel von

Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis sieht die Verantwortung für die weiteren Schritte im Schuldenstreit bei Angela Merkel. «Die deutsche Kanzlerin steht am Montag vor einer entscheidenden Wahl», schreibt er in einem Gastbeitrag für die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» (FAS). Am Montag kommen die Staats- und Regierungschefs der Eurozone zu einem Sondergipfel zusammen.

Merkel könne eine «ehrenvolle Einigung» mit der griechischen Regierung eingehen, «die die ‹Rettungspakete› abgelehnt hat und eine Verhandlungslösung anstrebt», so Varoufakis. Oder die Kanzlerin könne «den Sirenen aus ihrer Regierung zu folgen, die sie ermutigen, die einzige griechische Regierung über Bord zu werfen, die prinzipientreu ist und die das griechische Volk mitnehmen kann auf den Pfad der Reform. Diese Wahl, fürchte ich sehr, muss sie treffen», schreibt Varoufakis.

Im Gegensatz zu anderen Politikern der Eurozone erwartet Varoufakis von dem Zusammentreffen viel. «Nun hängt alles an dem ausserordentlichen EU-Gipfel am Montag», schreibt der Finanzminister und zeigt sich zu weiteren Kompromissen bereit, sollte die Kanzlerin am Montag ein deutliches Zeichen aussenden.

«Wir von unserer Seite aus werden mit dem Entschluss nach Brüssel kommen, weiter Kompromisse einzugehen, solange wir nicht gefragt werden, das zu tun, was die vorherigen Regierungen taten: neue Schulden zu akzeptieren unter Bedingungen, die wenig Hoffnung bieten, dass Griechenland seine Schulden zurückzahlen kann», schreibt Varoufakis. Details zu einem Kompromissangebot nennt er in dem Artikel jedoch nicht.

(brk)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alex23 22.06.2015 07:29
    Highlight Seine Bewegung sei prinzipientreu. Bewegen müssten sich die anderen.
    Ich kenne keinen Konflikt der Welt, der mit einer solchen Haltung zu bewältigen ist, nicht im Kleinen, nicht im Großen.
    0 0 Melden
  • Oberon 20.06.2015 21:46
    Highlight Die Schweiz könnte mal nachfragen welche Inseln zum kaufen oder pachten zu Verfügung stehen, wir wollten ja schon immer Anschluss ans Meer.

    Das tolle ist sogar das die "Hardliner" nicht in Deutschland sitzen sondern in ganz Europa verteilt sind und es absolut nichts bringt auf einzelne Personen los zu gehen. Was diese griechische Regierung in so kurzer Zeit an vertrauen kaputt gemacht hat kann wahrscheinlich gar nicht mehr gekittet werden.
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    • Ikarus 21.06.2015 00:55
      Highlight Europaweit? Die lautesten sind die, die seit der einführung der EU am meisten profitiert haben, inklusive schuldenschnitt. Unsympathisch weil man nicht weiter schulden produzieren will damit man auf lebzeiten ein sklave ist? Ist dir
      bewusst das die hälfte dieser schulden zinsen sind?
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    • phreko 21.06.2015 04:52
      Highlight Schwachsinn von A bis Z. Dass die Deutschen immrt nur auf Zeit spielen sollte nun jedem klar sein. Brauchbare Lösungen wollen sie ja nicht annehmen, denn sie haben zu lange gewartet. Private Schulden wurden zu öffentlichen und erst dadurch ein Problem. Und wegen dem Vertrauen:Dieses wurde gezielt manipuliert. Wer der Bild folgt, dem ist nicht mehr zu helfen. Der Propagandakrieg im Boulevard stürzt Europa in den Abgrund.
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    • Alex23 22.06.2015 07:24
      Highlight @ikarus Warum dieses dramatische "Sklave auf Lebzeiten"? Griechenland stünde es frei die Eurozone zu verlassen. Und nicht nur das, auch ob es EU-Land bleiben will ist am Ende die eigene Wahl.
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