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Cameron an der jährlichen Konferenz der Konservativen.
Bild: SUZANNE PLUNKETT/REUTERS

Watsche für Cameron: Britisches Unterhaus will Syrien nicht bombardieren

03.11.15, 03:31 03.11.15, 07:07

Die Pläne des britischen Premierministers David Cameron zur Ausweitung des Militäreinsatzes gegen die Extremistenorganisation Islamischer Staat auch auf Syrien haben einen Rückschlag erlitten. Der zuständige Ausschuss des Unterhauses lehnt Luftangriffe ab.

Eine Ausweitung der Angriffe auf syrisches Gebiet solle es solange nicht geben, bis der Westen eine umfassende und erfolgsversprechende Strategie im Kampf gegen die Extremisten und zur Beendigung des Bürgerkriegs entwickelt habe, heisst es in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme des Ausschusses.

Cameron hatte sich für Angriffe auch in Syrien stark gemacht. Bislang greifen britische Kampfjets Ziele der Extremisten im Irak an und liefern den Alliierten Informationen zur Aufklärung des syrischen Luftraums. (dwi/sda/reu)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • ferox77 03.11.2015 09:36
    Highlight Der Krieg in Syrien ist ein Stellvertreterkrieg zwischen Schiiten und Sunniten, der seinen Anfang lediglich in Syrien genommen hat. Es geht dem schiitischen Machthaber in Teheran um die Transformation der staatlichen Ordnungen in Libanon, Syrien, Irak, Jemen und Jordanien. Zunächst.
    Wenn ausgerechnet jetzt die UN-Hilfsorganisationen über Geldmangel klagen und ihre Leistungen in den Flüchtlingslagern der Türkei, des Libanon und Jordaniens zurückfahren, ist dieser Vorgang kein Zufall.
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