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Giftanschlags-Opfer Julia Skripal hat das Spital verlassen

10.04.18, 11:17


Die bei einem Attentat in England vergiftete Russin Julia Skripal ist aus dem Spital im britischen Salisbury entlassen worden. Das bestätigte am Dienstag die medizinische Direktorin der Klinik, Christine Blanshard.

This is an image of the daughter of former Russian Spy Sergei Skripal, Yulia Skripal taken from Yulia Skipal's Facebook account on Tuesday March 6, 2018. British media report Tuesday April 10, 2018 that Yulia Skripal, one of two Russians poisoned by nerve agent, has been released from the hospital. (Yulia Skripal/Facebook via AP)

Julia Skripal. Bild: AP/Facebook/Yulia Skripal

«Das ist nicht das Ende ihrer Behandlung, aber es markiert einen bedeutenden Meilenstein», sagte die Ärztin. Julias Vater, der ehemalige russische Agent Sergej Skripal, erhole sich hingegen langsamer von dem Anschlag. «Wir hoffen, dass er zu gegebener Zeit das Spital verlassen kann.»

Die 33-Jährige war am 4. März gemeinsam mit ihrem Vater bewusstlos auf einer Parkbank in Salisbury aufgefunden worden. Nach Angaben britischer Experten wurden die beiden mit dem Kampfstoff Nowitschok vergiftet. Das Nervengift wurde einst in der Sowjetunion hergestellt.

Streit zwischen London und Moskau

Grossbritannien vermutet Russland hinter dem Anschlag. Die Regierung in Moskau weist die Vorwürfe zurück. Wegen des Falls sind die Beziehungen beider Länder auf einem Tiefpunkt.

Zahlreiche Länder solidarisierten sich mit Grossbritannien und wiesen Dutzende russische Diplomaten aus. Moskau reagierte ebenfalls unter anderem mit Ausweisungen von Diplomaten.

Sergej Skripal hatte früher für den russischen Militärgeheimdienst GRU gearbeitet und dem britischen MI6 Informationen weitergeleitet. 2004 flog er auf. Er wurde in Russland zu 13 Jahren Lagerhaft verurteilt. Im Rahmen eines Gefangenenaustauschs kam er 2010 nach Grossbritannien. (sda/dpa/reu/afp)

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dirk Leinher 11.04.2018 06:59
    Highlight Nun, da die gesamte monströse Lüge über diesen Fall auch den langsam denkenden Menschen mehr und mehr bewusst wird braucht es eine Ablenkung. Da ist es doch genau passend, dass der Assad kurz vor dem endgültigen Sieg über die Terroristen in Douma so blöd ist und Giftgas einsetzt. So nach dem Motto, lieber einen 3. Weltkrieg als ein Eingeständnis, dass wir Briten schamlos gelogen haben.
    1 1 Melden
  • Radiochopf 10.04.2018 14:47
    Highlight Es ist sehr erfreulich das sie das Spital verlassen kann und überlebt hat und ihr Vater wohl auch überlebt...andererseits spricht dann vieles dafür, das es sich nicht um das Gift Nowitschok gehandelt hat, da dies schon in geringen Mengen schnell und vorallem tödlich wirkt..
    19 8 Melden
  • Tomtom64 10.04.2018 14:46
    Highlight Und noch immer fehlt das Motiv diesen Attentatsversuch auf do komplizierte Art und Weise auszuführen. Ein kleine Pistole mit Schalldämpfer wäre deutlich diskreter und effektiver gewsen. Warum also nicht?
    16 4 Melden
  • DerSimu 10.04.2018 13:00
    Highlight Von mir aus sollen sich die Briten und Russen doch aufs Dach geben. Solange es bei den Worten bleibt und nicht in einem Kalten Krieg 2.0 ausartet.
    8 20 Melden
  • The Destiny // Team Telegram 10.04.2018 12:32
    Highlight Währenddessen verhindert die UK dass angehörige Visas bekommen und lassen die Haustiere verhungern weil man die nach dem Versiegeln des Hauses "vergessen" hat ...

    Nicht mehr lange und der letzte Spiegel von dieser Tragödie zerbricht.
    32 8 Melden

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